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CAMPUS KAISERSLAUTERN · PIRMASENS · ZWEIBRÜCKEN

RUNDSCHAUDER FACHHOCHSCHULE KAISERSLAUTERN

AUSGABE 1/2012

ISSN 1867-9420

Projekte für die Zukunft der Fachhochschule

Logistics – Diagnostics and Design

Gesundheit erhalten – Krankheiten heilenn

Auftaktveranstaltung zum Gewinnerprojekt „Offene Kompetenzregion Westpfalz“

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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

schon zum Jahresausklang 2011 konnten wir über viele positive Entwicklungen an unserer Hochschule in der FHRundschau berichten. Umso mehr freue ich mich, dass wirmit ebenso vielen guten Nachrichten ins Sommersemester2012 star ten. Mit der erfolgreichen Einwerbung von Mit-teln aus dem Hochschulpakt, dem von Bund und Länderngetragenen „Qualitätspakt Lehre“ und der BMBF-Aus-schreibung „Aufstieg durch Bildung“ wurden eine ganze Reihe von Projekten auf den Weg gebracht, die jetzt in ei-ner internen Auftaktveranstaltung der Hochschulöffentlich-keit vorgestellt wurden. Ganz aktuell und in großem Rah-men mit Beteiligung von Wissenschaftsministerin Doris Ahnenstar tete das Projekt „Offene Kompetenzregion Westpfalz“das die FH in Kooperation mit der Technischen UniversitätKaiserslautern durchführ t.

Nach einer ganzen Reihe neuer Projekte, die im vergange-nen Jahr begonnen wurden und die unseren Studierendenden Einstieg ins und den Weg durchs Studium erleichternsollen, stehen uns jetzt erneut Ressourcen aus einem er-folgreichen Antrag aus der zweiten Auswahlrunde desQualitätspakts Lehre zur Verfügung. Dieses Mal ist ein Ver-bundantrag zusammen mit den Fachhochschulen Koblenzund Trier positiv bewer tet worden. Unter der Federfüh-rung der Fachhochschule Kaiserslautern haben die drei Hochschulen ein Projektvorhaben konzipier t, mit dem esgelingen soll, Studierenden in besonders labor- und damitbetreuungsintensiven ingenieurwissenschaftlichen und natur-wissenschaftlich/ technischen Fächern zum Studienerfolg zuverhelfen.

Auch das Studienangebot der Hochschule gewinnt weiteran Profil. Sehr gut sind die drei berufsbegleitenden Studi-engänge im Fachbereich „Angewandte Ingenieurwissenschaf-ten“ zum Sommersemester an den Star t gegangen. Hierhat der Fachbereich offensichtlich eine Qualifizierungslückeerkannt und kann mit der Öffnung für Berufstätige einenweiteren Beitrag für die Qualifizierung von Fachkräften inder Region leisten. Ebenso positiv ist die erste Bilanz desMasterstudiengangs Maschinenbau/Mechatronik, wie Sie indiesem Heft lesen können. Zum kommenden Winterse-mester beginnen weitere innovative Studienangebote im Ba-chelorbereich, die in dieser Ausgabe vorgestellt werdenund über die sich vor allem der Studienor t Pirmasens ei-nen Zuwachs an Studierenden erwar tet.

Machen Sie sich selbst ein Bild über die neuen Entwicklun-gen an unserer Hochschule und besuchen Sie uns beimOffenen Campus!

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre,

Ihr

Prof. Dr. Konrad WolfPräsident der Fachhochschule Kaiserslautern

FH RUNDSCHAU 1/2012 1

EDITORIAL

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EntwicklungenErleb den Sommer deines Lebens FH mit neuer Werbekampagne an Schulen und beim Offenen Campus 4 - 5

FH Kaiserslautern hat Senat gewählt 5

Projekte für die Zukunft der Fachhochschule Bei interner Auftaktveranstaltung stellen sich neue Referate mit Projekten vor 6Die neuen Referate: Referat „Forschung und Projektkoordination“ 7

Referat „Neue Lehre / Lernformen“ 7Referat „Studienverlaufsberatung und Tutorien“ 8Referat „Qualifizierung und Weiterbildung“ 8 - 9Referat „Öffentlichkeitsarbeit / Schulkontakte“ 9Referat „Wirtschaft und Transfer“ 9 - 10

Neue Dekane treten ihr Amt an 10

Seit vielen Jahren erfolgreich: die Projekttage für Schülerinnen an der FH 11

Auftaktveranstaltung zum Gewinnerprojekt „Offene Kompetenzregion Westpfalz“ 12 - 13

Virtuelle Labore sollen den Lernerfolg in MINT-Studiengängen steigern 13 - 14

Spendenaktion des Fachbereichs Bauen und Gestalten der Fachhochschule Kaiserslautern zugunsten Lichtblick 2000 e.V. 14

Aus Forschung und Lehre Doktorand erforscht elektrochemische Legierungen für Mikro-Sensoren 15

Logistics – Diagnostics and Design 16 - 17

GESt-Studie erhält prominentes Forum 17

Gesundheit erhalten, Krankheiten heilen Der neue Studiengang „Angewandte Pharmazie/Applied Pharmacy“ 18

ZQ begleitet neuen Masterstudiengang Maschinenbau/Mechatronik 19

Musterfabrik der FH wird digitale Fabrik Integriertes Product Lifecycle Managment mit DELMIA V6 20 - 21

Studierende als Unternehmensberater 22

Gründen trotz Krise? 23

Großes Interesse an Berufsbegleitenden Studiengängen 24 - 25

Neues BMBF-Projekt „DYNAMO“ an der FH Kaiserslautern 25

Promotion im Bereich biomedizinische Messtechnik 26

Rund ums StudiumBeratung bei Plan B Studienaussteigern hilft BIS bei der beruflichen Umorientierung 27

Informatik-Studenten entwickeln „iCarculator“ 27

Fachhochschule vergibt zehn Stipendien fur Studienanfängerinnen 28

Die ersten Deutschlandstipendien an der Fachhochschule vergeben 29

Bestens qualifiziert, engagiert und schon sehr knapp? Der Bedarf an MINT-Hochschulabsolventen wächst 30 - 31

Studentische Fragen und personalwirtschaftliche Lösungen 32 - 33

Sommerschule „Virtual Reality“ an der Mississippi State University 30

Aktuelles aus dem Gründungsbüro: Exkursion zu WAWI 35Zweites PionierForum des Gründungsbüros: 36 - 37Vernetzung von rechter und linker Gehirnhälfte für Gründungen unerlässlichGründungsbüro der TU und FH Kaiserslautern zieht Zwischenbilanz 37

Angehende Finanzdienstleister bei der Allianz Pension Partners GmbH 38

Portweinprobe mit Anibal Coutinho 39

Auf Partnersuche in Japan 40 - 41

Architekturprojekt für Odenwälder Freilandmuseum 42

25 Jahre Erasmus 43

Studierende berichten aus dem Ausland: Auslandssemester in Spanien 44 - 45Argentinien – mehr als nur Gauchos, Fußball und Mate 45 - 46Studieren in Schweden 47Exkursion zur Dianji Universität Shanghai 48 - 49

Rundschau 1/2012

FH RUNDSCHAU 1/20122

INHALTSVERZEICHNIS

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Impressum

Herausgeber:Der Präsident der FachhochschuleKaiserslautern

Redaktion:Elvira Grub M.A. (egr), Elisabeth Ott B.A.Telefon (0631) [email protected]

Redaktionelle Mitarbeit: Christiane Barth M.A., Dipl.-Kfm.Wolfgang Knerr

Beiträge von weiteren Autorinnenund Autoren sind namentlich ge-kennzeichnet und geben nicht unbe-dingt die Meinung der Redaktionwieder.

Pressetexte der FachhochschuleKaiserslautern sind mit (fh) gekennzeichnet.

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INHALTSVERZEICHNIS

Alumni Der Gründer und der „beste Job der Welt“ 51 - 52

Von „schwer vermittelbar“ zur Qual der Wahl 52 - 53

Bisher größte Absolventenzahl der IMST füllt Audimax 53 - 55

Offene FH Hochschulen im Drei-Staaten-Eck Arizona, Utah und Colorado Teil I: Hochschulen in Arizona 56 - 57

Zweibrücker MBA-Studierende zu Gast in Budapest Betriebsbesichtigung und Internationale Konferenz als Highlight 58 - 59

Entdecken! Erleben! Anfassen! Naturwissenschaft & Technik hautnah 60 - 61

E-Learning-Tag Rheinland-Pfalz: vernetzt – kompetent – mobil 61

Projekttage für Leistungskurs Chemie am Campus Pirmasens 62 - 63

„Erfolgsfaktor Bildung“ beim Zweibrücker Symposium 63

Tanzende Fische und „amore mio“ in der Zweibrücker Hochschulbibliothek 64 - 65

Bachelor – und was jetzt? Ein Tag auf der Master Messe in Mainz 65

Star Trek-Vorlesung feiert Doppeljubiläum: Von 1996 bis heute in 300 Worten 66 Die 100. Star Trek-Vorlesung 67 - 68

Jungunternehmer drücken CeBIT Stempel auf 69

Nanotechnologie zum Anfassen und Mitmachen 70

Personen, Preise, EhrungenErnennungen: Prof. Dr. Timo Götzelmann 71

Prof. Dr. Dominik Durner 71

Ausblick

In der nächsten Ausgabe der FHRundschau erwartenSie u.a. folgende Themen:

Neuer Informatikstudiengang

Offener Campus 2012

Zusammenarbeit der Fachhoch-schule mit der Zentralstelle fürFernstudien an Fachhochschulen,Koblenz

Wir freuen uns, wenn Sie wieder vorbei blättern.

Herzlichstdie Redaktion

Sind keine Bildquellen angegeben, Fotos von privat.

Wir danken allen Autorinnen und Autoren.

Ausgabe 1/2012Erscheinungsweise: Drei Ausgaben pro Jahr

Anzeigenpreise/Mediadaten unterwww.fh-kl.de/rundschau oder bei der Redaktion

Gestaltung: Agentur Barth, Marketing, Kommunikation und Design GmbH

Druck: Kerker Druck

Titelbild: Detailaufnahme aus dem Labor für Organische und Anorganische Chemie

ISSN 1867-9420

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ENTWICKLUNGEN

4 FH RUNDSCHAU 1/2012

ie aktuelle Kampagne, mit der die Hochschule aufsich aufmerksam machen und ihren Bekanntheits-grad bei der Zielgruppe erhöhen will, knüpft an das

Lebensgefühl junger Menschen an, für die der schulischeAbschluss in nicht allzu großer Ferne liegt: Ihnen steht dieWelt offen, sie planen die Ziele für ihre Zukunft undgleichzeitig wollen sie ihre Jugend genießen. Deshalb wur-den in den besuchten Schulen nicht nur Informationen zumStudienangebot der FH, zu Beratungsangeboten und Veran-staltungen, wie dem Offenen Campus ver teilt, sondernauch aufblasbare Luftgitarren, die Laune machen sollen, malrichtig „abzurocken“.

Auf einer speziellen Kampagnenseite www.studier-mit-praxis.dekönnen sich alle Interessier ten über das Studienangebotder FH informieren und an Gewinnspielaktionen wie einemFotowettbewerb mit Luftgitarrenfotos mit Online-Voting teil-nehmen. Die ersten Fotos stehen auf der Kampagnenseitefürs Voting bereit.

Die Resonanz an den besuchten Schulen war ausgespro-chen positiv. An einigen Schulen wurde sogar das Schultorgeöffnet und der Bus direkt auf den Schulhof eingeladen.Auch wurden Schülerinnen und Schüler der Oberstufe grup-penweise zur Roadshow-Crew geschickt. Dabei hatten diejungen Leute nicht nur sichtlichen Spaß an den Gitarren,auch das eine oder andere ernsthafte Informationsge-spräch kam zustande, so dass die Aktion mitunter über dasprimäre Ziel „Aufmerksamkeit erregen“ hinausging.

Den Par t, interessier te Schülerinnen und Schüler über dasStudienangebot der Fachhochschule zu informieren und Fra-gen zum Studium und zur Hochschule zu beantwor ten, über-nahmen FH-Mitarbeiter Benjamin Allbach sowie die studen -

D

Erleb denSommer deines LebensFH mit neuer Werbekampagne an Schulen und beim Offenen Campus

Unter dem Kampagnenmotto „Erleb den Sommer deines Lebens“ war die Fachhoch-schule Kaiserslautern in der letzten Februarwoche mit einer Roadshow an rund 60 Schulen in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Baden-Württemberg unterwegs. Imvergangenen Jahr hatte die Hochschule erstmals unkonventionelle Wege der Zielgrup-penansprache beschritten und konnte mit ihrer Schuhaktion bei jungen Leuten punkten.

Auch für die frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten des Burggymnasiums in Kaiserslautern boten die Luftgitarren ein willkommenes Accessoire zum feiern (Foto: Burmeister)

Das Team der Roadshow unterwegs mit dem Multivan der FH: Benjamin Allbach (l.) und Paul Burmeister (r.) mit Mitarbeiter (Foto: Grub)

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5FH RUNDSCHAU 1/2012

ENTWICKLUNGEN

Let's rock! Die Luftgitarren kamen gut an, wie hier bei Schülerinnen undSchülern des Gymnasiums Kirn (Foto: Burmeister)

m 23. und 24. November 2011 fanden an den dreiStudienor ten der Fachhochschule Kaiserslautern Gre-mienwahlen statt. Dabei wurden die Mitglieder des

Senats gewählt, der als oberstes Gremium der Hochschulelegislative und beratende Aufgaben wahrnimmt. Nebendem Präsidenten, der dem Senat als vorsitzendes Mitgliedangehör t, zählen zehn Ver treter der Professorinnen und Pro-fessoren, fünf Ver treter der Studierenden und drei Ver tre-ter der Gruppe der akademischen Mitarbeiterinnen und Mit-arbeiter und der nichtwissenschaftlichen Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter zu diesem Gremium.

Gewählt wurden nun als stimmberechtigte Mitglieder ausder Gruppe der Professorinnen und Professoren aus demFachbereich Angewandte Ingenieurwissenschaften, die Pro-fessoren Dr. Michael Huber und Dr. Matthias Leiner. Pro-fessoren Dr. Ludwig Peetz und Dr. Peter Schäfer sind fürden Fachbereich Angewandte Logistik- und Polymerwissen-schaften gewählt. Der Fachbereich Bauen und Gestalten wirdkünftig mit den Professoren Werner Bäuer le und Birgervom Ufer im Senat ver treten sein. Für den Fachbereich Be-triebswir tschaft sind es die Professoren Dr. Manfred Bard-

mann und Dr. Jürgen Bott. Die Professoren Dr. Oliver Mül-ler und Dr. Thomas Zimmermann werden den FachbereichInformatik und Mikrosystemtechnik ver treten.

Aus der Gruppe der Studierenden werden künftig für denFachbereich Angewandte Ingenieurwissenschaften Jana Düpre , für den Fachbereich Angewandte Logistik- und Polymerwissenschaften Marcus Schmenger, für den Fachbe-reich Bauen und Gestalten Rene Dully, für die Betriebs-wir tschaft Thorsten Heck und für den Fachbereich Infor-matik und Mikrosystemtechnik Patr ick Dehler im Senatver treten sein.

Aus der Gruppe der Assistentinnen und Assistenten undMitarbeiterinnen aus Technik und Verwaltung wurde Eva Corcilius vom Studienor t Kaiserslautern gewählt, Peter Matheis vom Studienor t Pirmasens und Harry Huber vomStudienor t Zweibrücken.

Beratende Mitglieder sind die Dekane, soweit sie nicht ge-wählte Mitglieder sind, der Vizepräsident, der Kanzler unddie Frauenbeauftragte des Senates. (egr)

FH Kaiserslautern hat Senat gewählt

A

tischen Botschafter Anastasia Tempel und Maxim Srour.Benjamin Allbach verstärkt seit Dezember das Team desReferats Öffentlichkeitsarbeit und Schulkontakte der FH. Er hat mehrere Workshops konzipier t, die „MINT zum Anfassen“ bieten und Schülerinnen und Schüler für Natur-wissenschaft und Technik begeistern sollen. Die Mittel-standökonomiestudentin Anastasia Tempel und der Wir t-schaftsinformatikstudent Maxim Srour besuchen im Rahmendes Botschafterprogramms der FH Schulen und berichtenüber das Studienangebot der Fachhochschule Kaiserslau-tern sowie über ihren eigenen Weg ins und durchs Studium.

Geplant wurde die Roadshow von der Agentur Ar t-Kon-Tor, mit der die Fachhochschule bereits im letzten Jahr eineRoadshow, bei der Schuhe ver teilt wurden, durchgeführ thatte . Event-Manager Paul Burmeister hatte das Ganze koordinier t und war mit dem Bus auf Tour.

Die Roadshow fand in 17 Städten in der Region der dreiFH-Standor te Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrückenstatt. Es ging los in Alzey, Bad Kreuznach, Kirn und Idar-Ober stein. Danach folgten St. Wendel, Neukirchen, St. Ing-ber t, Saarbrücken, Homburg, Zweibrücken, Pirmasens, Kai-serslautern, Frankenthal, Neustadt, Landau, Bad Bergzabernund Mannheim.

Rockig geht es auch bei einem weiteren Modul der aktu-ellen Werbekampagne zu. Zum diesjährigen Offenen Cam-pus ruft die Hochschule zu einem Schülerband-Contestauf. Aus den Bewerbungen werden 5 Bands ausgewählt, diebeim Offenen Campus am 12. Mai in Zweibrücken gegen-einander antreten werden. Hier erwar tet die Gewinnereine Aufnahme in einem professionellen Tonstudio.

Weitere Informationen zur Kampagne sind unter www.studier-mit-praxis.de zu finden. (egr)

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Projekte für die Zukunftder FachhochschuleBei interner Auftaktveranstaltung stellen sich neue Referate mit Projekten vor

Mit der erfolgreichen Einwerbung von Mitteln aus demProgrammteil des Hochschulpakts (HSP), dem von Bundund Ländern getragenen „Qualitätspakt Lehre“ und derBMBF-Ausschreibung „Aufstieg durch Bildung“ wurdeneine ganze Reihe von Projekten auf den Weg gebracht,die Anfang Februar in einer internen Auftaktveranstaltungder Hochschulöffentlichkeit vorgestellt wurden.

ine Reihe der Maßnahmen im Pro-grammteil HSP, „Förderung indi -vidueller Studienwege“ (FIS) und

„Offene Kompetenzregion Westpfalz“(OKW) ist an der Schnittstelle zwischenSchule / vor dem Studium und der Hoch-schule angesiedelt. Bei den Projekten gehtes um die Gewinnung von Schülerinnenund Schülern für MINT-Studiengänge(Mathematik, Informatik, Naturwissen-schaft und Technik), die Vertiefung vonSchulkontakten, die Konzeption undDurchführung von Workshops für MINT-Studiengänge sowie um Vorbereitungs-kurse, die den Studieneinstieg erleichternsollen.

Weitere Maßnahmen erfolgen im Rah-men des Studiums und zielen auf die weitere Förderung individueller Stu -dienwege ab. Studiengangsspezifische Tutorien, E-Learning und Hybride Lehr- /Lernformate, die Entwicklung berufsbe-gleitender Studiengänge oder Deutsch-unterricht und interkulturelle Workshops

sollen dazu beitragen, die individuellenBedürfnisse unterschiedlicher Zielgrup-pen von Studierenden während des Stu-diums besser zu berücksichtigen.

An der Schnittstelle Hochschule / Unter-nehmen sollen neue Partnerunternehmengewonnen und gemeinsam mit den Un-ternehmen Qualifizierungserwartungen an Absolventen formuliert werden. Be-rufstätige stehen verstärkt als neue Ziel-gruppe für ein Studium im Fokus. EineKarriereberatung soll Absolventinnen und Absolventen den Berufseinstieg er-leichtern und auch Studienabbrecher sol-len eine besondere Betreuung erfahren.

Um eine effektive Arbeitsweise zu ge-währleisten, war es notwendig, entspre-chende Organisationsstrukturen zu schaf-fen, denen die neuen Stellen sinnvollzugeordnet sind. Deshalb wurden dieStellen in Referate zusammengefasst, de-ren Mitglieder sich bei der Auftaktveran-staltung am 2. Februar nicht nur unter-

einander kennenlernten, sondern sichauch hochschulintern einer breiteren Öffentlichkeit präsentierten.

Das Interesse von Hochschulangehörigenaller FH-Studienorte war groß, als Präsi-dent Konrad Wolf und VizepräsidentHans-Joachim Schmidt die neuen Projektesowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitervorstellten und die daraus folgendenneuen Referatsstrukturen skizzierten. Inder Aula der Fachhochschule in der Morlauterer Straße galt der Vormittag derinternen Auftaktveranstaltung dem ge -genseitigen Kennenlernen der neuen Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter.Einer Vorstellungsrunde der Referatefolgte die Gruppenarbeit in wechselnderBesetzung zu unterschiedlichsten The-men, die für die Arbeit in den Projektenrelevant sind, wie beispielsweise die Fra-ge nach der Gewinnung neuer Zielgrup-pen für ein Studium. Am Nachmittag hießPräsident Wolf die neuen Mitarbeiter -innen und Mitarbeiter willkommen, stelltedie Projekte vor und formulierte die Er-wartungshaltung aus Sicht der FH an dieProjekte. Eine Posterausstellung, durchdie die jeweilige Referatsleitung gemein-sam mit den Projektmitarbeiterinnen und-mitarbeitern führte, gab Interessiertentiefer gehende Einblicke. (egr)

E

Bastian Zapf (m.) erklärt seine Thesen zur Be-treuungsintensität der Studierenden (Foto: Ott)

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeitetenan Themen wie der Gewinnung neuer Zielgruppen für ein FH-Studium (Foto: Ott)

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Bastian Zapf, Tobias Decker und KatjaEulenberg unterstützen im Team desReferats als ProjektmitarbeiterInnen imBereich Blended Learning / E-LearningReferatsleiterin Simone Grimmig beider Konzeption und Realisierung neuerLehr- und Lernformen. Als Medien-gestalterin unterstützt Kim Schneiderihre Arbeit, die Maßnahmen und Akti-vitäten umfasst, wie Modulverantwor-tung und -gestaltung, didaktische undinhaltliche Aufarbeitung, Unterstützung

der Präsenzveranstaltungen, Koordi -nation der Modulentwicklung, Bereit-stellung der Plattform, Abbildung derInhalte, technische Aufarbeitung, Me-

dienproduktion, Online-Lernen, Präsenz-Lernen, Selbst- und Bedarfskontrolleoder die Entwicklung einer persönli-chen Lernumgebung.

ENTWICKLUNGEN

7FH RUNDSCHAU 1/2012

Neben ihren Leitungsaufgaben liegendie Arbeitsschwerpunkte der Refe-ratsleiterin in den Bereichen Forschungund Innovation. In ihrer Verantwor-tung liegt die Koordination des Projekts„Förderung Individueller Studienwege“(FIS). Darüber hinaus ist sie Mitglieddes Leitungskollegiums des Gründungs-büros von TU und FH Kaiserslauternund ist beratendes Mitglied im For-schungsausschuss der Fachhochschule.

Zu ihrem Team gehören Dr. Max Rein-hardt, Projektkoordinator des in Ko-operation mit der TU Kaiserslauterndurchgeführ ten Projekts „Offene Kom-petenzregion Westpfalz“ (OKW), An-

drea Krämer, die die Referatsassistenzinnehat, Anja Hildebrand (M.A.), de-ren Zuständigkeitsbereich im Forschungs-schwerpunkt „Nachhaltige Produkte undDienstleistungen“ (Napud) liegt, so-wie Dipl.-Betriebsw. (FH) Tanja Kreit-

ner, die die Forschungsschwerpunkte„Integrier te Miniaturisier te Systeme“(IMS) und „Zuverlässige Software-in-tensive Systeme“ (Zusis) unterstützt.

Die neuen ReferateIn dieser Ausgabe werden die neuen Referate in ihren Grobstrukturen und Aufgabenfeldern in aller

Kürze vorgestellt. Einzelne Projekte und die zugehörigen Personen werden in dieser und den kom-

menden Ausgaben der FH-Rundschau vorgestellt.

Referat „Forschung und Projektkoordination“Das Referat unter der Leitung von Dr. Susanne Schohl unterstützt bei der optimalen Nutzung von Förderprogrammen

im Forschungs- und Transferbereich.

Referat „Forschung und Projektkoordination“ (v.l.n.r.): Dr. Susanne Schohl, Dr. Max Reinhardt, Anja Hildebrand, Tanja Kreitner, Andrea Krämer

Referat „Neue Lehr/Lernformen“ (v.l.n.r.): Tobias Decker, Katja Eulenberg, Kim Schneider, Simone Grimmig, Bastian Zapf. (Foto: Ott)

Referat „Neue Lehre / Lernformen“ Das Referat „Neue Lehr / Lernformen“ unter der Leitung von Simone Grimmig arbeitet an der Öffnung der Hochschule

für neue Zielgruppen. Hierzu gehören beruflich Qualifizierte, Berufsrückkehrer, Berufstätige und familiär Gebundene. Für

diese inhomogenen Zielgruppen soll

eine bedarfsorientierte Anpassung der

Lernkultur erfolgen, die örtlich und

zeitlich flexibles und an unterschiedli-

che Lerngeschwindigkeiten und -typen

angepasstes Lernen zulässt. Dies er-

möglicht gleichzeitig eine Harmonisie-

rung inhomogener Wissensstände.

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ENTWICKLUNGEN

8 FH RUNDSCHAU 1/2012

Zu den Projektmitarbeiterinnen und -mit arbeitern, die sich in der Studien-verlaufsberatung engagieren, gehörenBenjamin Reinhard, der Studierende des Fachbereichs Angewandte Inge-nieurwissenschaften (AIng) betreut,Carsten Lonsdorfer, für Studierende desFachbereichs Informatik und Mikro -systemtechnik (IMST) zuständig, Jacque-line Mehn – sie betreut Studierendeder Betriebswir tschaft (BW), Olga Sei-bel, Ansprechpar tnerin für Studierendeaus dem Fachbereich Bauen und Ge-stalten (BG) sowie Ulla Tschötschel, dieStudierende der Angewandten Logis-tik- und Polymerwissenschaften (ALP)betreut.

Sie erarbeiten auf Basis der Analyse derZielgruppe definier ter Kriterien indivi-duelle Studienver laufspläne , führen entsprechende Beratungen durch und

arbei ten an einer Verstetigung ihrerErkenntnisse zur Entwicklung standar-disier ter, alternativer Studienverlaufs-pläne.

Mit studiengangsspezifischen Förder-maßnahmen befassen sich Anna Stei-del (BG), Ber tram Heimes (IMST), Dr.Christian Gräf (IMST), Denise Keßler(BW), Essohanam Tcha-Tokey (AIng),

Nicole Ulrich (BG), Olena Karpenko(AIng) und Dr. Rudi Krämer (IMST).Das Referat konzipier t auf der Grund-lage statistischer Daten zum Studien-abbruchverhalten und der Identifikationvon Modulen mit besonderem För-derbedarf studiengangsspezifische För-dermaßnahmen basierend auf Blen-ded Learning-Konzepten, Selbststudiumund Präsenzveranstaltungen.

Referat „Studienverlaufsberatung und Tutorien“ (v.l.n.r.): Stehend: Olena Karpenko, Anna Steidel, Ulla Tschötschel, Essohanam Tcha-Tokey, Carsten Lons-dorfer, Dr. Rudi Krämer, Denise Keßler, Jacqueline Mehn, Benjamin Reinhard, Olga SeibelSitzend: Bertram Heimes, Dr. Christian Gräf, Olivera Jovic. (Foto: Ott)

Referat „Studienverlaufsberatung und Tutorien“ Das Referat unter der Leitung von Olivera Jovic hat die Förderung individueller Studienwege für Studierende der Fach-

hochschule Kaiserslautern im Fokus. Die Arbeit im Referat soll dazu beitragen, den Studienerfolg leistungsschwacher

Studierender zu erhöhen, ohne das

Niveau der Studieninhalte abzusen-

ken. Zur Zielgruppe gehören aber

auch besonders leistungsstarke Stu-

dierende, deren mittlere Studienzeit

reduziert werden soll. Neben studien-

gangsspezifischen Fördermaßnahmen

wird hier für eine Studienverlaufs -

be ratung eingerichtet.

Referat „Qualifizierung und Weiterbildung“Das Referat „Qualifizierung und

Weit-er bildung“ unter Leitung von

Jens Egler widmet sich zum einen

beson deren Personengruppen, wie

berufs begleitend Studierenden, aus-

ländischen Studierenden oder Stu -

dieren den und Studieninteressierten

mit Migrationshintergrund und will

durch spezielle Angebote für diese

Personengruppen mehr Chancen-

gleichheit schaffen. Zum anderen

sollen insgesamt für alle Studieren-

den besondere Angebote im Bereich

Qualifizierung und Weiterbildung

ge schaffen werden.

Referat „Qualifizierung und Weiterbildung“ (v.l.n.r.): Christiane Barth, Carsten Kremb, Silke Weber, Cornelia Hahn, Dr. Bianca Muschalek, Nicola Roos,Jens Egler, Dr. Anja Schrewe, Dietmar Müller (Foto: Ott)

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9FH RUNDSCHAU 1/2012

Im Team des Referats bietet Julia Gaaals Projektleiter in BerufsbegleitendeVorkurse in Mathematik für Studien-anfängerInnen der BerufsbegleitendenStudiengänge an, die in der Regel keineAllgemeine Hochschulreife mitbr in-gen. Cornelia Hahn betreut das Pro-jekt zur Förderung der sprachlichen undinterkulturellen Kompetenz und bietetunter dem Motto „Einander verstehen“

studienbegleitende Sprachkurse und interkulturelle Workshops an. DemThema „Integration durch Bildung“hat sich Dr. Bianka Muschalek verschrie-ben. Ihr Projekt „Bi In – ZukunftschanceAbi“ soll die Bi ldungssituation von Jugendlichen, insbesondere mit Migra-tionshintergrund, verbessern und ihnendie besseren Zukunftsperspektiven durchAbitur und Studium verdeutl ichen.

Als Projektmitarbeitende OKW arbei-ten Carsten Kremb und Dr. Anja Schrewemit der Entwicklung hybrider Lehr- undLernformate am Thema „Vom Lehrenzum Lernen“. Silke Weber und NicolaRoos, ebenfalls ProjektmitarbeiterinnenOKW, befassen sich mit dem Themader Studiengangsentwicklung.

Neben ihren Leitungsaufgaben liegendie Arbeitsschwerpunkte der Refe-ratsleiterin in der Pressearbeit für denFH-Standor t Kaiserslautern, der Redak-tion der FH Rundschau, der Organisa-tion von Veranstaltungen für Studien-interessier te und der Alumni-Arbeit.

Zum Team gehören Petra Kleemann, diefür die Referatsorganisation, Pressespie-gel, Verwaltung von Messeständen, Give -aways u.v.m. verantwor tlich ist, Elisa-beth Ott betreut den Bereich SocialMedia und unterstützt die Pressear-beit und Redaktion der FH Rundschau.

Susanne Egler und Annette Reder hal-ten den Kontakt zu Schulen und be-treuen ein Mentor ingprogramm fürOberstufenschülerinnen und das Bot-schafterprogramm, bei dem Studieren -de in Schulen die FH mit ihrem Stu -dienangebot sowie ihren eigenen Wegins und durchs Studium vor stel len.

Silke Weber ist verantwor tlich für dasProjekt Pro-femMINT und organisier thier nicht nur einen jähr lich stattfin -denden Mädchen-Technik-Kongress, sondern arbeitet mit der Organisation

regelmäßiger „Runder Tische“ an der Vernetzung von Akteuren für die Ge-winnung von MINT-Nachwuchs in derRegion.

Ein Workshopsprogramm mit „MINTzum Anfassen“ haben Andrea Germannzur Bewerbung des Studienangebotsdes Fachbereichs „Angewandte Logis-

tik- und Polymerwissenschaften“ undBenjamin Allbach für die ingenieurwis-senschaftlichen Studienangebote derFachbereiche „Bauen und Gestalten“sowie „Angewandte Ingenieurwissen-schaften“ konzipier t. Sie führen dieWorkshops sowohl bei Veranstaltungenfür Studieninteressier te als auch in Schulen durch.

Referat „Öffentlichkeitsarbeit / Schulkontakte“ (v.l.n.r.): Annette Reder, Andrea Germann, Susanne Egler, Petra Kleemann, Benjamin Allbach, Silke Weber, Elvira Grub. (Foto: Ott)

Referat „Öffentlichkeitsarbeit / Schulkontakte“ Im Zentrum der Arbeit des Referats „Öffentlichkeitsarbeit / Schulkontakte“ unter der Leitung von Elvira Grub stehen Pro-

jekte zur Gewinnung Studieninteressierter für die Fachhochschule Kaiserslautern an der Schnittstelle Schule/Hochschule.

Das Referat „Wir tschaft und Transfer“unter der Leitung von Dipl.-Ing. Anja Weber ist eine zentrale Servicestellezum Aufbau von Kooperationen undleistet an der Schnittstelle zwischenHochschule und Wir tschaft einen Bei-trag zur Stärkung der regionalen Ent-wicklung. Ziele sind dabei eine Ver -besserung der Rahmenbedingungen für Kooperationen mit der Wir tschaft,

die Beschleunigung des Wissens- undTechnologietransfers durch höhere Trans -parenz und die Unterstützung der Fach-kräftesicherung für die Region.

Ansprechpar tnerinnen im Team sind fürUnternehmen Silke Beck als Projektmit -arbeiterin, Jacqueline Haag als Projek-treferentin TIGRE / Wissens- und Tech-nologietransfer sowie Violetta Wrzesinska

als Projektmitarbeiterin FIS / Koopera -tionsnetzwerk.

Um Studierende und Studieninteres-sier te kümmer t sich Jonathan Creutzals Projektmitarbeiter OKW. Er ist imRahmen Berufsbegleitender Studien-gänge Ansprechpar tner für Natur- undIngen ieurwissenschaften und für An -rechnungs modelle. Dr. Tobias Lobstädt

Referat „Wirtschaft und Transfer“

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ENTWICKLUNGEN

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ist Projektmitarbeiter FIS an der Schnitt-stelle Studium / Unternehmen und isthier insbesondere für die Beratung nachdem Studienausstieg verantwortlich (wirberichten in dieser Ausgabe). Hier hilftdas Projekt BIS bei der beruflichen Neu-orientierung. Thorsten Requadt ist Pro-jektmitarbeiter OKW und im Rahmender Berufsbegleitenden Studiengängefür den Bereich Betriebswir tschaft undAnrechnungsmodelle Ansprechpar tner.Katharina Wirges berät als Projektmit-arbeiterin im Kooperativen Studienmo-dell KOSMO Studierende und Studi-eninteressier te. Arbeitsschwerpunktevon Silke Wiemer als Projektmitarbei-terin OKW sind die Kompetenzmo-dellierung und -diagnostik.

Referat „Wirtschaft und Transfer“ (v.l.n.r.): Violetta Wrzesinska, Thorsten Requadt, Silke Beck, Dr. Tobias Lobstädt, Silke Wiemer, Katharina Wirges, Anja Weber, Jonathan Creutz. (Foto: Ott)

eu gewählt wurden am Studien -ort Kaiserslautern die Professo -ren Gregor Rutrecht zum Dekan

und Dr. Jürgen Lang zum Prodekan desFachbereichs „Bauen und Gestalten“, derzurzeit rund 1300 Studierende betreut.Die Beiden lösen ihre Vorgänger Prof. Birger vom Ufer als Dekan und Prof. Werner Glas als Prodekan ab. Nachfolger des langjährigen Dekans Prof. Dr. Uwe Krönert im Fachbereich „Angewandte Ingenieurwissenschaften“ mit derzeit1338 Stu dierenden ist Prof. Dr. ThomasReiner. Als Prodekan wurde Prof. Dr.Hartmut Opperskalski bestätigt.

Am Studienort Pirmasens wurde Profes-sor Dr. Ludwig Peetz im Amt des Dekansdes Fachbereichs „Angewandte Logistik-und Polymerwissenschaften“, mit 537 Stu-dierenden, bestätigt. Sein Kollege Prof.Dr. Jörg Schlüter löst als Prodekan Prof.Dr. Rüdiger Grascht ab.

Personalwechsel gab es auch am Studien-ort Zweibrücken, wo im Fachbereich Be-triebswirtschaft, der zurzeit 1481 Studie-rende zählt, Prof. Dr. Gunter Kürbleseinem Vorgänger Prof. Dr. ChristophLauterbach als Dekan nachfolgt. Prodekanwurde Prof. Dr. Christian Thurnes. ImFachbereich „Informatik und Mikrosys-temtechnik“, mit 940 Studierenden, über-nimmt Prof. Dr. Oliver Müller das Amtdes Dekans von seinem Vorgänger Prof.Dr. Jörg Hettel. Nachfolger der ehemali-gen Prodekanin Prof. Dr. Monika Saumerwurde Prof. Dr. Bernhard Schiefer.

Zu den zentralen Aufgaben, die denneuen bzw. wiedergewählten Leitern die-ser Organisationseinheiten in ihrer drei-jährigen Amtszeit bevorstehen, gehört dieweitere Umsetzung des Hochschulpak-tes. Neben der Qualitätssicherung desbestehenden Studienangebots sehen sichdie Gewählten auch der Herausforderungeiner weiteren Profilbildung ihrer Fach-bereiche gegenüber. Hierzu zählen dieEinführung neuer Studiengänge und dieEntwicklung von Weiterbildungsangebo-ten. Ein Schwerpunkt liegt bei der Ent-

wicklung berufsbegleitender Studien-gänge, von denen im Fachbereich „Ange-wandte Ingenieurwissenschaften“ ab demSommersemester gleich drei neue Ange-bote an den Start gehen (wir berichtetenin Ausgabe 3/2011). Zum kommendenWintersemester startet am StudienortZweibrücken im Bereich Informatik derberufsbegleitende Studiengang IT-Analystund in Pirmasens der Bachelorstudien-gang „Angewandte Pharmazie“. Auch einzweiter Logistik-Studiengang wird neueStudierende aufnehmen. Er wird stärkerbetriebswirtschaftliche Komponenten be-leuchten als der bestehende Studiengang„Technische Logistik“, der den Fokus aufden Einsatz neuer Technologien legt (wirberichteten über beide Angebote in die-sem Heft).

Ende Februar gingen die jetzt gewähltenDekane gemeinsam mit der Hochschullei-tung für zwei Tage in Klausur, um sichbesser kennenzulernen und sich auf dieneuen Aufgaben vorzubereiten. (egr)

N

Neue Dekane treten ihr Amt anAlle drei Jahre wählen die Fachbereiche der drei FH-Studienorte Kaiserslautern, Pirmasens und Zwei-

brücken eine neue Leitung. Die aktuellen Wahlen von Dekanen und Prodekanen fanden Ende Januar

statt. Am 1. März traten die neu Gewählten ihr Amt an. Dabei gab es in vier der fünf Fachbereiche

einen Wechsel. Allein am Campus Pirmasens blieb der alte Dekan auch der neue Dekan.

FH RUNDSCHAU 1/2012

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Seit vielen Jahren erfolgreich: die Projekttage für Schülerinnen an der FHIn der Schule gibt’s die Theorie – an der Fachhochschule die Praxis

Seit vielen Jahren besuchen pünktlich in der Woche vor den Osterferien Schülerinnen aus ganz Rhein-

land-Pfalz und dem Saarland die Projekttage an der Fachhochschule Kaiserslautern, die speziell für die

Förderung von Mädchen in den MINT-Studiengängen konzipiert wurden.

ENTWICKLUNGEN

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as Workshopangebot war auch indiesem Jahr vielfältig. Die Schüle-rinnen wurden nach ihrer Work-

shopwahl in verschiedene Tagespro-gramme eingeteilt: sie waren „BeruflichenZielen auf der Spur“ und konnten Orien-tierungshilfen zu Studium und Beruf, dieihnen von der FH angeboten wurden, an-nehmen. Studentinnen und Studentendes Botschafterprogramms erklärten deninteressierten Schülerinnen, was eigent-lich eine Ingenieurin macht und standenRede und Antwort auf die vielen Fragen,die ihnen gestellt wurden. Nachdem siean verschiedenen Stationen „Mathe zumAnfassen“ erlebten, konnten sie bei denLaborvorführungen, beispielsweise im Labor für Angewandte Mechanik bei Donatus Altendorfer oder bei der Vor-führung „Vom Kundenauftrag zum Pro-dukt“ von Leo Frischmann erst einmal nurzusehen, bis es dann wieder ans Selber-machen ging, wie etwa bei der Program-

mierung von „Käfern und Kerlchen“, alsoeinfachen Animationssequenzen für einComputerspiel, mit Prof. Dr. Michael Huber und Sven Hemmer oder bei derHerstellung einer eigenen Creme mitBenjamin Wagner und Prof. Dr. Platzer.

Die eigentlichen Workshops deckten dasganze Spektrum der Ingenieurwissen-schaften ab. Durch die Hilfe der Schüle-rinnen lernten Lego-Mindstorm Robotersich zu bewegen und Parcours zu meis-tern. Wer letztendlich Ishi-Kageka Meis-ter wurde, ist ungewiss. Denn alle Schü-lerinnen gaben „richtig Gas“, als es darumging, mit Legosteinen die Abläufe einerFabrik geschickt zu organisieren. Beim Baueines Lügendetektors unter der Leitungvon Dr. Kristine Klaeger hieß es ein ruhi-ges Händchen bewahren, damit das Löt-zinn ja nicht zerläuft. Ganz hoch im Kursstand der Workshop „Mein Traumhaus in3D – virtuell gestalten“, in dem die Mäd-chen erste Schritte in der CAD-Program-mierung machen konnten und ihr eige-nes Haus nachbauen und nach ihren

eigenen Vorstellungen umbauen konnten.Bei Dr. Sybille Leiner experimentiertensie im Chemielabor und stellten Himbeer-eis her, was bei den Temperaturen in denContainern, die im Innenhof der FH inder Morlauterer Straße stehen, bestimmtreißenden Absatz fand.

Ein weiteres Highlight war nicht nur beiden Schülerinnen sondern auch bei denbegleitenden Lehrkräften das Hochspan-nungslabor: die Mädchen konnten beob-achten, wie ein Blitz in ein Haus einschlägt.Die Mutigen unter ihnen wagten sich so-gar in den Faraday’schen Käfig und wur-den auf einmal ganz still, als es um den Käfig herum anfing zu knistern…

Auch für das kommende Jahr sind wiederProjekttage für Schülerinnen geplant unddie ersten innovativen Workshop-Ideensind schon fertig: mit Hilfe von Smartpho-nes sollen die Mädchen lernen, wie sieeine eigene App programmieren könnenoder versteckte Informationen, Objekteund Bilder in ihrer Umgebung hinterlas-sen können, die nur mit Hilfe ihrer Handyssichtbar werden.

Elisabeth Ott

Am Computer entstanden Traumhäuser in 3D (Foto: Ott)

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Mit Geschick, Teamgeist und Legosteinen wurdendie Abläufe in einer Fabrik organisiert (Foto: Ott)

Ein ruhiges Händchen war beim Bau eines Lügendetektors gefragt (Foto: Ott)

FH RUNDSCHAU 1/2012

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ie Fachhochschule Kaiserslauternund die Technische UniversitätKaiserslautern haben als einzige

unter den rheinland-pfälzischen Hoch-schulen eine Förderung des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ gewonnen. Sie ha-ben daher eine Auftaktveranstaltung zuihrem Gewinnerprojekt Offenen Kompe-tenzregion Westpfalz Ende März 2012 inden Räumen der KAMMGARN, Kaisers-lautern, durchgeführt. Der Vizepräsidentder FH Kaiserslautern, Hans-JoachimSchmidt, begrüßte über 200 Gäste ausPolitik, wie die Ministerin Doris Ahnen,die Landtagsabgeordneten Barbara Schlei-cher-Rothmund, Thomas Wansch undRuth Leppla sowie Bürgermeister, Land-räte, Stadtbeigeordnete und -räte, Gästeaus der Wirtschaft wie die Präsidentin derHandwerkskammer der Pfalz, Brigitte

Mannert und den Hauptgeschäftsführerder Industrie- und HandelskammernRhein-Neckar, Dr. Axel Nitschke, Vertre-ter der regionalen Wirtschaftsförderge-sellschaften und Unternehmen sowie ausder Wissenschaft, darunter auch Profes-soren und viele Mitarbeiter von FH undTU. Hans-Joachim Schmidt sieht in demguten Start und der erfolgreichen Auf-taktveranstaltung bereits die Qualität desProjektresultates nach der goldenen Re-gel vorweggenommen: „Sag mir, wie einProjekt startet und ich sage Dir, wie es en-den wird“.

Ziele des Projektes sind die weitere Ver-netzung der Hochschulen mit Wirtschaft,Verbänden und Verwaltung zur Entwick-lung nachfrageorientierter Bildungsange-bote und die Erleichterung der Übergängezwischen beruflicher und akademischer

Bildung durch die Einführung berufs- undfamilienbegleitender Studiengänge imgrundständigen sowie im weiterbildendenBereich. Die stärkere Kompetenzorien-tierung von Studienangeboten und derAufbau eines Bildungsnetzwerks stehendabei ebenso im Mittelpunkt des Vorha-bens wie die Entwicklung von neuen Lehr-und Lernszenarien.

Ministerin Ahnen hob in ihrem Grußwortdas Projekt als weiteren Baustein in derErfolgsgeschichte der Zusammenarbeitbeider Hochschulen hervor. Sie lobte dieÖffnung der Hochschulen für neue Gruppen von Studierenden, in besonde-rem Maße für Frauen, die in den MINT-Fächern immer noch deutlich unterreprä-sentiert sind. Der Projektleiter KonradWolf stellte die partnerschaftliche Zusam-menarbeit beider Hochschulen heraus

Auftaktveranstaltung zumGewinnerprojekt „OffeneKompetenzregion Westpfalz“ Die Auftaktveranstaltung am 28.03.2012 war mit der Ministerin Doris Ahnen und weiteren Experten

prominent besetzt und gut besucht. Ein erfolgreicher Start für das Projekt.

Podiumsdiskussion mit (v.l.n.r.): Dr. Konrad Faber, Leiter VCRP, Martin Putsch, Vizepräsident der IHK Pfalz, Hans-Joachim Omlor, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Kaiserslautern, Dr. Ernst-Andreas Hartmann, Bereichsleiter Gesellschaft und Wirtschaft VDI/VDE-IT und Moderatorin Kerstin Bachtler, SWR(Foto: Grimmig)

FH-Präsident Konrad Wolf lobt die Zusammen-arbeit beider Hochschulen (Foto: Grimmig)

Der Vizepräsident der FH Hans-JoachimSchmidt sagt den positiven Ausgang des Projektsbereits voraus (Foto: Grimmig)

Der Präsident der TU Kaiserslautern Helmut J.Schmidt bei seinem Grußwort (Foto: Ott)

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13FH RUNDSCHAU 1/2012

m 13. Dezember 2011 hat dasBMBF in einer Pressekonferenzdie Ergebnisse der 2. Auswahl-

runde des Qualitätspakts Lehre bekanntgegeben. Nachdem die FachhochschuleKaiserslautern bereits in der ersten An-tragsrunde mit einem Einzelantrag erfolg-reich war, ist nun ein Verbundantrag zu-sammen mit den FachhochschulenKoblenz und Trier positiv bewertet wor-den. Unter der Federführung der Fach-hochschule Kaiserslautern haben die drei

Hochschulen ein Projektvorhaben im Um-fang von ca. 8 Millionen Euro konzipiert,mit dem es gelingen soll, Studierenden inbesonders labor- und damit betreuungs-intensiven ingenieurwissenschaftlichenund naturwissenschaftlich/ technischen Fä-chern zum Studienerfolg zu verhelfen.

Insgesamt wurden aus 135 eingereichtenAnträgen 72 Anträge zur Förderung aus-gewählt, darunter 60 Einzelanträge und12 Verbundanträge mehrerer Hochschu-

len. Unter den 102 zur Förderung vorge-sehenen Hochschulen sind 40 Universitä-ten, 43 Fachhochschulen und 19 Kunst-und Musikhochschulen aus allen Regio-nen Deutschlands. Die Förderung beginntzum Sommersemester 2012. Bis 2016stellt der Bund rund 400 Millionen EuroFördermittel zur Verbesserung von Stu-dienbedingungen und Lehrqualität zurVerfügung. Für alle im Qualitätspakt Lehregeförderten Projekte stehen bis 2020rund 2 Mrd. Euro bereit.

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Virtuelle Labore sollen den Lernerfolg inMINT-Studiengängen steigernVerbundantrag der Fachhochschulen Kaiserslautern, Koblenz und Trier erfolgreich im Qualitätspakt Lehre

und beleuchtete in seinem Grußwort diePotentiale der Öffnung der Hochschulenfür die Region Westpfalz. Die Fachhoch-schule bringe in die Zusammenarbeit ihreKompetenz in der Anwendungsnähe undihr Netzwerk aus Kammern, Unterneh-men sowie regionalen Multiplikatoren ein.Das Projekt sichere vor dem Hintergrunddes demografischen Wandels nicht nurden Fachkräftebedarf, sondern diene auchden Menschen und ermögliche ihnen Auf-stiegswege. Die TU bringe, so ihr Präsi-dent Helmut J. Schmidt, ihre starke Exper-tise in der inhaltlichen und strategischenSteuerung großer Forschungsvorhaben inKooperation mit weiteren renommiertenForschungseinrichtungen ein.

Der Pädagogikprofessor und stellvertre-tende Projektleiter Rolf Arnold ermun-terte in seinem Vortrag „Kompetenzori-entierung im Studium“ zu einem Wandelvon der Wissensdistribuierung zur Wis-sensbegleitung, um das selbstgesteuerte

Lernen in den Vordergrund zu rücken.Lehrende würden so zunehmend zu Lern-begleitern, die die Kompetenzen ihrerStudierenden stärken würden.

Anschließend wurde mit den ExpertenDr. Ernst-Andreas Hartmann, Bereichs-leiter Gesellschaft und Wirtschaft desVDI/VDE-IT, Hans-Joachim Omlor, Vor-sitzender der Geschäftsführung der Ar-beitsagentur Kaiserslautern, Martin Putsch,Vizepräsident der IHK Pfalz und Dr. Kon-rad Faber, Geschäftsführer des VirtuellenCampus Rheinland-Pfalz (VCRP), über dieÖffnung der Hochschulen für spezifischeGruppen wie Berufstätige und Berufsrück-kehrer/-innen und die Sicherung des Fach-kräftebedarfs diskutiert.

Die Heterogenität in der Zusammenset-zung der Experten und Gäste machtedeutlich, wie wichtig die Öffnung derHochschulen ist und wie breit sie unter-stützt wird, gerade auch im Hinblick auf

die Verbesserung von Anrechnungsver-fahren.

Bei dem anschließenden Imbiss gab esGelegenheit, sich zum Projekt auszutau-schen, der Musik des Trios von HelmutEngelhardt zu lauschen und sich die Pos-terpräsentation über verschiedene neueingeworbene Projekte und bereits etab-lierte Weiterbildungsinstitute anzusehenund anzuhören.

Rundum ist Hans-Joachim Schmidt Rechtzu geben: Die Veranstaltung war sehr ge-lungen, auch dank der tatkräftigen Unter-stützung vieler Helferinnen und Helfer!

Dr. Max Reinhardt

Weitere Informationen zum Projektunter: www.kompetenzregion-rlp.de

Fragen bitte an: [email protected]

Pädagogikprofessor und stellvertretender Projektleiter Rolf Arnold ermuntert zur Wissensbegleitung (Foto: Ott)

Die rheinland-pfälzische WissenschaftsministerinDoris Ahnen sieht das Projekt als weiteren Baustein in der Erfolgs geschichte der Zusam-menarbeit beider Hochschulen (Foto: Grimmig)

Helmut Engelhardt und Band (Foto: Grimmig)

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ENTWICKLUNGEN

Aus den eingeworbenen Mitteln des Ver-bundantrags der Fachhochschulen Kaisers-lautern, Koblenz und Trier sollen an dendrei Hochschulen insgesamt 27 Stellengeschaffen werden, (zehn von ihnen inKaiserslautern, neun in Koblenz und achtin Trier), die übergreifende Blended Lear-ning Module entwickeln und insbeson-dere „Blended Learning-Lab“-Konzeptebeinhalten. Dieser Ansatz ermöglicht einevirtuelle Durchführung von Laborversu-chen und unterstützt einen deutlich er-höhten Lernerfolg bei einer nachfolgen-den „realen“ Durchführung der Versuche.Gleichzeitig sind bei diesem Lehr- bzw.Lernansatz die Selbstlernanteile wesent-lich ausgeprägter als bei traditionellenLehrkonzepten. Auch lässt sich in virtuel-len Sequenzen eine enge Verknüpfungmit konkreten, aktuellen Anwendungenaus der Wirtschaft herstellen, so dass dieLerninhalte eine hohe Relevanz für dasspätere Berufsfeld haben. Zu erwarten istdadurch nicht nur eine erhöhte Lernmo-

tivation, sondern auch eine Steigerung derErfolgsquoten bei Studienabschlüssen.

Ein weiterer klarer Vorteil der zu erar-beitenden Konzepte ist die hohe Über-tragbarkeit. So können die Module nichtnur anderen Hochschulen zur Verfügunggestellt werden, sondern sie können auchin anderen Zusammenhängen, wie derEinwerbung von Studierenden, insbeson-dere von Frauen eingebunden werden.Virtuelle Laborversuche können beispiels-weise in Schulen eingesetzt werden, umschon früh das Interesse an entsprechen-den MINT-Studiengängen zu wecken.

„Der Verbundantrag hat durch sein ho-hes Übertragungspotential Modellcha -rakter“, betont FH-Präsident Konrad Wolf und freut sich, dass durch den aus-gesprochen hohen Anteil an laborinten-siven ingenieur- und naturwissenschaft-lich/technischen Studienplätzen der dreiantragstellenden Hochschulen, entspre-

chend viele Studierende unmittelbar undsehr zeitnah von den Projektergebnissenprofitieren. Die drei FHs stellen etwa 80 %aller laborintensiven ingenieur- und na-turwissenschaftlich/technischen Studien-plätze an Fachhochschulen in Rheinland-Pfalz zur Verfügung.

Zurzeit laufen die Stellenausschreibungenzu den Projekten, so dass erwartet wer-den kann, dass die ersten Arbeiten nochim laufenden Sommersemester startenund Studierende bereits zum kommen-den Wintersemester davon profitierenkönnen. (egr)

m Dezember 2011 fand die beliebte, im Zweijahresrhythmusangesetzte Weihnachtsfeier – mit etwa 300 Studierenden,Familienangehörigen, Mitarbeitenden sowie Professorinnen

und Professoren – im Fachbereich Bauen und Gestalten statt.

Bei der eigens organisierten Tombola des Abends wurde einReinerlös von 650 Euro erzielt. Der damals amtierende Dekandes Fachbereichs, Professor Birger vom Ufer erhöhte die Ein-nahmen durch eine zusätzliche private Spende von 50 Euro.Dieser stolze Betrag in Höhe von 700 Euro konnte im Februar2012 durch Professor vom Ufer in seiner Funktion als Dekanan den Vorstand des Lichtblick 2000 e.V., Jürgen Bohnert unddie ehrenamtliche Mitarbeiterin Tina Brämer überreicht werden.

Lichtblick 2000 e.V. ist ein Förder- und Wohltätigkeitsverein fürKinder und Jugendliche. In enger Zusammenarbeit mit den be-stehenden Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe verstehtsich der Verein als Schnittstelle im Dreieck privaten Engage-ments, offizieller Stellen und betroffener Kinder und Jugendlichen.Der Verein will in speziellen Problemlagen helfen und fördern,indem eine Verbesserung der Lebensqualität erreicht wird. Ei-nes der Ziele ist die Vermittlung beziehungsweise Hilfestellungfür eine angemessene Schul- und Berufsausbildung.

Die diesjährige Spende der Fachhochschule wird für eine Per-son in einer schwierigen sozialen Lebenslage verwendet. Ziel-gerichtet wird für eine angehende Studentin ein Laptop gekauft.Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins konnten sich in ei-nem persönlichen Gespräch mit der zukünftigen Studentin überdie Notwendigkeit der Investition überzeugen. Die Anschaffungdient als Grundlage für ihr Studium und ist somit absolut gerecht-fertigt.

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön – auch imNamen der Spendenempfängerin – an alle Losekäufer der Tom-bola!

Tina Brämer

Spendenaktion des Fachbereichs Bauenund Gestalten der Fachhochschule Kaisers-lautern zugunsten Lichtblick 2000 e.V.

Prof. Birger vom Ufer, Vorstand des Lichtblick 2000 e.V. Jürgen Bohnertund Tina Brämer (ehrenamtliche Mitarbeiterin des Vereins und Dekanats-assistentin)

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AUS FORSCHUNG UND LEHRE

15FH RUNDSCHAU 1/2012

artin Theis hat an der Fachhochschule Kaiserslautern,Studienort Zweibrücken im Diplomstudiengang Mikro-systemtechnik studiert und anschließend den Master of

Engineering erfolgreich absolviert. Bereits während seines Stu-diums hatte er Gelegenheit, an der National University of Sin-gapore seine Abschlussarbeit durchzuführen sowie in einem in-dustriefinanzierten Forschungsprojekt mitzuwirken. Dieseinteressanten Forschungskooperationen haben ihn letztendlichdazu bewogen, gerade hier am Standort auch seinen Doktorti-tel anzustreben.

Seit fast zwei Jahren forscht er nun als Projektmitarbeiter in derArbeitsgruppe von Professorin Monika Saumer zum Thema:„Elektrochemische Legierungen für magnetische Mikro-Senso-ren“. Professorin Saumer ist promovierte Chemikerin und imLehr- und Forschungsgebiet „Chemische Prozesse in der Mikro-und Nanotechnik“ tätig.

Mit Hilfe der elektrochemischen Metallabscheidung lassen sichMetalllegierungen mit unterschiedlichsten mechanischen undmagnetischen Eigenschaften herstellen. Die Methode erlaubt im Besonderen die einfache Integration solcher magnetischer Mikrostrukturen in siliziumbasierende Sensorsysteme. Anwen-dungsgebiete dieser Sensorsysteme findet man zum Beispiel inder Automobilbranche, wo sie in diversen Fahrassistenzsystemenzum Einsatz kommen.

Außer in die Elektrochemie reichen die Arbeiten auch in dieWerkstoffwissenschaften hinein. Martin Theis interessiert sichdiesbezüglich vor allem für die magnetischen Eigenschaften unddie innere Struktur der hergestellten Materialien, welche er mit-tels eines experimentellen Magnetometers beziehungsweise Me-thoden der Röntgen- oder Elektronenbeugung untersucht.

Die Arbeit im Rahmen eines Promotionsvorhabens endet meistnicht mit dem Verlassen des Labors und so gehören auch an-dere Aufgaben wie das Erstellen von Konzepten, die Literatur-recherche oder auch das Anleiten von Hiwis zu den täglichenAufgaben eines Doktoranden. Die Schreibtischarbeit sorgt so-mit auch das ein oder andere Mal für eine nicht ganz unwillkom-mene Abwechslung von der intensiven Arbeit im Labor.

Die Promotionsarbeit ist integriert in den FH-internen For-schungsschwerpunkt „Integrierte miniaturisierte Systeme“ undwird als kooperative Promotion zusammen mit der Albert-Lud-wigs-Universität Freiburg, Lehrstuhl Prof. Oliver Paul, durchge-führt. Deshalb reist der 29-Jährige auch des Öfteren in denBreisgau, wo er bei Bedarf die dortigen Labore für seine Unter-suchungen nutzen und sich mit den Freiburger Wissenschaftlernaustauschen kann. Darüber hinaus hält er zweimal im Jahr Vor-träge im Zweibrücker Doktorandenseminar, bei dem nicht nurseine 14 Doktorandenkollegen sondern auch Professoren, Pro-

jektmitarbeiter und Masterstudierende zuhören, kritisieren undmitdiskutieren. Eine erste Veröffentlichung sowie ein Vortragauf einer großen Fachtagung zu seinem Promotionsthema sindfür dieses Jahr fest eingeplant.

„Durch die steigenden Forschungsaktivitäten in den verschiede-nen Arbeitsgruppen der Mikrosystem- und Nanotechnologieund der Angewandten Lebenswissenschaften sowie durch dieimmer umfangreichere Ausstattung auch mit Großgeräten, stei-gen die Möglichkeiten für Forschung und Lehre immens. Dadurchwird der Standort zunehmend interessanter für Studierende, alsArbeitgeber für Absolventen, die gerne in der Forschung undEntwicklung arbeiten wollen, und natürlich auch für Projektpart-ner“, so Martin Theis.

Ob er nach der Promotion lieber in der freien Wirtschaft, in ei-nem Forschungsinstitut oder an einer Hochschule arbeitenmöchte, weiß Martin Theis noch nicht. Alles ist für ihn interes-sant und die Chancen auf einen Arbeitsplatz sind in allen dreiBereichen nach seiner Einschätzung sehr gut.

Tanja Kreitner

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Martin Theis am Experimentellen Vibrationsmagnetometer (VSM)

Doktorand erforscht elektrochemische Legierungenfür Mikro-Sensoren

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AUS FORSCHUNG UND LEHRE

16 FH RUNDSCHAU 1/2012

rof. Dr. Jörg Schlüter präsentierteden Mitgliedern des Senats das Er-gebnis der Analyse von mehr als

400 Stellenanzeigen für festangestellte Logistiker: Die Unternehmen wünschenspeziell ausgebildete Fachkräfte für denBereich der Bedarfsanalyse, der Konzept -erstellung, der Planung und nicht zu -letzt für die Durchführung des erarbei -teten Logistik-Konzeptes. Unternehmen lösen logistische Herausforderungen inwechselnden (internationalen) Teams aufProjektbasis. Sie erwarten, dass neue Mit-arbeiter ohne lange und teure Trainee-phasen einsetzbar sind. Neben den zu er-wartenden Kenntnissen in den BereichenTechnik bzw. Wirtschaft und den persön-lichen Fähigkeiten wird von den Unter-nehmen in einem Drittel aller Nennungender Nachweis konzeptioneller Fähigkei-ten gefordert. Das heißt bereits im Vor-feld einer konkreten Logistikplanung müs-sen Logistiker – seien sie nun externeBerater oder Mitarbeiter der eigenen Lo-gistikabteilung – von Beginn an eine ak-tive Rolle in der Gestaltung der Logistikeines Unternehmens ausfüllen.

Der neu konzipierte Studiengang LDDnimmt diese Herausforderung an! AlleAbsolventen werden konsequent auf lo-gistische Problemlösungen trainiert, wassie gleichzeitig zum Projektingenieur aus-bildet und auch zur Beratung befähigt. MitHands-on-Mentalität bearbeiten sie Lo-gistikthemen unterschiedlichster Art: Vonder Strategiefindung über die Planung bishin zur Umsetzung und Realisierung arbei-ten sie projektorientiert in wechselndenTeams und auf unterschiedlichen Ent-scheidungsebenen im Management.

Der neue Studiengang LDD legt deshalbden ersten Schwerpunkt in die Diagnos-tik – das heißt den Studierenden wird dasHinterfragen und Einordnen von firmen-spezifischen Anforderungen vermitteltund sie lernen dabei zu unterscheiden,was wirklich für eine zukünftige Prob -lemlösung bedarfsgerecht ist. Ist das„wahre“ Problem diagnostiziert, so stelltsich die nächste Herausforderung. In Zu-sammenarbeit mit den Ingenieuren, diein Pirmasens in der Technischen Logistikausgebildet werden, muss das neue be-

darfsspezifische Logistiksystem entwickeltwerden. Dies ist ein iterativer Prozess,der zwischen allen Beteiligten abzustim-men ist – seien es interne Leistungs-stellen oder externe Dienstleister und na türlich auch die verschiedenen Orga -nisationsebenen bei dem Bedarfsträgerselbst. Dabei werden erfahrungsgemäßmehrere Vorschläge und Lösungsmög -lichkeiten erarbeitet.

In der Designphase (Konzeptionieren, Gestalten, Entwickeln) wird aus diesenVorschlägen die für das Unternehmenbeste Lösung gemeinsam beschlossen.Hier setzt LDD den zweiten Schwerpunktder Ausbildung. Das richtig gestaltete Zu sammenspiel von Technik, Informatik und Betriebswirtschaft ist Garant einerguten Lösung. Solides Fachwissen ist da-her für jeden LDD-Absolventen selbst-verständlich.

P

Logistics – Diagnostics andDesignIn der ersten Senatssitzung im Jahr 2012 gab der Senat der Fachhoch-

schule Kaiserslautern dem Fachbereich Angewandte Logistik- und

Polymerwissenschaften (ALP) grünes Licht, den neuen Logistikstudi-

engang einzuführen. Diesen Studiengang Logistics – Diagnostics and

Design (LDD) stellen wir im folgenden Beitrag kurz vor.

Logistics – Diagnostics and Design

• Start zum WS 2012/13, 7 Semester

• Bachelor of Science

• Fachbereich Angewandte Logistik- und Polymerwissen-schaften

• Kombination aus logistischemFachwissen und Training per-sönlicher Kompetenzen durchproblembasiertes Lernen:

- Logistik, MINT-Fächer, Wirtschaft/Recht, Organisation,

- Logistik-Fallstudien Diagnostikund Design

- Projekt Management, Change Management

- Unternehmerisches Denken undHandeln

• Kompetenzen der Absolvent/innen:

- Koordination der Supply Chain,

- Gestalten des Informations- und Materialflusses

- Kooperatives Entwickeln be-darfsgerechter Logistiklösungen

- Umsetzungs-Management logistischer Prozesse

- Befähigung zur Beratung

Unternehmen wünschen sich Logistiker, die neben Kenntnissen in den Bereichen Wirtschaft undTechnik und persönlichen Fähigkeiten auch konzeptionelle Fertigkeiten mitbringen.

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17FH RUNDSCHAU 1/2012

zyperski, der lange Jahre an der Uni-versität zu Köln lehrte, ist ein Vorrei-ter der Wirtschaftsinformatik und

der Entrepreneurship-Forschung. Er warVorsitzender verschiedener Forschungs-einrichtungen (z.B. Gesellschaft für Ma-thematik und Datenverarbeitung) undauch Gründungspräsident im FörderkreisGründungs-Forschung. Seit 1998 ist Szy-perski auch Vorsitzender des Sachverstän-digenrates im Programm EXIST, das Exis-tenzgründungen aus der Wissenschaftfördert.

Ein besonderes Highlight für die beidenAutoren stellte dabei die Einladung zurakademischen Feier zu Ehren von Profes-sor Szyperski an der Universität Koblenz-Landau dar. Die akademische Feier wurdevom Herausgeber der Festschrift, Prof.Dr. Harald F. O. von Kortzfleisch, Univer-sität Koblenz-Landau, professionell mo-deriert und organisiert. Verschiedene Lau-datoren gaben in teilweise amüsantenSchilderungen einen Einblick in das inno-

vative Schaffen von Professor Szyperski.Interessant ist auch die sogenannte „Syl-ter Runde“, bei der in Treffen unter Lei-tung von Szyperski der kreative Dialog zuausgewählten Themenbereichen ausWirtschaft, Wissenschaft und Kultur ge-pflegt wird.

Der gemeinsame Beitrag von Ruda undSchu „The Pre-Start-Up Process of Stu-dents in Germany – An Empirical Study“war dann zweigeteilt. Im ersten Teilwurde über Teilergebnisse der GESt-Stu-die (Gründung und Entrepreneurship vonStudierenden) berichtet. Der zweite Teildes Beitrages war in Interviewform einemkonkreten Gründungsvorhaben gewid-met: Eugen Wolf, Diplom-Absolvent amCampus Zweibrücken und Gründer vonOgoout, berichtete ausführlich über seineErfahrungen mit der Entwicklung dieserInternet-Plattform und den eingeleitetenMarketing-Maßnahmen (wir berichten indieser Ausgabe).

Der Festschrift-Beitrag der AutorenRuda/Schu ist insofern von besonderemInteresse, weil Szyperski immer wiedervom Vorbildcharakter von Gründern ge-sprochen hat, die im Sinne der Beschrei-bung eines „Entrepreneurial Life Cycle“motivierend auf Gründer und angehendeUnternehmer wirken sollen. Auf den Gebieten Musik und Sport werden derJugend wirkliche oder auch nur vermeint-liche Vorbilder angeboten, während esaber Vergleichbares für unternehmeri-sches Handeln und für die verantwor-tungsvolle Selbständigkeit nicht gibt. Szy-perski spricht hierbei auch von„Lebensbäumen“ herausragender Unter-nehmen und Unternehmerpersönlich -keiten mit Vorbildcharakter, die verstärkterstellt werden müssten, nicht zuletztauch für Studierende. Das gemeinsameGründungsbüro der TU und der FH Kai-serslautern unterstützt und begleitet hier-bei die Studierenden auf diesem Weg.

Prof. Dr. Walter Ruda

GESt-Studie erhält prominentes ForumEine besondere Ehre wurde Dr. Bernhard Schu, Leiter des gemeinsamen Gründungsbüros der TU und der FH

Kaiserslautern, und Prof. Dr. Walter Ruda, wissenschaftlicher Leiter „Entrepreneurship Education“ der Fach-

hochschule Kaiserslautern, zuteil. Sie wurden eingeladen einen gemeinsamen Beitrag für die Festschrift zum

80. Geburtstag von Prof. Dr. Dr. h.c. Norbert Szyperski zu erstellen, einem Experten im Bereich der Grün-

dungsforschung.

S

Die Kultur in den Unternehmen stellt injedem Projekt den Teamgedanken in denVordergrund. Der neue Studiengang setztdaher den dritten Schwerpunkt in dasTraining der persönlichen Kompetenzender Studierenden – dies sind zum BeispielFührungsqualitäten, Zusammenarbeiten,

Kommunikation und allgemein professio-nelles Handeln.

Stets bearbeiten die Studierenden dieProbleme in den Kursen in wechselndenTeams. Je nach Lernsituation und Fort-schritt im Studium nehmen sie dabei un-

terschiedliche Rollen wahr, sei es als Pro-jektleiter in ihrem Team, als Sprecher fürdie Gruppe oder Experte, der eine De-tailaufgabe löst. So wird jedes Problem inden Lern-Einheiten zu einem (kleinen)Projekt.

Logistics – Diagnostics and Design er gänztden bereits seit zehn Jahren erfolgreichenStudiengang Technische Logistik am Cam-pus Pirmasens der Fachhochschule Kai-serslautern. LDD richtet sich insbeson-dere an Studierwillige, die in den frühenPhasen eines Projektes gerne mit denKunden gemeinsam eine gute logistischeLösung erarbeiten möchten. Je konkreterdann ein Logistikprojekt wird, desto mehrwerden technische Kenntnisse verlangt,die in der Technischen Logistik denSchwerpunkt darstellen. So deckt die Lo-gistikausbildung in Pirmasens alle Phaseneines Projektes von der Idee bis zur Rea-lisierung vollständig ab.

Martin Wölker

Die Studiengänge Logistics – Diagnostics & Design und Technische Logistik greifen ineinander – die Logistikausbildung in Pirmasens deckt so alle Phasen eines Projektes lückenlos ab.

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AUS FORSCHUNG UND LEHRE

18 FH RUNDSCHAU 1/2012

esonders ist hierbei, dass die Stu-

denten gezielt das Berufsbild ei-

nes Industr iepharmazeuten an -

streben können. Arzneimittel seien

„hochkomplexe Systeme, dazu bedarf

es einer frühen Spezialisierung, die ein

klassisches Pharmazie-Studium mit sei-

nen wenigen Wahlmöglichkeiten gar

nicht erlaubt“, erläuter t Studiengangs-

leiterin Prof. Dr. Cornelia Keck. Außer-

dem wird an Universitäten „im staat-

l ichen Studiengang Pharmazie über

4 Jahre parallel für die Apotheke und

die Industrie ausgebildet. Studierende

mit dem Berufsziel Industrie erhalten

eine Ausbildung in Bereichen, die sie

nicht benötigen. Die für diese Ausbil-

dungsinhalte aufgewandte Zeit fehlt,

um in der für die Industrie wünschens-

wer ten Tiefe und auch in industriespe -

zi fischen Bereichen wie beispielsweise

der Biotechnologie, dem Qualitätsma-

nagement oder der Verfahrenstechnik

auszubilden“, meint Keck weiter. Das

einzigar tige Studium der Applied Phar-

macy an der Fachhochschule Kaiserslau -

tern beinhaltet deshalb sowohl klassi-

sche pharmazeutische Fächer als auch

moderne Ausbildungsschwerpunkte wie

pharmazeutische Biotechnologie, Ver-

fahrenstechnik, Biologische Arzneimit-

tel und Patentrecht und bildet damit

in genau den Bereichen aus, die in der

modernen Pharmaindustrie dringend

benötigt werden.

Die Entwicklung eines neuen Medika-

ments ist sehr aufwändig. Es muss

wirksam, unbedenklich und von hoher

und gleich bleibender Qualität sein. Von

1000 –10.000 potenziellen Arzneistof-

fen erfüllt diese Kriterien meist nur eine

Substanz. Für jeden der vielen Ent-

wicklungsschritte hin zum fer tigen Me-

dikament werden die Industriepharma-

zeuten benötigt. Damit sind mögliche

Arbeitsfelder für die Absolventen der

Applied Pharmacy beispielsweise die

Arzneimittelherstellung, die Forschung

und Entwicklung neuer Arzneistoffe ,

Qualitätsmanagement und Arzneimit-

telsicherheit, um nur einige zu nennen.

Es wird eine hohe Bewerberzahl für den

neuen Studiengang erwar tet. Das Phar-

maziestudium ist klassischerweise ein

Numerus-clausus-Fach (NC), weshalb

es auch in Pirmasens ein Auswahl ver -

fahren geben wird. Bewerber können

bis zum 15. Juli ihre Unterlagen ein -

reichen. Das Studium selbst dauer t

sieben Semester, während denen die

Studierenden Fächer belegen, wie Phar-

mazeutische Chemie, Pharmakologie,

Arzneimittelrecht, Arzneiformenlehre,

Toxikologie oder Bio pharmazie. Den

Absolventen bieten sich beste Berufs-

aussichten, denn die Pharmaindustrie

wachse selbst in schwierigen Zeiten sta-

bil und brauche mehr Pharmazeuten,

so Cornelia Keck.

Elisabeth Ott

B

Gesundheit erhalten, Krankheiten heilenDer neue Studiengang „Angewandte Pharmazie/Applied Pharmacy“

Zum kommenden Wintersemester 2012/2013 startet der neue Studiengang Angewandte Pharma-

zie/Applied Pharmacy an den FH-Standorten Pirmasens und Zweibrücken, der mit dem Bachelor of

Science (B. Sc.) abschließt. Der deutschlandweit einzigartige Studiengang verbindet naturwissenschaft-

liche Grundlagen mit medizinisch-pharmazeutisch-technologischem Fachwissen.

Der Umgang mit verschiedensten Substanzen wird im Studiengang Applied Pharmacy gelehrt (Foto: Grub)

FH_RS_Ausgabe_1_2012_BEL_RZ 12.04.12 15:16 Seite 18

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AUS FORSCHUNG UND LEHRE

19FH RUNDSCHAU 1/2012

m Anfang der Überlegungen überden neu zu entwickelnden Mas-terstudiengang Maschinenbau/

Mechatronik wurden im Jahre 2008einige hunder t Studierende , Absol-venten und Professoren über ihre Er-war tungen und Anforderungen an einen solchen Studiengang befragt.Die Antwor ten der Studierenden undAbsolventen war in ihrer Aussage viel-leicht nicht überraschend, wohl aberin ihrer Deutlichkeit: Durch den Studi-engang will man erstens mehr Geld ver-dienen, zweitens bessere Aufstiegschan-cen erwirken und drittens einer solidenfachlichen Ver tiefung nachgehen. In die-ser Reihenfolge!

Ein guter Studiengang soll diese Er-war tungen erfüllen können. Im Hinblickaber auf die vielfältigen Ausbildungs-und Erfahrungsunterschiede der künf-tigen Bewerber, wurde klar, dass ein„starrer“ Studiengang diese Zielsetz -ung – bezogen auf das Individuum –nur begrenzt optimal bieten kann. Damit war der Wunsch nach einemflexiblen Studiengang geboren. DieBewerber sollen ihr Profil individuelldor t schärfen können, wo sie für sichden meisten Bedarf sehen beziehungs-weise das größte Potential erwar ten.

Das Ergebnis ist ein Studiengang, derausschließlich aus Wahlpflichtmodulenvon je 10, 20 oder 30 ECTS (Punktedes European Credit Transfer System)besteht. Ohne Ausnahmen, ohne Zwangzu Clusterbildung und ohne Abhängig-keiten zwischen den Modulen. Insge-samt neunzig ECTS aus einer „Menü-kar te“ voller Möglichkeiten, nur dieMasterarbeit ist gesetzt. Die Modulesind so strukturier t, dass sichergestelltist, dass jede individuelle Kombination

von Modulen zu den übergeordnetenLernzielen des Studiengangs führ t. Beider Akkreditierung haben die Gut -achter dieses moderne Studiengangs-konzept positiv hervorgehoben.

Eine zweite Neuerung ist das Lehrenim Tandem. Für jedes einzelne Modulsind mindestens zwei Kolleginnen oderKollegen zuständig. Sie stimmen dieInhalte gemeinsam ab und beleuchtendie jeweilige Thematik des Moduls ausunterschiedlichen Blickwinkeln. Dadurchsoll auch der interdisziplinäre Charak-ter der Lehre gestärkt werden, denndie Lehrenden ver treten gemäß ihremRuf unterschiedliche Lehrgebiete.

Aus dieser Flexibilität heraus entstandaußerdem die Idee, einen Teil der Mo-dule auf Englisch anzubieten. Dadurchwird vor allem auch sprachliche undsoziale Kompetenzbildung geförder t.

Die Fülle der Neuerungen warf Fra-gen über die optimale Umsetzung undErreichung der Lernziele auf. Damit konfrontier t hat das Mainzer ZQ eineBegleitung in drei Schritten angeregt.Erstens wurden aus der breiten Er -fahrung des ZQ beispielhaft Möglich-keiten aufgezeigt, wie geeignete Lehr-formen und Prüfungsmethoden imAllgemeinen aussehen könnten. EinigeMonate später waren alle Modulver-antwor tlichen in zwei dazu veranstal-teten Workshops gefragt, darzulegen,wie sie vorhaben die angestrebten Lernziele in ihrem spezifischen Fall zuvermitteln. Der Austausch darüber lie-fer te ein spannendes Gespräch überdie Lehre, wie ich es in der Form imFachbereich noch nicht er lebt hatte.Viele Anregungen und Ideen konntenso noch in die Planung des er sten

Durchlaufs einfließen. Schließlich wur-den im Januar 2012, das heißt nach dem ersten Durchgang aller Module,die Studierenden nach ihren Erfahrun-gen im Studiengang befragt. Obwohleine mündliche Befragung in der Formnicht als repräsentativ gelten kann, werden die Haupttendenzen trotz-dem klar erkennbar.

Die befragten Studierenden loben vorallem die Flexibilität des Studiengangs,den Praxisbezug, Englisch als Lehr-sprache und damit zusammenhängenddie internationale Zusammensetzungder Teilnehmer. Verbesserungsbedarf sehen sie vor allem bei den Lernräu-men, der Zugänglichkeit von PCs so-wie geeignete englischsprachige Litera-tur. Es gibt nichts, das man nicht bessermachen kann: die Detailergebnisse desGespräches liefern hilfreiche Impulse.

Das positivste Fazit der Nachbespre-chung war für den Studiengangsleiterdie Feststellung, dass sowohl die Stu-dierenden als auch die Lehrenden sichgegenseitig offenbar als motivier t undengagier t wahrnehmen. Sein Dank gehtauch an das Zentrum für Qualitäts-sicherung und -entwicklung für die gute Zusammenarbeit.

Alber t Meij

A

ZQ begleitet neuen Masterstudiengang

Maschinenbau/MechatronikVor rund einem Jahr, im Sommersemester 2011, startete der neue Masterstudiengang Maschinen-

bau/Mechatronik (M.Eng.). Seine Konzeption enthielt für den Fachbereich Angewandte Ingenieur -

wissenschaften eine Reihe von Neuerungen. Das Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung

(ZQ) an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz hat die Startphase begleitet.

FH_RS_Ausgabe_1_2012_BEL_RZ 12.04.12 12:09 Seite 19

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20 FH RUNDSCHAU 1/2012

eit 1990 wurde im damaligen Fach-bereich Maschinenbau, heute Fachbereich Angewandte Ingen -

ieur wissenschaften, eine Musterfabrik „Produktion und Logistik“ mit Software-Insellösungen für CAD „ProE“, CAPund CAM „Index System 200“, CAQ„Zeiss/Marposs“ und PPS „ProAlpha“aufgebaut. Ziel war es, die praxisnaheAusbildung der Studierenden der Stu-diengänge Maschinenbau (MB) und Wirt-schaftsingenieurwesen (WI) in der Ver-tiefungsr ichtung Produktionstechnikzu sichern und die durchgängige Ver-netzung und Datenübergabe zwischenverschiedenen Softwarepaketen zu er-forschen.

Die Probleme bei der Datenübergabezwischen den einzelnen Softwarepake -ten und die Notwendigkeit, die com-putergestützte Vorbereitung der Pro-duktion durch eine möglichst reale3D-Simulation aller Fer tigungsstufen zuergänzen, führ ten im Jahr 2011 zu derEinsicht, dass der Aufbau dieser durch-gängigen „digitalen Fabrik“ am effek-tivsten durch eine PLM-Software er-folgen kann. Diese Software verbindetdie Entwicklung, Konstruktion und Pro-duktion in einem kompletten Software-paket mit zentralen Datenbanken füralle 3D-Modelle der Produkte und Pro-duktionseinrichtungen sowie der not-wendigen Logistikinformationen für dieTermin-, Ressourcen- und Kapazitäts-planung. Bei der Systemauswahl wurdesehr großer Wer t auf die Durchgän-gigkeit der Daten und Prozesse gelegt.Daher ist die Wahl auf das Software-paket V6 academia, bestehend aus denPaketen CATIA V6 / DELMIA V6 undENOVIA V6 gefallen.

Die Musterfabr ik besteht heute auseinem mechanischen Fer tigungsbereich,einer flexiblen Fer tigungszelle , dem Bereich Qualitätsmanagement, dem Montagebereich sowie dem PC-Netz-werk, das die 40 PCs des CAD/CAM-Labors mit den Steuerungen der Ma-schinen, dem Werkzeugvoreinstellgerätund dem 3D-Koordinatenmessgerät ver-bindet. Die Studierenden beschäftigensich im Laufe ihres Studiums mit allenBereichen der Musterfabrik. Nachdemdie Studenten im ersten Semester die3D-Konstruktion mit dem CAD-Sys-tem ProE (jetzt Creo Parametric) ken-nengelernt haben, ver tiefen sie ihre Maschinenbaugrundkenntnisse aus denLehrgebieten Maschinenelemente, Kon-struktion und technische Mechanik im4. Semester mit dem Entwicklungs-projekt „Getriebe“. Wellen, Passfedern,

Zahnräder und Wälzlager müssen be-rechnet und mit der räumlichen Ge-staltung im 3D-CAD in Übereinstim-mung gebracht werden.

Die Studenten der Ver tiefungsrichtungProduktionstechnik Studiengang MB undWI realisieren in der Projektarbeit CAP(6. Semester) die komplette Arbeits-vorbereitung für ein komplizier tes Teilinklusive CNC-Programmierung, Ro -boter, Palettenver taktsystem und Soll-daten für die Werkzeugmontage. DieDatenübernahme der Geometrie ausdem CAD ProE in das Programmier-system Index H200 ist hierbei sehr umständlich. Dieser fehlerbehaftete Weg vom CAD ins CNC-Program-miersystem mit 3D-Simulation ist mitder neuen Software DELMIA V6 vieleinfacher. Im Catia V6 wird das Teil

S

Musterfabrik der FH wird digitale FabrikIntegriertes Product Lifecycle Managment mit DELMIA V6

AUS FORSCHUNG UND LEHRE

CNC-Programmierung und gleichzeitige 3D-Simulation in DELMIA V6

Überblick über die Fertigungsbereiche der Musterfabrik

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AUS FORSCHUNG UND LEHRE

21FH RUNDSCHAU 1/2012

konstruier t und kann direkt im ModulCNC-Programmierung aufgerufen wer-den. Die Werkzeugmaschine wird alsbewegtes 3D-Modell geladen, für jedenBearbeitungsschritt kann das Werkzeuggewählt und die Bearbeitung program-mier t werden. Hierbei wird sofor t derVerfahrweg in 3D mit der Maschinesimulier t, so dass Kollisionen oder un-wir tschaftliche Leerwege umgehend erkannt werden.

Im zweiten Teil der Projektarbeit „CAM“wird das Studententeil auf der flexib -len Fer tigungszelle „Index G200“ pro-duzier t. Dazu müssen die Werkzeug-soll-Daten über das Netzwerk in dasWerkzeugvermessungssystem geladenund mit den Ist-Daten überschriebenwerden. Werkzeug-Ist-Daten und NC-Programme werden dann über das Netz-werk in die Maschinensteuerung gela-den. Die dimensionelle Prüfung der nach CAD-Daten gefer tigten Bauteileerfolgt dann auf einem 3D-Koordina-tenmessgerät (KMG).

Um von den CAD-Daten ein lauffähi-ges CNC-Messprogramm in der Mess-und Auswer tesoftware des KMG zu er-halten, bedarf es noch vielen Einzel-schritten, die teilweise noch mit ei-nem großen manuellen Aufwandverbunden sind.

Die gemessenen Werte werden in ei-nem Messprotokoll ausgegeben undkönnen grafisch mit CAD-Funktionali-tät dargestellt und bei einer Serienfer-tigung statistisch ausgewer tet werden.

Im Master „Maschinenbau und Mecha-tronik“ wird die vir tuelle Produktent-wicklung und die vir tuelle Produktionund Logistik weiter ver tieft. Ziel derMaster-Ausbildung ist, dass die Studie-renden in praxisorientier ten Modulenwichtige Teile des Entwicklungsprozes-ses, wie er beispielsweise in der Auto-mobilindustrie abläuft, kennenlernen.Das Master-Modul „Produktentwick-lung“ behandelt die frühen Phasen derProduktentwicklung wie Ideenfindungund Konzeptentwicklung. In den Mo -dulen „Leichtbaukonstruktion“ und„Akustik“ beziehungsweise „vir tuelleProduktentwicklung“ werden konkreteDetailentwicklungen durchgeführ t so-wie CAD, CAE und PLM-Prozesse analysier t und optimier t. Der Übergangzur Produktionsplanung und -simula- tion wird im Master-Modul „vir tuelleProduktion und Logistik“ ver tieft.

Im vergangenen Wintersemester wur-den die ersten Lehrveranstaltungen mitder V6-Umgebung erfolgreich durch -geführ t. In diesem Jahr werden die noch nicht eingeführ ten Module aus-giebig evaluier t und in die Lehre derBachelor- und Master-Studiengängeintegr ier t. Dieser breite Einsatz des Softwarepakets von Dassult Systemèsbedingt eine Aufstockung der V6-Lizenzen und eine Modernisierung derPC-Hardware des CAD/CAM-Labors,da die neun Jahre alten Rechner die3D-Simulation nicht mehr bewältigenkönnen.

Prof. Dr. Reinhard HornProf. Dr. Thomas Kilb

Prof. Dr. Huber t Klein

Flexible Fertigungszelle Index G200, Drehen + Fräsen mit 5 NC-Achsen, Handhabungsroboter, Rohteilpaletten, Messstation, Schwingungsmessungund Werkzeugvoreinstellgerät

Masterausbildung entsprechend dem Produktentwicklungs- und Produktionsplanungsprozess

FH_RS_Ausgabe_1_2012_BEL_RZ 12.04.12 12:09 Seite 21

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22 FH RUNDSCHAU 1/2012

as aktuelle Praxisprojekt star tete bereits im letztenJahr sozusagen mit einem Theorieteil und einer Ein-führung von Prof. Dr. Michael Jacob, wobei den Stu-

dierenden zunächst die Grundlagen der strategischen Be-ratung sowie der Projektauftrag vermittelt wurden. Dieserbestand konkret in einer strategischen Analyse der Web-seiten des Unternehmens eurodata sowie deren Tochter-gesellschaft INFOSERVE. Ziel des Projektes war es, insbe-sondere mithilfe des Eye Tracking-Verfahrens, welches dieBenutzerfreundlichkeit testet, aber auch mittels andererwissenschaftlichen Methoden, die Webseiten der Unter-nehmen auf Herz und Nieren zu prüfen.

Dazu bildeten die Studierenden zwei interdisziplinäre Be-ratungsteams, in denen jeweils die verschiedenen betriebs-wir tschaftlichen Fachgebiete und Kompetenzen ver tretenwaren. Um einen Einblick in die Tätigkeiten eines Beraterszu bekommen, erstellten die Gruppen jeweils zunächst einBeratungsprofil und präsentier ten dieses Angebot ihrer Be-ratungsleistungen Herrn Metz, Herrn Dr. Leinenbach undFrau Weber, die als Ver treter der kooperierenden Unter-nehmen an der Fachhochschule in Zweibrücken zu Gastwaren. Nach „har tnäckigen“ Ver tragsverhandlungen akzep-tier ten die Unternehmensver treter letztlich die Beratungs-angebote und luden direkt die Studierenden in ihre Unter-nehmen nach Saarbrücken ein, um zu gegebener Zeit sozusagen

vor Or t die Analysen und Vorschläge zu präsentieren. Na-türlich wurden die Studierenden im Rahmen der FH-Ver-anstaltung noch mit zusätzlichen relevanten Hintergrundin-formationen versorgt, welche den Einstieg in die eigentlicheProjektarbeit erleichter ten.

Am 12. Januar 2012 war es dann soweit, und die Studieren -den durften ihre in der Zwischenzeit erarbeiteten Ergeb-nisse und Empfehlungen bei eurodata und INFOSERVE inSaarbrücken vorstellen. Dabei überraschte vor allem dieTiefe der Analyse beider Studentengruppen. Beide Unter-nehmen verfolgten die Präsentationen der Studierendenmit großem Interesse und wollen einige der Verbesserungs-vorschläge aufgreifen und umsetzen.

Das Projekt kann für alle Beteiligten in jeder Hinsicht alsvoller Erfolg verbucht werden. Weitere praxisnahe Projektezwischen FH und den beiden Kooperationsunternehmensind daher bereits in Planung.

Prof. Dr. Michael JacobRené Becker

Die Studierenden mit den Unternehmensvertretern und dem betreuenden Professor, Dr. Michael Jacob

D

Studierende als UnternehmensberaterDas diesjährige Praxisprojekt im Wahlbereich Business Consulting, das in Zusammenarbeit mit den

Unternehmen eurodata und INFOSERVE durchgeführt wurde, ermöglichte den Studierenden der

Mittelstandsökonomie, der Wirtschaftsinformatik und der Finanzdienstleistungen einen profunden

Einblick in den Berufsalltag eines Beraters.

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AUS FORSCHUNG UND LEHRE

23FH RUNDSCHAU 1/2012

nter dem Leitthema „Oppor tunities and Challengesfor International Entrepreneurial Firms in a Time ofEconomic Turbulence“ wurde die 14th McGill Inter-

national Entrepreneurship Conference an der Syddansk Uni-versitet in Odense, Dänemark, veranstaltet. Die Konferenz-serie wird von der McGill University in Montreal, Kanada,initiier t, einer der weltweit 20 besten Universitäten. Auchein Zweibrücker Beitrag wurde nach einem Pre-Review deminternationalen Fachpublikum vorgestellt.

M.A. Dipl.-Betriebswir t (FH) Benjamin Danko, Lehrbeauf-tragter im Fachbereich Betriebswir tschaft und Absolvent derGraduate School of Business Zweibrücken, präsentier tedas Forschungspaper „Influencing Factors of the EconomicCrisis on Business Students’ Entrepreneurial Characteristics– An Example from Germany“, welches im Rahmen der GESt-Studie zusammen mit den Professoren Walter Ruda, Tho-mas A. Mar tin und Rubén Ascúa von den Par tneruniversi-täten in Buenos Aires und Rafaela, Argentinien, sowie WolfgangGerstlberger von der Syddansk Universitet entstand. Dasvon Prof. Dr. Walter Ruda geleitete internationale Forschungs-projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Mit-telstands- und Gründungsökonomie (ZMG) durchgeführ t.

Über 600 BWL-Studierende wurden vor der Wir tschafts-kr ise und mehr als 300 BWL-Studierende während der Wir tschaftskrise an deutschen Hochschulen befragt. Die Zielgruppe der Betriebswir tschaftslehre ist besonders re-levant, da Studierende beziehungsweise Absolventen diesesFachbereichs nicht nur zweckinduzier te Innovationen her-vorbringen, sondern auch im Rahmen der am erfolgreichs-ten eingestuften komplementären Teamgründungen positivzum Wir tschaftswachstum beitragen und hochqualifizier teArbeitsplätze für weitere Akademiker schaffen.

Gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten „flüchten“ inDeutschland viele in die berufliche Selbständigkeit. Diesesstärkere Notgründungsmotiv zeigen auch die während derKrise befragten Studierenden, allerdings auch geringere Grün-dungsaktivitäten und einen später antizipier ten Gründungs-zeitpunkt. Zwar schätzen sie das Gründungsklima besserein als die vor der Krise Befragten, verfügen aber seltenerüber Geschäftsideen und haben sich seltener mit dem Un-ternehmer tum konkret auseinandergesetzt. Auch weitereFaktoren sprechen eher gegen einen Anstieg von Unter-nehmensgründungen aus dem Selbstverwirklichungsmotivheraus durch die während der Krise befragten BWL-Stu-dierenden, was kein positives Signal für die Entstehung vonHochpotenzial-Unternehmen ist. Die Aufgabe der Hoch-schulen ist es, ihre Studierenden für das Thema zu sensibi-lisieren und ihnen mit Unterstützungsangeboten den po-tenziellen Weg in die eigene Unternehmensgründung zuerleichtern, was sich förderlich auf das chancengetriebeneUnternehmer tum und somit auf den volkswir tschaftlichenWohlstand auswirkt.

Neben dem Erfahrungsaustausch durch weitere interessanteVor träge und Diskussionen mit den Konferenzteilnehmerndiente der Besuch in Odense auch der Ausweitung der GESt-Studie auf weitere Länder.

M.A. Dipl.-Betriebswir t (FH) Benjamin Danko

Gründen trotz Krise?Positives Gründungsklima bei Studierenden der BWL: Zweibrücker Forscher stellen Paper zum Zu-

sammenhang von Wirtschaftskrise und Unternehmertum-Merkmalen bei Studierenden der Betriebs-

wirtschaftslehre vor.

Benjamin Danko vor der Syddansk Universitet

U

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AUS FORSCHUNG UND LEHRE

24 FH RUNDSCHAU 1/2012

b dem Sommersemester 2012bietet die Fachhochschule Kai -serslautern im Fachbereich An-

gewandte Ingenieurwissenschaften „AIng“in Kooperation mit der Zentralstelle fürFernstudien an Fachhochschulen (ZFH)erstmals drei berufsbegleitende Bache-lorstudiengänge an, die zum Studien-abschluss „Bachelor of Engineering“(B.Eng.) führen.

Die Berufsbegleitenden StudiengängeAutomatisierungstechnik, Industrial En-gine ering und Prozessingenieurwesensind dabei jeweils passenden Präsenz-studiengängen bzw. Studienschwerpunk-ten zugeordnet, nämlich in entsprechen-der Reihenfolge der Elektrotechnik, demWir tschaftsingenieurwesen und demMaschinenbau.

Unter dem Motto „Studieren und wei-terhin Geld verdienen“ richtet sich dieseAr t des Studiums an eine bestimmteZielgruppe: motivier te Menschen, dieeine qualifizier te Berufsausbildung er-folgreich abgeschlossen haben und indiesem Beruf arbeiten. Da die Lehr-veranstaltungen im zweiwöchigen Tur-nus freitags nachmittags und samstagsstattfinden, können die Studierendenweiterhin ihrer Beschäftigung währendder normalen Arbeits zeiten nachgehen,haben somit keine finanziellen Nach-teile. Um die Theorie mit der Praxiszu verbinden, bietet sich den Studen-tinnen und Studenten die Mög lichkeit,verschiedene Projekte im beruflichenUmfeld durchzuführen, die für das Stu-dium anerkannt werden können.

Für die drei neuen Studiengänge ha-ben sich insgesamt 65 Studierendeeingeschrieben, was die Erwar tungendes Fachbereichs „Angewandte Inge-nieurwissenschaften“ über troffen hat.Dabei gab es 23 Einschreibungen fürden Studiengang Automatisierungstech-nik, 15 für Industrial Engineering und27 für den Studiengang Prozessinge-nieurwesen.

Die Altersver teilung der Studieren-den, unter ihnen zwei Frauen, l iegtzwischen 20 und 49 Jahren. Die Jüngs-ten haben gerade erst ihre Ausbildungabgeschlossen. Ältere Studierende kön-

nen dagegen auf viele Berufsjahre mitder entsprechenden Berufserfahrungzurückgreifen. Auch die Ar t der Hoch-schulzugangsberechtigung ist hetero-gen. Einige Studierende bringen eineallgemeine Hochschulreife bzw. Fach-hochschulreife mit. Andere haben be-reits einen Meister- bzw. Techniker-Abschluss „in der Tasche“.

Besonders hoch ist jedoch der Anteilan Studierenden, die über den soge-nannten dritten Bildungsweg den Wegzum berufsbegleitenden Studium ge-funden haben. Durch Nachweis einerabgeschlossenen, qualifizier ten Berufs-ausbildung und einer mindestens zwei-jährigen Berufspraxis im einschlägigen,erlernten Beruf haben auch engagier teund motivier te Facharbeiter die Mög-lichkeit eines Studiums.

Die Fachhochschule Kaiserslautern ko-operier t bei den berufsbegleitenden Studiengängen mit der Zentralstelle fürFernstudiengänge an FachhochschulenZFH, Koblenz, die für die organisatori-

sche Abwicklung, wie Ver sand derLehrma terialien, Abwicklung der Lehr-aufträge, Bildungsfreistellung oder Mar-keting zuständig ist.

Durch die Nutzung von neuen Lern-und Lehrplattformen können Studie-rende von zu Hause aus, neben derArbeitszeit die vermittelten Studienin-halte ver tiefen und verfestigen.

In Vorbereitung auf die berufsbeglei -tenden Bachelor-Studiengänge bot die Fachhochschule Kaiserslautern einenberufsbegleitenden Mathe-Vorkurs an.Während fünf Präsenzterminen an Sams-tagen konnten sich die Studierendenauf die Anforderungen, die im Bereichder Mathematik gestellt werden, vor-bereiten. Während gesonder ter „On-line-Sprechstunden“ am Abend hattendie Teilnehmenden die Möglichkeit, vonzu Hause aus Fragen zu stellen. DiesesAngebot zur Vorbereitung auf das Studium wurde von nahezu allen Stu-dierenden genutzt. Ein zu Beginn ge-schr iebener Eingangstest zeigte diebestehenden Wissenslücken und -schwä-chen auf, an denen während der fol-genden sechs Wochen individuell an-geknüpft werden konnte. Der Erfolgdieses Kurses spiegelte sich im durch-

A

Großes Interesse an Berufs-begleitenden Studiengängen

Der Dekan Prof. Dr. Reiner mit einer Gruppe von Studierenden im Physiklabor mit den USB-Sticks (Foto: Schüler)

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weg guten Ergebnis eines Abschluss-tests wider.

Am Freitag, den 16.3.2012 fand die Ein-führungsveranstaltung für Studierendeder neuen berufsbegleitenden Studien-gänge statt. Als Willkommensgeschenkerhielten alle Studierenden einen USB-Stick in Form eines Flaschenöffners, welche dankenswer terweise von derFirma John Deere, Kaiserslautern, ge-sponser t wurde. Nach einer Begrüßungdurch den Fachhochschulkanzler RudolfBecker und den Dekan des Fachbe-

reichs Angewandte Ingenieurwissen-schaften Prof. Dr. Thomas Reiner, stell-ten sich die zuständigen Professorensowie Mitarbeiterinnen und Mitarbei-ter vor, die Ansprechpersonen für fach-liche sowie organisatorische Fragen sind.Auch die Dozierenden, die die einzel-nen Lehrveranstaltungen des ersten Se-mesters betreuen, konnten die anwe-senden 61 Studierenden begrüßen. DieProfessoren nutzten die Möglichkeit,den Studierenden vorab Informationenzu geben und auf Besonderheiten hin-zuweisen. Nach Vorstellung einzelner

Einrichtungen der Fachhochschule wieBibliothek, und Fachschaft wurden dieStudierenden bei einem Rundgang zuden wichtigsten Anlaufstellen an der FHgeführ t. Bei Getränken und Gebäck gabes im Anschluss an die Veranstaltungausreichend Gelegenheit mit den zu-ständigen Professoren und Mitarbeiternins Gespräch zu kommen, was auch aus-giebig genutzt wurde.

Heike Schüler

25FH RUNDSCHAU 1/2012

egelmäßig stellt die FachhochschuleKaiserslautern ihr erstklassiges Ni-veau nicht nur im Rahmen der pra-

xisorientierten Lehre, sondern auch aufdem Gebiet der angewandten Forschungunter Beweis. Ein weiterer Beleg für dieLeistungsstärke und die Möglichkeiten derFH-Forschung ist mit „DYNAMO“ einneues Projekt, das am FH-Standort Zwei-brücken angesiedelt ist und für drei Jahrevom Bundesministerium für Bildung undForschung (BMBF) mit rund 260.000 Eurogefördert wird. Unter der Leitung vonProf. Dr. Hildegard Möbius untersuchtDYNAMO die Dynamik und Strukturmagnetischer Nanopartikel in Polymer-Matrix an Oberflächen.

Magnetische Nanopartikel gewinnen imbiomedizinischen Bereich zunehmend anBedeutung und sind aufgrund ihrer kon-trollierbaren Größe vielfältig einsetzbar.Ihre Dimensionen können kleiner odervergleichbar mit denen von Zellen (10-100μm), Viren (20-450nm) oder Prote -inen (5-50nm) eingestellt werden. Auf-grund ihrer magnetischen Eigenschaftenkönnen sie mittels Magnetfeldgradienten(der Verlauf eines inhomogenen Magnet-feldes von „schwach nach stark“) mani-puliert werden. In der Molekularbiologiewerden sie beispielsweise eingesetzt, umZellen zu separieren. In der Medizintech-nik reichen die Einsatzmöglichkeiten vonder Diagnostik bis hin zur Therapie. Bei-spielsweise dienen magnetische Nanop-artikel in der Diagnostik als Kontrastmit -tel in der Kernspintomographie. In der

Krebstherapie verspricht man sich the -rapeu tische Anwendungen, die im Ver-gleich zu den häufig eingesetzten Krebs-bekäm pfungsmethoden der Chemo- undRadiotherapie keine bzw. nur geringe Ne-benwirkungen zeigen. Derzeitige Entwick-lungsarbeiten nutzen das magnetischeDrug Targeting (MDT) und die magneti-sche Hyperthermie (MHT), bei denen Sus-pensionen magnetischer Nanopartikel ein-gesetzt werden. Im magnetischen DrugTargeting werden die magnetischen Na-nopartikel als Transporter für Chemothe-rapeutika genutzt und mit Hilfe eines star-ken Magnetfelds in die Tumorregiongebracht, wo sie lokal ihre Wirkung ent-falten. Im Falle der Hyperthermie führt dasAnlegen eines magnetischen Wechselfeldszu Ummagnetisierungsprozessen in denNanopartikeln und so zu einer Erwärmungdes Tumorgewebes. So kann eine Tumor-remmission ohne den Einsatz von Strah-lung oder Medikamenten erzielt werden.

Bei all den oben genannten Einsatzmög-lichkeiten spielt die Wechselwirkung dermagnetischen Nanopartikel mit Zelleneine entscheidende Rolle. Im Projekt„DYNAMO“ soll diese Interaktion gezieltuntersucht und analysiert werden, wes-

halb neben der Arbeitsgruppe „Experi-mentalphysik“ von Frau Prof. Dr. Möbiusebenfalls die Arbeitsgruppen „EnterischesNervensystem“ von Prof. Dr. med. Karl-Herbert Schäfer (FH Kaiserslautern) und„Molekularbiologie, Biotechnologie undBiochemie“ von Prof. Dr. Oliver Müller(FH Kaiserslautern) beteiligt sind. Alle Arbeitsgemeinschaften sind dabei im an-gewandten Forschungsschwerpunkt Inte-grierte Miniaturisierte Systeme (IMS) ver-sammelt, der sich der Entwicklung solcherSysteme und deren Einsetzbarkeit im täg-lichen Leben widmet.

Bei der Dimension und Vielschichtigkeitdes Projektes sind natürlich auch FH-ex-terne Forschungseinrichtungen beteiligt:So werden in Zusammenarbeit mit demMax-Planck-Institut für Polymerforschungin Mainz in funktionalisierten Polymerenverkapselte Magnetit-Nanopartikel herge-stellt und anschließend hinsichtlich ihrerWechselwirkung mit Oberflächen undZellen charakterisiert. Hierbei wird dieStruktur, die Dynamik sowie die Wechsel-wirkung zwischen Struktur und Dynamikbei Anlagerung der Nanopartikel an simu-lierte Zellmembranen sowie die Auf-nahme in Nervenzellen untersucht. (fh)

R

Neues BMBF-Projekt „DYNAMO“ an der FH Kaiserslautern

Nanopartikel mit einem Durchmesser von 170 nm (Rasterelektronenmikroskopaufnahme)

AUS FORSCHUNG UND LEHRE

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AUS FORSCHUNG UND LEHRE

26 FH RUNDSCHAU 1/2012

iriam Freyler ging zur Grund-schule in Contwig und Stambach,danach aufs Helmholtz-Gymna-

sium, und im Anschluss studierte sie amFachhochschulstandort Zweibrücken derFH Kaiserslautern, wo sie nun auch in einer kooperativen Promotion ihren Dok-tortitel anstrebt.

Eigentlich wollte Miriam Freyler ja Tier -ärztin werden. Genau genommen ist sie durch ihr Studium der Applied LifeSciences (ALS, Angewandte Lebenswis-senschaften) auch dieser Richtung treugeblieben, denn medizinische und biolo-gische Elemente gibt es auch in der ALS.

Die 28-jährige hat an der FachhochschuleKaiserslautern, Studienort Zweibrücken,ihren Bachelor- sowie auch ihren Master-abschluss gemacht. Im Rahmen des Mas-ter-Projektes hatte die Contwigerin Kontakt zum Forschungszentrum Jülichund konnte dort ihre Master-Arbeitschreiben. Über Professor Ingebrandt, einMitglied des ForschungsschwerpunktesIMS (Integrierte Miniaturisierte Systeme),wurde sie auf die freie Promotionsstellein seiner Arbeitsgruppe ‚BiomedizinischeMesstechnik‘ im Fachbereich Informatikund Mikrosystemtechnik aufmerksam.Und so begann sie im August 2011 mitihrer Doktorarbeit.

Innerhalb dieser forscht sie im Bereichder Silizium-Nanodraht Feldeffekttransis-toren, auf welchen DNA und Anti -gene immobilisiert werden. Diese nano-elektronischen Sensoren sollen zukünftigauch im Reinraum am Standort Zweibrü-cken hergestellt werden. Ein Ziel der For-schung ist, die DNA sowie die Antigeneso stabil zu immobilisieren, dass sie beiZwischenschritten, wie zum Beispiel wa-schen beziehungsweise überspülen mitBlutplasma, nicht weggeschwemmt oderbeschädigt werden.

Im Forschungsprojekt soll ein möglichstschnelles, kleines, günstiges und vollelek-tronisches Messsystem entwickelt wer-den, um zum Beispiel eine Borreliose-In-fektion (Entzündungserkrankung nachZeckenbiss) schneller zu erkennen. Durchdie Kooperation mit einem großen La-bordiagnostika-Hersteller können die dortbereits etablierten Testsysteme als Refe-renz zum neu entwickelten System ver-wendet werden. Die sich momentan aufdem Markt befindlichen Testsysteme kön-nen im Moment nur von Fachpersonal inausgewiesenen biomedizinischen Labo-ren genutzt werden. Das neue, voll-elek-tronische System soll wesentlich einfa-cher sein, und könnte dann auch inArztpraxen oder sogar von Patientenselbst verwendet werden.

Miriam Freyler forscht in der Arbeits-gruppe Biomedizinische Messtechnik vonProfessor Dr. Ingebrandt auch fachüber-greifend. So besteht ein reger Austauschzum einen zur Arbeitsgruppe EnterischesNervensystem von Professor Dr. med.Schäfer, wie auch zu den anderen derzeit15 Doktoranden des Forschungsschwer-punktes IMS innerhalb der Doktoranden-seminare. Dort stellt jede Wocheeiner/eine Doktorand/in die Fortschrittein seiner/ihrer Forschung vor. So entste-hen Diskussionen, neue Ansatzpunkteund Ideen zur Problemlösung, sowie einreger Austausch zwischen den Wissen-schaftlerinnen und Wissenschaftlern imForschungsschwerpunkt IMS.

Außerdem hatte Miriam Freyler bereitsdie Möglichkeit bei dem Industriepartnervor Ort deren Testsystem kennen zu ler-nen. Für ihre zukünftige Karriere wärenviele Wege denkbar. Ob sie in der For-schung an einer Universität oder Fach-hochschule bleibt oder gar in die Indus-trie geht, wird sich nach Abschluss ihrerArbeit zeigen.

Tanja Kreitner

Promotion im Bereich biomedizinische Messtechnik

M

Miriam Freyler am Microspotter

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RUND UMS STUDIUM

27FH RUNDSCHAU 1/2012

ie Fachhochschule Kaiserslau-tern verbesser t und erweiter tderzeit ihr Beratungsangebot mit

der Einrichtung einer Vielzahl neuer Pro-jektstellen. Neben der Unterstützungvor und im Studium sowie der Förde-rung von Begabten, r ichtet sich einAngebot auch an Studienaussteiger. Stu-dierende, die sich für den Abbruchdes Studiums entschieden haben oderaus verschiedenen Gründen nicht mehrweiterstudieren können, finden ab so-for t Hilfe im Projekt BIS – BeruflicheIntegration von Studienaussteigern.

Ziel ist es, Studierende nach dem Aus-stieg zu beraten und bei der Suche ei-ner fachnahen Berufstätigkeit zu un-terstützen. Dabei sollen Leistungen undKompetenzen aus dem bisherigen Stu-dium anerkannt werden. Die Verkür-zung einer Ausbildung und der schnel-lere Weg zum Techniker oder Meistersind dabei klare Vor teile für die Aus-steiger. Mit den Par tnern aus unseremKooperationsnetzwerk (Industrie- undHandelskammer, Handwerkskammerund Agentur für Arbeit) werden der-zeit Konzepte erarbeitet und geeigneteUnternehmen eingebunden.

Einen Nutzen für die Wir tschaft derRegion hat das Projekt ebenfalls. Dennauch die Verantwor tlichen in den Un-ternehmen wissen, dass erfolgreiche Bil-dungswege nicht immer geradlinig sind.Sie suchen verstärkt Fachkräfte, die sichnach einer ersten betrieblichen Lehr-zeit engagier t weiterbilden und alter-native Karrierewege beschreiten wol-len. Technische Visionäre wie Bill Gatesoder Steve Jobs geben dafür als be-kannte Studienaussteiger ein Beispiel.

Wer derzeit über einen „Plan B“ zumbisherigen Studium nachdenkt, weil derAbbruch des Studiums droht, kannsich an das BIS-Büro wenden. In ei-nem ver traulichen und unverbindlichenBeratungsgespräch werden Entschei-dungshilfe und Information geboten, damit die Neuorientierung nach demStudienausstieg als Chance zur Karrie-replanung genutzt werden kann.

BIS ist ein Modul des BMBF-Projekts„FIS – Förderung individueller Stu -dienwege“ und wird vom Referat Wir t-schaft und Transfer der FachhochschuleKaiserslautern realisier t.

Tobias Lobstädt

Informatik-Studenten entwickeln „iCarculator“ine im Rahmen der Vor lesung„iPhone Development“ des Lehr-beauftragten Dipl.-Inf. (FH) Karl-

Josef Wack, MBE, von den Zweibrü-cker Informatikstudenten Jan-Felix Weber, Andreas Eitel und Chr istian Kühn umgesetzte Projektarbeit, ist seitkurzem im App Store verfügbar.

Es handelt sich dabei um den „iCarcu-lator“, ein modernes Tank- und War-tungsbuch für das iPhone, womit derAnwender bei der Erfassung von Tank-vorgängen und War tungskosten seinerFahrzeuge unterstützt wird. Die Appli-kation er laubt jederzeit eine Über-sicht der Gesamtkosten und verfügtweiterhin über viele zusätzliche Aus-wer tungsmöglichkeiten, wie Laufleis-

tung, Kosten und den Verbrauch, wel-cher erfasst und grafisch dargestelltwird. Auch lassen sich wichtige Termine,wie beispielsweise anstehende Werk-statt- oder TÜV-Besuche innerhalb derApplikation verwalten, eine rechtzeitigeErinnerung ist im „iCarculator“ eben-falls berücksichtigt. Die Applikation istin deutscher und englischer Spracheverfügbar und wird von den drei Stu-denten kontinuierlich weiterentwickelt.

Die offizielle Website der „iCarculator“-App finden Sie unter http://www.icarculator.de

Sabine Geigenmüller

E

Beratung bei Plan B Studienaussteigern hilft BIS bei der beruflichen Umorientierung

D

Ansprechpartner: Dr. Tobias LobstädtTelefon 0631 [email protected]

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28 FH RUNDSCHAU 1/2012

m den jungen wissenschaftlichenFrauennachwuchs gezielter zu för-dern, hat die Fachhochschule Kai-

serslautern zum wiederholten Male zehnStipendien für Studienanfängerinnen aus-geschrieben. Am 7. Februar 2012 beka-men die glücklichen Damen ihre Stipen-dienverträge persönlich von FH-PräsidentProf. Dr. Konrad Wolf überreicht.

Die Kriterien für die Vergabe sind nichtnur gute schulische Leistungen sondernauch soziale Kompetenz und außerschu-lisches Engagement. Die Stipendiatinnenengagierten sich im sozialen Bereich, etwabeim Roten Kreuz oder als Streitschlich-terin, oder nahmen schon während ihrerSchulzeit an Wettbewerben teil, so wieMarina Schmich, die beim 27. Bundes-wettbewerb Informatik 2008/2009 mit-machte. Die Höhe der Förderung beträgt100 € für die Dauer eines Jahres.

Die Stipendiatinnen schrieben sich fürStudiengänge aus allen Fachbereichen einund studieren Mittelstandsökonomie, Applied Life Sciences, Informationstech-nik, Architektur, Elektrotechnik und Tech-nische Logistik. Alle angehenden Studen-tinnen entschieden sich bewusst für dieFachhochschule Kaiserslautern. Vielfachwurde ihnen die Fachhochschule Kai -serslautern von Freunden, die zum Teilan der FH studieren, empfohlen. Dieräumliche Nähe zur Heimat und die Attraktivität der Region an sich wurdenebenfalls als Gründe für die Studien -platzwahl angegeben. Auch berichteteneinige der Stipendiatinnen, dass die spe-ziellen Informationsangebote der FH hilfreich für ihre Studienwahl waren. Be-sonders erfreulich ist, dass auch die diversen Aktivitäten, die von der FH an-geboten werden, wie das Botschafter -programm oder das Workshop-Ange -bot, für einige Studienanfängerinnenäußerst informativ waren und sich posi-tiv auf die Wahl ihres Studienortes aus-gewirkt haben. Hier gibt es trotz diesesersten Erfolges weiteres Potenzial für die Fachhochschule Kaiserslautern, umsich im Wettbewerb um Studieninteres-sierte gegenüber anderen Hochschulenzu profilieren.

Sieben der Studentinnen haben auf direk-tem Weg ihr Abitur erhalten. Drei derStipendiatinnen haben ihre Fachhoch-schulzugangsberechtigung über den zwei-ten Bildungsweg und kontinuierliche Wei-terbildung erreichen können. AnastasiaBerger, eine angehende Mittelstands -ökonomin, wurde von ihrem Betrieb, der Daimler AG, für die Fortbildungs-dauer von fünf Jahren für das Studium an der Fachhochschule Kaiserslautern freigestellt. Zwei der Stipendiatinnen,Hanna Rüschhoff und Marina Schmich,haben sich für einen kooperativen Stu -diengang der Elektrotechnik in Koopera-tion mit der BASF AG entschieden undwerden das im Studium Gelernte daherdirekt in der Praxis anwenden können.

Neben der Ansprache von FH-PräsidentProf. Dr. Konrad Wolf, der auch die Sti-pendien überreichte, gab es eine per -sönliche Vorstellungsrunde, bei der diejungen Frauen sich untereinander ken -nenlernen konnten. In familiärer Atmo-sphäre bei Kaffee und Gebäck konntenim Anschluss Bekanntschaften geschlo s - sen und erste Erfahrungen ausgetauschtwerden.

Benjamin AllbachElisabeth Ott

U

Fachhochschule vergibtzehn Stipendien für Studienanfängerinnen

Die Stipendiatinnen mit Eva Corcilius (Gleichstellungsbeauftragte des Fachbereichs AING), Klaudia Emrich (Gleichstellungsbeauftragte des Fachbereichs BG) und Konrad Wolf: (v.l.n.r.) Eva Corcilius, Sabine Friedrich, Anastasia Berger, Miriam Roos, Hanna Rüschhoff, Marina Schich, Christina Schmitt, Kagithiri Srikantharajah, Klaudia Emrich, Konrad Wolf. (Foto: Allbach)

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RUND UMS STUDIUM

29FH RUNDSCHAU 1/2012

och lange nicht alle Hochschulen beteiligen sich an diesem Programm. Deshalb freut sich FH-Präsident Wolf,dass es der Fachhochschule Kaiserslautern gelungen ist,

im vergangenen Jahr Sponsoren für die Vergabe von zunächstacht Stipendien zu gewinnen und damit einen wichtigen Beitragzur Standortwerbung zu leisten. Neben den Unternehmen TLTTurbo (Siemens), Fresenius aus St. Wendel und Brunel ausMannheim, stehen auch die Kreissparkasse Kaiserslautern, die Stiftung der Gasanstalt (heute SWK) sowie der Freundeskreisder Fachhochschule Kaiserslautern Pate für Stipendiaten.

Rund 120 Studierende hatten sich an der Fachhochschule Kai-serslautern beworben. Für die Auswahl spielte die Leistungskom-ponente eine sehr große Rolle, aber auch weiche Kriterien, wiesoziales Engagement. Zum Teil ist an die Stipendien eine Zweck-bindung gekoppelt, so dass die fördernden Unternehmen bei-spielsweise Einfluss darauf nehmen können, dass ein Stipendium

nur an Studierende einer bestimmten Fachrichtung vergebenwerden kann.

Über eine Förderung freuen können sich Alexander Jauch, Stu-dent der Mechatronik, Anastasia Berger, Studentin der Mittel-standsökonomie, Yvonne Weber, Studentin im Studiengang Pro-dukt- und Prozessengineering und Florian Römer, er ist dualerStudent der Finanzdienstleistungen. Kagithiri Srikantharajah stu-diert Applied Life Sciences, Tim Rothman ist Master-Student im neuen Studiengang Maschinenbau/Mechatronik, Dennis Gassstudiert Maschinenbau und Roland Kuenen Elektrotechnik.

Die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Sponsorenfürs Deutschlandstipendium sehen das Stipendium als gute Maß-nahme, junge Fachkräfte für die Region zu gewinnen und betrach-ten ihr Engagement als für beide Seiten lohnend. (egr)

N

Die ersten Deutschland-stipendien an der Fachhochschule vergebenAm Nachmittag des 15. Februar überreichte FH-Präsident Konrad Wolf gemeinsam mit den Sponso-

ren den ersten acht Empfängern eines Deutschlandstipendiums an der Fachhochschule Kaiserslautern

ihre Urkunden. Zunächst für die Dauer eines Jahres erhalten die Stipendiatinnen und Stipendiaten

eine monatliche Unterstützung von 300 Euro. Das Deutschlandstipendium wurde im vergangenen

Jahr vom Bundesministerium für Lehre und Forschung ins Leben gerufen. Dabei zahlt der Bund für

jeden von den Hochschulen eingeworbenen Euro einen Euro dazu. Bis zu acht Prozent aller Studie-

renden (ca. 160.000) an deutschen Hochschulen sollen mittelfristig so gefördert werden.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Vertreterinnen und Vertretern der sponsernden Unternehmen und Stiftungen

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RUND UMS STUDIUM

30 FH RUNDSCHAU 1/2012

m Mittelpunkt der Diskussion um einenwachsenden Fachkräftebedarf im Sek-tor der Hochqualifizierten stehen vor

allem MINT-Berufe wie Mathematiker, Ingenieure, Naturwissenschaftler undTechniker. Da bei Hoch schul absolventenaufgrund erhöhter beruflicher Mobilitäts-anforderungen nicht nur lokale, sondernauch regionale und überregionale Trendszu berücksichtigen sind, muss zunächsteinmal die Entwicklung an den Hoch -schulen in Relation zur demographischenEntwicklung im gesamten BundeslandRheinland-Pfalz betrachtet werden.

Besonders groß dürfte der künftige Bedarfan hochqualifizierten Fachkräften in Rhein-land-Pfalz und insbesondere auch amHochschulstandort Kaiserslautern ausfal-len. Denn der Anteil älterer Personen ander erwerbsfähigen Bevölkerung in Rhein-land-Pfalz wird bis zum Jahr 2020 anstei-gen, die Bevölkerung insgesamt bis 2025um 12,6 % und bis 2060 sogar um rund20 % zurückgehen. Der durchschnittlicheAnteil der Hochqualifizierten über 50 erreicht in Rheinland-Pfalz mit 27 % einenbeachtlichen Wert. Dabei sind ältereHochqualifizierte vor allem im MINT-Bereich vertreten. In diesen Berufen be-steht also in den kommenden Jahren einhoher Ersatz- und damit Fachkräftebedarf.

Zumindest bis 2020 wird sich die Nach-frage nach höheren beruflichen Qualifi-kationen fortsetzen1. Bereits in den Jah -ren 2003 bis 2010 wurden verstärkt Ar-beitskräfte mit Fachhochschul- und Universitätsabschluss gesucht – ein Trend,der voraussichtlich andauern wird. Bis zum Jahr 2020 stehen vor allem Arbeits-kräfte mit einem Fachhochschulab schlussauf der Wunschliste der Unternehmen.

Dem allgemeinen Bundestrend entspre-chend hat sich auch in Rheinland-Pfalz,ausgehend vom Jahr 2005, die Studier-neigung kontinuierlich erhöht.

In Rheinland-Pfalz stellten 2009 die Stu-dierenden der MINT-Fächer mit rund4.200 Personen nach den Wirtschaftswis-senschaften das größte Kontingent an Studienabsolventen. Hinsichtlich der Studienanfängerzahlen haben die MINT-Fächer (Mathematik, Naturwissenschaf-ten, Ingenieurwissenschaften) mit 36,6 %die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwis-senschaften mit 36,4 % im Studienjahr2011 bereits eingeholt.

Mit der zunehmenden Studierneigung derletzten Jahre steigt zwar einerseits das Bildungsniveau des Erwerbspersonenpo-tenzials, andererseits aber verzögert sichder Eintritt in den Arbeitsmarkt, wenndurch ein Masterstudium Studienzeitenverlängert werden. Die jüngeren, ohnehinschwächer besetzten Alterskohortenkönnen daher die Verluste nach dem Aus-scheiden der älteren Alterskohorten nichtausreichend kompensieren (IAB-Regional02/2011, S. 34).

I

Bestens qualifiziert, engagiertund schon sehr knapp?Der Bedarf an MINT-Hochschulabsolventen wächst

1 Bonin, Holger; Schneider, Marc; Quinke, Herrmann; Arens, Tobias: Zukunft von Bildung und Arbeit. IZA-Research Report No. 9, Bonn 2007.

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RUND UMS STUDIUM

31FH RUNDSCHAU 1/2012

Die Studierendenzahlen der beiden Kai-serslauterer Hochschulen, die sicherlichals Hochburgen der MINT-Fächer inRheinland-Pfalz betrachtet werden kön-nen, sind vom Wintersemester 2005/06bis zum Wintersemester 2011/12 konti-nuierlich angestiegen: An der TechnischenUniversität von 9.394 auf 13.388 und ander Fachhochschule (inklusive der Stand-orte Pirmasens und Zweibrücken) von5.167 auf 5.5712.

Um aber vor allem im MINT-Sektor denwachsenden Bedarf an Studienabsolven-ten zu decken, müssen die aktuellen Studienberechtigten-, Studienanfänger-und Absolventenquoten in den kommen-den Jahren möglichst gehalten, bessernoch gesteigert werden. Diese erreich-ten 2010 in Rheinland-Pfalz durchschnitt-lich 47%, 38% bzw. 28 %.

Zur Sicherung des Bedarfs an hochquali-fizierten Studienabsolventen kommt denBeratern und Vermittlern für akademi-sche Berufe eine wichtige Funktion zu. Siesind die kompetenten Ansprechpartnerfür die Schüler der gymnasialen Ober-stufe und beraten Abiturienten, die po-tenziellen Studienanfänger von morgen,sowie Studierende, Studienwechsler, Stu-dienabbrecher und Studienabsolventen.Im Rahmen der Berufsorientierung fürOberstufenschüler werden Studien- undAusbildungswege nach dem Abitur oderdem Erwerb der Fachhochschulreife, ihreVoraussetzungen, Inhalte und Perspek -tiven auf dem Arbeitsmarkt, aber auchHilfen zur Entscheidungsfindung und Eignungsabklärung intensiv erarbeitet. Je-der Schüler hat darüber hinaus die Mög-lichkeit, ein individuelles Beratungsge-spräch zu vereinbaren. Vortragsreihenund Berufsmessen komplettieren das An-gebot. Dabei wird künftig – unter Be-achtung des Gebots der beraterischenNeutralität – der Fachkräftemangel aufder höheren Bildungsebene, vor allem derMangel an MINT-Hochschulabsolventen,

noch stärker als bisher zu akzentuierensein.

Ein vorrangiges Ziel muss es sein, das In-teresse von Frauen an MINT-Fächern zusteigern und ihre Studierwilligkeit zu er-höhen. Im Wintersemester 2010/11 be-trug der Frauenanteil an der TechnischenUniversität lediglich 35,6%, an der Fach-hochschule sogar nur 28,9%. Mit zahlrei-chen Initiativen für Mädchen wie Work-shops, Messen und Infoveranstaltungenwird versucht, mehr Frauen für ein MINT-Studium zu gewinnen.

Im vergangenen Jahr veröffentlichte dersogenannte Software Cluster3 eine Studiezum IT-Fachkräfte-Mangel. Das Ergebnisder Befragungen: Auch im Raum Kaisers-lautern haben die IT-Unternehmen be-reits jetzt große Probleme, geeignete Mas-ter- oder Diplom-Absolventen zu finden.Um das Fachkräfteangebot sicherzustel-len, müssen mehr Masterstudienplätze anden Hochschulorten geschaffen werden.Darüber hinaus sollte in Kooperation mitder Agentur für Arbeit das Studieninte-resse durch entsprechende MINT- bzw.Informatikmessen gestärkt werden.

Ein effektives Instrument zur Förderungdes Interesses an MINT-Studienfächernund Berufen stellt auch die vertiefte Be-rufsorientierung dar. Hier verfolgen dieBerater für akademische Berufe inzwi-schen eine ganz neue Strategie: In Koope-ration mit dem Fraunhofer ITWM (Institut für Techno- und Wirtschaftsma-thematik) erhalten Schüler aus Mathema-tik-Leistungskursen die Möglichkeit, ange-wandte Forschung und die Arbeitsweltder MINT-Berufe in der Praxis zu erfah-ren. Die Kombination von allgemeinerund vertiefter Berufsorientierung wird inZukunft ein wichtiges Instrument der aka-demischen Berufsberatung ein, um Ent-scheidungshilfen zu geben und dem wach-senden Mangel an hochqualifiziertenFachkräften entgegenzuwirken.

Aber auch bei den alljährlich organisier-ten Vortragsreihen „Studium und Beruf“an der Technischen Universität und derFachhochschule Kaiserslautern und denvon der Agentur für Arbeit veranstaltetenBerufsmessen für Studieninteressenten(z.B. Duale Studiengänge) werden die Be-rater für akademische Berufe ihre Klien-tel immer wieder auf den Bedarf an hoch-qualifizierten Fachkräften hinweisen undihren Beitrag dazu leisten, die Studiernei-gung zu fördern.

Eine Gemeinschaftsuntersuchung der Uni-versitäten Trier, Kaiserslautern und Mainzaus dem Jahr 20074 ergab für die Hoch-schulregion Kaiserslautern (mit Zweibrü-cken und Pirmasens) überdurchschnittli-che Indikatorwerte bei Drittmitteln,Erfindungen und sogenannten Spinoff-Un-ternehmensgründungen5. Bedenklich istaber, dass die Zahl der in der Region ver-bliebenen Absolventen – sie sind einwichtiger Garant für die Gründung undAnsiedlung weiterer Betriebe in der Re-gion – unter dem rheinland-pfälzischenDurchschnitt liegt. Insbesondere die hoheAbwanderung technisch, mathematisch,naturwissenschaftlich und wirtschaftlichqualifizierter Hochschulabsolventenschwächt das wirtschaftliche Wachstums-potenzial der hiesigen Region. Vor demHintergrund des drohenden Fachkräfte-mangels muss ein höherer Verbleib qua-lifizierter Absolventen angestrebt werden.

Wichtige Aufgabe der akademischen Berater und Vermittler der Agentur fürArbeit wird es daher sein, den Kontaktzwischen der hiesigen, mittelständisch ge-prägten Wirtschaft und den Studierendenzu vermitteln. So könnte die Agentur fürArbeit gezielt Hochschulmessen und Ab-solventenkongresse oder -börsen mit Un-ternehmen der Region organisieren.

Reinhard Krämer(Vermittler für akademische Berufe,

Agentur für Arbeit)

2 Die zu einem bestimmten Stichtag erfassten Daten des Statistischen Landesamtes können von den endgültigen Studierendenzahlen abweichen. 3 Mit dem Software-Cluster sind die Zentren der Software-Entwicklung im Südwesten Deutschlands gemeint: Kaiserslautern, Darmstadt, Karlsruhe, Saarbrücken, Walldorf. 4 Regionalwirtschaftliche Wirkungen der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Rheinland-Pfalz, Trier 2007.5 Spinoff = Ausgliederung einer Organisationseinheit aus bestehenden Strukturen (hier aus Hochschulen u. Forschungseinrichtungen) mittels Gründung eines eigenständigen Unternehmens.

Studienanfängerinnen und -anfänger Studierende

HochschuleStudienjahr Veränderung

gegenüber 2010

Wintersemester Veränderung gegenüber 2010/112010 20111 2010/11 2011/121

Anzahl % Anzahl %

Technische Universität Kaisersl. 2.093 2.668 575 27,5 12.415 13.388 973 7,8

Fachhochschule Kaiserslautern 1.169 1.226 57 4,9 5.545 5.571 26 0,51 Vorläufige Zahlen Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

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Studentische Fragenund personalwirt-schaftliche LösungenMaster- und Bachelorstudenten im Fachbereich Betriebswirtschaft erweitern und vertiefen ihr Wissen in Kooperationsprojekten mit den John Deere Werken in Zwei-brücken sowie den Sparkassen in Kaiserslautern und Bernkastel-Kues.

32 FH RUNDSCHAU 1/2012

m Rahmen der Veranstaltung „Per -sonalmanagement“ organisierte Prof. Dr. Susanne Bartscher-Finzer im ver-

gangenen Sommersemester eine Exkur-sion zur Firma John Deere in Zweibrü-cken. An diesem Firmenbesuch nahmen58 Studierende des Bachelor-Studien-gangs Mittelstandsökonomie teil.

„Stellen sie sich vor, Sie gehen morgensin irgendeine Bäckerei in Deutschland undkaufen sich zwei Brötchen. Statistisch ge-sehen wurde das Getreide eines dieserBrötchen mit einer Maschine von JohnDeere geerntet.“ Mit diesen Worten be-gann der Personalleiter Klaus Ruf seineneinleitenden Vortrag, in dem zahlreicheinteressante Informationen über das Un-ternehmen zur Sprache kamen. VielenStudierenden war zum Beispiel nicht be-kannt, dass John Deere mit einem Markt-anteil von 45,5 % und 19 Standorten welt-

weit absoluter Marktführer im BereichAgrartechnik ist. Im Gegensatz zur Au -tomobilbranche, in der viele Teile vonZulieferern zugekauft werden, werden alle Teile, die zum Bau eines Mähdre-schers benötigt werden, im ZweibrückerWerk selbst hergestellt.

Im Anschluss an den Vortrag erfolgte eine Besichtigung des Zweibrücker Wer-kes, in dem vor allem Häcksler undMähdre scher hergestellt werden. DieWerksführung war so angelegt, dass dergesamte Produktionsprozess – von derHerstellung der einzelnen Teile bis hinzum kompletten Mähdrescher – nach-verfolgt werden konnte: vom Ausstanzenund Biegen von Blechen, zum Schweißen,zur Fertigung der Motoren und der Fah-rerkabinen bis hin zum Lackieren der ge-fertigten Teile.

Im zweiten Teil der Exkursion wurden die Studierenden nun selbst aktiv. Im Rahmen der Lehrveranstaltung von Pro-fessorin Bartscher-Finzer hatten sie sichmit personalwirtschaftlichen Themen be-schäftigt, mit denen aktuell auch die Verantwortlichen der Firma John Deerebefasst waren, so zum Beispiel mit derVerbesserung der Auswahlinterviews, derGestaltung eines Einführungsprogrammsfür neue Mitarbeiter und der Durch-führung von Schulungen im Bereich Ar-beitssicherheit. In Gesprächen mit denExperten der Firma John Deere konn -ten die Studierenden ihre in der Lehrver-anstaltung gewonnenen Erkenntnissedurch wertvolle Einsichten über die Probleme und Möglichkeiten in der un -ternehmensspezifischen Umsetzung er-weitern und vertiefen. Als Experten stan-den den Studierenden der PersonalleiterKlaus Ruf, Jochen Wolter (Leiter Arbeits-

I

Masterstudierenden mit Vertretern der Sparkasse

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RUND UMS STUDIUM

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sicherheit), Gunter Maier (Leiter Aus- undWeiterbildung) sowie Christoph Schaum-burger (verantwortlich für Produktivitätund KVP) zur Verfügung.

Wieder zurück an der Fachhochschuledurften die Studierenden in die Rolle vonDozenten schlüpfen und in einer selbstgestalteten Unterrichtseinheit ihren Kom-militonen die gewonnenen Erkenntnissevermitteln. Zur Anwendung kamen hier-bei unter anderem interaktive Methodenwie Rollenspiele und Fallanalysen. Die Ex-perten von John Deere waren zu diesenPräsentationen an der Hochschule eben-falls eingeladen und verfolgten diese mitgroßem Interesse. „Ich denke man kannsagen, dass das Kooperationsprojekt einGewinn sowohl für John Deere als auchfür die Studenten gewesen ist. Zum einenhabe ich inzwischen schon zwei, drei vonder Exkursion bekannte studentische Ge-sichter in unserer Firma gesehen, zum an-deren konnten die Studierenden ihr Wis-sen durch Erfahrungen in der Praxisanreichern“, meinte Jochen Wolter imRückblick auf das Projekt. Für die Stu -dierenden war der Besuch der Expertenin ihren Veranstaltungen eine besondereForm der Wertschätzung. Lilli Buchmiller– beteiligte Bachelorstudierende – be-urteilte den persönlichen Lernerfolg derKooperationsveranstaltung so: „Die Pro-jektaufgaben in der Veranstaltung Perso-nalmanagement waren ziemlich umfang-reich. Aber genau dadurch musste mansich intensiv mit seinem Thema beschäf-tigen und lernte sehr viel dabei. Außer-dem konnte ich durch das Projekt Kon-takte zu John Deere knüpfen und schreibenun dort meine Praxissemesterarbeit.“

Auch in der Veranstaltung „General Busi-ness Studies“ im Rahmen von GeneralManagement für die Masterstudenten der Studiengänge Information Manage-ment sowie Entrepreneurship and Financewurden im Sommersemester 2011 zweiExkursionen durchgeführt. 17 Studierendebesuchten gemeinsam mit Prof. Dr. Su-sanne Bartscher-Finzer im Juni 2011 dieKreissparkasse Kaiserslautern und dieSparkasse Mittelmosel in Bernkastel-Kues.Während bei John Deere die Ausgestal-tungs- und Einsatzmöglichkeiten perso-nalwirtschaftlicher Instrumente im Mittel-punkt standen, ging es beim Besuch derSparkassen um die personalpolitischeAusrichtung von Unternehmen.

In der Seminarveranstaltung beschäftig-ten sich die Studierenden mit verschiede-nen Typologien, die dabei helfen können,die generelle Ausrichtung der Personal-arbeit beziehungsweise die Personalpoli-tik eines Unternehmens zu beschreiben.So gibt es beispielsweise typische perso-nalpolitische Muster der Karriereplanungund der Art und Weise, wie neue Mit-arbeiter gewonnen und ausgewählt werden. Ein wichtiges Ziel der Ausein-andersetzung mit der wissenschaftlichenLiteratur bestand darin, die dort disku-tierten Ansätze auf die konkrete Situa-tion der betrachteten Unternehmen an-zuwenden. Eine typische Frage, die sichdabei stellte, war, ob Karrieresysteme inSparkassen eher einem „Akademie-Stil“oder einer „Klub-Organisation“ gleichen.Herzstück der von den Studierenden vor-bereiteten interaktiven Unterrichtseinhei-ten war ein selbst entworfenes Poster,anhand dessen die Studierenden theore-

tisch fundierte, typologische Beschrei-bungen und deren Anwendungsmöglich-keiten auf Sparkassen erläuterten.

In einem weiteren Schritt entwickeltendie Studierenden – gestützt auf die erarbeiteten theoretischen Erkenntnisse– einen Fragebogen zur Erfassung per-sonalpolitischer Muster. Dieser Fragebo-gen diente als Grundlage für die Befragungdes Vorstands und der Personalleitung. Inder Kreissparkasse Kaiserslautern warendies Rupert Schönmehl (stellv. Vorsitzen-der des Vorstands) und Stefanie Wagner(stellv. Abteilungsleiterin Personal), in derSparkasse Mittelmosel Gunther Wölfges(Vorsitzender des Vorstands), Silke Blatt(Personalleiterin) sowie Nicole Simons(Referentin Personalentwicklung).

Bei der Sparkasse Mittelmosel konntendie Studierenden außerdem noch die Füh-rungskräfte des Unternehmens zu derenSicht über die praktizierte Personalpolitikbefragen. Gunther Wölfges, stellvertre-tender Vorstandsvorsitzender, zeigte sichsehr interessiert an den Ergebnissen die-ser Befragung, die von den Studierendenvor Ort präsentiert wurden. „Es ist sehrspannend für uns in ein solches Koope-rationsprojekt eingebunden zu sein undwir freuen uns schon auf den schriftlichenBericht, in den die Auswertungen der Stu-dierenden einfließen werden“, so Wölf-ges. Auch die beteiligten Studierendenwaren der Meinung, dass diese etwas an-dere Art des Lernens eine Herausforde-rung war, die Motivation und Kreativitätgefördert hat.

Michael Berndt

Studierende vor ihren Postern

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34 FH RUNDSCHAU 1/2012

ünfzehn Studierende des Master-studiengangs Informatik konntenim September 2011 die für das

dritte Semester vorgesehen Lehrver-anstaltung „Vir tual Reality“ mit einemAuslandsaufenthalt verbinden. Gelei-tet wurde die Veranstaltung von denProfessoren Brill (Fachbereich Infor -matik und Mikrosystemtechnik) undMoorhead und Amburn aus dem Ba-gley College of Engineering der MSU.

Die Teilnehmer der Sommerschule wa-ren zu Gast im „GeoSystems ResearchInstitute“ (GRI). Das GRI besitzt eineCAVE-ähnliche Installation, das „Vir tualEnvironment for Real-Time Explora-tion“ oder kurz VERTEX genannt. DasGRI stellte allen Teilnehmern der Som-

merschule ein „Cubicle“, einen Arbeits-platz einschließlich einer Workstation,zur Verfügung. Das Highlight war na-türlich, dass der VERTEX den deutschenGästen insbesondere in den Abend-stunden und an den Wochenendenfast exklusiv zur Verfügung stand. Diewährend des Aufenthalts erstellten Pro-jektarbeiten wurden am Ende der Som-merschule öffentlich präsentier t undfanden bei den Gastgebern sehr großeAnerkennung.

Die Studierenden waren im Butler GuestHouse mitten auf dem Campus derMSU untergebracht. So konnten diedeutschen Gäste das Studieren und Leben auf einem amerikanischen Uni-versitäts-Campus hautnah erleben. Die

amerikanischen Teilnehmer der Som-merschule „Visual Analysis for Engineers“(wir berichteten in Ausgabe 2/2010)ließen es sich nicht nehmen, ihre deut-schen Gäste mit ihrer Hochschule undder Stadt Starkville bekannt zu machen.Auf diese Weise konnten die deutschenStudierenden schnell enge Bande miteiner Vielzahl von Studierenden derMSU schließen.

Die Sommerschule wurde sehr groß-zügig durch Internationalisierungsmit-tel der Fachhochschule Kaiserslauternunterstützt; insbesondere durch Stipen-dien für die Studierenden.

Prof. Dr. Manfred Brill

F

Vorführung der Anwendung „Maze“ von Christoph Hertel (Foto: Brill)

Vorführung der Projektarbeit „Game of Life“ von Jeannette Läpple (Foto: Brill)

Sommerschule „Virtual Reality“an der Mississippi State UniversityIm Rahmen der Hochschulpart-

nerschaft zwischen der Fach-

hochschule Kaiserslautern und

der Mississippi State University

(MSU) in den USA fand im

Herbst 2011 wie jedes Jahr eine

Sommerschule statt; turnus -

mäßig dieses Mal an der MSU.

Die Teilnehmer der Sommerschule vor dem GRI (Foto: Brill)

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35FH RUNDSCHAU 1/2012

RUND UMS STUDIUM

m 14. Dezember 2011 unternah-men 28 Studierende der TU und FH Kaiserslautern mit dem

Gründungsbüro der TU & FH KL eineExkursion zur „WAWI Schoko Welt“ in Pirmasens.

Irmgard Jordan, Mitarbeiterin der WA -WI-Schokolade AG, begrüßte die Teil-nehmer herzlich und lud zu einer erstenVerkostung ein. Anschließend führte siedie Gruppe durch die sogenannte „Glä-serne Produktion“ zur Besichtigung derProduktionsanlagen. Ganz im Sinne desvorausschauenden Denkens – aber ent -gegen jeglicher aufkommender Weih-nachtsgefühle – werden im De zember inPirmasens Osterhasen gefer tigt. Die Stu-dierenden nutzten die Chance, Fragen zutechnischen Details der Produktion, aberauch zur Herkunft der Rohstoffe zu stel-len. Nach einem kurzen Exkurs über Ka-kaobohnenlieferanten und einer Erläute-rung zur optimalen Kühltemperatur von

Schokolade, betrachtete die Gruppe fas-ziniert, wie spezielle Figuren direkt vonHand in Plastikformen gepinselt werden.16 Angestellte rotieren den ganzen Tagim Zwei-Stunden-Rhythmus zwischenProduktion, Café, Verkauf und Büro. Da-bei ist Allroundtalent gefragt. In den Se-mesterferien ist es möglich, bei WAWI alsWerkstudent zu arbeiten. Das Schönstedaran: Naschen ist überall erlaubt!

Im Jahr 2004 wurde die Gläserne Pro-duktion in Pirmasens eröffnet und es wur-den viele Arbeitsplätze geschaffen. ZurFirmenphilosophie der WAWI-Schoko-lade AG gehört auch die Auftragsvergabean kleinere, ortsansässige Firmen. So hatvor allem die Verpackungsindustrie, zumBeispiel Hersteller von bedruckten Alu -folien, einen neuen Großkunden gefun-den. Hier zeigt sich, dass Gründungen be-ziehungsweise Wiederansiedlungen vonUnternehmen zu weiteren Neugründun-gen in der Region und dem Erhalt altein-gesessener Betriebe führen.

Nach der Produktionsbesichtigung erfuh-ren die Teilnehmer anhand zweier kurzerFilme im Schokoladenmuseum mehr überdie WAWI-Schokolade AG und derenZulieferer. In einem Beitrag, der beimFernsehsender N24 ausgestrahlt wurde,

wurde endlich passend zur vorweihnacht-lichen Stimmung die Herstellung der Ni-koläuse in Handarbeit sowie in Vollauto-maten geschildert. Der zweite Filmveranschaulichte die Vorgänge beim Rösten der Kakaobohnen bei der Fuchs& Hoffmann GmbH im nahen Bexbach.Vitrinen im Vorführbereich ermöglichteneine Übersicht über ältere und neuereBauteile zur Schokoladenherstellung so-wie speziell angefertigten Figuren für denExport, wie beispielsweise die Figur „HelloKitty“ für die USA.

Am Ende der Exkursion konnte sich jederTeilnehmer im Fabrikverkauf nach Her-zenslust mit Schokolade eindecken undbekam zum Abschied ein kleines Präsent.Die Teilnehmer waren begeistert und ein-stimmig der Meinung, dass man diese Ex-kursion auf jeden Fall weiterempfehlenkann! Der Kalorienabbau aller einverleib-ten Schokoträume erfolgte zum neuenJahr.

Sarah RossbachUrsula Sprau

A

Irmgard Jordan erklärt die WAWI-Welt

Appetitanregendes hinter Glas

Aktuelles aus dem Das Gründungsbüro der TU & FH Kaiserslautern be-gleitet Studierende, Absolventen sowie Mitarbeiterder beiden pfälzischen Hochschulen und umliegen-den Forschungseinrichtungen auf dem Weg in dieSelbstständigkeit. Gefördert wird das Gründungs-büro vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz unter EFRE-Kofinanzierung und vom Bundes -ministerium für Wirtschaft und Technologie unter ESF-Kofinanzierung.

Exkursion zu WAWI

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36 FH RUNDSCHAU 1/2012

RUND UMS STUDIUM

m 7. Dezember 2011 fand daszweite PionierForum des Grün-dungsbüros der TU & FH Kai -

serslautern im Casino der Volksbank Kai-serslautern-Nordwestpfalz eG statt. Wieim vergangenen Jahr versammelten sichGründungsinteressierte und -unterstüt zerzur Prämierung der eingereichten Ideen-skizzen und Businesspläne, die von einerehrenamtlichen Jury aus Professoren derFachhochschule und Universität sowieWirtschaftsvertretern begutachtet undobjektiv bewertet wurden.

Karl-Heinz Reidenbach, Gastgeber undVorstand der Volksbank, eröffnete dieAbendveranstaltung und freute sich überdas Interesse an der Veranstaltung. DennGründungen seien für die Region und dieStadt Kaiserslautern enorm wichtig, wes-halb Reidenbach stolz war bereits zumzweiten Mal Gastgeber der Veranstaltungzu sein und gemeinsam mit der Stadtspar-kasse, dem Gründungsbüro und anderenEinrichtungen dem Pioniergeist Raum zugeben. Die Vizepräsidenten der beidenHochschulen, Professor Hillebrands (TU)und Professor Schmidt (FH), begrüßtendie rund 100 Gäste.

Frederik Malsy, Improvisationsschauspie-ler aus Wiesbaden, führte weiter durchdas Abendprogramm. Mit anschaulichenBeispielen, die zum Mitmachen anregten,zeigte er zu Beginn, wie rechte und linkeGehirnhälfte arbeiten und beide mitein -an der vernetzt werden können. Denn

dies ist besonders für Gründer wichtig,die neben Geschäftssinn auch Begeiste-rung für neue Ideen und Produkte brau-chen. Dr. Bernhard Schu, Leiter des Grün-dungsbüros, berichtete über Neuigkeitenwie etwa das Modellprojekt der Übungs-firma, in deren Rahmen Studierende einPraktikum als Simulation eines Planungs-büros nutzten (wir berichteten in Aus-gabe 3/2011).

Bei der anschließenden Preisübergabe fie-berten die elf nominierten Gründungs-teams wie bei der Oscar-Verleihung derBekanntgabe der Gewinner entgegen.Den mit 1.000 Euro höchstdotierten Preis der Volksbank ging an Dr. CarstenHillenbrand und Dr. Bernd-Helge Schä -fer, die mit dem Projekt „Robot Makers“,dank einer Art Baukastensystem Auto-matisierungstechnik und Robotertech -nologie auch für mittelständige Unter -nehmen kostengünstig und individuellermöglichen. Den mit 500 Euro dotier -ten Preis der Technischen Universität Kai serslautern erhielt das sportliche Pro jekt „Headis“. Prof. Hillebrands gra-tulierte den Gründern René Wegner, Johannes Höhn und Robert Bachmann,welche die Sportarten Tischtennis undKopfball kreativ zur neuen Sportart Hea-dis verknüpften und bereits über meh-rere Hundert Turnierspieler begeisternkonnten. Dr. Gerd Wauer gratulierte alsVertreter des Freundeskreises der Fach-hochschule Kaiserslautern den GründernSebastian Wille und Torsten Jensen zu

ihrer Geschäftsidee „Social Media meetsMessen“, zu deren Umsetzung sie eben-falls 500 Euro erhielten. Das Team ver -bindet mit patentfähigen Produkten diereale Welt der Geschäftsmessen mit derdigitalen Welt der sozialen Netzwerkeund schafft damit eine kreative Möglich-keit zur Umsatzsteigerung für Unterneh-men. Johannes Schildgen erhielt für seine „Mensa App“ den Preis der Stadt-sparkasse Kaiserslautern über 500 Euro,welchen Michael Wagner, Bereichsleiterbei der Sparkasse, überreichte. Schildgenbringt als Informatikstudent der TU denMensaplan ins Web 2.0, macht diesenmobil und erweitert ihn kreativ um Fotos:nicht nur die retuschierten aus dem Inter-net, sondern reale Fotos der bereits ausgegebenen Mahlzeit, abgelichtet undhochgeladen durch Kommilitonen. DasPortal finanziert sich durch Werbeein -nahmen: Ein erfolgversprechendes Mo-dell für Mensabesucher deutschlandweit.

Die Auszeichnung zum „Gründer des Jahres 2011“ überreichten die beidenVize präsidenten an Eugen Wolf, Schöpferund Geschäftsführer der Ogoout UG, einer Internetplattform, die mit dem Untertitel „Was.Wo.Wann.“ eine Über-sicht aller regionalen Freizeitangebote bietet. Gestiftet wurde dieser Preis inHöhe von 1.000 Euro von der Techni-schen Universität und dem Freundeskreisder Fachhochschule Kaiserslautern e.V.

Im unterhaltsamen Vortrag „Ich will sowerden, wie ich bin“ sprach sich Dr. Vol-ker Kitz, erfolgreicher Anwalt und Coachaus Köln, gegen Erwartungshaltung undandere selbstauferlegten Zwänge aus und gab Tipps, um das eigene Leben unddamit auch die etwaige Unternehmens-gründung selbst in die Hand zu nehmen.

Als Überraschung des Abends reichtendie beiden angehenden Gründer Chris -tian Goergen und Niklas Oberneder ihrneu kreiertes Produkt: einen belebendenMate-haltigen Weincocktail, der so erfri-schend neu ist, dass er bis zur Namens-findung noch unter „What’s my name“

A

Zweites PionierForum des Gründungsbüros:Vernetzung von rechter und linker Gehirnhälfte für Gründungen unerlässlich

Team des Gründungsbüros mit Gründer des Jahres Eugen Wolf. Foto T. Koziel

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RUND UMS STUDIUM

geführt wird. Kreative Vorschläge für Namen und Etikett können im Rahmeneines Wettbewerbs bei den Gründernnoch eingereicht werden.

Und so vernetzten sich an diesem Abendnicht nur die rechte und linke Gehirn-hälfte sondern auch die Gründer unter-

einander, schlossen bereits neue Ko -operationen und tauschten sich mit Pro-fessoren, Wirtschaftsvertretern und ge-standenen Unternehmern aus, mit demZiel ihre Ideen in die Tat umzusetzen.

Julia GermannNadja Donauer

as Gründungsbüro von TU & FHKaiserslautern hat zur Hälfte sei-ner Projektlaufzeit, von April 2008

bis Dezember 2015, eine Zwischenbilanzgezogen.

Bereits vor dem operativen Projektbe-ginn 2009 war es gelungen, eine Förde-rung aus dem Programm EXIST III desBundeswirtschaftsministeriums, das Pro-jekt „Go-KL“, zu akquirieren. Zwar läuftdieses Projekt nach einer kostenneutralenVerlängerung im März 2012 aus, dochkann das Gründungsbüro der TU & FHKaiserslautern in vollem Umfang weiterbetrieben werden. Der Grund dafür: DieHochschulleitungen von TU und FH Kai-serslautern haben zugesagt, alle Aktivitä-ten, die bislang mit diesem Drittmittel-projekt „Go-KL“ finanziert wurden, künftigaus Mitteln der Hochschule zu tragen.

Grund für diese Zusage war der Erfolgdes Gründungsbüros. Nach Auskunft desProjektleiters Dr. Bernhard Schu wurdenalle gesteckten Ziele erreicht. So melde-ten sich bis Ende 2011 mehr als 1.250Personen für die informierenden, sensibi-lisierenden und qualifizierenden Veran-staltungen des Gründungsbüros an. In allen Fachbereichen wurden Lehrver -anstaltungen zu den Themen Unterneh-mensgründung und Führungskompeten-zen eingerichtet. Es wurden junge undinnovative Unternehmen in der Regionbesucht und Gründer von Unternehmenzu Vorträgen und Lehrveranstaltungen indie Hochschulen eingeladen. Drei Grün-derteams, die vom Gründungsbüro ge-fördert wurden, konnten außerdem mit

Stipendien des Bundeswirtschaftsministe-riums gefördert werden. Die Zusammen-arbeit der beiden Hochschulen unterei-nander sowie mit anderen Unterstützernder Gründerszene wurde intensiviert undstärker koordiniert. Alles in allem wurdeauf breiter Basis der Gründergeist in TUund FH getragen.

Und die Arbeit der sechs Mitarbeiter imGründungsbüro zeigt weitere Wirkung.Die Gründungszahlen sprechen eine deut-liche Sprache. Dies ergab eine Umfrageunter den vom Gründungsbüro betreutenProjekten, deren Ergebnisse seit Januar2012 vorliegen. Die Zahl der Gründungenist stetig angestiegen. Insgesamt gab es 26 Gründungen aus den beiden Hoch-schulen. Drei Gründungen aus 2009 folg-ten neun im Jahr 2010 und 14 in 2011(siehe Grafik).

Damit ist das Gründungsbüro auf sehr gu-tem Weg auch in der zweiten Hälfte derProjektlaufzeit die gesteckten Ziele zu er-reichen.

Nadja Donauer

D

Vizepräsidenten plädieren für Gründungsförderung

Gründungsbüro der TU und FH Kaiserslautern zieht Zwischenbilanz

„La Ola“ zukünftiger Gründer und Gründerinnen

Zahl der Neugründungen aus TU und FH Kaiserslautern nach Jahren, die vom Gründungsbüro betreut wurden.

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38 FH RUNDSCHAU 1/2012

Angehende Finanzdienstleister bei der Allianz

ie Studentengruppe wurde vonProf. Dr. Gunter Kürble und demLehrbeauftragten Dipl.-Math.

Rainald Meyer begleitet. Vadim Feller,Mitarbeiter von Allianz Pension Par t-ners und selbst Alumnus der Fach -hochschule Kaiserslautern, und MichaelHeim, Aktuar und Sachverständigerfür Alter sver sorgung bei All ianzGI-Pension Markets, erklär ten und erar-beiteten gemeinsam mit den Studen-ten die betriebliche Altersversorgungin verschiedensten Ausprägungen. An-hand von Vor trägen und praxisnahenFallstudien wurde das gesamte mögli-che Lösungsspektrum aufgezeigt. Die-ses umfasst neben Lösungen aus demtraditionellen Versicherungsbereich auchinnovative Lösungen aus dem Asset Management.

Da die Vor träge durch persönlichen Er-lebnisse und Anekdoten besondersgewürzt waren, war die teilweise sehrkomplexe Thematik leichter verständ-lich. Viele Nachfragen und rege Dis-kussionsbeiträge der Studenten zeug-ten von deren großen Interesse. RainaldMeyer und Professor Kürble danktenVadim Feller und Michael Heim imNamen der Studenten für die Gast-freundschaft und den professionellenEmpfang. Die Vor träge der Referentensollten auf der Rückfahr t nach Kai-serslautern reges Gesprächsthema sein.Insgesamt wurde die Exkursion be-geisternd von den Studenten aufge-nommen und kann als voller Erfolggewer tet werden.

Professor Kürble zeigte sich beson-ders angetan von der Offenheit undAufgeschlossenheit von Allianz PensionPar tners für den akademischen Aus-tausch. Mar tin Katheder, CEO von Al-lianz Pension Par tners, sieht in diesemEngagement einen wichtigen Beitrag zur Verknüpfung von Theorie und Pra-xis: „Wir freuen uns, unser Know-Howin den Lehrplan des Studiengangs ein-bringen zu können und legen damitgleichzeitig die Basis, unser Unterneh-men frühzeitig für qualifizier te Mitar-beiter interessant zu machen.“

Benjamin Philipsenburg

D

Angehende Finanzdienst-leister bei der Allianz Pension Partners GmbHAm 9. Januar 2012 besuchten rund 30 Studenten des Studiengangs Finanzdienstleistungen der Fach-

hochschule Kaiserslautern vom Campus Zweibrücken die Allianz Pension Partners GmbH in Mün-

chen. Ziel der Veranstaltung war es, den Studenten die betriebliche Altersversorgung sowohl in der

täglichen Praxis als auch die neuesten Entwicklungen und Trends näher zu bringen.

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39FH RUNDSCHAU 1/2012

ehr als 70 Studierende und Wein-begeisterte lauschten in der Aulades Dienstleistungszentrums

Ländlicher Raum (DLR) Rhein pfalz denAusführungen des por tugies ischen Weinjournalisten Anibal Coutinho. AlsVerfasser mehrerer Weinführer undWeinbücher referier te er gekonnt undkenntnisreich über die „Oenologie undStilistik von Por tweinen“. Nach einemhistorischen Über blick gab er kompe-tente Ein blicke in die Vinifikation undstilistische Vielfalt von Por tweinen.

Zentrales Unterscheidungskr iter ium ist dabei das Ausmaß des Sauerstoff -kontaktes. Während die in langer Holzfassreife entstandenen Tawny undColheita Por tweine karminrot bis bernsteinfarben mit Geruchsnoten vonPflaume, Karamell und getrocknetenFrüchten aufwar ten, überzeugten dietiefrot gefärbten Ruby Por tweine mitfruchtigen Aromen und recht kräfti-gen Tanninen. Gemein sind ihnen aberdie charmante Süße und der Körperver leihende Alkohol, da die Gärungdurch Zusatz von Weinbrand frühzei-tig unterbrochen wird. Die Probe in sieben parallel gestellten Gläsern reich -te vom pinkfarbenen Rose-Por t, übereinen jungen und zehn Jahre alten wei-ßen Por twein zum würzigen Taw ny,gefolgt vom ersten Höhepunkt derProbe, einem grandiosen, 27 Jahre ge-reiften 1984er Colheita. Ebenso be-eindruckend war ein Late-Bottled-Vintage und als Abschluss ein 2009erVintage Por t.

Die Verkostung von bis zu 100 € teu-ren Raritäten war nur möglich durchdas großzügige Sponsoring des por tu-giesischen Por tweininstituts und die Tatsache , dass Anibal Coutinho als Juror des renommier ten internationa-len Biowein-Wettbewerbs Mundus Vini-Biofach in Neustadt weilte. Das Interesse der Studierenden belegtendie vielen Fragen, die Anibal Coutinhoebenso souverän beantwor tete, wieauch sein weihnachtlicher Hinweis, dassgerade ein Tawny bestens mit einemChriststollen harmonieren würde.

Sandra Morsch

M

Portweinprobe mit Anibal CoutinhoGanz im Zeichen des Portweines stand die letzte Veranstaltung im Studium Generale des dualen

Studiengangs Weinbau und Oenologie am Abend des 7. Dezembers.

Die Teilnehmer des Portweinseminars

FH_RS_Ausgabe_1_2012_BEL_RZ 12.04.12 15:29 Seite 39

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RUND UMS STUDIUM

40 FH RUNDSCHAU 1/2012

usgangspunkt für die Suche war unser englisch-sprachiger Studiengang Maschinenbau/Mechatro-nik, der im März 2011 star tete und seitdem gut

angenommen wird. Zu den Lernzielen dieses Masterstudien-gangs gehör t auch die Vorbereitung auf eine Tätigkeit in einem internationalen Umfeld. Es wird daher eine breit gefächer te Anzahl ausländischer Studierenden angestrebt.Die bestehenden Par tnerhochschulen wurden über unserneues Programm informier t. Im April 2011 besuchte ichaußerdem das Herkunftsland unserer meisten Bewerber :Indien (siehe Ausgabe 03/2011). Schließlich wurden auchneue Erasmus-Par tnerschaften mit renommier ten Hochschu-len in Krakau (Polen), Montpellier (Frankreich) und Turku(Finnland) abgeschlossen.

Darüber hinaus ist Japan als Par tnerland besonders attrak-tiv. Im Jahre 1854 wurde es nach einer freiwilligen Isolationvon über 350 Jahren zur Öffnung gezwungen. Beim Aufho-len des angestauten Rückstandes übernahm es erfolgreichSysteme und Technologien aus dem Ausland, darunter auchviele aus Deutschland. Erst 2011 wurde die 150-jährigeFreundschaft der beiden Länder gefeier t. Im Zweiten Welt-krieg wurden beide Länder weitgehend zerstör t, erlebtenaber danach ein unvergleichliches Wir tschaftswachstum.Heute sind beide Länder stabil, reich, technologisch füh-rend, gut ausgebildet, aber dennoch sozial und kulturellsehr unterschiedlich. Beide Länder sind nicht nur Wir t-schaftskonkurrenten sondern auch verlässliche Par tner undkulturell gesehen gegenseitig interessant.

Die Kontaktanbahnung selbst gestaltete sich – vielleichtkulturell bedingt – schwierig. Persönliche Empfehlungenund Beziehungen zählen in Japan stärker als bei uns. Einunverbindliches Treffen stellte sich fast als Unmöglichkeitdar : Immer wollte der japanische Par tner vorher haargenauund schriftlich wissen, wie unser „Vorschlag“ lautete.  Da-bei gab es noch gar keinen Vorschlag. Erst durch das Ken-nenlernen sollte klar werden, welche gemeinsamen Zieleverfolgt werden können.

Zum Glück erhielt ich wer tvolle Unterstützung. Dr. HolgerFinken, Leiter der DAAD-Außenstelle in Tokyo vermittelteeinen Besuch bei der Chiba University, etwa 1 Stunde mitder Metro östlich vom Stadtzentrum Tokyos entfernt. Wäh-rend dieser längeren Fahr t habe ich trotzdem fast nur Hoch-häuser, Stadthäuser, Autobahnbrücken und enge Gassengesehen. Faszinierend, so eine 30+ Millionen Metropole!Die Hochschule mit über 1.000 Professoren und 15.000 Stu-dierenden bietet Ingenieurwissenschaften, Medizin, Juraund vieles mehr. Prof. Kenzo Nonami, Vize-Präsident undrenom mier ter Robotiker stellte mir die Universität vor undzeigte nebenbei, dass er Deutschland „wie seine Westen-tasche“ kennt. Weitere wer tvolle Unterstützung erhielt ichüber die Städtepar tnerschaft zwischen Kaiserslautern undBunkyo-Ku, einem Bezirk mit etwa 180.000 Einwohnern di-rekt nördlich vom Stadtzentrum Tokyos. Der freundlichenEin ladung von Oberbürgermeister Hironobu Narisawa fol-gend, übergab ich ein kleines Geschenk seines KollegenWeichel aus Kaiserslautern. Anschließend ging es zur ToyoUniversity, einer privaten Universität mit über 30.000 Stu-dierenden. Schwerpunkt sind Sprachen und Jura, aber auchNatur- und Ingenieurwissenschaften werden gelehr t. Ichtraf mich mit Ver tretern des Auslandsamtes und des Fach-bereichs Ingenieurwissenschaften.

Auf Partnersuche in JapanEnde Oktober 2011 besuchte Albert Meijdrei Universitäten in der Nähe von Tokyomit dem Ziel eine neue Hochschulpartner-schaft aufzubauen. Das Ergebnis ist einevielversprechende Kooperation mit derTokyo Metropolitan University.

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In Japan gibt es fantastische Gärten, deren Besuch man nicht verpassendarf! (Foto: Meij)

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41FH RUNDSCHAU 1/2012

Mittagessen an der TMU. Links vor mir: Präsident Prof. Dr. Fumio Hara-shima, gegenüber (2.v.r) Prof. Dr. Shigeru Aomura (Foto: Meij)

Tolle Kreuzung im Ginza-Viertel, gefällt mir! (Foto: Meij)

Der Kontakt zur Tokyo Metropolitan University (TMU) entstand eher durch Zufall. Auf einer Messe für Auslands-ämter in Kopenhagen, nur einen Monat vor meiner Reisenach Japan, traf ich Dr. Shigeru Aomura, Professor für Maschinenbau und Leiter des Akademischen Auslandsam-tes der TMU. Die Ähnlichkeit unserer Aufgaben, in Kombi-nation mit seinem Interesse für Deutschland und meinemfür Japan, führ te rasch zu einem Gespräch über die Mög-lichkeiten eines Austausches zwischen unseren beiden Hoch-schulen.  Seiner freundlichen Einladung folgend besuchteich die TMU dann als dritte Universität. Sie liegt etwa eineStunde westlich der Stadtmitte, die Umgebung ist hügeligund schon ziemlich grün. Für die beengten Tokyoer Verhält-nisse ist der Campus riesig, mit parkähnlichen Flächen zwi-schen den Gebäuden. Im hochschuleigenen französischen(!) Restaurant wurde ich feierlich vom Präsidenten Dr. Fu-mio Harashima beim Lunch begrüßt. Er erinner t sich gernean seine Zeit als Post-Doc in Deutschland. Anschließend fanden im kleinen Kreis Gespräche über unsere jeweiligen Aktivitäten sowie erste Planungen über eine Zusammen -

arbeit statt. Der eintägige Besuch endete mit einer Labor-führung sowie einem Besuch des historischen Teehausesauf dem Campus. Ich erzählte über den Japanischen Gar-ten in Kaiserslautern, den ich auch als Vorstandsmitglied nachKräften unterstütze. Im Anschluss an meinen Besuch habendie TMU und die FH Kaiserslautern eine Kooperation er-arbeitet und vereinbar t, die in diesem Jahr noch zum ers-ten studentischen Austausch führen soll. Unser erster Kan-didat für den kommenden Herbst – es ist noch nicht allesfest geregelt – hat aus eigenem Interesse bereits zwei Semester Japanisch an der Uni Kaiserslautern belegt. Ein Kollege aus Japan soll uns möglichst bald besuchen. Viel -versprechende Anknüpfungspunkte unsererseits sind die Mechatronik in Kaiserslautern sowie die Mikrosystemtech-nik in Zweibrücken.

Die Reise wurde durch die Internationalisierungsmittel derFH Kaiserslautern ermöglicht.

Prof. Dr.-Ing. Alber t Meij

Freundlicher Empfang im Rathaus durch den Oberbürgermeister von Bunkyo-Ku, Hironobu Narisawa (Foto: Meij)

RUND UMS STUDIUM

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42 FH RUNDSCHAU 1/2012

urch die Initiative der Gemein-derätin von Walldürn RamonaPaar und des Professors Wer-

ner Bäuer le des Fachbereichs Bauenund Gestalten der Fachhochschule Kai-serslautern wurde das Studienprojektim Rahmen von Bachelorarbeiten insLeben gerufen. Ziel war es, den Ein-gangsbereich des Odenwälder Frei-landmuseums in Walldürn, einem Or tnordwestlich von Heidelberg im Oden-wald, umzugestalten.

Zirka 250.000 Personen besuchen jähr-lich das Museum und passieren denals „nicht mehr zeitgemäß“ empfun-denen Eingangsbereich. Der erste Ein-druck ist bekanntlich wichtig und soliegt dem Museum viel daran durch denstudentischen Wettbewerb einen Planzur Aufwer tung des „Schaufensters desMuseums“ zu haben. Dabei wurdeneinige Anforderungen gestellt: Das Ge-bäude sollte möglichst multifunktionalund erschwinglich sein, die Möglich-

keit zur späteren Erweiterung des Baus,einfache Anschlüsse an das Museumund ein straffer Grundriss sollten beider Planung berücksichtigt werden. ImZentrum der Materialwahl stand dasHolz, passend zur natür lichen Atmo-sphäre des Museums. Auch der späte -re Einsatz von regenerativen Energienim Gesamtkonzept des Eingangsge-bäudes war für die Jury des Wettbe-werbs ein Entscheidungskriterium. Be-sonders berücksichtigt werden solltezudem die Lage am See. Das Wichtigs-te sollte aber sein, dass die Besucherbeim Betreten des Museums sich wohl-fühlen.

Im Juli 2011 besuchte Professor Bäu-erle erstmals die Ör tlichkeiten, spätergab es eine weitere Begehung zusam-men mit den Studierenden des Fach-bereichs Bauen und Gestalten. Im Janu-ar 2012 wurden die entstandenenEntwürfe dann zunächst in den Räum-l ichkeiten der Fachhochschule und

später vor der Jury in Walldürn prä-sentier t. Diese bestand aus Gemein-deräten, dem Bürgermeister der StadtWalldürn Mar tin Günther, der Initia-tor in und Architektin Ramona Paar, dem Museumsleiter Thomas Naumann,Or tsvorsteherin Ute Peper und ande-ren Persönlichkeiten der Region. Im Beisein von Professor Bäuerle wurdensechs der zwölf Arbeiten prämier t.Vier Preisträger erhielten für ihrenEntwurf je 100 Euro von der Stadt Walldürn: Sebastian Sokol, Julia Schap-per t, Karsten Rübel und Denis Haun.Je 250 Euro gingen an Irina Herdt undSebastian Blatter für ihre Entwürfe .

Ein konkreter Bautermin steht im Mo-ment aufgrund finanzieller Einschrän-kungen nicht fest, der Plan soll abernicht nur ein „Schubladenplan“ bleiben,sondern baldmöglichst in die Tat um-gesetzt werden.

Elisabeth Ott

D

Architekturprojekt für Odenwälder FreilandmuseumZwölf Bachelorstudierende des Fachbereichs Bauen und Gestalten entwickeln Modelle zur Neugestal-

tung des Eingangsbereichs für das Odenwälder Freilandmuseum in Walldürn.

Die Architektur-Studierenden der FH mit den ausgezeichneten

Modellen und Jury

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RUND UMS STUDIUM

43FH RUNDSCHAU 1/2012

rasmus, das weltweit erfolgreichste Austauschprogrammfür Studierende, feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburts-tag. Knapp drei Millionen Studierende nutzten das Pro-

gramm zu einem Studien- oder Arbeitsaufenthalt in einem anderen EU-Land, allein in diesem Jahr sind es schon über250.000. Inzwischen beteiligen sich 33 Länder: die 27 EU-Mit-gliedstaaten, Kroatien, Island, Liechtenstein, Norwegen, dieSchweiz und die Türkei.

Die positive Wirkung von Erasmushat viele Facetten. An erster Stellesteigern junge Menschen durch einen Auslands aufenthalt ihreSelbstständigkeit und ihre inter-kulturelle Kompetenz. Wäh-rend des Aufenthaltes findetaußerdem eine intensivefachliche und sprachlicheEntwicklung statt. JungeMenschen blicken „überden Tellerrand“ und ver-fügen am Ende über einvolles Adressbuch mitKontakten weltweit.Die studentische Mobilitätund damit zusammenhängend dasakademische Anerkennungsverfahren von imAusland erworbenen Leistungen haben wesentlich zueiner gesteigerten Transparenz von Lernzielen und -inhalten inEu ropa beigetragen. Nicht zuletzt hat Erasmus als Transferpro-gramm eine wirtschaftliche Dimension.

Das Akademische Auslandsamt beantragt jährlich Erasmus-Mittel für studentische Stipendien, Lehrtätigkeit an Partner -hochschulen und Kontaktanbahnung. Die Zuweisung geschiehtauf der Basis von „past-performance“, das heißt wir werden„belohnt“ nach unseren Erfolgen im Vorjahr. Obwohl Vergabeund Ab rechnung von Erasmus-Mitteln mit einem erheblichen administrativen Aufwand verbunden sind, versucht das Aka -demische Auslandsamt dies von ihren „Kunden“ fernzuhalten.Nachdem der Studienort gewählt und die persönliche Planungabgeschlossen ist, kostet die eigentliche Beantragung eines Erasmus-Stipendiums weniger als eine Stunde. Das Programmist als „breites“ Programm angelegt, im Gegensatz zu Elitepro-grammen, die nur die Besten fördern. Je nach Jahr und Zahl der Bewerber kann das Auslandsamt etwa 200-300 Euro proMonat als Erasmus-Zuschuss gewähren. Als Leiter des Auslands-amtes seit 1999 erinnere ich mich wortwörtlich an nur einenStudenten, dem sein Auslandsaufenthalt nicht gefallen hat. Er fand

einfach alles in Kaiserslautern besser als in Schweden (eines un-serer beliebtesten Ziele!). Alle anderen kamen begeistert undmit vielen guten Erinnerungen, Anregungen und Kontakten wie-der zurück. Es ist für mich eine Freude zu sehen, wie positiv verändert, weiterentwickelt und begeistert die Studierenden inder Regel zurückkommen.

Für Lehrende bietet das Erasmus-Programm eine unkomplizierteMöglichkeit über Gastvorlesungen mit einer Partnerhochschulein Verbindung zu bleiben. Pro Aufenthalt mit mindestens 5 Stunden Vorlesungen an einer Erasmus-Partnerhochschule

erstattet das Auslandsamt bis zu 800 Euro. Bei den heu-tigen Flug- und Hotelpreisen können sämtli-

che Kosten ohne Kofinanzierung vondieser Förderung bezahltwerden. Neben den Vor-

lesungen nutze ich gernedie Gelegenheit mich mit

meinen Austauschstudieren-den zu treffen, mich mit aus-

ländischen Kollegen über Lehreoder neue Program me zu un-

terhalten oder einfach mal einenStadtbummel zu machen. Ich habe

schon viele An regungen für meineArbeit aus solchen Lehraufenthal-

ten mit genommen. Oder als Gastge-ber, denn wir konnten uns hier schon

häufig über Gastvorlesungen ausländi-scher Partner freuen. Der Aufwand für

den ersten Antrag beträgt vielleicht eineStunde: Das Auslandsamt unterstützt gerne. Einen Folgeantragzu stellen kostet weniger als eine Viertelstunde: 2-3 Dokumenteöffnen, Datum ändern und die Reise kann beginnen. Ich schreibees bewusst so „locker“, denn es gibt immer noch Kolleginnenund Kollegen, die meinen, einen solchen EU-Antrag zu stellen,sei Hexenwerk. Das stimmt auch wohl ein bisschen: Wir imAuslandsamt verzweifeln manchmal fast an der EU-Bürokratie,aber – außer in diesem Artikel – wollen wir Sie damit nicht belästigen.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte das AkademischeAuslandsamt unter www.fh-kl.de/aaa und klicken auf das Eras-mus25-Logo.

25 Jahre Erasmus. Proficiat!

Prof. Dr.-Ing. Albert Meij

E

25 Jahre ErasmusGewiss glänzt nicht alles was aus „Brüssel“ kommt. Kritik zu üben scheint manchmal sogar eine beliebte Tätigkeit. Dennoch gibt es großartige Erfolge, wie beispielsweise dasErasmus-Programm. Wer das verkennt, tut der EU und sich selbst unrecht.

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RUND UMS STUDIUM

44 FH RUNDSCHAU 1/2012

erez de la Frontera, 9:10 Uhr, wir (Christoph Mühl undLars Marz) hatten zum ersten Mal spanischen Bodenbetreten. Bei angenehmen 36°C ging es mit dem Zugnach Cádiz, das sich am südlichsten Zipfel von Andalu-

sien befindet. Über eine schmale Landzunge und durcheine überwältigende Landschaft führ te uns der Weg nachCádiz. Die Stadt auf der Halbinsel an der Costa de la Luz,die nur über einen Damm und eine Brücke zu erreichenist, sollte für die nächsten sechs Monate unsere Heimatsein.

In diesem typisch andalusischen Städtchen begegnete unsder arabische Einfluss in den engen, verwinkelten Gassen,die schon eher einem Labyrinth ähneln, den hellen Häu-sern und den traumhaft gestalteten Innenhöfen (Patios).Ein weiteres Highlight sind die großar tigen Sandstrände, wel-che nicht unlängst nur den Touristen aufgefallen sind, son-dern auch aufgrund der engen Beziehung zu Kuba, den Machern von James Bond. Die Ähnlichkeit mit Havannawar einer der Gründe, warum einige Szenen des James-Bond-Filmes „Stirb an einem anderen Tag“ in Cádiz gedrehtwurden. Eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten bil-den die Kathedrale aus dem 18. Jahrhunder t sowie derTurm „Torre Tavira“, der aus der Altstadt emporragt undauch die unzähligen Plätze der Stadt verzaubern mit ihremganz eigenen Flair. Viele Bars laden jeden Abend zum Aus-gehen ein, obwohl das Leben überwiegend auf den Plätzenund in den Straßen stattfindet. Die Menschen kommen aufdie Straßen, erzählen und lachen lautstark miteinander. IhreLebensfreude spiegelt sich in ihrer Ar t zu tanzen wider,nicht umsonst gilt Cádiz längst als eine Hochburg des Fla-mencotanzes in Spanien. Beeindruckend ist die große Hilfs-bereitschaft, Geduld und Gelassenheit der Spanier, wie wirsie auch durch unsere Kommilitonen erleben durften, dieuns herzlich empfingen.

Der Wunsch ein Auslandssemester in Spanien zu machen,bestand schon seit dem er sten Semester. Aus diesemGrund haben wir uns auch frühzeitig entschlossen Spanischzu lernen. Als Vorbereitung haben wir beide über zwei Semester die Vorlesung „Spanisch“ an der FachhochschuleKaiserslautern besucht, einen zweiwöchigen Kurs an einerPrivatschule in Madrid in den Semesterferien absolvier tund das Angebot der universitätseigenen Sprachschule inCádiz genutzt. Das Akademische Auslandsamt unterstützteuns dabei schnell und zuverlässig in allen Phasen der Pla-nung des Auslandssemesters.

Unsere Universität, die UCA (Universidad de Cádiz), teiltsich in verschiedene Fakultäten auf, die sich wiederumüber ganz Cádiz verstreuen und im Vergleich zu unsererFH in Kaiserslautern alle sehr modern ausgestattet sind.Die Studentenzahl liegt bei circa 17.500 Studenten, davonsind circa 400 Erasmus-Studenten, die größte Gruppe bil-den dabei Italiener, Franzosen, Deutsche und Engländer.Wir studier ten an der Fakultät „Escuela Superior de Inge-niería“ Ingeniería Electricidad, was vergleichbar mit dem Elek-trotechnikstudiengang im Fachbereich Angewandte Inge-nieurwissenschaften an unserer FH in Kaiserslautern ist.Hier hatten wir die Möglichkeit, Kurse aus verschiedenenStudienschwerpunkten, je nach Interesse, frei zu wählenund somit unsere Fachkompetenz zu erweitern und zu ver-tiefen. Zu jeder Vorlesung, die wir belegten, war ein Laboroder diverse Praktika und Hausarbeiten Bestandteil derVorlesung. Der sehr ausgeprägte Dialekt der Einheimischenist nicht zu unterschätzen, doch nach einiger Zeit konntenwir auch den Vorlesungen gut folgen. Interessant war es auch,einen Eindruck von der wissenschaftlichen Vorgehensweisein einem anderen Land zu bekommen.

Auslandssemester in Spanien Studieren unter afrikanischer Sonne

Um das Auslandssemester in Cádiz /Andalucía in einigen Worten zu beschreiben, wenn das überhaupt

möglich ist, dann ungefähr so: eindrucksvoll, außergewöhnlich, sonnig, warm, laut, herzlich, sympa-

thisch, riesige Sandstrände, lebendig Nächte, unzählige Tapas-Bars… Aber alles der Reihe nach.

J

Lars Marz und Christoph Mühl auf der Plaza de España in Sevilla

Die Kathedrale aus dem 18. Jahrhundert

Studierende berichten auS dem auSland

44 FH RUNDSCHAU 1/2012

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45FH RUNDSCHAU 1/2012

In Cádiz wird eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten angeboten,wie zum Beispiel Surfen, Kitesurfen, Fußball, Wandern, Klet-tern, etc. Die Erasmus-Studenten veranstalten private, in-ternationale Fußballturniere am Strand oder auf Fußball-plätzen, welche von der UCA zur Verfügung gestellt werden.Dadurch wird gerade die Gemeinschaft unter den Studen-ten geförder t. Ein weiteres Highlight sind die Wellenreit-spots vor der Stadt, die zu den besten Surfgebieten in Spa-nien gehören. Das Hinterland bietet außerdem die Möglichkeitfür Ausflüge in die Berge, für Canyoning-Trips und zumWandern und Klettern.

Als Ausflugsziele sind die zwei andalusischen Städte Sevillaund Granada sehr zu empfehlen. Granada ist besondersberühmt für ihre Stadtburg „Alhambra“, die zu einer dermeistbesuchten Touristenattraktionen Europas gehör t. BeiSevilla hingegen ist die Kathedrale Maria de la Sede, eineder größten gotischen Kirchen der Welt und die Plaza España,der zentrale Platz Sevillas, hervorzuheben. Weitere Mög-lichkeiten das Land kennen zu lernen, sind in die lebendigeLandeshauptstadt Madrid und das moderne Barcelona.

Sechs interessante Monate sind nun fast vorbei und wirkönnen jedem nur dazu raten das Angebot des Akademi-schen Auslandsamtes zu nutzen. Ein Auslandssemester inSpanien bietet sich dazu sehr gut an. Denn wo kann esschöner sein, als an einem Or t, an dem man im Winter mitkurzen Hosen und T-Shir t durch die Gassen laufen kann.

Lars Marz (ET-EN)Christoph Mühl (ET-AT)

Über den Dächern von Cádiz

Argentinien – mehr als nurGauchos, Fußball und Mate Elena Gienger, Zweibrücker Master-Studentin berichtet über ihren Auslandsaufenthalt in Argentinien

m Rahmen meines Masterstudiums „International Finance &Entrepreneurship“ verbrachte ich, auf Anregung von Prof. Dr.Walter Ruda, einen dreimonatigen Auslandsaufenthalt in Ar-

gentinien. Dort führte ich eine Marktstudie für das deutsche In-ternet Start Up „Ogoout“ mit Sitz in Zweibrücken durch.

Mein Auslandsabenteuer begann gerade so rechtzeitig, bevor esin Deutschland richtig herbstlich wurde. Gemeinsam mit Pro-fessor Dr. Rubén Ascuá, der sich damals gerade in Deutschlandaufhielt, startete ich im September von Frankfurt aus nach Süd-amerika. Nach einem sehr langen, aufregenden Flug mit viel Ver-spätung und Ärger wegen meiner verschwundenen Koffer sindwir letztlich gut in Rafaela angekommen. Bereits kurz nach derAnkunft bemerkte ich, dass ich hier nun meinen zweiten Som-mer erleben würde. Es herrschte nämlich traumhaftes Wetter.Professor Ascúa hatte im Vorfeld vor Ort alles Notwendige organisiert. Für die Dauer meines Aufenthaltes wohnte ich beieiner sehr netten argentinischen Familie. Bereits am zweitenTag begann ich mit den Vorbereitungen und Recherchen für dieMarktstudie.

Zusammen mit Prof. Ascúa stattete ich auch der Partnerhoch-schule der Fachhochschule Kaiserslautern, der UniversidadTecnológica Nacional (UTN), einen Besuch ab. Dort lernte ichden Dekan der Fakultät Rafaela, Prof. Oscar David sowie denVizedekan kennen.

I

Der Nationalkongress in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires

Studierende berichten auS dem auSland

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46 FH RUNDSCHAU 1/2012

Rafaela feierte im Jahr 2011 das 130-jährige Bestehen und gleich-zeitig die 30-jährige Städtepartnerschaft mit der deutschen Ge-meinde Sigmaringendorf. Der Gründer der argentinischen Stadt,Wilhelm Lehmann, stammt ursprünglich aus dieser schwäbi-schen Ortschaft. Am 21. Oktober fand im Municipalidad de Rafaela, der Gemeindeverwaltung, eine Willkommensfeier zu Ehren der Freunde aus der Partnerstadt Sigmaringendorf statt.Der argentinische Bürgermeister wollte zu diesem besonderenAnlass seine Rede in deutscher Sprache halten. Im Vorfeld batman mich, zusammen mit meinem argentinischen Betreuer Ascúa, die Rede des Bürgermeisters ins Deutsche zu überset-zen. Und so hatte ich an diesem besonderen Tag Gelegenheit,die Bürgermeister beider Städte, Omar Perotti und Alois Henne,kennenzulernen.

An den Tagesablauf der Argentinier musste ich mich zunächsteinmal gewöhnen. Wie in vielen südamerikanischen Ländernweicht der Tagesrhythmus in Argentinien stark von dem ge-wohnten Lebensrhythmus westeuropäischer Länder ab. In Argentinien ist die Siesta zur Mittagszeit ein Pflichtprogramm.Dadurch verschiebt sich der gesamte Tagesablauf. Alles fängt hierviel später am Tag an. Abends wird länger gearbeitet, wodurchauch erst ab 21 Uhr zu Abend gegessen wird. In Argentinienwird sehr viel Wert darauf gelegt, dass die ganze Familie zusam-men isst. So trifft man sich mindestens einmal pro Woche zumgemeinsamen Asado, einer ausgiebigen Grillmahlzeit. Hierkommt es nicht selten vor, dass man Gäste zu Besuch hat, des-wegen endet so ein Abend bei den Argentiniern meist ziemlichspät. Diverse Bars oder Party- und Tanzflächen betritt man inder Regel auch nicht vor 2 Uhr in der Nacht. Es war wirklichsehr interessant, inmitten einer argentinischen Familie zu lebenund auch den argentinischen „Way of Life“ mit zu erleben. Diesempfand ich wesentlich wertvoller als den typischen „Touristen-eindruck“.

Ein Unterschied zu deutschen Gepflogenheiten ist auch die Artder Begrüßung. In Argentinien begrüßt man sich grundsätzlich,egal ob man die Person gut kennt oder nicht, mit einem Kussauf die Wange. Dies macht deutlich, wie offen und herzlich dieMentalität der Menschen in Südamerika ist. Eine Überraschungerlebte ich, als ich einen Pilateskurs belegte. Im Sportstudiohatte der gesellige Teil einen größeren Stellenwert als der Sportselbst. So plauderte man über „Gott und die Welt“ und traf sichnicht selten zum gemeinsamen Asado.

Eine weitere Angewohnheit der Argentinier ist es, bei Regen dasHaus nicht zu verlassen – weder zur Schule, zur Arbeit, zuFreunden noch zu Feiern. Das wäre bei so vielen Regentagenwie in Deutschland unvorstellbar. Wenn es in Argentinien erst

einmal angefangen hat zu regnen, dauert es oft nicht lange, bisüberall das Wasser steht – bei den überfluteten Straßen hilftdann auch ein Regenschirm nicht mehr viel.

Neben der 40-stündigen Bürotätigkeit wollte ich die Chancenutzen, meine Spanischkenntnisse zu verfestigen. Die argentini-sche Aussprache des Spanischen unterscheidet sich deutlich vonder in Spanien üblichen. Die Buchstaben ll werden wie das deut-sche sch oder wie das französische j ausgesprochen, ebenso derBuchstabe y zwischen Vokalen und ein konsonantisches y amWortbeginn. Des Weiteren verwendet man im argentinischenSpanisch den so genannten „Voseo“, das heißt anstatt des Per-sonalpronomens „tú“ für die zweite Person Singular „du“ wird„vos“, also eigentlich „ihr“, verwendet. Dies war anfangs sehr ungewöhnlich für mich. In Argentinien sprechen nur sehr wenigMenschen Englisch. Deshalb war ich sowohl bei „meiner“ Familie als auch im Büro und ebenso bei meinen Recherchendarauf angewiesen, mich auf Spanisch zu verständigen. Dabeihabe ich schnell bemerkt, dass mein Spanisch von Tag zu Tagbesser wurde: Verstehen konnte ich nach mehreren Tagen schonziemlich viel und das Sprechen wurde auch immer besser.

Als echter Fußballfan besuchte ich in Deutschland schon unzäh-lige Fußballspiele. Mein erster Besuch beim Erstligisten AtléticoRafaela war jedoch ein unvergessliches Erlebnis. Das war nichtnur ein Fußballspiel, denn die Argentinier machen eine riesen-große Fiesta aus jedem Spiel. Man kann sich nicht auf den Sitz-plätzen halten, man muss einfach mitsingen, -tanzen und -jubeln.Während meines ersten Spiels (Atlético Rafaela gegen Lanús)ist plötzlich ein Hund auf das Spielfeld gerannt. Der Hund hatsich ganz ungestört in den Bereich der Mittelinie gesetzt. An-scheinend kommt das hier öfter vor…

Ich versuchte während meines Aufenthaltes so viel wie möglichüber das Land und die Mentalität der Menschen herauszufinden.Zu diesem Zweck schaute ich mir einige Städte in der näherenUmgebung wie Rosario, Córdoba und Santa Fe an. Natürlich er-kundete ich vor meiner Abreise im Dezember auch noch dieLandeshauptstadt Buenos Aires. Die Metropole wird nicht um-sonst als „Wiege des Tangos“ bezeichnet. Ich konnte mir beieiner spontanen Darbietung inmitten der Shoppingmeile vonBuenos Aires selbst ein Bild davon machen, mit welcher Anmutund Perfektion die Argentinier diesen Tanz beherrschen.

Mit unvergesslichen Eindrücken und vielen gespeicherten Son-nenstrahlen kehrte ich schließlich rechtzeitig zum Weihnachts-fest ins winterliche Deutschland zurück.

Elena Gienger

Im Stadion beim Spiel Atlético Rafaela gegen Lanús

Den Tango trifft man an jeder Straßenecke

Studierende berichten auS dem auSland

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47FH RUNDSCHAU 1/2012

Studieren in Schweden m Westen Schwedens gelegen, befindet sich die Stadt Troll-hättan. Mit circa 50.000 Einwohnern gehört sie zu den größe-ren Städten Schwedens. Die Universität Högskolan Väst be-

findet sich im Zentrum der Stadt. Das Wohngebäude fürErasmus Studenten ist circa 2 km von der Universität entfernt.An der Högskolan Väst studieren in etwa 10.000 Studenten, davon 200 Austauschstudenten. 100 km von Trollhättan entfernt,befindet sich die zweitgrößte Stadt Schwedens, Göteborg. 200 km nördlich von Trollhättan befindet sich die norwegischeHauptstadt Oslo.

In den ersten beiden Wochendes Semesters finden täg -lich Spiele und Veranstaltun-gen statt, bei denen Studen -ten verschiedener Studien-gänge gegeneinander antre -ten. Viele Aktivitäten endenim auf dem Campus gelege-nen Student Pub. Für ein ge-lungenes Nacht leben sorgeneine Vielzahl von Pubs, vieleStudentenpartys und ein paarDiscos. Viele Partys werdenvon der sogenannten StudentUnion organisiert. Der unterden Studenten beliebtesteAusflug ist der Partycruise: ein Fährschiff voller Studenten wirdfür 2 Tage zu einer riesigen Disco umfunktioniert und fährt vonStockholm nach Tallinn, Estland.

In Schweden muss man Alkohol mit mehr als 3% in einem ex-tra Alkoholshop namens Systembolaget kaufen. Lebensmittelallgemein sind nur ein bisschen teurer als in Deutschland, beiAlkohol unterscheiden sich die Preise schon deutlicher.

In der Universität und allgemein in Schweden, spricht jeder fließend Englisch, sodass es keine Probleme mit der Verständi-gung gibt. Neben der Schönheit Schwedens fasziniert auch dieFreundlichkeit und Offenheit der Bewohner.

Im Gegensatz zu Deutschland haben die Studenten in Schwe-den nur wenige Kurse in einem Semester. Dadurch sind die besuchten Kurse sehr zeitaufwendig und intensiv. Viele Kurse sindmit Präsentationen, Hausarbeiten und Projekten verbunden, so-dass der zusätzliche Aufwand neben den Vorlesungen größerist als in Deutschland. Die abschließenden Klausuren haben da-gegen nicht den Umfang und die Schwierigkeit. Wie in Deutsch-land sind Vorlesungen freiwillig, dennoch gibt es manchmalPflichtseminare. Die zu absolvierenden Projekte und Haus -arbeiten werden immer in Gruppenarbeit erledigt. Für ge -

wöhnlich bilden die Erasmus-Studenten immer eigeneGrup pen, sodass der Kontaktzu heimischen Studenten fehlt.

Als Austauschstudent hat mandennoch Zeit, um die Gegendund den Rest Schwedens zuerkunden. Von dem Auslands-amt der Universität wird einAusflug nach Uddevalla, einerbenachbarte Stadt mit Mee-ranbindung (Fjord), organisiert.Sehenswert in Trollhättan sindein Wasserfall und eine vier-stufige Schiffsschleuse. DieSchleuse ermöglicht den

Schiffsverkehr auf der Göta Älv zwischen Meer und Vänern,dem drittgrößten See Europas. Das Naturreservat Hunnebergund Halleberg steht auch ganz oben auf der Ausflugsliste. Indiesem Naturreservat findet man eine sehr schöne Landschaftin der auch 80 Elche leben.

Das beliebteste Reisemittel in Schweden ist die Bahn, mit derman ohne Probleme jedes Ziel erreichen kann. Ein ganz beson-derer Reiz des hohen Nordens sind die Fjorde in Norwegen unddie riesigen Waldlandschaften Lapplands. In Schweden ergebensich Weiten, denen man sich erst bewusst wird, wenn man nachLappland aufbricht. Eine kleine Distanz auf der Landkarte wirdzu einer mehrstündigen Fahrt im Auto.

Tobias Laux

I

Die Universität Högskolan Vast

Studierende berichten auS dem auSland

Göta Älv in Trollhättan Der Tresticklans National Park nördlich von Trollhättan

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RUND UMS STUDIUM

ach einem gelungenen Besuchder chinesischen Studenten derShanghai Dianji Universität im

August letzten Jahres am Campus Pir-masens der Fachhochschule Kaiserslau-tern, ist es auch für die Studierendendes Studiengangs Technische Logistikermöglicht worden, erstmals die DianjiUniversität in Shanghai zu besuchen.Diese Studienreise wurde mit Unter-stützung des Akademischen Auslands-amtes und mit der PROMO-Förde-rung seitens des DAAD (DeutscherAkademischer Austauschdienst) durch-geführ t.

Der Star t der Reisegruppe, bestehendaus vier Professoren und 18 Studie-renden des Studiengangs Technische Logistik, erfolgte Anfang August in Frankfur t und Berlin. Nach einer erfolg-reichen Vereinigung der Reisegruppe in Paris flog die Gruppe in die circa10.000 km entfernte Stadt Shanghai.Ungefähr elf Stunden später landetendie Pirmasenser am Shanghai PudongFlughafen, wo sie von Mitarbeitern und

Studenten der Shanghai Dianji Univer-sität begrüßt wurden. Nach der ein-stündigen Fahr t mit dem Bus erreichtedie Gruppe den neuen Campus derDianji Universität und wurde dor t imWohnheim für ausländische Studen-ten und Masterstudenten untergebracht.

Ein paar Tage später begrüßte der Prä-sident der Shanghai Dianji Universität,Prof. Dr. Xia die Delegation der Fach-hochschule Kaiserslautern. In einer Prä-sentation stellte er seine Universitätvor und äußer te zudem den Wunsch,Studenten den kurz- aber auch lang-fristigen Aufenthalt an der jeweils an-deren Universität zu ermöglichen, umdor t ihren Abschluss zu machen.

Das Programm, welches für die Gruppevon der Shanghai Dianji Universitäterstellt wurde, war vielfältig: Die Uni-versität bot eine Vorlesung über die chinesische Kultur und Sprache an, dieganz andere Eindrücke vom Land ver-mittelte, als die deutschen Professo-ren und Studenten bis dahin gesammelt

hatten. Auch der Vor trag zur Verkehrs-infrastruktur eines Bezirks von Shang-hai war sehr interessant. Durch den Besuch einiger Labore und Praxisräumean den verschiedenen Standor ten derDianji Univer sität konnten die an -gehenden Logistiker der FH außer-dem einen Überblick über die Gerät-schaften bekommen, mit denen diechinesischen Studenten im Laufe ihresStudiums arbeiten.

Ein weiterer Höhepunkt der Reise wardie Besichtigungen diverser Betriebe.Im Unternehmen „Shanghai Electric“bekamen die Professoren und Studen-ten aus Deutschland einen kurzen Rund-gang durch den Ausstellungsraum. DasUnternehmen produzier t Generatoren,die unter anderem in der Stromge-winnung eingesetzt werden. Mit einerSondergenehmigung durfte die Gruppesogar zum Containerhafen von Shang-hai fahren. Hierbei wurde eine 32 kmlange Brücke überquer t. Zudem konnteam Nachmittag das Werk von „Volks-wagen Shanghai“ besucht werden. Die

Exkursion zur DianjiUniversität ShanghaiDie Shanghai Dianji Universität ist ein langjährige Partner der FH Kaiserslautern. Derstudentische Austausch soll die Kooperation zwischen beiden Hochschulen ausbauenund gegenseitiges Interesse an den jeweiligen Ländern fördern.

N

Die Gruppe an der Shanghai Dianji Universität (Foto: Leiner/Gütschow)

Studierende berichten auS dem auSland

FH_RS_Ausgabe_1_2012_BEL_RZ 12.04.12 12:10 Seite 48

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RUND UMS STUDIUM

Führung durch die Produktion erfolgte

dann in kleinen Caddies. Mit Begeiste-

rung haben die Professoren und Stu-

denten außerdem die einzige kom-

merziel l genutzte Transrapidstrecke

ausgetestet, wobei die Fahrt mit 301km/h

nur acht Minuten gedauer t hat.

Bei dem Besuch in Shanghai wurde auch

die Beziehung zwischen deutschen und

chinesischen Studierenden intensivier t.

Die deutschen Studenten haben nicht

nur Par ty mit chinesischen Germanis-

tik-Studenten gefeier t, sie haben auch

den chinesischen Germanistik-Studen-

ten in einer Deutschstunde geholfen

ihre Deutschkenntnisse zu verbessern.

Als Belohnung für die Hilfe bei der

Deutschstunde durften die deutschen

Studenten die Zimmer im (normalen)

Studentenwohnheim für chinesische

Studierenden besichtigen. Dor t sind, im

Vergleich zu den Masterstudentenzim-

mern mit zwei Betten und Bad auf

dem Zimmer, vier Betten auf einem

Zimmer und für jede Etage gibt es

Gemeinschaftsduschen und -toiletten.

Da die chinesische Esskultur die Pro-

fessoren und Studenten aus Deutsch-

land immer begeister t hat, durften sie

auch mal lernen, chinesisch zu kochen.

Zusammen mit den chinesischen Stu-

denten haben sie Maultaschen ange-

fer tigt und konnten sogar das Produkt

ihrer Kochkünste essen.

Die Wochenenden und der Feier tag

waren geprägt von Sightseeing und

Einkaufsbummeln: Auf dem berühm-

ten Fernsehturm, dem Oriental Pearl

TV Tower, bot sich auf der Aussichts-

plattform in einer Höhe von 259 m

ein Pa no rama-Blick über Shanghai. In

Begleitung von chinesischen Studen-

ten konnten sich die deutschen Pro-

fessoren und Studierenden in der

Großstadt zurechtfinden. Die Einkäufe

wurden nicht nur in den Kaufhäusern

gemacht. Ein großer Teil der Gruppe

nutz te die Gelegenheit und ließ sich

beim Schneider preis wer t Maßanzüge

schneidern. Durch die Nanjing Road,

die Haupteinkaufsstraße Shanghais, sind

die Studenten und Professoren noch

zum Bund, der berühmten Uferpro-

menade Shanghais gegangen, das un-

ter anderem ein finanzielles Zentrum

mit Bauten im europäischen Stil ist.

Am Abend war es ein Muss den Bund

zu besuchen, denn dor t erstrahlte die

Skyline in vielen bunten Farben.

Unter der Führung von Professor Wang,

Leiter der chinesischen Studentengruppe,

die im August an der FH Kaiserslau-

tern war, ist die Gruppe in die Stadt

Suzhou gefahren, die sechs Millionen

Einwohner hat und circa 100 km von

Shanghai entfernt ist. Suzhou ist nicht

nur wegen der vielen chinesischen

Gär ten weltweit bekannt, sondern

wird auch aufgrund der vielen Kanäle

„Venedig des Ostens“ genannt. Die

Gruppe hat den Humble Administrator‘s

Garden, erbaut 1509, besichtigt. Dies

ist ein Gar ten, der in einem alten chi-

nesischen Stil gehalten wurde und ver-

deutlicht, wie dor t einmal gelebt wurde.

Am letzten Tag der Shanghai-Reise

bekamen die deutschen Studierenden

Urkunden durch den Präsidenten Xia

der Shanghai Dianji University über-

reicht, die bestätigen, dass die deut-

schen Studenten während des Aufent-

halts in Shanghai die chinesische Sprache

und die Kultur gelernt haben. Am letz-

ten Abend in Shanghai trafen sich Pro-

fessoren und Studenten noch ein letz-

tes Mal auf dem Dach, wo sie fast jeden

Abend zusammengefunden haben, um

sich von den chinesischen Studenten

zu verabschieden und auch Abschied

von der tollen Atmosphäre zu nehmen.

Nach der Exkursion haben die Studie-

renden des Studiengangs Technische

Logistik die gleiche Meinung: wenn es

möglich ist, würde jeder sofor t wieder

nach Shanghai reisen, auch wenn eini -

ge vorher skeptisch waren.

Ruby Leiner und Tom Gütschow

(Studiengang Technische Logistik)

Einige Studierenden der Gruppe am Bund (Foto: Leiner/Gütschow)

Labor in der Shanghai Dianji University (Foto: Leiner/Gütschow)

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RUND UMS STUDIUM

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ugen Wolf wurde kürzlich für seine

unternehmerische Idee, mit der

Internetplattform Ogoout die Nach-

frage nach schnellen Informationen zu

Aktionen unterschiedlichster Locations

zu decken, im Rahmen des PionierFo-

rums 2011 des Gründungsbüro von

TU und FH Kaiserslautern als „Grün-

der des Jahres“ ausgezeichnet. „Damit

habe ich überhaupt nicht gerechnet!“,

sagt der Jung unternehmer heute. Der

Alumnus studier te Finanzdienstleis-

tungen am Studienor t Zweibrücken der

Fachhochschule Kaiserslautern. Neben

dem betriebswir tschaftlichen Wissen,

das auch für die Unternehmensgrün-

dung uner lässlich ist, „lernt man vor

allem disziplinier t Problemlösungen zu

entwickeln“, so Eugen Wolf. Und auch

den Kontakt zu den Professoren, der

während des Studiums entstand, emp-

findet der Gründer heute als sehr wer t-

voll. Von Lehrveranstaltungen, die die

Fachhochschule im Bereich Entrepre-

neurship anbietet, hat Eugen Wolf nicht

profitier t. Auch die Angebote des Grün-

dungsbüros von TU und FH hat er nicht

wahrgenommen, da seine Zukunftspläne

während des Studiums in eine ganz

andere Richtung gingen: Nach dem

Abschluss wollte er nach einer ausge-

dehnten Rucksackreise um die Welt

seinen beruflichen Schwerpunkt auf

die Börse legen.

Doch dann kam alles anders und bei

seiner Reise um die Welt wurde die

Idee zum Internet Star tUp „Ogoout“

geboren. Auf der Suche nach einer

passenden Abendgestaltung während

eines Aufenthalts in Zürich fiel ihm

auf, dass es keine zentrale Plattform

im Internet gibt, die für solch einen

Fall passende Informationen gibt. „Diese

Idee hat mich gepackt“ und rund 14 Mo-

nate später war die Seite „Ogoout“

im Netz verfügbar. Sie löst damit ein

seit langem existierendes Problem:

„Erstens bieten wir den Menschen eine

Suchmaschine an, die genaue und aus-

führliche Ergebnisse liefer t, was es in

der näheren und weiteren Umgebung

an Aktionen gibt. Zweitens bieten wir

eine Empfehlungsfunktion an, um die

jeweiligen Locations zu bewer ten.“, so

Eugen Wolf über die Möglichkeiten

der Plattform. Neu eingeführ t wurde

vor kurzem die Funktion „I want“, die

dem Nutzer nun ermöglicht, selbst

Vorschläge zu machen, welche Aktion

er sich für eine bestimmte Location

wünscht. Eugen Wolf erklär t das so:

„Wenn jemand ein Wiener Schnitzel

in einem Restaurant gegessen hat und

sich beim nächsten Mal ein argentini-

sches Hüftsteak wünscht, kann er das

vorschlagen. Andere User können dann

für den Vorschlag stimmen und die

Unternehmen haben damit ein direk-

tes Feedback von den Kunden.“ So weiß

der Veranstalter genau, was seine Kun-

den wünschen und das Risiko, falsche

oder unerwünschte Aktionen zu star-

ten, wird reduzier t.

Für Eugen Wolf war die Unternehmens-

gründung nie ein Thema während des

Studiums. Heute bezeichnet er die

Selbstständigkeit als den „besten Job

E

Das Portal www.ogoout.de

DerGründer und der „beste Job der Welt“Die Internetplattform „Ogoout – Was. Wo. Wann.“ ist das Internet StartUp von Eugen Wolf,

Alumnus der Fachhochschule Kaiserslautern. Seit Dezember ist die Seite nun unter www.ogoout.de

online und wächst täglich.

Eugen Wolf in seinem Büro (Foto: Ott)

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der Welt“. Bis er hoffentlich positiveBilanzen einfahren kann, wird ihm zwargerade in der Aufbauphase noch eini-ges abver langt, dennoch genießt erdie Freiheiten, die ihm das Unterneh-mer tum bietet: „Ich kann selbst ent-scheiden mit wem und wie ich arbeite.“Ein klassisches Beschäftigungsverhältniskommt für ihn heute nicht mehr inFrage.

Noch ist er auf die Unterstützung von„family and fr iends“ angewiesen, um die Büroräume anmieten zu können. Im Dachgeschoß der Amerikastraße21 hat er Arbeitsplätze für drei Infor-matiker eingerichtet, die seine FirmaOgoout zurzeit beschäftigt und die fürdie Realisierung der Seite zuständig sind. Mangels Kapital konnte der Grün-der anfangs nur Gratispizza als Bezah-lung für die Freelancer anbieten undeine künftige Gewinnbeteiligung in Aus-sicht stellen, wie er mit einem Augen-zwinkern erzählt . Außerdem unter-

stützen immer wieder Praktikantinnenund Praktikanten die Arbeit von Eu-gen Wolf. Dass die Fachhochschulenur ein Haus weiter angesiedelt ist,kommt ihm sehr zugute, wenn er dasKnow-how von Informatikern für dietechnische Umsetzung einholen willoder das Gespräch mit einem Grün-dungsexper ten wie Professor WalterRuda sucht, in dem er einen starkenFürsprecher gefunden hat. Wenn es umDinge, wie Kreativität geht, bringt derJungunternehmer selbst genug mit. Schonin jungen Jahren hat er sich im Malenvon Bildern seines großen künstleri-schen Vorbildes Leonardo da Vinci ge-übt. Das gelang ihm so gut, dass er mitseiner Malerei Geld verdienen konnte.Kein Wunder also, dass die Gestaltungdes Firmenlogos aus seiner eigenen Feder stammt. Die Rolle eines Unter-nehmers und damit seine eigene Auf-gabe beschreibt er als „Kräfte zusam-menfügen und bündeln.“

Im Moment sucht die Ogoout UG nach Investoren, damit der Ausbauder Seite weiter voranschreiten kann.„Aktuell sind circa zwanzig Prozentder geplanten Funktionen auf der Platt-form verwirklicht“, verrät der Alum-nus. Das Marketing steht derzeitig imMittelpunkt der Planung: der Ausbauder Facebook-Seite des Unterneh -mens wird gut angenommen und diePlattform expandier t nun ausgehendvon Rheinland-Pfalz in das Saarland unddie gesamte Rhein-Neckar-Region. Von dor t aus soll es in die ganze Weltgehen!

Die Plattform ist zu erreichenunter: www.ogoout.de. Ogoout kann bei Facebook unter:www.facebook.de/ogoout besuchtwerden.Außerdem gibt es einige Videos unter:www.youtube.com/user/ogooutmovies

Elisabeth Ott

ylvia Heib fand Technik schon im-mer faszinierend. Deshalb war ihrgrößter Wunsch zu ihrem 18. Ge-

burtstag nichts anderes als ein Lötkolbenund sie bastelte damit eine Türklingel fürihre Zimmertür. Nach der Schule ent-schied sie sich gegen ein Studium und füreine Ausbildung, denn ihre Lehrer warn-ten damals vor einer „Akademiker-schwemme“.

Nach der Geburt ihrer beiden Söhne –heute sind sie Anfang 20 – blieb SylviaHeib zu Hause, da der Beruf der Infor-mationselektronikerin damals noch nichtin Teilzeit ausgeübt werden konnte. Nach10 Jahren Pause fand sie aber keine An -stellung mehr, das Arbeitsamt konnte ihr nicht weiterhelfen. So entschloss siesich, zunächst als Hilfskraft in einer Gärt-nerei, später als Reinigungskraft in ver-schieden-en Putzfirmen, und am Ende alsStationsallrounder im Krankenhaus, Geld

zu verdienen. Irgendwann kam sie zu demPunkt, an dem sie die Langeweile im Be-ruf nicht mehr aushalten wollte und manschlug ihr vor, sie sollte doch studieren.Sie selbst zweifelte erst einmal an ihrer

Qualifikation zum Studium, da sie wederdie allgemeine noch die Fachhochschul-reife besaß. Aber durch ihre abgeschlos-sene Ausbildung und ihre Berufserfahrungwar sie zu nächst zum Probestudium an

Von „schwer vermittelbar“zur Qual der WahlDie gelernte Informationselektonikerin Sylvia Heib hat mit 41 Jahren den Weg ins Studium gewagt.

Nach 10 Jahren außerhalb ihres Berufs galt sie als schwer vermittelbar. Heute – nach ihrem Abschluss

in der Informationstechnik – stehen die Headhunter bei ihr Schlange und sie hat die Qual der Wahl.

S

Vor den PCs hat Sylvia Heib viel Zeit verbracht (Foto: Ott)

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nsgesamt zwei Drittel der 225 Ab-solventen des Fachbereichs Informa-tik und Mikrosystemtechnik (IMST)

fanden sich am 18. November im Au-dimax am Studienor t Zweibrückenein, um ihre Abschlusszeugnisse aus denHänden von Prof. Dr. Jörg Hettel undProf. Dr. Monika Saumer entgegen zunehmen und reizten gemeinsam mitihren anwesenden Verwandten undFreunden die Kapazität des Audimaxbis ins Letzte aus.

„Viele Wegbegleiter der letzten Jahrefüllen das Audimax, um an der feierli-chen Zeugnisübergabe teilzunehmenund noch nie gab es so viele Absol-venten“, stellte Monika Saumer zu Be-ginn ihrer Moderation fest. SowohlFH-Präsident Prof. Dr. Konrad Wolf alsauch der Zweibrücker Oberbürgermeis-

ter Prof. Dr. Helmut Reichling lobtendie Fachhochschule für ihre akademi-sche und dennoch praxisnahe Ausbil-dung und prophezeiten den Absolven-ten einen erfolgreichen Einstieg insBerufsleben.

Der Dekan des Fachbereichs, Prof. Dr.Jörg Hettel, freute sich und war stolzüber gewachsene, selbstbewusste Ab-solventen, welche die durch ihr Stu-dium gegebene Chance , eigene Ta-lente und Neigungen auszuleben,erfolgreich genutzt hätten. Das har tErarbeitete müsse nun aber optimis-tisch und offensiv mit Ver trauen insich selbst, Mut zur Entscheidung undInteresse an Weiterbildung ver teidigtund weiter verfolgt werden. Mit aufden Weg gab Hettel die hilfreichenWor te des kurz zuvor verstorbenen

Apple-Gründers Steve Jobs: „Eure Zeitist begrenzt, verschwendet sie nicht da-mit, das Leben anderer zu leben.“

Bisher größte Absolventenzahl derIMST füllt AudimaxI

Die musikalische Umrahmung des Abends

einer Fachhochschule zugelassen. Nach-dem sie nach drei Semestern nachweisenkonnte, dass sie mindestens zwei Drittelaller Klausuren bestanden hatte, konntesie als reguläre Studentin weiterstudieren.

Sie entschied sich für ein Kooperatives Ingenieurstudium (KOI) der Informations-technik, denn die Familie konnte nicht aufdas Einkommen der Mutter verzichten.Sie bekam eine Stelle beim FraunhoferIESE (Institut für Experimentelles SoftwareEngineering) „und alle Türen gingen auf“:der Weg ins Studium war frei, die finan-ziellen Bedenken waren gelöst und siekonnte das Gelernte sofort in die beruf-liche Praxis umsetzen.

„Und dann kam der Mathe-Vorkurs!“ Im Vorfeld absolvierte Sylvia Heib denMathe-Vorkurs der Fachhochschule, dervor Semesterbeginn stets angeboten wird.An Bruchrechnen, binomische Formelnund Dreisatz konnte sie sich aus Schul -

zeiten noch erinnern, aber der Rest derMathe-Anforderungen „war wie Chine-sisch“. Nach dem Einstiegstest war sieziemlich demotiviert. Aber sie sah, dassviele um sie herum weniger Punkte alssie selbst hatten und dachte sich: „wenndie bleiben, bleib ich auch“.

„Es war eine harte Zeit.“Die dreifache Belastung Studium – Fami-lie – Beruf war eine Herausforderung. Inden letzten dreieinhalb Jahren gab eskeine Wochenenden, keine Feiertage undkeine Ferien für Sylvia Heib. „Gut, dass ichnicht gewusst habe, wie anstrengend Studieren ist, sonst hätte ich es mir noch-mal überlegt“, sagt sie heute mit dem Stu-dium in der Tasche. Oft sei sie kurz vordem Verzweifeln gewesen, dann habe siesich aber an all die schwierigen Situatio-nen erinnert, mit denen sie in ihrem Jobim Krankenhaus konfrontiert war: „Ichhatte mir damals gesagt, ‚Das mach ich niewieder!‘ und das hat mich motiviert.“ Der Ehemannn von Sylvia Heib stand zu

jedem Zeitpunkt hinter ihr und heute istdie ganze Familie stolz auf ihre Infor ma -tionstechnikerin mit Hochschulaschluss –nur anfangs war es für die Söhne noch etwas ungewohnt, dass das „Hotel Mamanicht mehr funktioniert hat“.

In ihrem Studiengang war sie anfangs einevon sechs Frauen unter 80 Studierenden.Am Ende waren sie zu dritt. Sylvia Heibhat sich sehr wohl gefühlt während ihresStudiums an der Fachhochschule Kaisers-lautern. Toll findet sie vor allem, „dassdas Alter hier keine Rolle spielt!“ Siewurde sowohl von ihren Kommilitoninnenund Kommilitonen als auch von den Do-zenten und der gesamten Hochschulge-meinde akzeptiert und integriert.

Aus der ungewöhnlichen Studentin isteine erfolgreiche Absolventin geworden.Der neue Arbeitsvertrag ist schon unter-schrieben, eine Festanstellung ist in Aus-sicht.

Elisabeth Ott

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Aus dem Studentenleben zu berich-ten wusste die Absolventin der AppliedLife Sciences, Nadja Stabenow. Sie wagteden unkonventionellen Vergleich desStandor tes mit den Rundungen undProblemzonen einer Frau. Eindeutig po-sitiv hervorzuheben sei die Betreuungdurch Dekanat und Prüfungsamt, so-wie die Arbeit des Reinigungspersonals,welche über kleine Problemzonen, wiestudentisches Leben abseits des Hör-saals, hinweghelfe.

Insgesamt 120 der anwesenden Ab-solventen erreichten einen Bachelor-und sechs einen Diplomabschluss. 16 Absolventen dürfen sich künftigmit einem Master titel schmücken.

Auf Studiengänge aufgeteilt bedeu -tete das für Prof. Dr. Monika Saumer 41Bachelorzeugnisse der Applied LifeSciences (ALS) und 16 der Mikrosys-temtechnik (MST) sowie sechs MasterALS und acht Master Mikrosystem- und Nanotechnologie (MNT) ausgebenzu können.

Prof. Dr. Hettel überreichte 23 Bache-lorzeugnisse der Angewandten Infor-matik, 36 der Medieninformatik und vier der Medizintechnischen Informa-tik. Hinzu kamen sechs Diplome fürDigitale Medien. Weiterhin gab es zweiZeugnisse für die Master of Science.

Als kleine Zugabe erhielt jeder Absol-vent eine Flasche Wein – ein Produktder Zusammenarbeit von FH und demKompetenzzentrum Weinforschung amzentralen WeinCampus in Neustadt.

Mit Auszeichnung bestanden habendie Masterabsolventen der ALS Mi-riam Freyler und Michael Fichter, Buch-preise für weitere herausragende Leis-tungen im Studiengang ALS, bzw. MSTgab es für Janina Frisch, Anna Simonund Michael Stopp.

Bis auf den letzten Platz ist das Audimax besetzt

Der Zweibrücker Oberbürgermeister Reichlinglobt die FH für ihre praxisnahe Ausbildung

Nadja Stabenow spricht zu den Absolventinnen und Absolventen

Der Präsident der Fachhochschule begrüßt die Absolventinnen und Absolventen

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Miriam Freyler, Absolventin der ALS, freut sich über den Phast Preis

Dominik Mika erhält den Unternehmenspreisder Firma Bosch

Björn Oltmanns, Absolvent der Medieninformatik, erhält den Ergosign Preis

Prof. Dr. Monika Saumer ist beeindruckt von den vielen Anwesenden

Prof. Dr. Jörg Hettel gibt den Abolventinnen und Absolventen eine Weisheit Steve Jobs mit auf den Weg

Der Masterabsolvent der Informatik DominikMika nimmt den Comlet Preis entgegen

Im Studiengang Medieninformatik er-

hielten Aleander Behrens, Andreas

Math und David-Christian Thömmes

die Buchauszeichnungen, bei der Ange -

wandten Informatik konnten sich Ivan

Beger t, Kevin Funk und Sascha Münz-

berg freuen. Rober t Heinze, Ver treter

der Fachschaft IMST, übergab zudem

kleine Präsente an die engagier ten

Fachschaftsmitglieder unter den Ab-

solventen.

Für die Fachhochschule immer wieder

erfreulich sind Unternehmen aus der

Umgebung, die die Bereitschaft zeigen,

Preise für herausragende Stu dien- und

Studienabschlussleistungen an Absol-

venten zu vergeben. Aus den Händen

von Dr. Ralf Hausner konnte Master-

student Dominik Mika den Unterneh-

menspreis der Firma Bosch entgegen-

nehmen. Den bereits zum achten Mal

in Folge ausgelobten Preis der Firma

Ergosign überreichte Florian Cannon

an Björn Oltmanns, Absolvent der Me-

dieninformatik. Jana Ehrmann übergab

den Unternehmenspreis der Firma Com-

let an den Masterstudenten der Infor-

matik Alexander Schäffer.

Zum ersten Mal ausgelobt wurde der

Preis der Firma Phast für einen Absol-

venten der ALS, welchen Miriam Frey-

ler aus den Händen von Dr. Nicole Maas

entgegennehmen durfte.

Musikalisch umrahmt wurde der offi-

zielle Teil des Abends von Agniezka

Galan an der Geige und Jürgen Ra-

bung am Klavier, beide Mitglieder der

Musikschule Andreas Kern. Nach dem

offiziellen Programm konn te bei dem

von der Fachschaft orga nisier ten Sekt-

empfang mit anschlie ßendem Buffet in

der Aula kräftig weitergefeier t und die

Gelegenheit genutzt werden, im per-

sönlichen Gespräch zu diskutieren.

Sabine Geigenmüller

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hoenix ist die Hauptstadt und mit 4 Mio. Einwohnernim erweiter ten Stadtgebiet die größte Stadt des US-Bundesstaates Arizona. Der Großraum Phoenix steht

an 13. Stelle der US-amerikanischen städtischen Großräume.Phoenix liegt mit durchschnittlich rund 310 Tagen Sonnen-schein im Jahr im Herzen von Arizona im Tal der Sonne („Valley of the Sun“). Die Region, in der zwischen Mai undSeptember die Temperaturen über 38°C liegen, ist alsoprädestinier t, um die Sonnenenergie verstärkt zu nutzen,wie es die Arizona State University praktizier t. Früher warPhoenix von der Landwir tschaft (Baumwolle und Zitrus-früchte) geprägt. In den letzten zwei Jahrzehnten habensich insbesondere Elektronik- und Telekommunikationsun-ternehmen angesiedelt, im Großraum Phoenix sind zumBeispiel US Airways, Phelps Dodge, Best Western und dieApollo Group beheimatet.

Apollo Group und University of PhoenixDie Apollo Group ist ein privates Bildungsunternehmen,das mit fast 5 Mrd. US-Dollar Umsatz und rund 22.000Mitarbeitern an der NASDAQ gelistet ist. Die Gruppe istEigentümer und Betreiber der privaten University of Phoe-nix (UOPX), die bei circa 100.000 Studierenden mit rund4,5 Mrd. US-Dollar zum Umsatz beiträgt. Der Wettbewerbprivater Universitäten in den USA ist mittlerweile so groß,dass die Apollo Group nach der Eröffnung des Stadions 2006für ca. 150 Mio. US-Dollar die Namensrechte am „Univer-sity of Phoenix Stadium“ für 20 Jahre erworben hat. DasStadion ist jetzt die Heimat der Arizona Cardinals, und beieiner Kapazität von annähernd 65.000 Sitzplätzen werdenhier Events und Veranstaltungen jeglicher Ar t abgehalten.Im Übrigen ist Phoenix eine von 12 Städten, die in jederder vier großen US-Spor tar ten (American Football, Base-ball, Basketball und Eishockey) mit einem Team in der je-weils höchsten Liga ver treten ist. Besonders bekannt istdas Basketball-Team der Phoenix Suns, die sich in jederSaison heiße Duelle mit den Dallas Mavericks von DirkNowitzki l iefern. Das Stadion l iegt in Glendale , einemStadtteil, in dem auch die berühmte „Thunderbird Schoolof Global Management“ ihren Sitz hat.

Thunderbird School of Global Management:„A pledge for a better world“Diese private Business School wurde kurz nach Ende desZweiten Weltkrieges gegründet und ist damit die ältesteUS-Business School, die sich auf Internationales Managementspezialisier t hat. Von den rund 1.400 Studierenden absol-vieren immerhin circa 700 den MBA (Master of BusinessAdministration) und rund 130 den angesehenen ExecutiveMBA. In verschiedenen Rankings wird die Thunderbird un-ter den Top Ten geführ t. Im U.S. News & World-Repor t der„Best Graduate Schools“, wird die Thunderbird sogar alsbeste „International Business School“ eingestuft. Auch im„Global MBA-Ranking“ der Financial Times belegte Thun-derbird in drei aufeinanderfolgenden Jahren jeweils den1. Rangplatz in der Rubrik „Best International in Business“.

Arizona State University (ASU): „Changing Lives through Business Education“Die wichtigste Universität im Großraum Phoenix ist aller-dings die in Tempe gelegene, staatliche Arizona State Univer -sity, (ASU) mit mehr als 50.000 Studierenden zweitgrößteUniversität der USA. Die 1961 gegründete W. P. Car-rey School of Business belegt mit rund 1.800 Graduates

Thunderbird – School of Global Management

Hochschulen im Drei-Staaten-

Eck Arizona, Utah und ColoradoTeil I: Hochschulen in Arizona

Im Drei-Staaten-Eck Arizona, Utah und Colorado haben sich mittlerweile von Tucson im Süden bis

nach Salt Lake City und Denver im Norden einige angesehene Universitäten etabliert. Natürlich

lassen sich diese Hochschulen hinsichtlich Tradition und Reputation zumeist noch nicht mit den gro-

ßen Vorbildern aus Kalifornien und den Neuenglandstaaten vergleichen. Allerdings belegen einige von

ihnen, wegen ihrer Spezialisierungen, schon obere Rangplätze der obligatorischen Rankings. Im For-

schungsfreisemester hat Prof. Dr. Walter Ruda auf privater Basis einige interessante Hochschulen be-

sucht. In Teil I werden einige Hochschulen aus Arizona kurz vorgestellt.

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und 8.700 Undergraduates immerhin Rang 27 der besten„Schools of Business.“ Die Carrey ist auch international an-erkannt, insbesondere auf den Gebieten „City Management“,„Supply Chain/Logistics“ und „Public Management/Admin -istration“.

Im Ranking des U.S. News & World-Repor t ist die Fakultät„Engineering“ unter den Top Fünfzig zu finden. BesondereSchwerpunkte liegen hierbei auf den Gebieten Industrial/Manufacturing und Electrical/Electronic/Communications. An der ASU lehr t auch der Nobelpreisträger für Wir t -schaftswissenschaften Edward C. Prescott, der zusammenmit dem Norweger Finn E. Kydland für Beiträge zur dyna-mischen Makroökonomie ausgezeichnet wurden. Prescottund Kydland untersuchten, warum wir tschaftliche Entwick-lungen des Aufschwunges immer wieder von Phasen der Rezession abgelöst werden. Im Bereich „Entrepreneur-ship & Innovationen“ star tete die ASU verschiedene Initia-tiven, wie beispielsweise „The EIR Network“ (Entrepreneurs-In-Residence) oder die „ASU Innovation Challenge“. DieASU wirkt dabei als Inkubator für die akademische En -trepreneurship-Ausbildung und betont das Netzwerk vonUnternehmen, Universitäten und staatlichen Institutionenzur Stimulierung des Gründungsgeschehens.

University of Arizona (UA): „To discover, educate, serve, and inspire“In Tucson, südlich von Phoenix gelegen, ist die staatlicheUniversity of Arizona (UA) beheimatet. Sie wurde 1885gegründet und ist damit die älteste Universität von Arizo -na. 30.000 Undergraduates und ca. 8.500 Postgraduatessind immatrikulier t. Die UA ist auch in der Forschung sehrbekannt. Im U.S. News & World Repor t belegt die UARang 59 in der Rubrik „Best Public University“ und Rang36 im Schwerpunkt „Public Affairs.“ Spor t hat an der UAwie an allen US-amerikanischen Universitäten einen hohenStellenwer t. Das Spor tteam der UA sind die bekannten „Ari-zona Wildcats.“

Am Eller College of Management sind über 5.400 Under-graduates und rund 700 Graduates eingeschrieben. Die wir tschaftswissenschaftliche Fakultät des Eller College of Management bietet mittlerweile auch einen MBA Execu -tive in Phoenix an. Im Ranking von U.S. News & World Repor t wird Eller als Nummer 63 unter den besten „Busi-ness Schools“ geführ t. In den Top Ten erscheint Eller sogarin den Schwerpunkten Information Systems und Entre -preneurship. Besonders bekannt ist das McGuire Centerfor Entrepreneurship, das umfangreiche Programme fürUndergraduates sowie Graduates entwickelt hat und aufdie Unterstützung von Gründungen und Entrepreneurshipder Studierenden spezialisier t ist. Das Zentrum wurde1984 gegründet und ist damit eines der ersten an einerUniversität angesiedelten Institute für Entrepreneurship.

Northern Arizona University (NAU): „The Difference that matters“Fähr t man von Phoenix Richtung Norden, dann erreicht man das Städtchen Sedona, das lange Jahre Anziehungs-punkt für Maler, Bildhauer und Schriftsteller war, die dasStadtbild prägten. Auch Max Ernst hat das malerisch in denBergen gelegene Sedona zu verschiedenen Arbeiten inspi-rier t. Über Sedona kommt man nach Flagstaff, einem be-liebten Winterspor tor t auf circa 2.100m Höhe. Flagstaff istmit seinen rund 60.000 Einwohnern ein begehr tes Höhen-trainingslager insbesondere für Olympioniken. Durch Flag -staff führ t die alte, legendäre Route 66. Die Stadt, die auchals das „Tor zum Grand Canyon“ bezeichnet wird, behei-matet die öffentliche Nor thern Arizona University (NAU)mit rund 23.600 Studierenden, davon 18.300 Undergra-duates und 5.300 Postgraduates. Der Fokus des W. A.Franke College of Business (FCB) liegt in den Programmenfür Undergraduates. Darüber hinaus wird mittlerweile auchein Master-Programm angeboten.

Prof. Dr. Walter Ruda

Arizona State University (ASU)

Solarenergie an der ASU

University of Arizona – Home of the Wildcats

Guerilla Marketing im Merchandising

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in Highlight für das 20-köpfige Teamunter Leitung der beiden Profes-soren Marc Piazolo und Walter

Ruda war die Betriebsbesichtigung amersten Tag bei der internationalen Do-metic Group. Die Studierenden beka-men einiges geboten: neben der inte-ressanten Firmenhistorie, die Verbindungzum Electrolux Konzern, erlebten siedie komplette Produktion am Stand-or t Jászberény. Die Dometic Group istMarktführer für lautlose Kühlgeräte . Nahezu jedes 4- oder 5-Sterne Hotelhat eine Minibar der Kühlexper ten imHotelzimmer verbaut. Neben dem Hotelgeschäft ist das wichtigste Stand-bein der Dometic Group die interna-tionale Caravan- und Reisemobilbran-che. Jedes Reisemobil und jeder Caravanweltweit hat mindestens ein Dometic-Produkt an Bord, das kann der klassi-

sche Kühlschrank sein, aber auch einFenster, ein Kocher, eine Spüle odereine Toilette. Insgesamt beschäftigt dieDometic Group rund 6.600 Mitarbei-ter rund um den Globus. In Ungarn produzier t der Konzern überwiegendHotelminibars, was die Studierendenbei ihrer Betriebsbesichtigung bestau-nen durften. „Unglaublich, wie viel Hand-arbeit“ in einem Kühlschrank steckt,staunte Alexander Roth, MBA-Studentin Zweibrücken. Den Kontakt zum ungar ischen Werk stellte der MBA-Student Steffen Gross her, der am deut-schen Hauptsitz in Siegen beschäftigtist. Am Abend wurde in MBA-Manierein Fallstudienseminar an der ÓbudaPar tner-Universität Budapest durch-geführ t. Der freundschaftliche Kontaktzwischen der Fachhochschule Kaisers-lautern, Campus Zweibrücken und der

Óbuda Universität Budapest bestehtbereits seit vielen Jahren.

Neben der Werksbesichtigung nah-men die Studierenden am nächstenTag an der internationalen „Manage-ment, Enterpr ise and Benchmarking Konferenz“ (MEB) teil, die von Prof.Dr. György Kadocsa und seinem Teamseit Jahren organisier t wird. Ein außer-gewöhnliches Er lebnis, schließlich ist die Konferenz eigentlich nur Wissen-schaftlern vorbehalten. Insgesamt re-ferier ten Dozenten aus sieben unter-schiedlichen Ländern. Die kommendenMBA-Absolventen brachten sich mitDiskussionsbeiträgen aktiv ein und konnten neue Einblicke in das wissen-schaftliche Arbeiten erlangen.

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Zweibrücker MBA-Studierendezu Gast in BudapestBetriebsbesichtigung und Internationale Konferenz als Highlight

Eine ganz andere Art von Veranstaltung erlebten die MBA-Studierenden (Master of Business Adminis -

tration) der Fernstudiengänge Marketing-Management und Vertriebsingenieur aus Zweibrücken. Zum

zweiten Mal wurde die „Out of Campus“-Veranstaltung im Rahmen eines internationalen Seminars in

der ungarischen Hauptstadt Budapest durchgeführt.

E

Teilnahme an der MEB-Konferenz

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Das Studium zum Master of BusinessAdministration (MBA) wird von derFachhochschule Kaiserslautern berufs-begleitend angeboten. Es kann zwischenden Schwerpunkten „Ver triebsingen -ieur“ und „Marketing Management“ ge-wählt werden. Das Studium, das seitJahren höchst erfolgreich durchgeführ twird, bereitet Fach- und Führungskräf -te auf ihren nächsten Karriereschrittvor. Mit dem akkreditier ten MBA-Ab-schluss erwerben die Absolventinnenund Absolventen einen internationalanerkannten Titel, der in Wir tschaft undHandel als Eintrittskar te in das mitt-lere und gehobene Management gilt.

Last but not least stand für die Zwei-brücker Studierenden am Tag vor derAbreise eine umfangreiche Stadtfüh-rung auf dem Programm. Die ausge-bildete Deutsch-Übersetzerin Berna-dette Kovács und Livia Kokas, beidefür die Auslandskontakte der ÓbudaUniversität zuständig, führ ten die Grup -pe mit ausführ lichen Er läuterungenzur Geschichte, aber auch wir tschaft-lichem Hintergrundwissen, durch diesehenswer te ungar ische Metropole . Neben dem bekannten Gellér tberg, der

Kettenbrücke, die älteste der Buda -pes ter Donaubrücken, und dem Burg-vier tel mit der Fischerbastei sowieder Matthiaskirche erlebten die Studie-renden eine ausführliche Führung durchdie beindruckende Basilika des Hl. Ste-phan. Auch konnten die Gäste aus Zweibrücken die stilvolle Atmosphäreim Central Café mit vielen Kaffeespe-zialitäten genießen. Ein Abendessen,ganz nach Ritterar t, im RestaurantLancelot rundete diesen gelungenenTag angemessen ab.

Ein großer Dank gebühr t Frau Dipl.-Betriebsw. (FH) Mar tina Fremgen vomInstitut ed-media für die organisatori-schen Vorarbeiten sowie BernadetteKovács und Livia Kokas für die Orga-nisation und die Betreuung in Budapest.

Steffen GrossProf. Dr. Walter Ruda

Betriebsbesichtigung bei der Dometic-Group

Idylle mitten in Budapest

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Gäste konnte der Präsident der Fachhoch-schule Kaiserslautern, Prof. Dr. Konrad Wolf,am 19. Dezember 2011 zum zweiten rhein-

land-pfälzischen/saarländischen Mädchen Technik Kongressam Campus Kammgarn der Hochschule begrüßen. Zirka150 Mädchen der Klassen 9 bis 12 nutzten das Angebot. InVorlesungen und Workshops konnten sie experimentieren,erleben und entdecken, wie viel Spaß in MINT (Mathema-tik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) steckt. DerKongress ist Teil des FH-Projektes „pro-femMINT – Frauenin Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik“,welches im Rahmen des Frauenförderprogrammes der Hoch-schule über Mittel aus dem Hochschulpakt II finanzier twird. In seiner Eröffnungsrede betonte der Präsident, dassNaturwissenschaft und Technik nicht nur Spaß machen son-dern auch beste Berufsaussichten bieten kann.

Am Vormittag wurden im Rahmen von Vorlesungen die theo-retischen Grundlagen für die praktischen Workshops amNachmittag gelegt. So besuchten die Mädchen entsprechendihrer Workshopwahl Vor lesungen aus den Themenberei-chen Maschinenbau, Informatik, Mechatronik oder Ange-wandte Pharmazie. Dabei gingen sie Fragen auf den Grund,wie: „Eiffelturm bauen in 10 Tagen – höher, weiter, schwe-rer?“ oder „Auf den Spuren Kleopatras Schönheit und wa-rum Nanotechnologie noch schöner macht“.

Auf dem Infomarktplatz präsentier ten sich die Adam OpelAG Kaiserslautern, profine-Kömmerling, Pirmasens, oderTerex aus Zweibrücken mit ihren Ausbildungsangeboten.Spezielle Studien- oder Berufsorientierungsangebote wur-den neben der Fachhochschule Kaiserslautern auch vonder Universität des Saar landes, dem KompetenzzentrumInformatik des Saarlandes, dem Ada-Lovelace-Projekt so-wie der Agentur für Arbeit Kaiserslautern vorgestellt.

In einem Interview mit MINT-Frauen konnten die MädchenEinblicke in die persönliche Laufbahn von Frauen gewin-nen, die den Weg in eine von Männern geprägte Berufs-welt nicht gescheut hatten. Alle interviewten Frauen gabenden Mädchen einstimmig mit auf den Weg, dass sie denMut haben sollen, den Schritt in einen MINT-Beruf zu wa-gen, wobei Begeisterung für Technik, Durchhaltevermögenund eine gute Selbsteinschätzung viel mehr zählen als guteNoten in den naturwissenschaftlichen Fächern. Elvira Töl-kes, Direktorin des Opel-Werks Kaiserslautern, betonte auch:

„Die Integration verschiedener Sichtweisen in einen Pro-zess ist eine Stärke von Frauen. Das braucht man in tech-nischen Berufen.“

Die 14 verschiedenen Workshops spiegelten die Vielfaltder Welt von Naturwissenschaft und Technik wieder. Teil-weise fanden sie auf dem Campus der Fachhochschulestatt, ein anderer Teil wurde bei den Par tnern des Kongres-ses vor Or t durchgeführ t. Somit hatten die Schülerinnenbeispielsweise auch Gelegenheit, den Arbeitsplatz einer Werk-zeugmacherin, einer Ingenieurin oder einer Physikerin ken-nenzulernen.

Am Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik GmbH (IFOS)der Technischen Universität Kaiserslautern konnten sie imRahmen des Workshops „Ich sehe was, was du nicht siehst:Alltagsgegenstände im Rasterelektronenmikroskop“ einen Aus-flug in die Welt der Mikro- und Nanotechnologie machen.

MINT-Frauen im Interview (Foto: Grimmig)

Entdecken!Erleben! Anfassen!Naturwissenschaft & Technik hautnah

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Aufmerksame Gesichter bei der Eröffnung des Kongresses (Foto: Grimmig)

Workshop am IFOS

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OFFENE FH

Am Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engine -ering (IESE) programmier ten die Mädchen Roboter undbekamen somit er ste Einblicke in die Entwicklung vonSteuersoftware. Im Labyrinth wurde sogleich getestet, obdie fr isch programmier ten ASUROs den Parcours auchkollisionsfrei durchfahren konnten. – Das gelang selbstver-ständlich mit Bravour.

In der Lehrwerkstatt der Adam Opel AG wurde gesägt, ge-bohr t, gefeilt und im Ergebnis entstand ein Kleiderhaken. Inden Räumen der Fachhochschule konnten die Mädchen er-fahren, dass Nanotechnologie uns in allen Bereichen desLebens begegnet, wie etwa in unseren Lebensmitteln undin der Kleidung. Die Schülerinnen bestimmten den PH-Wer t verschiedener Lebensmittel und untersuchten hydro -phobe Oberflächen. Im Labor des Studienganges Bauenund Gestalten konnte man hingegen die Teilnehmerinnenan Stichsäge und Akkuschrauber beobachten, wie sie eineBrücke bauten.

Andere wiederum bewiesen Geschick im Umgang mit demLötkolben und bauten einen Lügendetektor oder sie opti-mier ten Fer tigungsprozesse im Workshop der Firma Terex„Die kleine Fabrik“. Dass Licht nicht nur einfach Licht ist

und jede Wellenlänge des Lichts eine andere Farbe hat, konn-ten die Schülerinnen im Workshop „Die Wege des Lichts“erfahren, in dem sie ein Spektroskop bauten. Damit kannman Lichtquellen analysieren und feststellen, ob es sich umnatür liches, naturnahes oder künstl iches Licht handelt.„Man kann im Klamottenladen sehen, ob das Licht richtigist, sonst sieht das Ober teil zu Hause ganz anders aus alsim Laden.“, so Andreas Hecker, Workshopleiter vom Dyna-mikum Science Center Pirmasens.

Die Motivation der Schüler innen am Mädchen TechnikKongress teilzunehmen, war unterschiedlich.

Eine Schülerin von der IGS Ber tha-von-Suttner in Kaisers-lautern besuchte den Workshop „Vom Druckempfindenzur Blutdruckmessung“, weil sie schon den konkreten Stu-dienwunsch Biologie hatte, eine andere von der IGS Saar-brücken Ludwigspark schnupper te im Workshop „Bau dirdeinen eigenen 3D-Laserscanner“ in die Informatik, da siesich noch nicht sicher war, ob sie ihre Schullaufbahn nochweiterführen soll und auf dem Kongress erfahren wollte,„was die Unis so bieten“. „Toll“ fanden alle Mädchen, dasses Technik und Naturwissenschaft zum Anfassen gab: „Inder Schule gibt es zu wenig Versuche, hier kann man allesausprobieren“, so auch eine Schülerin aus dem Workshop„Trotz Widerstand zum richtigen Metall“, in dem durch dieMessung des spezifischen Widerstands verschiedene Metallebestimmt wurden.

Das Fazit der Befragung aller Teilnehmerinnen: 93% der Mäd-chen geben an: „Ja, ich hatte heute Spaß an Naturwissen-schaft und Technik.“ 52% der Schülerinnen möchten einenMINT-Beruf ergreifen und wurden durch den Mädchen-Tech-nik-Kongress in ihrer Berufswahl bestärkt.

Elisabeth OttSilke Weber

Bei der Adam Opel AG wurde an der Werkbank ein Kleiderhaken gefertigt

m 10. Mai 2012 findet an der Uni Trier (Campus II) der landesweite E-Learning-Tag unter dem Motto „vernetzt – kompetent – mobil“ statt.

Der E-Learning-Tag Rheinland-Pfalz ist eine landesweite, hoch-schulübergreifende Veranstaltung, die vom VCRP und der Uni-versität Trier organisiert und koordiniert wird. An ihm wirkendie Hochschulen des Landes, insbesondere die E-Learning-Sup-port-Einheiten ebenso wie Lehrende und Projektvertreter derHochschulen aktiv mit.

Ziel der Veranstaltung ist, ein aktuelles Bild der herausragendenE-Learning-Aktivitäten und den zukunftsweisenden Einsatz elek-tronischer Medien in Hochschullehre und Studium in Rhein-land-Pfalz zu präsentieren sowie aktuelle Trends in Zusammen-hang mit dem Basismedium Internet zu diskutieren.

Neben Keynotes von Frau Prof. Dr. Reinmann (Universität derBundeswehr München) und Herrn Prof. Dr. Aufenanger (Univer-

sität Mainz) werden zudem herausragende E-Learning-Projekteder rheinland-pfälzischen Hochschulen und weiteren Institutio-nen präsentiert. In parallelen Workshopsequenzen liegt derSchwerpunkt auf den Themen Vernetzung, E-Kompetenzen,mobile Hochschule und E-Assessment. Die Fachhochschule Kaiserslautern wird sich am Programm des e-learning-Tages inForm eines Vortrags und einer Posterpräsentation zu den BMBF-Projekten „Offene Kompetenzregion Westpfalz (OKW)“, „Förderung individueller Studienwege (FIS)“ und „Open MINTLabore (OML)“

Zu der kostenlosen Veranstaltung sind alle herzlich eingeladen,die an dem zukunftsweisenden Einsatz elektronischer Medien inLehre und Studium interessiert sind und über aktuelle Internet-trends im Bildungskontext diskutieren möchten.

Aktueller Veranstaltungsplan und Anmeldung unter:http://www.elearningtag-rlp.de

Simone Grimmig

AE-Learning-Tag Rheinland-Pfalz: vernetzt – kompetent – mobil

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uftakt der 2-tägigen Projekttage bildete die Begrüßungdurch den Dekan des Fachbereichs Angewandte Logis-tik- und Polymerwissenschaften, Prof. Dr. Ludwig Peetz

und eine Kurzpräsentation des Studienangebots am Standort Pirmasens. Im Anschluss konnten sich die angehenden Abituri-entinnen und Abiturienten in einer einstündigen Campusführungein Bild von den modernen Räumlichkeiten und der Campus-atmosphäre verschaffen sowie den Lehrenden Fragen zu den einzelnen Studienrichtungen stellen.

Gleich nach der Führung besuchten die Schülerinnen und Schü-ler auch schon ihre erste Vorlesung an der Fachhochschule: bei

Prof. Dr. Gregor Grun konnten sie das in der Schule zum ThemaElastomere Gelernte vertiefen. Der Theorie folgte am Nachmit-tag auch schon die Praxis: In den Laboren der Kunststofftech-nik schweißten die Schülerinnen und Schüler in MiniprojektenKunststoffteile zusammen und auch das Prüfen von Kunststof-fen stand auf dem Programm.

Am zweiten Tag stieg die Gruppe in das Thema Farbstoffe ein.Bei Ausbilderin Ramona Grawert lernten die Gymnasiastinnenund Gymnasiasten, wie man durch Extraktion Farbstoffe vonPflanzen gewinnen und mit Hilfe der Chromatographie trennenkann. Beispielsweise wurden aus Rotkohl Anthocyane gewon-

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Projekttage für Leistungskurs Chemie am Campus Pirmasens Am 30. und 31. Januar 2012 nutzten angehende Abiturientinnen und Abiturienten des Hugo-Ball-

Gymnasiums Pirmasens das Angebot der Fachhochschule Kaiserslautern, tiefere Einblicke in das Stu-

dienangebot am FH Campus Pirmasens zu gewinnen. Bei der Zusammenstellung eines maß ge schnei -

derten Programms für den Leistungskurs Chemie wurde dem Wunsch entsprochen, an das in der

Schule vermittelte Wissen anzuknüpfen und die Theorie mit möglichst vielen Praxiselementen in den

gut ausgestatteten Laboren der Fachhochschule zu ergänzen. Schwerpunkt waren dabei

Praktika in den Studienrichtungen Chemie- und Kunststofftechnik.

Schülerinnen und Schüler des Hugo-Ball-Gymnasiums beim Zeichnen von Diagrammen; stehend Ausbilderin Ramona Grawert und Lehrer Bernhard Brunner

Prof. Klaus Nieder und Chemielehrer Bernhard Brunner mit einer SchülerinLeonard Simeu Nankam beantwortet Fragen einer Schülerin

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nen – diese Farbstoffe eignen sich zum Nachweis von Säurenund Laugen, da sie bei pH-Wert-Änderung die Farbe wechseln.Nach einer Einweisung am Photometer wurden Farblösungenmit verschiedenen Konzentrationen vermessen und durch dasZeichnen von Diagrammen ausgewertet.

Den Abschluss der Projekttage bildete der Workshop bei Pro-fessor Nieder. Auch hier drehte sich alles um das Thema Far-ben. Im Färbelabor wurden Textilien aus Natur- und Synthetik-

fasern gefärbt. Dabei kamen verschiedene Farbstoffe mit den ent-sprechenden Färbeverfahren zum Einsatz, wie beispielsweisedas Färben von Polyester mit Dispersionsfarbstoff nach demThermosolverfahren. Anschließend bedruckte jeder Schüler einHandtuch nach dem Sublimationsdruckverfahren mit den Logosvon Fachhochschule Kaiserslautern und Hugo-Ball-Gymnasiumund durfte dieses als kleines Andenken mitnehmen.

Christiane Barth

„Erfolgsfaktor Bildung“ beim Zweibrücker SymposiumBeim 13. Zweibrücker Symposium der Finanzdienst-

leistung der Fachhochschule Kaiserslautern am Cam-

pus Zweibrücken beleuchteten acht hochqualifizierte

Referenten am 1. Dezember 2011 das wichtige The-

ma „Erfolgsfaktor Bildung".

uf Einladung des Studiengangs Finanzdienstleistun-gen des Fachbereichs Betriebswir tschaftslehre dis-kutier te vor rund 400 Teilnehmern Dr. Joachim Staude

als Par tner der Personalberatung PCM International AG imInterview mit Prof. Dr. Susanne Bar tscher-Finzer, FH Kaisers -lautern, über die Notwendigkeit der Bildung. „Jeder ist seineigener Bildungsmanager!“, gab Dr. Staude zu bedenken.Anschließend stellte Wolfgang Flaßhoff, Mitglied der Vor-stände der HUK-Coburg Versicherungsgruppe das nord-bayrische Netzwerk aus Versicherungswir tschaft und Hoch-schulen vor. Gunther Wölfges, Vorstandsvorsitzender derSparkasse Mittelmosel sowie Frau Mignon Lippmann, Rechts-anwältin, und Herr Mar tin Bauer, Aktuar, tätig bei der Lebens -versicherung von 1871 referier ten über die verschiedenenAus- und For tbildungskonzepte ihrer Unternehmen respek -tive Berufe . Eine interdisziplinäre For tbildung forder teProf. Dr. Elmar Helten, Präsident des bayr ischen FinanzZentrums, der den Fokus auf die sich verändernden Um-weltbedingungen legte. Wolfgang Kucker tz, Vorstandsmitgliedder Going Public! AG, erläuter te die rechtlichen und wir t-schaftlichen Anforderungen der Personalentwicklung in der

Finanzwir tschaft, bevor Prof. Dr. Volker Stein, Universität Sie-gen, mit seinem Vor trag über die Herausforderung derFührungskräftefor tbildung das Thema abrundete.

Auch im Jahr 2011 war das Zweibrücker Symposium derTreffpunkt für die Finanzdienstleister der Großregion. DerInitiator des Symposiums, Prof. Dr. Gunter Kürble, hat das14. Symposium für Anfang Dezember 2012 angekündigt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.studium-finanzdienstleistungen.de

Mechthild Steiner

A

Nicole Ney-Nikolaus erklärt die Funktionsweise der FlachstrickmaschineChristian Maier gibt Einblicke in die Abläufe eines Materialflusssystems

Erö� ffnung durch Prof. Dr. Gunter Ku� rble

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OFFENE FH

eine Mitarbeiter und Kolleginnensind ein Schatz von unermessli-chem Wert“, freute sich Marion

Straßer. In ihrer Begrüßungsrede danktedie Leiterin der Hochschulbibliothek inZweibrücken ihren beiden KolleginnenDr. Sigrid Hubert-Reichling (Leiterin derBibliotheca Bipontina, Landesbibliotheks-zentrum Rheinland-Pfalz) und RoswithaChristian (Leiterin der Zweibrücker Stadt-bücherei) für die gute Zusammenarbeit.Als Zeichen der Anerkennung überreichtesie ihnen die ersten Schätze des Abends,jeweils eine Rose.

Nach dem großen Erfolg der „LangenNacht“ im Jahr 2009 hatten die drei Bi-bliotheksleiterinnen im Rahmen der bun-desweiten Bibliothekswoche „TreffpunktBibliothek: Information hat viele Gesich-ter“ wieder ein ansprechendes und span-nendes Programm auf die Beine gestellt,rund um das Thema „Schätze“.

Auch Hans-Joachim Schmidt, Vize-Präsi-dent der Fachhochschule Kaiserslautern,lobte die „vorbildliche Art der Zusam-menarbeit der Zweibrücker Bibliotheken“.Den circa 60 Veranstaltungsgästen legteer nahe, die Bücherschätze reichlich zunutzen, als „breites Spektrum an Schätzen,das Sie heben können!“

In eine ganz besondere, außergewöhnli-che Welt der Schätze führte die erste Ak-teurin des Abends in der Hochschul-

bibliothek: Diplompuppentheaterspiele-rin Petra Schuff vom Theaterhaus Alpen-rod kreierte in ihrem Ein-Frau-Bühnen-programm wahre Wunder aus Papier. Sozauberte sie im Handumdrehen Puppenaus Papierservietten und ließ zur Musikdes Forellenquintetts Fische auf einer großen Papiergabel oder auch an Holz-stäben munter schwimmen, tanzen undauf Seilen balancieren. Oder sie verwan-delte sich gar pantomimisch selbst in ei-nen Fisch. In ihrer phantasievollen Darbie-tung rezitierte sie u.a. Heines „Loreley“ zueinem beeindruckenden Schattenspiel, ihreigenes Gesicht im Dunkeln von untenher mit einer Taschenlampe angestrahlt,womit sie die düstere, dramatische Atmosphäre unterstrich.

In Sekundenschnelle wechselten die un-zähligen Bühnenbilder und Requisiten, ja,sogar ein übergroßes Baby – komplett ausPapier – kletterte aus einer ihrer vielenPapiertüten. Dieses drückte sie kurzer-hand einer Zuschauerin in den Arm: „Bitte,passen Sie gut auf, auf mein Bambino!“

Faszinierend auch ihre kunstvolle Inter-pretation von Rilkes „Karussell“, an demsich nach und nach immer mehr Tieredrehten und wundervolle Licht- undSchattenspiele an die Bibliothekswändeund -decken warfen. Selbst ihre Papier-Protagonisten hatten Probleme mit derLiebe, doch es gab ein Happy-End: Über-glücklich rief die Stimmkünstlerin „amore,

amore!“, während passend Mandolinendie Melodie des Liedes „amore mio“ er-klingen ließen.

Ganz andere Schätze, wenn auch wiederzum Teil aus Papier, bot der ZweibrückerBuchbinder Martin Kohl in der BibliothecaBipontina. „Ganz nah dabei“ durften dieBesucher sein, als er mit originalen Werk-zeugen und Geräten die Kunst des Buch-bindens und -verzierens erklärte und inder Praxis vorführte. Jeder durfte die ver-schiedenen Motiv-Stempel und -Rollenselbst in die Hand nehmen und konntesich so ein Bild davon machen, wie vielZeit und Anstrengung es in früheren Jahr-hunderten gekostet haben muss, ein sol-ches Kunstwerk mit Goldschnitt herzustel-len. Eine mühselige, stundenlange Arbeitmit zahlreichen Arbeitsschritten, die so-wohl hohe Kunstfertigkeit als auch hoheKonzentration verlangte. VollendetePrachtexemplare konnten die Besucher inden Vitrinen bestaunen. Zudem hatte Kohleinige Exemplare winzig kleiner Büchermitgebracht, die er selbst mit viel Liebeund Mühe angefertigt hatte, und erhieltdafür viel Bewunderung des Publikums.

Etwas, beziehungsweise jemand nicht ganzAlltägliches erwartete die Teilnehmer imAnschluss: Kammerzofe Henrietta, die siefreudig in Empfang nahm und mit ihrerLaterne und unglaublichem Wissen durchdie nächtliche Stadt der Rosen führte:„Fragen Sie mich ruhig und glauben Siemir, ich muss es ja wissen, schließlich warich dabei! Ich bin nun schon seit dem Jahre1752 im Dienst in Zweibrücken!“ An-schaulich und unterhaltsam schilderte siedie Zeiten der Erbauung und weiterenGeschichte des Residenzschlosses, „ich

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Die Leiterinnen der drei Zweibrücker Bibliothe-ken Roswitha Christian, Marion Straßer undSigrid Hubert-Reichling (v.l.) freuen sich auf die Darbietungen der Puppentheaterspielerin Petra Schuff (2.v.l.). (Foto: Trippen)

Tanzende Fische und „amore mio“ in der Zwei-brücker HochschulbibliothekLange Nacht der Zweibrücker Bibliotheken widmete sich dem Thema „Schätze“

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erinnere mich ganz genau!“ Und so erfuhrihre Gefolgschaft auf dem Weg zur Stadt-bücherei nach und nach jede Menge In-teressantes zur Geschichte der Stadt, ge-spickt mit amüsanten Anekdoten.

Am Ziel angekommen, bildeten dreiwaschechte Saarländer mit zwei Gitarrenund einem Bass den Abschluss eines kurz-weiligen Abends. Mit eigenen Kompositio-nen, „normalverrückten Liedern“, spiel-ten und sangen sich Michael Riehm,Christoph Selzer und Detlef Schäfer indie Herzen der Zuhörer. Da Musik zudemalle Sprachgrenzen überwindet, kam es

auch zu keinen Verständnisproblemenbeim meist rheinlandpfälzischen Publikum,auch nicht beim schmissigen „Lummo lo,lo leida“. Mit ihren gefühlvollen, mal hu-morvollen, mal bizarren, dann wiedernachdenklich stimmenden Liedbeiträgentrafen sie genau den Geschmack der Be-sucher. Von „Nordwindrindern“ über„Trübe Gedanken“ entführte das harmo-nische Trio das Publikum zu später Stundebis hin in „Ein südliches Land“: „Mond,der auf Delfine scheint“, schläfrige Katzenauf Mauern, Wind, Möwen und Pinienweckten das Fernweh.

Zusätzlich zu diesen musikalischen Le-ckerbissen konnten sich die Gäste in derStadtbücherei zudem wieder mit einerMitternachtssuppe im Kulturcafe und ei-nem Literaturcocktail – einer Eigenkrea-tion des Bibliotheksteams – stärken undso diese Lange Nacht in einem schönenRahmen gemütlich ausklingen lassen. EineBesucherin sprach allen Beteiligten ausder Seele: „Es war ein wirklich schönerAbend, der sehr viel Spaß gemacht hat!“

Friederike Trippen

urch die Umstrukturierung desHochschulsystems im Rahmendes Bologna-Prozesses stellt

sich für viele Studierenden eine wichtige Fra ge: Was mache ich nach meinemerfolg reich abgeschlossenen Bachelor-Stu dium? Denn neben dem direkten Berufseinstieg gibt es mittlerweile eineReihe von weiterführenden Master-Pro-grammen. Im Rahmen der Master Messe,die am 4. November 2011 an der Fach-hochschule in Mainz stattfand, hatten die Besucher Gelegenheit sich über dieVielzahl an wirtschaftswissenschaftlichen Master-Studiengängen der Universitätenund Fachhochschulen aus der Rhein-Main-Neckar-Region zu informieren.

Nach der offiziellen Begrüßung durch denPräsidenten der Fachhochschule Mainzgab es eine Reihe von interessanten Vor-trägen und Podiumsdiskussionen rund um das Thema „Master-Studiengänge“.Bei den Referenten handelte es sich umProfessoren und Manager aus verschiede-nen Unternehmen, aber auch aktuelleMaster-Studenten und Master-Absol-venten berichteten über ihre bisherigenErfahrungen. Neben den zwanzig privatenund öffentlichen Hochschulen waren auchbekannte Unternehmen wie zum Beispieldie Schott AG oder Boehringer Ingelheimals Aussteller vor Ort.

Der Messestand der Fachhochschule Kaiserslautern, der mit ausreichend Wer-bematerial zu den einzelnen Studiengän-gen bestückt war, wurde von ProfessorDr. Piazolo und seinem Mitarbeiter JörnGukenbiehl aus dem Fachbereich Be-triebswirtschaft betreut. Zusammen führten sie weit über 50 Beratungsge -spräche. Die Messebesucher bekamen so die Gelegenheit, sich über das Ange-bot der Master-Studiengänge der ge -samten Hochschule und des Fachbe -reichs Betriebswirtschaft zu informieren.Ein Eye-Catcher war unter anderem einImagevideo, das ursprünglich für den Stu-diengang „Finanzdienstleistungen“ ge -dreht wurde, um erste Eindrücke vomStudienort Zweibrücken zu gewinnen.

Generell war das Publikum – für eineHochschulmesse – sehr homogen. Wirhatten die meisten Kontakte mit ange-henden Bachelor-Absolventen, die ofteine klare Vorstellung davon hatten, inwelchem Bereich sie sich spezialisierenmöchten. Aus den zahlreichen Gesprä-chen mit Besuchern stellte sich auch heraus, dass es neben den klassischen Präsenzstudiengängen auch ein starkes Interesse an den angebotenen berufsbe-gleitenden sowie Fern-Studiengängen gibt. In der Podiumsdiskussion „Master-Absolventen – die neue Führungselite“,

die von Prof. Dr. Hanno Beck geleitetwurde, konnte man auch eine klare Tendenz der Referenten aus dem Per -so nalbereich erkennen: Grundsätzlichempfahlen die Anwesenden einen wei-terführenden Master-Studiengang und/oder ein Auslandspraktikum. Und dasnicht nur, um seinen Lebenslauf um einen Punkt erweitern zu können, son-dern vor allem, um die eigene Persön-lichkeit weiterzuentwickeln. Dabei kannes sogar von Vorteil sein auch mal denFachbereich zu wechseln. So ist man brei-ter aufgestellt und kann leichter eineSchnittstellenfunktion im späteren Be -rufsleben übernehmen. Abgerundetwurde das Programm durch ein „Get-together“ mit Wein, Brezeln und Live-Musik. Im Großen und Ganzen ist fest -zuhalten, dass die Master Messe in Mainzeine sehr gelungene Veranstaltung fürbeide Seiten war: einerseits für die Hochschulen, um sich zu präsentieren und erste „Bewerbergespräche“ zu füh-ren – und anderseits für (angehende) Bachelor-Absolventen, um tiefergehendeund direkte Informationen zu den Studi-enmöglichkeiten an den Hochschulen derRegion zu erhalten. Die Master Messeschaffte damit eine Win-Win-Situation fürAnbieter wie Nachfrager.

Jörn Gukenbiehl

DJörn Gukenbiehl im Gespräch mit einem Messe-besucher (Foto: Prof. Dr. Marc Piazolo)

Bachelor – und was jetzt?Ein Tag auf der Master Messe in Mainz

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ls Professor Kur t Neumeier am19.12.1996 als damaliger Grün-dungsbeauftragter des FH-Stand-

or tes Zweibrücken die erste Star Trek-Weihnachtsvorlesung eröffnete, hättekeiner – am wenigsten ich selbst – geglaubt, dass wir 15 Jahre später aufmehr als 100 Star Trek-Veranstaltungenzurückblicken können.

Wir, das sind vor allem Prof. Dr. Mar-kus Groß, Manfred Strauß und ich(Huber t Zitt). Damals, also 1996, hat-ten wir die Idee , jeweils vor Weih-nachten Star Trek-Vor lesungen für „unsere“ Studierenden anzubieten. Undzu Beginn geschah dies auch nur lokalbegrenzt und in relativ kleinem Stil. SeitAnfang des neuen Jahrhunder ts habensich dann auch Studierende in die Organisation der Veranstaltungen ein-gebracht. Die Star Trek-Vor lesungenwurden zu Kultveranstaltungen. Mit

der Zeit kamen auch immer mehr ex-terne Gäste, die über die Presse unddas Internet auf uns aufmerksam wur-den. Im Jahre 2005 wurde ich dann zumersten Mal als Referent auf die FedCon,Europas größte Science-Fiction-Con-vention, eingeladen, wo ich Kontakte zuden Star Trek-Schauspielern und zurFilmgesellschaft Paramount herstellenkonnte. Von diesem Zeitpunkt an wurdeich dann auch von anderen Institutenund Einrichtungen als Gastredner ein-geladen. Von den nun über 100 StarTrek-Vorlesungen wurden circa 60 ananderen deutschen Fachhochschulenund Universitäten gehalten. Erwähnens-wer t ist dabei auch mein Auslands-semester im Jahre 2008 an unsererPar tnerhoch schule, der University ofthe Incarnate Word in San Antonio,Texas, wo ich im Rahmen eines regu-lären Wahlfachs „The Physics of StarTrek“ unterrichtet habe. Im Jahre 2009

bekam ich eine Gastrolle in der Fern-sehshow „Beam me up, Scotty – diegroße Star Trek Show“, die damals vonKabel1 produzier t wurde. Und zuletztsei noch erwähnt, dass die Star Trek-Vor träge auch von Global-Playern wiez.B. Procter & Gamble für Entwickler-symposien gebucht werden. Man er-hofft sich dadurch eine Ar t „Mind Ope-ning“ für die Entwickler, die anhand von Star Trek sehen können, dass vieleeinstige Visionen von Science-Fiction-Autoren mittlerweile bereits Realitätgeworden sind.

Star Trek-Vorlesungfeiert DoppeljubiläumBei der Star Trek-Weihnachtsvorlesung am 15. Dezember 2011 (Sternzeit -311044,4)feierten wir die 100. Star Trek-Vorlesung und gleichzeitig 15 Jahre Star Trek-Weih-nachtsvorlesung an der Fachhochschule Kaiserslautern in Zweibrücken.

Von 1996 bis heute in 300 Worten

Die Crew nach der erfolgreichen 100. Star Trek-Mission

A

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eben den über 500 Zuschauern,die wir im Audimax zählen konn-ten, gab es auch viele, die unse -

re Veranstaltung live über das Internetverfolgt haben, bzw. gerne verfolgt hät -ten. Leider wollten nämlich so viele Leuteaus ganz Deutschland den Livestreamschauen, dass unsere Server hoffnungs -los überlastet waren. Das war aber soziemlich die einzige Panne an diesemAbend. Denn dank der mittlerweile cir-ca 50 ehrenamtlichen Helfer und einer guten Organisation verlief bei der 15. StarTrek-Weihnachtsvorlesung alles reibungs-los. Also bis auf die Tatsache natürlich,dass die Veranstaltung wieder etwas länger gedauert hat als geplant, aber dasist nach nunmehr 15 Jahren zur Traditiongeworden. Unsere Gäste wissen dies undrechnen praktisch schon damit.

Professor Markus Groß moderierte dieVeranstaltung und Manfred Strauß wartraditionell für den „technical support“zuständig. Bevor es losging, durften sichalle anwesenden Kinder ein Geschenk ab-holen. Zur Auswahl standen Actionfigu-ren, Bücher, DVDs und vieles mehr.

Als ersten Gast konnte Markus Groß denArchitekten und Klingonischlehrer Lie-ven. L. Litaer ansagen, der den Abend miteinem klingonischen Lied eröffnete.

KostümwettbewerbAnschließend wurden die Teilnehmer desausgeschriebenen Kostümwettbewerbsauf die Bühne gebeten. Zu gewinnen gabes insgesamt vier Wochenendtickets fürdie oben bereits erwähnte SiFi-Conven-tion FedCon im Wert von je 110 Euro.Die Zuschauer im Audimax waren dieJury und wählten die MasterstudentinJeannette Läpple (im Kostüm der JediMeisterin Luminara Unduli aus Star Wars – The Clone Wars, Startnummer 6) zurGewinnerin, sie bekam zwei FedCon-Kar-ten. Sonja Garcia (als Orion Slave Girl ausStar Trek, Startnummer 5) wurde Zweiteund ihr Ehemann Joseph Garcia (als Com-mander Riker aus Star Trek, Startnum-mer 4) erreichte Platz drei. Beide beka-men je ein FedCon-Wochenendticket.

Star Trek und der Fall zu GuttenbergDanach stand mein bereits schon traditio-neller Jahresrückblick auf dem Programm,in dem ich über Star Trek-Anekdoten ausdem zurückliegenden Jahr berichte. Einesoll hier genannt werden: Nachdem am1. März 2011 Karl-Theodor zu Gutten-berg als Verteidigungsminister zurückge-treten ist, kam im Internet das Gerüchtauf, dass selbst die Abtrittsrede von Herrnzu Guttenberg ein Plagiat gewesen sei.Der letzte Satz aus zu Guttenbergs Rede„Ich war immer bereit zu kämpfen, aberich habe die Grenzen meiner Kräfte er-reicht“, wäre aus dem Film „Star Trek II– Der Zorn des Kahn“ entnommen, hießes. Am 3. März hat mich daraufhin einBerlin-Korrespondent angerufen, der be-reits einen Artikel aufgesetzt hatte, wel-cher am nächsten Tag in 15 Tageszeitun-gen hätte erscheinen sollen. Er fragte beimir nach, ob dieses Zitat denn wirklich in

dem genannten Film vorkäme. Nachdemich ihm versichert hatte, dass dieser Satznicht in einem Star Trek-Film vorkommt,wurde der Artikel nicht veröffentlicht. Andieser Stelle ein Lob an diesen Journalis-ten, der eine gute Recherche einem Sen-sationsartikel vorgezogen hat.

KurzvorträgeZwei Gastredner standen nun noch vorder Pause auf dem Programm. RobertVogel ist ein bekannter Science-Fiction-Experte und hat den Gästen eine paarGeschichten über seine Erfahrungen mitechten Raumfahrern erzählt. Aus diesemGrund ist er auch in einem echten Welt-raum-Overall der ESA erschienen, dendie Astronauten zum Beispiel auf der in-ternationalen Raumstation ISS tragen.

Anschließend kam Lieven L. Litaer noch-mals auf die Bühne und erklärte uns, pas-send zum Thema der Veranstaltung, wiedie Klingonen die Zeit betrachten.

Science-Fiction-Experte Robert Vogel

Klingonischlehrer Lieven L. Litaer

N

Alle anwesenden Kinder bekamen ein Geschenk

Die 100. Star Trek-VorlesungPassend zur Jubiläumsveranstaltung lautete das Motto in diesem Jahr „Zeitreisen und temporale Logik“.

Ein interessantes und zugleich komplexes Thema.

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Torten und coole DrinksZum Ende der ersten Halbzeit wurdenaus gegebenem Anlass – und zu meinerÜberraschung – zwei Star Trek-Tortenauf die Bühne gebracht. Mit brennendenWunderkerzen bot sich hier eine echteShow! Vielen Dank an dieser Stelle anManuel Wilde, der dies organisiert hat.Apropos Essen: Natürlich gab es auchwieder Föderationsbrezeln, also spezielleLaugenteilchen in Form des Star Trek-Logos. Auch das ist eine Tradition, die esbereits seit 1996 gibt. Die damalige Fach-schaft I/MST hat dies eingeführt und seitdem sorgt sie alljährlich für das leib -liche Wohl der Gäste. Das Highlight indiesem Jahr war ein spezieller Cocktail,serviert mit Trockeneis, so dass er alleineschon optisch dem galaktischen Anlassgerecht wurde.

Bat’leth-KampfNach der Pause ging es weiter mit einemkurzen Bat’leth-Schaukampf von ChristinaRoche und Michael Burgard. Er unter -lag Christiana Roche und Markus Großkonnte rechtzeitig schlichten, so dass die Sache nochmals gut ausgegangen ist.

Vortrag zu ZeitreisenEs folgte mein Hauptvortrag mit demThema des Abends: „Zeitreisen und temporale Logik“. Dabei ging es zunächstum den Einzug von Zeitreisen in die Literatur und in den Film. Danach wurdedie (Relativitäts-)Theorie zu Zeitreisen erklärt und zwar so weit wie nötig und so wenig wie möglich, um die Grund-lagen von Zeitreisen verstehen zu kön -nen. An konkreten Beispielen, größten-teils aus „Star Trek“ und „Zurück in dieZukunft“, wurden dann die Phänomeneund Paradoxien, die bei Zeitreisen auf-treten können, auf sehr unterhaltsameWeise erörtert.

Verlosung und CharityDie Weihnachtsvorlesung verbinden wirseit Jahren auch mit Wohltätigkeitsaktio-nen für kranke oder Not leidende Kin-der. In diesem Jahr wurden auf eBay drei Bücher und ein Baseball versteigert,die von namhaften Schauspielern aus dem Science-Fiction-Genre extra für un-sere A(u)ktion signiert wurden. Alleineder Baseball, auf dem Sir Patrick Stewart(Captain Jean Luc Picard in Star Trek: TheNext Generation), Kate Mulgrew (Cap-tain Kathryn Janeway in Star Trek: Voya-ger) und Avery Brooks (Captain Benja-min Sisko in Star Trek: Deep Space Nine)unterschrieben haben, brachte erstaunli-che 370 Euro ein.

Weiterhin wurde während der Veranstal-tung von den Gästen Geld eingesammeltund es gab eine Verlosung, dessen Erlösin die Spendenkasse der Aktion Sternen-regen geflossen ist. Auch die FH-Mitarbei-ter am Standort Zweibrücken haben sichbei der Aktion beteiligt. Zuletzt wurdennoch die oben bereits erwähnten Tortenangeschnitten und zu Gunsten dieser Ak-tion an die Gäste im Audimax verkauft.

Am Ende der Veranstaltung konnten wirdann über 2200 Euro an „Captain“ H.W.Heinzer von Radio Salü übergeben, derunsere Spenden für die Aktion Sternen-regen entgegengenommen hat. Die Spenden kommen bedürftigen Kindern inunserer Region zugute.

An dieser Stelle bedanken wir uns noch-mals bei allen Sponsoren, die uns dieSachpreise für die Verlosung und die Ver -steigerung zur Verfügung gestellt haben.

Bedanken möchte ich mich auch bei allen Helfern, ohne die eine solche Ver-anstaltung nicht durchführbar wäre. DerTermin für die diesjährige Star Trek-Weihnachtsvorlesung steht schon fest, sie wird am 20. Dezember 2012 statt -finden. Bis dahin wünschen wir allen nachStar Trek-Manier Frieden und ein langesLeben.

Dr. Hubert Zitt

Überreichen der Jubiläumstorten

Extraterrestrische Drinks

Bat’leth-SchaukampfÜbergabe der Spenden an H.W. Heinzer von Radio Salü

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OFFENE FH

in kreatives Team, innovative Ideen,lange Nächte und viel Kaffee: Daswaren die Voraussetzungen, um

den Produktlaunch der Marktneuheit„ID-enter“ rechtzeitig zur CeBIT 2012,der weltgrößten Kongress-Messe derIKT-Branche (Informations- und Kom-munikationstechnologie-Branche), zustar ten.

Die technische Entwicklung der bei-den Gründer Sebastian Wille vom Lehr-stuhl der TU „Entwurf Mikroelektroni-scher Systeme“ von Prof. Dr.-Ing. NorbertWehn und Torsten Jensen aus der FHKaiserslautern schließt mit dieser Ent-wicklung eine Marktlücke zwischen einem realen Messebesuch, der Weiter-gabe von Messe-Informa tionen an dieeigenen Social-Media-Netzwerke sowiedem präziseren Benchmarking für dieMesseleitung. Denn während Besu-cher ihre Messeerlebnisse mit Freun-den und Kollegen unmittelbar teilenwollen, wünschen sich Aussteller einebreite Streuung ihrer Produktneuhei-ten und einen langfristigen Kontakt zupotentiellen Kunden. Solche Projektesind unter anderem auch Bestandteil imLandesforschungsschwerpunkt AmSys.

„Wir führ ten täglich unzählige Presse-gespräche“, erzählt Gründer TorstenJensen am Ende der diesjährigen Ce-BIT und berichtet gerne vom Facebook-Kommentar eines Besuchers, der denID-enter als die einzig wahre Innova-tion im Bereich Social Media der Ce-BIT 2012 beschreibt. Ministerpräsi-dent Kur t Beck und Staats sekretärinHeike Raab, zuständig für die IT-Infra-struktur des Landes, schauten persön-lich beim ID-enter-Messestand vorbei,um die Technik auszuprobieren.

Neben dem ID-enter-Auftritt am Rhein-land-Pfalz-Stand waren Torsten Jensenund Sebastian Wille auch am CODE_n-Stand platzier t. Dor t fanden sie sichneben 49 weiteren zukunftsträchtigenIT-Star t-ups aus Deutschland wieder –und freuen sich, zu den Finalisten desCODE_n-Wettbewerbs zu gehören.Mitbewerber waren unter anderem „mytaxi.de“ und „lingoking“, die in derStar t-up-Szene nicht unbekannt sind.Der CODE_n-Wettbewerb wurde von bedeutenden Unternehmen, wieFujitsu und Ernst & Young, gesponser t

und zählt als Wegweiser für den Wan-del in der mobilen Welt.

Wer ID-enter auf der CeBIT verpassthat, sollte sich die Hannover Messe vormerken. Am Landesstand von Rhein-landpfalz (Halle2 C48) wird ID-enterdie Nutzer in Interaktionen führenund sicher noch die eine oder andereÜberraschung bereithalten.

ID-enter – Tag it easy! :-)

Torsten Jensen

E

Staatssekretärin des ISIM Heike Raab mit Sebastian Wille und Torsten Jensen (Höfer, ISIM)

ID-enter Video

Jungunternehmer drücken CeBIT Stempel auf

Sebastian Wille und Ministerpräsident Kurt Beck (Höfer, ISIM)

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uf Initiative der FachhochschuleKaiserslautern macht der nano-Truck des Bundesministeriums für

Bildung und Forschung (BMBF) am Frei-tag und Samstag, 4. und 5. Mai, Station amCampus I in der Morlauterer Straße 31.Mit interaktiver Exponatschau, kleinen Ex-perimenten und informativen Kurzvorträ-gen lädt das doppelstöckige Ausstellungs-fahrzeug unter dem Motto „TreffpunktNanowelten“ zu Erkundungstouren in dieWelt winziger Teilchen und Strukturenein. Als „Botschafter und Übersetzer“ ei-ner chancenreichen Schlüsseltechnologieinformiert der nanoTruck Studierendeund interessierte Schulklassen über nano-technische Studiengänge sowie Berufs-und Karrierewege in dieses zukunftswei-sende Technologiefeld. In einem speziel-len Schüler-Workshop, der anlässlich des„Offenen Campus“ angeboten wird, kön-

nen angemeldete Schülerinnen und Schü-ler selbst Hand an die Nanotechnologielegen und eine Nano-Solarzelle bauen.

Karrierechance Nanotechnologie – DieNanotechnologie ist bereits heute ein In-novationstreiber, dessen Bedeutung For-schung und Industrie längst erkannt haben.Über 60.000 Arbeitsplätze in rund 950Unternehmen stehen bereits direkt oderindirekt mit diesem chancenreichen Tech-nologiefeld in enger Verbindung. Aucham Hochschulstandort Kaiserslautern istdie Forschung und Lehre auf diesem Ge-biet im Rahmen verschiedener Studien-gänge verankert, hierzu zählen etwa „Me-chatronik“ und der neue Studiengang„Energieeffiziente Systeme“, insbesondereunter Einbeziehung des Bereichs Werk-stoffwissenschaften.

Was aber macht diese Technologie zurSchlüsseltechnologie? Wo begegnen wirihr heute schon im Alltag und welche Stu-dienmöglichkeiten, Berufsbilder und Kar-rierewege bieten sich auf diesem Gebietan? Antworten auf diese und viele andereinteressante Fragen geben die projektbe-gleitenden Wissenschaftler im nanoTruckam Freitag und Samstag, 4. und 5. Mai.Bei einer Reihe themenspezifischer Kurz-vorträge erfahren alle Interessiertenebenso Wissenswertes wie Spannendes

über ganz unterschiedliche nanotechno-logische Einsatzgebiete und erhalten zu-dem wertvolle Informationen darüber,was in Sachen Ausbildung, Studium undBeruf in der Nanowelt deutschlandweitangeboten wird.

Nanotechnologie zieht an – Die prakti-sche Anwendung der Nanotechnologierückt am Freitagvormittag bei einem Ideenworkshop für angemeldete Schüle-rinnen und Schüler in den Mittelpunkt.Unter dem Motto „nano goes textile“können sie einen Blick in die Zukunft derTextilbranche werfen. Hier ist bei denNachwuchsforschern vor allem Kreativi-tät gefragt. Denn sie werden sowohl eigene Ideen entwickeln, wie Textilien mitHilfe der Nanotechnologie zukünftig be-schaffen sein könnten, aber auch über die Möglichkeiten ihrer Umsetzung in der Praxis diskutieren. Anschließend wird esspannend: In Zweierteams bauen die jungen Teilnehmenden funktionstüchtige„Grätzelzellen“, die in flexibler Form ih-ren Weg in die Textilentwicklung findenund dort völlig neue Anwendungsfeldereröffnen könnten. Liefern sie genug Span-nung, sollen diese mit einfachsten Hilfs -mitteln gebauten nanokristallinen Farb-stoffsolarzellen am Ende des Workshopsdem Soundchip einer Glückwunschkarteeine Melodie entlocken. (red)

Nanotechnologie zum Anfassen und MitmachenDer nanoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung istbeim „Offenen Campus“ der Fachhochschule Kaiserslautern zu Gast

A

Der nanoTruck des BMBF bereichert den Offenen Campus am Studienort Kaiserslautern (Foto: FLAD&FLAD)

Innenansicht des nanoTrucks (Foto: FLAD&FLAD)

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71FH RUNDSCHAU 1/2012

PERSONEN, PREISE, EHRUNGEN

Prof. Dr. Dominik DurnerProf. Dr. Dominik Durner erhielt am 13.Oktober 2011 seinen Ruf als Professorfür Lebensmitteltechnologie im Fachbereich Angewandte Logistik- und Polymer-wissenschaften.

Der gebür tige Bayer studier te Dairy Science and Technology an der TechnischenUniversität München und promovier te im April 2011 summa cum laude an derTechnischen Universität Braunschweig, wofür er auch den Gerhard-Billek-Preisfür die beste Disser tation im Fach Lebensmitteltechnologie erhielt. Schon im Rah-men seiner Doktorandenzeit war er als wissenschaftl icher Mitarbeiter amDienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) beschäftigt und war unter an-derem in die Planung des Studierendenlabors im Studiengang Weinbau und Oe-nologie involvier t.

Seit März 2010 hatte Dominik Durner die Ver tretungsprofessur für Lebensmit-teltechnologie und Oenologie inne und ist bis heute mit einem Lehrauftrag fürLebensmittel- und Getränketechnologie an der TU Kaiserslautern tätig. „DieVermittlung von Wissen an junge Leute bereitet mir großen Spaß und ich seheeinen wichtigen Beitrag darin, dass die Studierenden fundamentale Sachverhalteverstehen und in ihrer späteren beruflichen Tätigkeit umsetzen können“, sagtDurner. Sein aktueller Fokus liegt im Aufbau eines Arbeitskreises, der sich mitder Extraktion, den Reaktionen und der Analytik von Inhaltsstoffen aus Rot- undWeißweinen beschäftigt.

Prof. Dr. Timo Götzelmann

Ernennungen

Prof. Dr. Timo Götzelmann erhielt am 27. Dezember 2011 seine Ernennungsur-kunde zum Professor auf dem Lehrgebiet der „Implementierung interaktiverSoftware-Systeme“.

Götzelmann studier te Angewandte Informatik an der Hochschule Fulda und ineinem Auslandssemester an der University of Westminster in London. Seine Diplomarbeit schrieb er am Institut für Simulation und Graphik an der Univer-sität Magdeburg im Bereich der graphischen Schnittstellen und Interaktion. Mitdiesem Themenbereich befasste er sich dor t auch während seiner Promotion,welche er 2007 mit summa cum laude abschloss. Während der Promotion ver-brachte Timo Götzelmann im Rahmen eines Forschungsaufenthalts mehrereMonate an der Technical University of Catalonia in Barcelona, Spanien.

Anschließend ging er in die freie Wir tschaft und beschäftigte sich mit der Vor-entwicklung und Leitung von Forschungsprojekten im Bereich der Graphik undInteraktion auf mobilen Geräten. Während dieser Zeit lehr te Timo Götzelmannbereits an der Hochschule Fulda und der Technischen Hochschule Mittelhessen.Seine akademischen Schwerpunkte befassen sich unter anderem mit den inter-aktiven Systemen, Mensch-Computer-Schnittstellen und mobilen Endgeräten.

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FH RUNDSCHAU 1/201272

GRÜNDERINFO

on der Idee zur Umsetzung ist esein großer und mutiger Schritt,weiß Prof. Dr. Ralph Wiegland,

Geschäftsführer des bic: „Manche Leutetrauen sich trotz einer tollen Idee nicht,diese weiter zu verfolgen. All denen wol-len wir unter die Arme greifen und ihnenein ehrliches Feedback geben.“ Wird einModell als erfolgsversprechend eingestuft,unterstützt „1,2,3 GO“ den Ideengeberbei der Weiterentwicklung und Umset-zung des Vorhabens. Erfahrene Unter-nehmer und Experten helfen dabei, eineinnovative und für die Region einmaligeGeschäftsidee zu analysieren und umzu-setzen. Offen, ehrlich und konstruktiv.

Wer seine Konzeption einreichen möchte,kann dies bequem im Internet mit einer

Kurzbeschreibung tun. „Damit die Idee ei-nes potentiellen Firmengründers unter-stützt wird, muss sie vor allem innovativsein“, betont Wiegland. Ist diese Hürdeerst einmal genommen, muss das Projektkonkretisiert sowie mit kostenfreier Unter-stützung von Coaches aus dem Netzwerkein professioneller Businessplan erstelltwerden. Dieser muss bis zum 15. Juni2012 eingereicht sein. Der Businessplanwird dann von einer überregionalen Jurykommentiert und bewertet. Den Gewin-nern winken darüber hinaus Preisgelder.

Logisch, dass es von der Idee zur Umset-zung ein großer und mutiger Schritt ist.Umso wichtiger ist das ehrliche Feedbackderer, die sich seit vielen Jahren berufs-mäßig damit beschäftigen. Nur so lassen

sich die Chancen einer innovativen Ge-schäftsidee wirklich einschätzen. Es gibtnichts zu verlieren – aber möglicherweiseviel zu gewinnen!

Wer seine Idee einreichen möchte, solltealso nicht länger zögern: Einfach mit den1,2,3 GO-Patner im bic sprechen oderdirekt mit einer Kurzbeschreibung im In-ternet bewerben!

Neben diesen konkreten Hilfestellun-gen bietet „1,2,3 GO“ für Gründungen inRheinland-Pfalz die Möglichkeit, eine finanzielle Förderung zu beantragen.

Weitere Informationen: www.123go-westpfalz.de

Jetzt mit innovativer Geschäftsidee bewerben…1, 2, 3 GO – Trau Dich!23. April, 17:00 Uhr Business Plan Ausbildung im bic

Sie haben eine Geschäftsidee in der Schublade? Trauen sich aber nicht, den nächsten Schritt zu gehen? Was

hält Sie noch davon ab, Ihr Business zu starten? Noch nie war es so einfach, sich die Meinung eines Fachmanns

einzuholen. Wer sich jetzt bei der Initiative „1,2,3 GO“ bewirbt, weiß schon nach kurzer Zeit, ob die Idee

funktionieren kann – und ob es sich lohnt, den ganz persönlichen Traum in die Tat umzusetzen. Das Business

+ Innovation Center Kaiserslautern (bic) unterstützt Sie als Relaispartner vor Ort.

V

Weitere Termine und Informationen finden Sie unter www.bic-kl.de.

Termin Veranstaltung17. April 09:00 – 15:00 Uhr Kostenlose Existenzgründerveranstaltung für innovative Unternehmensgründungen

18. April 09:00 – 15:00 Uhr Existenzgründerseminar „Von der Geschäftsidee zum Unternehmensplan“

21. April 10:00 – 15:00 Uhr Offener Campus 2012 FH Kaiserslautern, Standort Pirmasens

23. April 17:00 Uhr 1,2,3 GO Business Plan Ausbildung

24. April 09:00 – 15:00 Uhr Vortragsreihe: Menschen – Unternehmen – Perspektiven (MUP)Existenzgründerrating / Der Weg zum Förderkredit

05. Mai 09:00 – 15:00 Uhr Offener Campus 2012 Fachhochschule Kaiserslautern, Standort Kaiserslautern

07. Mai 09:00 – 15:00 Uhr START: Kompakte Starthilfe fur Frauen in die Existenzgrundung

12. Mai 13:00 – 18:00 Uhr Offener Campus 2012 Fachhochschule Kaiserslautern, Standort Zweibrücken

23. Mai 09:00 – 15:00 Uhr Kostenlose Existenzgründerveranstaltung für innovative Unternehmensgründungen18:00 Uhr Vortragsreihe: Menschen – Unternehmen – Perspektiven (MUP)

Cloud Computing – Social Networking

24. Mai 09:00 – 15:00 Uhr Existenzgründerseminar „Von der Geschäftsidee zum Unternehmensplan“

18. Juni 09:00 – 15:00 Uhr Kostenlose Existenzgründerveranstaltung für innovative Unternehmensgründungen

19. Juni 09:00 – 15:00 Uhr Existenzgründerseminar „Von der Geschäftsidee zum Unternehmensplan“

21. Juni 18:00 Uhr Vortragsreihe: Menschen – Unternehmen – Perspektiven (MUP)Produkte erfolgreich AUCH im Ausland verkaufen – das 1x1 des internationalen Vertriebs

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Start: 1,2,3

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Teilnahme

ab sofort m

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Innovative

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ERLEBT DEN OFFENEN CAMPUS 2012

www.fh-kl.de Mit einem Fuß im Unternehmen. FH Kaiserslautern

21.04. // PIRMASENSAngewandte Logistik- undPolymerwissenschaften

05.05. // KAISERSLAUTERNAngewandteIngenieurwissenschaftenBauen und Gestalten

12.05. // ZWEIBRÜCKEN //INKL. ROCKFESTIVALMIT BANDCONTESTBetriebswirtschaftInformatik und Mikrosystemtechnik

www.fh-kl.de

ERLEBT DEN OFFENEN CAMPUS 2012

Mit einem Fuß im Mit einem Fuß im

21.04. //PIRMASENSAngewandte Logistik- undPolymerwissenschaften

05.05. //KAISERSLAUTERNAngewandteIngenieurwissenschaftenBauen und Gestalten

12.05. /ZWEIBRÜCKEN //INKL. ROCKFESTIVALMIT BANDCONTESTBetriebswirtschaftInformatik und Mikrosystemtechnik

OFFENEN CAMPUS 201221.04. //PIRMASENSAngewandte Logistik- undPolymerwissenschaften

05.05. //KAISERSLAUTERNAngewandteIngenieurwissenschaftenBauen und Gestalten

12.ZWEIBRÜCKEN //INKL. ROCKFESTIVALMIT BANDCONTESTBetriebswirtschaftInformatik und Mikrosystemtechnik

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