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Anschlag auf das World Trade Center, 11. 9. 2001
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Transcript
  • Folie 1
  • Anschlag auf das World Trade Center, 11. 9. 2001
  • Folie 2
  • Samuel P. Huntington, The Clash of Civilisations (1996)
  • Folie 3
  • Clash of Cultures
  • Folie 4
  • DAX = Deutscher Aktien Index
  • Folie 5
  • Folie 6
  • Occupy-Bewegung (seit 2011)
  • Folie 7
  • Private Vermgensverteilung in Deutschland
  • Folie 8
  • Folie 9
  • Tsunamis Thailand, 2004 Japan, 2011
  • Folie 10
  • Ich-AG und social networks
  • Folie 11
  • Folie 12
  • Je mehr wir bereit sind, voneinander wissen und lernen zu wollen, desto leichter und selbstverstndlicher wird auch eine jede Integration. Es stimmt mich traurig, dass Integration erst so spt zum Thema gemacht worden ist. Sprache wird als Ma der Integration angesehen. Was passiert aber, wenn man in einer neuen Sprache schreibt und damit "die hchste Stufe" der Integration erreicht hat? Man wird wieder isoliert, als Sonderfall in der Literaturwissenschaft betrachtet und in den Bereich der Migrationsliteratur eingeordnet, anstatt als natrlicher Teil der Literatur angesehen zu werden. (2003) * 1968
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  • Marius von Mayenburg (* 1972) Der Hssliche (2007)
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  • http://www.youtube.com/watch?v=EK6ffXaaa_4 Bodo Wartke (* 1977) Hunde German International Poetry Slam (2004)
  • Folie 15
  • Kathrin Rggla (* 1971): wir schlafen nicht (2004)
  • Folie 16
  • Dot-com-Blase am NASDAQ (= grte elektronische Brse der USA)
  • Folie 17
  • YETTIE YOUNG ENTEPRENEURIAL TECH-BASED TWENTYSOMETHING
  • Folie 18
  • digital gap
  • Folie 19
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  • Wrterbuch der New Economy (Duden, 2001): Ich-AG cappuccino-working Plastikwrter Customer Service Manager Warranty
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  • content-management-system (CMS): Software zur Verwaltung des Inhalts einer Website oder anderer Informationsangeboten fallback: Reduktion der bertragungsgeschwindigkeit html: Hypertext Markup Language: Format, in dem die Text- und Hypertext-Informationen im WWW gespeichert und bertragen werden it-supporter: Informationstechnologie-Systembetreuer key account manager: Betreuer von Schlsselkunden mit hohem Umsatzanteil linux: Betriebssystem mckinsey: globale Management-Beraterfirma oracle: der weltweit grte Anbieter fr Unternehmens- software sap: Systeme, Anwendungen, Produkte (Systems, Applications & Products) in der Datenverarbeitung start-up: Dynamischerer Begriff fr Unternehmens- grndung. Meist Neugrndungen aus dem Internet- und IT- Bereich.
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  • silke mertens, key account managerin, 37 nicole damaschke, praktikantin, 24 andrea blow, ehemalige tv-redakteurin, jetzt online-redakteurin, 42 sven, nein, nicht it-supporter, 34 oliver hannes bender, senior associate, 32 herr gehringer, partner, 48
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  • 0. aufmerksamkeit 7 1. positionierung 8 2. die messe (die praktikantin) 15 3. betrieb (die key account managerin und der it-supporter) 20 4. standards (der it-supporter) 27 5. Iife-style (der senior associate) 32 6. gestern (der it-supporter und die key account managerin) 39 7. der mckinsey-king (die key account managerin) 46 8. harte bwl (der partner und der senior associate) 54 9. pleiten 61 10. privatleben 70 11. aussprechen drfen (der partner) 78 12. erst mal reinkommen (die praktikantin) 87 13. mrchen erzhlen (die key account managerin, der senior associate und der it-supporter) 93 14. politikbesuch (der partner) 103 15. ausreden (die online-redakteurin) 112 16. unheimlichkeit (die key account managerin und der it-supporter) 116 17. runterkommen 123 18. das gert (der partner und der senior associate) 19. anpassen (die online-redakteurin und die key account managerin) 140 20. schmerzvermeidung 149 21. rauskommen (die praktikantin) 156 22. sicherheitscheck (der it-supporter und die key account managerin) 160 23. auszeit nehmen! 169 24. wir schlafen nicht 176 25. schock 182 26. koma (die online-redakteurin und der it-supporter) 187 27. gedchtnis 191 28. gespenster 196 29. exit-szenarium 201 30. erinnerung 207 31. streik 216 32. wiederbelebung (ich) 219
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  • 24. wir schlafen nicht der senior associate: er denke dexedrin, also keine hexerei. mit dexedrin werde so was leicht gemacht. oder ephedrin, so vom wirkstoff her. capta-gon habe man das frher genannt. und heute werde es wohl auch noch so heien, so vom markennamen her. wachmacher eben, amphetamine. er habe das zeug gar nicht genommen, wie gesagt, er brauche das ja nicht mehr. das laufe bei ihm rein ber den adrenalinspiegel ab. der it-supporter: also kollegen htten sich das gesicht gewaschen, kollegen htten frischluft geschnappt, sie htten red bull getrunken, auch kaffee verhindere in gewisser weise den schlaf. er schaffe das ohne. er brauche das nicht. er knne mittlerweile trinken, was er wolle, er merke das nicht mehr. (176)
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  • Christian Kremer
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  • Pierre Bourdieu: 3 Kapitalarten: konomisches kulturelles soziales kulturelles Kapital: - inkorporiert - objektiviert - institutionalisiert
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  • wisse man doch: immer hbsch eine autoklasse unter denen msse man bleiben. auch bezglich der anzge heie es: aufgepat, nur nicht zu edel. am besten grau. und dann einmal quer durch die landschaft damit: banken, versicherungen, automobilhersteller, versorgungsunternehmen, baustoffe. [] wisse man doch: man msse diesbezglich den mund halten, sich zumindest etwas zurckhalten mit der eigenen meinung. wisse man doch: was drfe man sagen und was nicht. und immer hbsch darauf achten, eine autoklasse drunter zu sein, sich nie allzu auffllig zu verhalten, habe man ihm nicht lange sagen mssen, das verstehe sich von selbst. (32f.)
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  • die praktikantin: was solle man schon sagen letztendlich wrde sie gerne weniger privatleben haben und mehr ein ordentliches berufsleben, obwohl, so was soll man nicht sagen, aber sie wre gerne mal richtig in einem projekt oder in einem job drin. sie lebe ja auf abruf. sie wisse jetzt, wenn sie nach london gehen msse, was sicherlich nicht passieren werde, dann msse sie hier auch alles liegen- und stehenlassen. das seien nun mal die zwnge, denen man unterworfen sei, das seien nun mal die spielregeln. wenn sie nach london gehen msse oder nach new york, was sicherlich auch nicht passieren werde, msse sie auch ihren freund zurcklassen. sie habe sich ja berallhin beworben, aber sie glaube eigentlich nicht, da sie berallhin kommen werde, also was solle sie sagen? sie sei ja nur eine praktikantin auf jobsuche, mehr oder weniger, aber eigentlich, wenn sie lnger darber nachdenke, wrde sie schon sagen, da sie ihren freund auch praktisch nie sehe, weil sie andauernd unterwegs sei. eben auf jobsuche. so ein bewerbungs- und akquiseverhalten koste eben auch so seine zeit. letztendlich bliebe ihr wahrscheinlich auch nicht viel mehr privatleben als irgendeinem manager. (72)
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  • der senior associate: und dann werde arbeitssucht behauptet, da nennten sie einen einfach krank, dabei stimmte das ja gar nicht. er wrde zumindest keine arbeitssucht bei sich feststellen knnen bzw. sei er ja kein junkie, zumindest nicht im herkmmlichen sinn. er litte nicht unter entzugserscheinungen, wrde er keine arbeit haben. das nehme er zumindest an, denn wenn er es so recht berlege, sei immer arbeit da. (127)
  • Folie 31
  • Folie 32
  • jedenfalls knne man nicht mehr von psychisch ungestrten menschen ausgehen, nein das knne man nicht, sei langsam seine meinung, man msse nacheinigen messetagen eher von psychisch gestrten menschen ausgehen [...] (117) also man knne nicht mehr von psychisch ungestrten menschen ausgehen, nein das knne man nicht man msse eher von psychisch gestrten menschen ausgehen, aber das habe er ja schon gesagt [...] (119)
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  • frher habe er die [eine zweite Chance] den leuten auch gegeben, er habe gedacht, vielleicht lasse sich noch was machen, vielleicht komme man mit dieser motivation an die menschen ran. aber das habe sich immer als irrtum erwiesen. er habe es noch nie erlebt, da jemand auf einmal was knne, was ihm vorher schon schwergefallen wre, nur weil er eine zweite chance erhalten habe. das ist ein mythos, der besonders hierzulande verbreitet werde. aber tatsache ist: man hilft den leuten nicht, wenn man sie am platz belt, man hilft ihnen nicht, sieht man tatenlos zu, wie sie nicht zurechtkommen, nur seltsamerweise herrscht hierzulande die ideologie, da eine freisetzung etwas menschenunwrdiges ist. also mit seinen amerikanischen kollegen knne er darber gar nicht sprechen, weil sowas kennten die gar nicht. (82)
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  • die online-redakteurin: also in einer statistik verschwinden wolle sie beileibe nicht. aber weil wir gerade beim thema sind: 13 % aller arbeitnehmer klagen ber kopfschmerzen, 20% ber mdigkeit, 30% ber rckenschmerzen und 54 % ber stre. und wo die zahlen derer, die unter nervser anspannung und wahrnehmungsstrungen und nicht zuletzt depressionen litten, abgeblieben seien und derer, die chronische erkrankungen infolge des stresses entwickelten, wisse sie jetzt nicht. Sie wisse nur, die nhmen zu. sie wisse, die zahlen stiegen. [] rund 270 millionen arbeitnehmer wurden im letzten jahr opfer eines arbeitsunfalls. Das sind in frankreich acht verletzte pro minute. jeden tag sterben 5000 menschen auf grund ihrer berufsttigkeit. das seien doch schlagende zahlen, finde sie. (154)
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  • Folie 36
  • aber machen sie nicht. sie sagen das jetzt nicht, sie lassen das jetzt sein. sie machen da jetzt nicht mehr mit. (220)