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Aus der Praxis f¼r die Praxis

Dec 30, 2015

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Aus der Praxis für die Praxis. Aus der Praxis für die Praxis. Nicht erst seit der letzten Änderung des ADR ist die praxisorientierte Ausbildung gefordert. - PowerPoint PPT Presentation

Ausbilderinfo© Verlag Heinrich Vogel, München – Dezember 2006
Aus der Praxis für die Praxis
Eine wesentliche Forderung des ADR im Kapitel 8.2 ist die Nähe zur Praxis
Für die damit geforderte praktische Ausbildung sind insbesondere die folgenden Bereiche wichtig:
Abfahrtskontrolle,
© Verlag Heinrich Vogel, München – Dezember 2006
Aus der Praxis für die Praxis
Nicht erst seit der letzten Änderung des ADR ist die praxisorientierte Ausbildung gefordert.
Aber seit der Umsetzung der 17. Änderungsverordnung des ADR (ADR 2005) müssen explizit Praxisübungen, wie zum Beispiel Feuerlöschübung sowie Unfallsimulation und Übungen an einem Fahrzeug mit einer zGM ab 3,5 t, ausgebildet werden.
Die folgende Präsentation zeigt:
können und
8.2.2.2 Der Schulungsveranstalter hat sicherzustellen, dass die Lehrkräfte über gute Kenntnisse verfügen und die neuesten Entwicklungen hinsichtlich der Regelungen und Schulungsvorschriften für die Gefahrgutbeförderungen berücksichtigen. Der Unterricht muss praxisnah sein. Der Lehrplan muss entsprechend der Anerkennung auf der Grundlage der in den Absätzen 8.2.2.3.2 bis 8.2.2.3.5 genannten Themen erstellt sein. Erst- und Auffrischungsschulungen müssen ebenfalls praktische Einzelübungen umfassen (siehe Absatz 8.2.2.4.5).
8.2.2.4.5 Die praktischen Einzelübungen müssen im Rahmen des theoretischen Unterrichts stattfinden und mindestens die Themen:
Erste Hilfe,
Brandbekämpfung und
Ausbilderinfos
Schulungssystem Fahrerschulung
Basiskurs 18 UE 1 UE 45 min 30 5
Aufbaukurs Tank 12 UE 1 UE 45 min 24 4
Aufbaukurs Klasse 1 8 UE 0 UE 45 min 15 4
Aufbaukurs Klasse 7 8 UE 0 UE 45 min 15 4
Fortbildung (alle 5 Jahre) 8 UE 4 UE 30 min 15 4
Zeitliche Vorgaben durch die Kurspläne:
Die Zeitansätze für die Ausbildung ergeben sich aus den jeweiligen Kursplänen des DIHK.
Die bei den einzelnen Themensektoren angegebenen Unterrichtseinheiten (1 UE = 45 min) sind Richtwerte. In dem Unterrichtsplan, der bei der zuständigen Kammer eingereicht werden muss, sind die tatsächlich beabsichtigten Zeitansätze auszuweisen.
Die praktische Ausbildung soll überwiegend in den Themensektoren
Durchführung der Beförderung und
stattfinden.
Ausbilderinfos
1. Abfahrtskontrolle
Die Überprüfung anhand einer Checkliste,
Die Durchführung einer Abfahrtkontrolle (Übung an einem Fahrzeug mit einer zGM ab 3,5 t, das für die Beförderung gefährlicher Güter ausgerüstet ist) ist Teil des Themensektors 6.
während eines “Rundganges”,
W – Wasser
O – Öl
L – Luft
K – Kraftstoffe
Das Thema Abfahrkontrolle wird bei den Lehrgangsteilnehmern gerne belächelt.
Ziel dieser Ausbildung ist die Vermittlung der Notwendigkeit einer Abfahrtskontrolle. Ein Fehler, der während der Abfahrtskontrolle festgestellt wird, kann dem Fahrzeugführer unterwegs keine Probleme bereiten. Gerade bei wechselnden Fahrzeugbesatzungen ist die Abfahrtskontrolle unabdingbar.
In der Praxis wird veranschaulicht, dass auch eine gewissenhafte Kontrolle nicht sehr viel Zeit in Anspruch nehmen muss.
Bei einem „Rundgang“ wird dem Teilnehmern mit Hilfe einer Checkliste vermittelt, welche Punkte bei der Kontrolle zu beachten sind:
Mitzuführende Dokumente
Erforderliche Ausrüstung
Ausbilderinfos
2. Ladungssicherung
Ein Ladungssicherungsseminar nach den Richtlinien des VDI ist mit 16 Unterrichtseinheiten angesetzt.
Da diese Zeit nicht ansatzweise zur Verfügung steht, können nur die Basics vermittelt werden.
Aber bereits mit 7 Leerpaletten kann dem Lehrgangsteilnehmer verdeutlicht werden, wie z.B. eine Ladung gesichert werden kann. Dabei sollte vorzugsweise das „Niederzurren“ erklärt werden, da diese Sicherungsmethode am häufigsten eingesetzt wird. Nachdem ein Gurt vorschriftsmäßig angelegt wurde, kann dann mit einem Messgerät die tatsächliche Vorspannung gemessen werden. Für die Teilnehmer oftmals ein großes „AHA-Erlebnis“, denn selbst bei dieser „einfachen Fracht“ können schon sehr viele Fehler gemacht werden. Schon das Fehlen von Kantenschonern bringt sehr unterschiedliche Messergebnisse. Auf der Seite mit der Ratsche ist die Vorspannung deutlich höher als auf der Seite ohne Ratsche. Daher sollten, bei Verwendung mehrerer Gurte, die Ratschen immer wechselweise angelegt werden.
Im Anschluss an eine korrekte Ladungssicherung wird dann mit einer Bremsprobe gezeigt, dass alles richtig gemacht wurde. Allerdings sollte man sehr vorsichtig an die Sache herangehen. Zum einen darf das Material (Lkw usw.) nicht beschädigt werden, zum anderen dürfen sich natürlich auch die Lehrgangsteilnehmer nicht verletzen.
Übersicht ist hier gefragt.
2. Ladungssicherung
Weitere Möglichkeiten der Ladungssicherung sind:
Festsetzen durch z.B. Festlegehölzer, oft in Verbindung mit Nägeln und Keilen,
Festsetzen der Ladung mit Hilfe von Trennwänden, Klemmbalken, Ladegestellen, Netzen, Planen, Coilmulden etc. oder
Kombination dieser Verfahren.
Muster von Zurrgurten
3. Unfallsimulation
Unfallsimulation an einem Fahrzeug mit einer zGM ab 3,5 t, das für die Beförderung gefährlicher Güter ausgerüstet ist.
Was muss wann gemacht werden:
Eigensicherung nicht vergessen
Handhabung der Schutzausrüstung
Absichern der Unfallstelle
Absetzen der Unfallmeldung
Erst absichern, dann helfen
Vorgehen bei einem Unfall/Zwischenfall
Wenn es wirklich einmal zu einem Unfall oder Zwischenfall gekommen ist, ist es besonders wichtig besonnen zu handeln. Der einzige Spezialist an der Unfallstelle ist jetzt der Kraftfahrer. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte muss er wissen was zu tun ist.
Wichtig für die ersten Maßnahmen nach einem Unfall/Zwischenfall ist die Reihenfolge:
Als erstes unbedingt die Unfallstelle absichern
(Einsatz der Ausrüstung),
dann die Meldung an die Polizei abgesetzt.
Neben der vorschriftsmäßigen Absicherung der Unfallstelle und dem Bergen von Verletzten ist besonders die Meldung an die Polizei wichtig. Mit der so genannten 5-W-Regel kann man den Teilnehmern leicht das Thema vermitteln.
WER meldet ?
WIEVIEL Verletzte ?
WELCHE Verletzungen ?
Wichtig ist, dass der Fahrer auch einen Hinweis auf das beförderte gefährliche Gut gibt.
Ausbilderinfos
4. Praktische Feuerlöschübung
Die Durchführung einer praktischen Feuerlöschübung ist seit 2005 wieder zwingend vorgeschrieben.
Ziel ist es, die Fahrzeugführer mit den Feuerlöschgeräten vertraut zu machen.
Da aus Umweltschutzgründen in den wenigsten Städten und Gemeinden Flüssigkeitsbrände zur Feuerlöschübung herangezogen werden können, hat sich in der Praxis die Verwendung von Feuerlöschtrainern bewährt.
Der Fahrzeugführer darf Ladungsbrände nicht löschen.
Nur Entstehungsbrände dürfen durch die Fahrzeugbesatzung gelöscht werden.
Feuerlöschübung
Die Mitglieder der Fahrzeugbesatzung müssen mit der Bedienung von Feuerlöschgeräten vertraut sein, so heißt es im Abschnitt 8.2.3 ADR. Durch den unsachgemäßen Einsatz kann sich ein Brandherd sogar vergrößern.
Bei der praktischen Feuerlöschübung soll das Vorgehen bei einem Entstehungsbrand erklärt und auch geübt werden. Folgende Inhalte sind wichtig:
Wie wird ein Feuerlöscher aktiviert?
Veranschaulichen, was passiert, wenn durch den Druck der Brand ausgeweitet wird.
Wie nähert man sich dem Brandherd?
Mehrere Löscher gleichzeitig nutzen.
Der Einsatz eines Löschtrainers hat sich bewährt.