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FahrRad - Willkommen beim ADFC - NRW FahrRad 2 / 2016 Zeitung für Radfahrende an Ruhr und Lippe Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Radfahren in Dortmund und Hagen Tourenberichte und

Aug 09, 2020

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  • FahrRad 2 / 2016

    Zeitung für Radfahrende an Ruhr und Lippe

    Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club

    Radfahren in Dortmund und Hagen Tourenberichte und Tourenpläne

    Technik: Bauprojekte für den Winter Workshop GPS

    Dortmund

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    Neues aus dem VorstandFördermitglieder Der ADFC Dortmund dankt für die Unterstützung!

    Liebe Leserinnen und Leser,

    nachdem ich im März auf der dies- jährigen Mitgliederversammlung zum 2. Vorsitzenden des Kreisverbandes Dortmund gewählt wurde, ging an mich die Aufforderung, mich bei den Dortmunder ADFC – Mitgliedern im Rahmen des Eingangsartikels unserer Zeitschrift vorzustellen. Dem komme ich gern nach, da auch nicht viel zu meiner Vorstellung zu schreiben ist.

    Ich bin 64 Jahre alt, Rechtsanwalt, verheiratet, mit zwei erwachsenen (?) Söhnen. Natürlich nutze ich seit vielen Jahren das Fahrrad, wobei ich zunehmend das Rad auch für Wege einsetze, die ich sonst mit dem Auto oder Bus/Bahn bewältigt habe.

    Seit vielen Jahren bin ich poli- tisch interessiert und aktiv. Dabei galt schon früh mein Interesse der Verkehrspolitik. Hierbei knüpfte ich erste Kontakte zum ADFC Dortmund, wo ich vielfältige Unterstützung für meine Arbeit insbesondere in der Bezirksvertretung Hombruch erhal- ten habe. Der Schwerpunkt meiner Arbeit im ADFC liegt derzeit in der Betreuung der Fahrradhäuser. Was diese neue Tätigkeit des ADFC Dort- mund beinhaltet, wird in einem ge- sonderten Artikel in diesem Heft dargestellt.

    An dieser Stelle ist es mir wichtig, einmal deutlich zu machen, wie viel- fältig die Arbeit des ADFC Dortmund ist. Als ehemals passives Mitglied hatte ich keine Vorstellung, welche Arbeit im Kreisverband überhaupt bewältigt wird. Dies wird vielen an- deren Mitgliedern so ähnlich gehen. Zu den vielfältigen Aufgaben gehört zunächst die Unterhaltung der Ge- schäftsstelle in der Graudenzer Stra- ße. Viele Interessenten ersuchen mit den unterschiedlichsten Fragen den ADFC direkt, telefonisch oder per Mail um Rat. Ihnen wird erstaunlich rasch von den ehrenamtlichen Mit- gliedern geholfen.

    Damit erschöpft sich bei weitem nicht die Arbeit des Vereins. Bekannt durch die Terminpläne sind die viel- fältigen Touren-Angebote im Dort- munder Bereich aber auch längere Touren jenseits der Stadtgrenze. Die Möglichkeit der Fahrradcodierung wird vielfach angenommen. Erstaun- lich groß ist auch die Nachfrage nach Radfahrunterricht.

    Auch die Verkehrserziehung für Kinder nimmt einen breiten Raum in unserer Tätigkeit ein. Der aktu- elle Fahrradstadtplan wäre ohne die Mitarbeit des ADFC nicht realisiert worden

    Die Fahrradwachen bei den Spie- len des BVB werden von uns organi- siert.

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    Fahr Rad 2 / 2016

    Prolog 1,3 Inhalt 2

    ADFC Dortmund Ausgezeichnete Fahrradwerkstatt 4 Verkehrspolitik Fahrrad(un)freundliches Dortmund 5 ADFC Hagen Neue Rad-Infrastruktur in Hagen 11

    Radfahren Fahrradparkhaus vor der Haustür 13 Elektrorad-Vermietung 18 Frühstück für Radfahrer 39 Radtouren: Mitfahren! Fünf-Flüsse-Tour 16 Von Mannheim nach Bonn Drei-Schlösser-Tour in DO 28

    Radtouren: Berichte Genussradeln um Bad Neuenahr 27 Von Görlitz bis Plock 30 Emscherkunst 32 Genusstour Lüneburger Heide 34 Von Rostock nach Berlin 39

    Technik Grundkurs Outdoor Navigation 19 Vom Trekkingrad zum Pedelec 22 Winterprojekt: Lastenanhänger 24

    Radfahrjugend Touren nach Norderney und Mannheim 27

    Impressum, www-Adressen 30 Beitrittserklärung

    Vermehrt in jüngster Zeit kümmert sich der ADFC auch um das Radfah- ren für Flüchtlinge und insbesonde- re die Verkehrserziehung für junge Flüchtlinge. Hier wird aktuell mit dem Dortmunder „Runder Tisch für Verkehrsprävention“ ein flächende- ckendes Programm für die Schulung der Verkehrssicherheit junger Flücht- linge umgesetzt.

    Weiterhin ist der ADFC auf vielen Veranstaltungen vertreten, um sich vorzustellen und insbesondere für die Interessen der Fahrradfahrer zu werben; dies reicht von der Mitveran- staltung der Fahrrad–Demo, der Teil-

    nahme an Ausstellungen, Besuche bei Firmen bis hin zu der Teilnahme an Arbeitskreisen und Anhörungen.

    Als frischgebackenem Vorstands- mitglied ist es mir sicher erlaubt, mich lobend über die vielen, um- fangreichen Aktivitäten unseres Ver- eins zu äußern. Um diese Arbeiten auch in Zukunft zu bewältigen, wäre es schön, wenn auch weitere bislang passive Vereinsmitglieder bereit wä- ren, aktiv mitzuarbeiten.

    Ihr Michael Twardon

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    Erzbistum Paderborn zeichnet Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt aus. Mit dem 3. Preis des Pau- line-von-Mallinckrodt-Preises ist die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt der ‚Übergangseinrichtung für Flüchtlinge Am Ostpark‘ ausge- zeichnet worden.

    Die Werkstatt im Keller der ‚Über- gangseinrichtung für Flüchtlinge Am Ostpark‘ ist ein Projekt von Aktiven der VeloKitchen und des ADFC Dort- mund, Alltagsradlern und Radsport- lern aus dem Viertel.

    Unterstützt durch das Erzbistum Paderborn und die Caritas Dortmund wurden dort seit Ende Oktober 2015 mit den Bewohnerinnen und Bewoh- nern über 170 gespendete Fahrräder verkehrssicher und StVO-gerecht re- pariert und den geflüchteten Men- schen als Eigentum übergeben.

    Mit dem Preisgeld von 1.000 € werden Werkzeuge ergänzt und Er- satzteile gekauft.

    Alle Bewohner werden so weit wie möglich bei den Arbeiten eingebun- den, was vor allem den Kindern gro- ßen Spaß macht und für viele Frauen komplett neu ist.

    Einige ehemalige Bewohner der Einrichtung kommen auch nach ih- rem Auszug in eigene Wohnungen in die Werkstatt, um zu dolmetschen und zu helfen.

    Die Bewohner der „Flüchtlings- schiffe“ im Dortmunder Hafen kom- men ebenfalls zum Verkehrssicher- heits-Unterricht in die Einrichtung Am Ostpark, bevor sie in der Werk- statt ihre Räder reparieren.

    Immer wieder treffen die Ehren- amtlichen der Werkstatt in der Stadt auf Bewohnerinnen und Bewohner, die mit ihren Räder unterwegs sind und sich freuen, jemanden von den „Ostpark-Schraubern“ zu sehen.

    Die Werkstatt freut sich über ge- spendete Fahrräder jeder Art, vor allem über kleinere Rahmengrößen (

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    ist diese nicht geschaffen worden. Das aktuelle Foto zeigt auch das schmutzige Radwegschild, welches

    vor zwei Jahren noch sauberer war. Ein typisches Negativ-Beispiel für viele Radwege in Dortmund: feh- lende Bordstein-Absenkungen und schmutzige oder verblichene Rad- wegschilder.

    Baustellen - Radverkehr gibt es nicht

    Unter baustellen.dortmund. de ist fast immer nur zu lesen „Für den Kraftfahrzeugverkehr ist eine Um- leitung über ... ausgeschildert. Die Zufahrt zu den Grundstücken und Garagen ist grundsätzlich möglich. Der Fußgängerverkehr wird verkehrs- sicher geführt.“ Radverkehr gibt es nicht. Eine Aussage, ob dieser auch betroffen ist, ob dafür eine Umlei-

    tung ausgeschildert ist oder ob er zu- sammen mit dem Fußgängerverkehr geführt ist, ist nicht zu finden.

    Und wenn Radverkehr an Baustel- len betroffen ist, dann gibt es oft eine falsche Beschilderung. An einer den Radweg kreuzenden Baustellen- zufahrt an der Nortkirchenstr. wurde die Beschilderung „Fußweg-Radfah- rer absteigen“ aufgestellt. Das wäre so, als ob für den Autoverkehr ein

    Stopp-Schild auf der Straße aufge- stellt würde. Ein Schild mit dem all- gemeinen Hinweis „Baustelle“ wäre die passende Beschilderung gewesen. Und nicht die Radfahrer müssen ver- anlasst werden abzusteigen, sondern umgekehrt muss der Baustellenver- kehr einen Hinweis auf kreuzende Radfahrer erhalten.

    Radwegweisung: Instandhaltung/ Wartung, Note ungenügend

    Schon im Jahr 2008 wurde in einer Eingabe an den Beschwerdeausschuss

    darauf hingewiesen, dass an der Kreuzung Asselner Hellweg/ Donner- str. die Radwegweiser bei Bauarbei- ten verschwunden sind. Erneut stand dieser Mangel in der Eingabe an den Beschwerdeausschuss im Mai 2015. Immerhin schrieb der Fahrradbeauf- tragte im Juli 2015 eine Anordnung für die notwendigen Wegweiser an die Beschilderungsabteilung. Doch bis jetzt (Sept.2016), nach über ei- nem Jahr, sind die Schilder immer noch nicht neu angebracht.

    Zudem werden die Wegweiser sel- ten gesäubert, so dass manche kaum noch lesbar sind.

    Daher kann das Tiefbauamt hier nur mit der schlechtesten Schulnote; 6 = ungenügend bewertet werden.

    Ablehnung von notwendigen Ver- besserungen - Verschlechterungen

    Die Bezirksvertretung Hörde be- antragte an zwei Radwegen, die von der Silberhecke in die Grünfläche hinter den Häusern zur Straße Feld- bank führen, die hohen Bordsteine abzusenken. Das lehnte das Tief- bauamt ab: „In Bezug auf die Geh-

    wegabsenkungen an der Silderhecke 44-50 würdeeine Gehwegabsenkung eine erhöhte Unfallgefahr für Kin- der darstellen, da die hier im Antrag genannten ‚potentiell gefährdeten Kinder‘ ungehindert auf die Silber- hecke fahren/ sausen können, die von anderen Verkehrsteilnehmern (aufgrund z.B.von parkenden Fahr- zeugen) erst spät erkannt werden können.“ Gegenargument: An zahl- losen anderen Absenkungen (Grund- stücks-/ Parkplatz-/ Garagenzufahr- ten) können Kinder ungehindert auf die Straße sausen.