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Hedge Funds - fam. sgerhold/pub_files/sem18/s_stofner.pdf · PDF filepartners (LP). Diese LPs sind quali zierte Investoren wie beispielsweise Privat- Diese LPs sind quali zierte Investoren

Aug 07, 2019

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  • Institut für Finanz- und Versicherungsmathematik an der Technischen Universität Wien

    SEMINARBEIT

    Hedge Funds Structure, Strategies, and Performance

    Verfasser: Georg Stofner Betreuer: Assoc. Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Stefan Gerhold

    28 Februar 2019

  • Inhaltsverzeichnis

    1. Einführung 3

    1.1. Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

    1.2. Aufbau von Hedgefonds . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

    2. Hedgefonds Strategien 7

    2.1. Long/Short Aktienstrategie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

    2.1.1. Marktrisiko . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

    2.1.2. Managementstil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

    2.2. Market-Neutral Aktienstrategie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

    2.2.1. Beispiel eines Fonds mit Market-Neutral Aktienstrategie . . 14

    3. Risikomessung und dessen Management bei Hedgefonds 16

    3.1. Risikoarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

    3.2. Risikomanagement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

    3.2.1. Due diligence process . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

    3.2.2. Bottom-up Ansatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

    A. Abbildungsverzeichnis 20

    B. Quellenverzeichnis 20

  • 1. Einführung

    1.1. Allgemeines

    Hedgefonds ist für die meisten ein Begriff, welcher zum einen mit hohen Renditen

    und andererseits auch mit hohen Risiken verbunden wird. Dabei war die Grundi-

    dee wie das Wort ”Hedge”bereits verrät, den Kunden vor Risiken zu schützen. Der

    erste Hedgefonds namens Jones wurde bereits im Jahr 1949 von Alfred W. Jones

    gegründet. Dieser verwendete die Long/Short Aktienstrategie auf die in Kapitel

    2 eingegangen wird und er führte die bis heute verwendete Performancegebühr

    mit 20% vom erzielten Profit ein. Prinzipiell sind Hedgefonds eine private Part-

    nerschaft zwischen einem general partner (GP) und einem bzw. mehreren limited

    partners (LP). Diese LPs sind qualifizierte Investoren wie beispielsweise Privat-

    personen mit $ 1 Mio. Kapital, oder auch Finanzgesellschaften mit $ 5 Mio Asset

    under Management (AUM). Bei diesen Partnerschaften profitieren die LPs vom

    besseren Investment-Know-How des GP und dieser wiederum vom Kapital das er

    verwaltet. Das einseitige Wissen führt allerdings zum Moral-Hazard-Problem, da

    die LPs die Investitionen des GP nicht nachvollziehen können und somit auf seine

    Entscheidungen vertrauen müssen. Infolgedessen verlangen gute GPs, abgesehen

    von der bereits erwähnten Performancegebühr (20%) zusätzlich ein Honorar in

    Höhe von 1,5% bis zu 2% vom AUM des LP. Deshalb ist es auch nicht verwunder-

    lich, dass im Jahr 2014 die Top fünf der bestbezahlten GPs mit einem Jahresgehalt

    von über $ 900 Mio. mehr Gewinn erzielten als die CEO’s der zehn größten Firmen

    zusammen ($ 835 Mio.). Die Top zehn Hedgefonds-Manager des Jahres 2014 sind

    in der Abbildung 1 ersichtlich. Im Laufe der Zeit hat sich das AUM von Hedge-

    fonds auf mehrere Billionen US-Dollar aufgestockt, Ende 2018 lag es bereits bei

    3,2 Trillionen US-Dollar. Wie man in der Abbildung 2 sehen kann Stieg das AUM

    bis zur großen Wirtschaftskrise im Jahr 2007 exponentiell an. 2008 war dieses nur

    3

  • halb so groß wie im Jahr davor und brauchte acht Jahre, um wieder auf die 2,3

    Trillionen US-Dollar zu erlangen. Das BIP weltweit lag im Vergleich dazu 2018 bei

    87,5 Billionen US-Dollar.

    Abbildung 1: Top 10 Hedgefonds Manager 2014

    Abbildung 2: AUM-Verlauf-1997-2017

    4

  • Ranking Name des Fonds AUM(Billion-$) Hauptsitz 1 Bridgewater Associates 123 USA 2 AQR Capital Management 77 USA 3 Man Group 53 England 4 Renaissance Technologies 50 USA 5 Two Sigma Investments 50 USA 6 Millennium Management 36 USA 7 Elliott Management Corp. 34 USA 8 The Baupost Group 31 USA 9 BlackRock 28 USA 10 Winton Group 27 England

    1.2. Aufbau von Hedgefonds

    Wenn man an den Erfolg eines Hedgefonds denkt, impliziert man damit den Er-

    folg der Strategie des jeweiligen Hedgefonds Manager. Hier trifft das Zitat ”No

    man is an island”von John Donne zu. Dieses Zitat sagt aus, dass niemand eine

    Insel für sich selbst, sondern jeder Teil des Kontinents ist. In Zusammenhang mit

    einem Hedgefonds ist dies eine Anspielung, dass der Manager zwar eine wichtige

    Rolle spielt, aber weitaus mehr Positionen für einen Erfolgreichen Fond notwendig

    sind, als eine Person allein. In der Abbildung 3 sieht man den Aufbau beziehungs-

    weise die benötigten Funktionen eines funktionierenden Hedgefonds. Diese haben

    Abbildung 3: Aufbau eines Hedgefonds

    5

  • folgende Aufgaben:

    • Der Administrator ist unter anderem für die unabhängige live-Ermittlung der

    Vermögenswerte des Fonds zuständig. Allerdings gehören zu den Aufgaben

    des Administrators auch die Buchführung, die Erstellung von Risikoanalysen,

    sowie die Compliance. Deshalb wird diese Funktion entweder auf mehrere

    Mitarbeiter aufgeteilt, oder üblicherweise von einer oder mehreren externen

    Firmen übernommen.

    • Der Transfer Agent/Registrar ist für die Verwaltung der Investoren zuständig.

    Zu seinen Aufgaben gehören die Zeichnung beziehungsweise die Auflösung

    von Verträgen mit Aktionären und die Verwaltung des Investorenregisters.

    Diese Aufgabe wird ebenfalls meisten auf Banken übertragen und nur selten

    selbst übernommen.

    • Der Custodian ist für die Verwahrung der Vermögenswerte zuständig. In der

    Regel besteht dieser aus mehreren Banken. Dies dient zum einen der Absi-

    cherung gegen einen Gesamtverlust des Vermögens bei Konkursen, generell

    aber um die Gesamtstrategie des Hedgefonds für diese zu verschleiern indem

    nicht auf alle Transaktionen eingesehen werden kann.

    • Als Prime Broker bezeichnet man Großbanken oder Firmen die bestimmte

    Dienstleistungen anbieten. Dazu zählt beispielsweise das Cash-Management,

    die Abwicklung von Transaktionen sowie das Wertpapierdarlehen. Prime

    Broker werden zudem häufig in vier Größen eingeteilt, nämlich in: Major

    Primes >Big Primes >Mid Primes >Independent Mini Primes / Large Firms

    with Small Primes. Die Gliederung der aktuellen Banken/Firmen, die Prime

    Brokerage anbieten, wird in Abbildung 4 widergespiegelt.

    6

  • Abbildung 4: Prime Broker Hierarchie

    2. Hedgefonds Strategien

    2.1. Long/Short Aktienstrategie

    Die Long/Short Aktienstrategie ist ein Portfoliomanagement, welches der Stra-

    tegie des ersten Hedgefonds-Managers Alfred W. Jones am meisten ähnelt und

    ist die weit verbreitetste Strategie unter allen Hedgefonds. Dabei suchen die Ma-

    nager Aktien, bei denen sie denken, dass diese vom Markt über- beziehungswei-

    se unterbewertet sind und kaufen (long positions) oder tätigen sogenannte Leer-

    verkäufe (short positions). Meistens werden bei Portfolios sowohl long- als auch

    short-Optionen verwendet um die Möglichkeiten für den Investor zu erweitern und

    somit von mehr Aktien profitieren zu können. Dabei haben short-Optionen zwei

    Vorteile: Sie stellen ein negatives Risiko in überbewerteten Wertpapieren dar und

    reduzieren zusätzlich das Marktrisiko des Portfolios durch die Absicherung des

    systematischen Risikos. Bei einem long/short Portfolio unterscheidet man im All-

    gemeinen neun Positionen.

    1. Rein Long: Ist eine long-Position auf Aktien von Firmen, die vom Manager

    geschätzt werden.

    7

  • 2. Rein Short: Ist eine short-Position auf Aktien von Firmen, die vom Manager

    nicht geschätzt werden.

    3. Aktienklassen-Abitrage: Hierbei sind Abitrage-Optionen gemeint, die bei den

    verschiedenen Aktienkategorien eines Unternehmens entstehen, zm Beispiel

    zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien.

    4. Paar Trades: Hierbei profitiert man von zwei Aktien gleichzeitig. Dabei ver-

    traut man meist auf Technische Analysen oder Prognosen. Man erstellt zum

    Beispiel eine long-Position auf Audi und gleichzeitig eine short-Position auf

    BMW

    5. Long Position gegen den Sektor: z.B.: Nestle gegen den Konsumgütersektor

    6. Long Position gegen den Markt: z.B.: Apple gegen den S&P 500

    7. Mehrere long-Positionen gegen den Sektor: z.B.: long auf Total und gegen

    den Ölsektor

    8. Mehrere long-Positionen gegen den Markt: z.B.: long auf verschiedene Ban-

    ken von Italien gegen den italienischen Aktienmarkt

    9. Gruppe von Aktien gegen eine andere Gruppe von Aktien mit anderen Ei-

    genschaften: z.B.: long Stoxx Europe 600 gegen den S&P 500

    Manager die auf die Long/Short Aktienstrategien setzen, verwenden dabei diesel-

    ben Analysetechniken, Statistiken und Aktienmärkte wie traditionelle Manager,

    die rein auf Aktien setzen, bei denen sie auf einen Anstieg spekulieren. Wichtig

    bei der Strategie ist es, festzulegen ob man sich mehr für long- oder short-Optionen

    entscheidet, wobei durch das Wirtschaftliche Wachstum auf Dauer gesehen die ers-

    te Variante leichter ist. Außerdem hängt die Erfolgschance dieser

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