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Potsdamer Rundschau, Ausgabe Juli 2010

Mar 16, 2016

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Sozialdemokratische Zeitung für die Landeshauptstadt Potsdam.

  • Sozialdemokratische Zeitung fr die LandeshauptstadtJuli 2010 www.potsdamer-rundschau.de

    Wassertourismus strken...Hobbykapitne sollen sich in Potsdam willkommen fhlen. Seite 4

    Bundesweit einmalig ...Landtag beschliet das Schler-Bafg. Seite 5

    Ungerecht und unsozial...Schwarz-gelbes Sparpaket trifft die Schwchsten. Seite 6

    Schatten ber dem Euro ...Mssen wir fr Griechenland zahlen? Seite 7

    Er kann Altbau wie Platte, Tradition und Moderne: Jann Jakobs, Rathauschef und vierfacher Familienvater, seit 1993 in Pots-dam zu Hause. Jetzt wurde er nominiert, vorgeschlagen fr eine zweite Amtszeit als Oberbrgermeister 2010-2018, von Pots-dams starker SPD. Ja, ich wills wissen!, rief der Wahlkmpfer in der Schiffbauer-gasse, energisch und enthusiastisch, zur Freude vieler Potsdamerinnen und Potsda-mer. Ergebnis: Auf der Delegiertenkonfe-renz am 26. Juni erhielt Jakobs 53 von 56 Stimmen. Das ist eine groe Ehre, Bestti-gung fr meine Arbeit und Auftrag anzupa-cken, freute sich der Oberbrgermeister.

    Der Nominierung vorangegangen war eine kmpferische Rede, in der Jakobs immer wieder die gute Stadtentwicklung mit Zah-len belegte. Die niedrige Arbeitslosigkeit, die gelungene Stadtentwicklung mit den Sanierungserfolgen in allen Stadtteilen das seien Ergebnisse sozialdemokratischer Oberbrgermeistern und sozialdemokrati-scher Politik. Familienfreundlich, wirt-schaftlich aufstrebend, kulturell vielfltig, wissenschaftlich stark, sozial und weltoffen, so ist das Potsdam von heute, beschrieb Jakobs das Zuhause von 153.000 Men-schen. Und erntete lang anhaltenden Applaus. Till Meyer

    Ohne Gegenstimme zum Kandidaten fr das Potsdamer Oberbrgermeisteramt gekrt: Amtsinhaber Jann Jakobs (2. v. l.) mit der Bundestagsabgeordneten Andrea Wicklein (l.), Potsdams SPD-Chef Mike Schubert und der Landtagsabgeordneten Susanne Melior. / Foto: Bernd Blumrich

    Zur Sache

    Jann Jakobs muss Oberbrgermeister bleiben

    Am 19. September entscheidet sich Pots-dams Zukunft Jann Jakobs soll sie weiter gestalten. Er garantiert den gesellschaftli-chen Zusammenhalt. Seit 2002 steht er an der Spitze dieser wunderbaren Stadt. Viel Gutes ist seitdem gelungen: Familien-freundlichkeit, dynamisches Wachstum, eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Ostdeutschland. Viele haben daran ihren Anteil, aber ohne Jann Jakobs wre der Erfolg nicht mglich gewesen. Seit 17 Jahren lebt er hier. Damit ist er schon ein Alt-Potsdamer, aber jung geblieben, um die ganze Stadt zu sehen und fr sie zu arbeiten. Aber eines stellt er klar in den Vordergrund: Kitas und Schulen. Und das ist richtig, denn in krzester Zeit muss hier noch viel erreicht werden. Seine Strken kommen aus seinem Leben: Soziales Bewusstsein, Zivildienst im Sozialbereich, Einsatz fr Schwchere, vierfacher Famili-envater, Jugend- und Sozialarbeit. Seine Herkunft Ostfriesland bleibt dabei nicht verborgen: Probleme anpacken, Bodenhaftung trotz aller Erfolge, Klarheit in der Sprache und manchmal eine gewisse friesische Sturheit. Aber dabei wunderbar liebenswert und immer mit einem Lcheln. Potsdam braucht Jann Jakobs.Er ist gut fr unsere Heimat.Matthias Platzeck, Oberbrgermeister von 1998 bis 2002

    www.jann-jakobs.deOberbrgermeister der Landeshauptstadt Potsdam

    Jann Jakobs kandidiert!Potsdams SPD schickt am 19. September den Oberbrgermeister ins Rennen

  • Juli 20102

    Pack die Badehose ein!

    Endlich Sommer endlich sind die Schmuddelwochen vorbei! Die Ferienzeit beginnt, Karten studieren, schne Tage planen, Koffer packen. Viele Tausend Tou-risten kommen nach Potsdam und genie-en unsere Stadt. Und viele Potsdamer schweifen in die Ferne. Mit meiner Frau Christine zieht es mich im Juli fr zwei Wochen zum Paddeln und Radeln ins nrdliche Brandenburg und nach Meck-lenburg. Romantische Ruhe. Eine Neu-bersetzung von Melvilles Moby Dick und Juli Zehs Adler und Engel sind im Gepck. Davon gestrkt geht es dann zurck ins Rathaus und in einen frhlichen aber hoffentlich kurzen Wahlkampf. Es soll ja auch noch genug Zeit bleiben fr meine Gartenarbeit in der Alexandrowka.Ihnen, liebe Potsdamerinnen und Potsda-mer, schne Ferien, gute Reise oder einfach schne Wochen im schnen Potsdam.

    Jann Jakobs,Oberbrgermeister derLandeshauptstadt Potsdam

    Die Partei hat das Wort

    Editorial

    Auf ihrem Landesparteitag in Velten haben die Brandenburger Sozialdemokraten Mat-thias Platzeck mit berwltigender Mehrheit in seinem Amt als Landesvorsitzenden best-tigt. 94 Prozent der Stimmen entfielen auf Platzeck, der seit 2000 SPD-Chef in Bran-denburg ist. Als stellvertretende Landesvor-sitzende wurde die Potsdamer Landtagsabge-ordnete Klara Geywitz besttigt. Mit Prof. Dr. Christine Frber ist eine weitere Pots-damerin im Landesvorstand vertreten.Zuvor hatten der SPD-Ehrenvorsitzende Dr. Manfred Stolpe und Matthias Platzeck die Aufbauleistungen der Brandenburger seit 1990 herausgestellt. Dabei sei die SPD immer an der Seite derer gewesen, die sich fr das Land und die Menschen eingesetzt haben.

    Die nchsten zwei Jahrzehnte werden neue Chancen und Mglichkeiten bringen. Einfa-cher wird es nicht. Das wissen wir jetzt schon. Aber nach 20 Jahren ist Brandenburg ein modernes, ein intak-tes und gefestigtes Land, sagte Platzeck. Mit einer auch selbst-kritischen Bewertung der vergangenen Jahre, aber vor allem nach vorne zielender Politik befasst sich der Leit-antrag Gemeinsinn und Fortschritt: Bran-denburg nach 20 Jah-ren.

    Mit breiter Mehrheit nahm der Landespar-teitag einen Beschlussantrag des SPD-Unter-bezirks Potsdam an, die Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg auszu-bauen. Der Antrag hatte nach seiner Verf-fentlichung fr eine Belebung der Fusionsde-batte gesorgt. Aus Politik, Wirtschaft und Verbnden in beiden Lndern gab es positive Reaktionen. Damit ist ein erstes Ziel des Vor-stoes erreicht: Berlin und Brandenburg reden wieder ber eine gemeinsame Zukunft. In seiner Rede hatte sich Alt-Ministerprsi-dent Dr. Manfred Stolpe noch einmal fr den vorgeschlagenen Weg einer engeren Zusammenarbeit ausgesprochen. Stolpe sagte: Wer zusammenarbeitet, der wchst auch zusammen. Nun soll eine Arbeits-gruppe der Landesverbnde Berlin und Bran-denburg mit der Erarbeitung konkreter Vor-schlge beauftragt werden. Redaktion

    Parteitag whlt neuen Potsdamer SPD-VorstandAuf ihrem Parteitag im Einstein-Gymna-sium whlten die Potsdamer Sozialdemo-kraten am 8. Mai ihren neuen Unterbe-zirksvorstand. Mike Schubert wurde im Amt des Vorsitzenden besttigt. Der 37-Jhrige erhielt ber 80 Prozent der Stimmen und wird damit die Partei wei-tere zwei Jahre fhren. Kathleen Krause aus dem Ortsverein Eiche/Golm/Grube wird auch in Zukunft als stellvertretende Vorsitzende dem Vorstand angehren. Als Schatzmeister wurde Norbert Potthast aus Babelsberg neu in den Vorstand gewhlt. Dem Gremium gehren mit Liane Woell-ner, Nadja Libbertz und Henrike Hoff-mann drei weitere Frauen an. Komplettiert wird der Vorstand, der die Geschicke von Potsdams Sozialdemokraten bis zum Jahr 2012 fhren wird, von David Kolesnyk, Sven Heise und Harald Geywitz.In seiner Rede kndigte Schubert einen Oberbrgermeister-Wahlkampf an, der

    sich in die Zukunft richten werde. Die Menschen wollen wissen, wer sie die nchs-ten acht Jahre wie regiert. Sie wollen kei-nen Wahlkampf ber die Vergangenheit von Kandidaten. Damit nahm Schubert Bezug auf die IM-Vergangenheit des wahr-scheinlichen Kandidaten der Linken zur Oberbrgermeisterwahl, Dr. Hans-Jrgen Scharfenberg. Es werde im Wahlkampf darum gehen, deutlich zu machen, dass die Sozialdemokraten mit Jann Jakobs einen Oberbrgermeister ins Rennen schicken, dem es in seiner Amtszeit gelungen ist, alle Stadtteile weiterzuentwickeln. Potsdam geht es gut und die Potsdamer leben gern in Ihrer Stadt, erklrte Schubert.Oberbrgermeister Jann Jakobs hatte in seinem Gruwort die gute Zusammenar-beit zwischen Unterbezirk, Stadtfraktion und Rathausspitze gelobt. Aus der Partei kmen immer wieder wichtige Impulse fr die Entwicklung der Stadt. Die Stadtfrak-

    tion htte sich zu einem Garant fr eine stabile Politik in der Stadt entwickelt. Als wichtigste Aufgabe der kommenden Jahre sehen es die Sozialdemokraten an, dass ste-tige Wachstum der Stadt zu bewltigen. Potsdam msse weiter fr alle seine Bewohner lebenswert bleiben. Den dazu notwendigen sozialen Ausgleich will die SPD trotz der schwierigen Kassenlage erreichen.Zu groen ffentlichen Diskussionen fhrte bereits im Vorfeld der Entscheidung der Potsdamer SPD ein fr den Landes-parteitag beschlossener Antrag. Er fordert einen inhaltlichen Neubeginn bei der Kooperation der Bundeslnder Branden-burg und Berlin. Auch SPD-Ministerpr-sident Matthias Platzeck, der als Gast auf dem Potsdamer Parteitag weilte, begrte den Antrag als Anregung fr eine weitere Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Berlin. Redaktion

    Dr. Manfred Stolpe und Matthias Platzeck / Foto: Guido Speer

    Platzeck bleibt VorsitzenderKlara Geywitz und Christine Frber fr Potsdam im LandesvorstandBreite Mehrheit fr Antrag zur Metropolregion Berlin-Brandenburg

  • Juli 2010 3

    Liebe Brgerinnen und Brger,

    wir mssen mit weniger Geld die Leistun-gen fr eine wachsende Stadt erbringen. Wir brauchen dazu einen Oberbrgermeis-ter, der soziales Bewusstsein mit Verantwor-tungsgefhl verbindet. Deshalb hat die SPD Oberbrgermeister Jann Jakobs erneut nominiert. Wir wollen gemeinsam die Stadt weiter voranbringen. Seit der ersten freien Kommunalwahl in der DDR haben Sie einem SPD-Kandidaten als Oberbrger-meister Ihr Vertrauen geschenkt. Die SPD hat mit ihren Oberbrgermeistern die Poli-tik der vergangenen 20 Jahre geprgt. Diese Kontinuitt gibt es in keiner anderen kreis-freien Stadt in Brandenburg. Von der Jam-merhauptstadt des Ostens, wie der Spiegel einst schrieb, hat sich Potsdam zu einer der beliebtesten Stdte in Ostdeutschland ent-wickelt. Stadtpolitik braucht Verlsslichkeit und keinen Dauerstreit. Und

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