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WOLFF-WEYLAND DE

Mar 22, 2016

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  • 16 eilbote | 25 | 2014

    Luxemburg

    Nicht nur Finanzplatz

    Viele Menschen assoziieren Luxemburg mit Bankentrmen undEU-Verwaltung. Schlielich gehrt das Groherzogtum zu den welt-weit bedeutendsten Finanzpltzen und beherbergt in seiner Haupt-stadt wichtige EU-Institutionen. Das kleine Land, das eine maximale Ost-West Ausdehnung von 57 Kilometern und eine maximale Nord-Sd Ausdehnung von 82 Kilometern hat, bietet aber auch auf einer Gesamt che von rund 2.500 Quadratkilometern eine vielfltige Landschaft. Davon wird etwa die Hlfte landwirtschaftlich genutzt. Aktuelle Angaben des Luxemburger Landwirtschaftsministeriums weisen rund 63.000 Hektar Ackerland, auf denen berwiegend Weizen, Triticale, Mais und Kartoffeln angebaut werden, sowie 68.000 Hektar Wiesen und Weiden aus. 2012 zhlte das Ministerium 2.137 landwirtschaftliche Betriebe,die mit durchschnittlich 61,5 Hektar Flche ausgestattet sind. Rund34 Prozent der Hfe bewirtschaften weniger als 20 ha, etwa45 Prozent zwischen 20 ha und 100 ha. Jeder fnfte Betrieb ver-fgt ber mehr als 100 Hektar.

    Ackerbau und Rinderhaltung dominieren den Auenbereich

    Freuen sich ber dengelungenen DMS-Wechsel: Jrme Morel, Ren undLaurent Diederich (v.l.).

    EDV-Umstieg problemlos gemeistertLuxemburger LM-Hndler baut auf modernes DMS von Irium Software luft standortbergreifendund zweisprachig Schnittstellen zu Herstellern und Promodis Hndlerverbund erfolgreich integriert

    Wolff-Weyland

    Der Umstieg auf eine neue Unternehmens-Software ist nicht nur eine kos-tenintensive Investition. Viel-mehr muss die EDV-Lsung genau zu den speziellen Anfor-derungen des jeweiligen Betrie-bes passen, damit die Geschfts-prozesse nicht nur untersttzt, sondern auch optimiert werden. Ein Wechsel will daher gut ber-legt sein.

    Erst Ende vergangenen Jah-res entschied sich die luxembur-gische Wolff-Weyland-Gruppe, Noerdange, fr die Einfh-rung einer neuen ERP-Software (Enterprise-Resource-Planning).

    Partnerschaftwird fortgesetzt

    Nach kurzer aber intensiver Suche nach einem passenden

    System el die Wahl des Land-maschinen-Fachhndlers auf das Programm i80 des IT-Dienst-leisters Irium. Zahlreiche Punkte gaben den Ausschlag, wie Ren Diederich, geschftsfhrender Inhaber der Wolff-Weyland-Gruppe, berichtet. Einer davon ist sicherlich, dass das Unterneh-men schon seit ber 25 Jahren mit einem allerdings inzwi-schen in die Jahre gekommenen ERP von Irium arbeitet.

    Ren Diederich erinnert sich: Als ich 1988 in die Firma ein-trat, fhrte ich sehr bald die ers-te Business-EDV ein und die kam damals von Irium. Jetzt wiederholt sich die Geschichte, hat er doch gemeinsam mit sei-nem Sohn Laurent die Entschei-dung fr ein neues Dealer-Ma-nagement-System (DMS) gefllt und das wurde ebenfalls von Irium entwickelt.

    Mit dem DMS i80 deckt die luxemburgische Gruppe nun al-le Bereiche des Landmaschinen-handels ab vom Verkauf ber die Bestellung sowie Werk-statt und Teilelager bis hin zur Buchhaltung und zum Control-ling. Wir freuen uns sehr, dass sich Wolff-Weyland als langjhri-ger Irium-Kunde fr ein moder-nes Produkt aus unserem Hau-se entschieden hat, sagt Jrme Morel von der Irium Deutsch-

    land GmbH, die unter ande-rem auch fr den Vertrieb der IT-Lsungen in Luxemburg zu-stndig ist.

    Sicher habe auch das langjh-rige Vertrauensverhltnis eine Rolle bei der Entscheidung ge-spielt, gibt Ren Diederich un-umwunden zu. Fr ihn als stu-dierten Betriebswirt entscheide aber letztlich der Return on Investment ber die Qualitt des Produktes. Die ERP-L-sung ist modular aufgebaut undwurde zur Maximierung der

    tglichen Produktivitt im Be-trieb konzipiert, erlutert Jr-me Morel.

    ArgumentMehrsprachigkeit

    berdies sei das mausgesteu-erte System wesentlich einfacher zu bedienen als die DOS-basier-te Vorgngerversion. Denn die gra sche Benutzerober che orientiert sich an den Standards der Microsoft Produkte, so dass sich die Mitarbeiter rasch und intuitiv einarbeiten konnten.

    Besonders wichtig fr die Wolff-Weyland-Gruppe ist die Mehrsprachigkeit des Pro-gramms; denn in Luxemburg spricht man viele Sprachen. So wechseln auch Ren Diederich und sein Sohn Laurent regel-mig und ieend zwischen Deutsch und Franzsisch. Bei-des sind Amtssprachen im Gro-herzogtum ebenso wie ihre Muttersprache Luxemburgisch.

    Laurent Diederich: Die Mitarbeiter und Kunden un-serer Betriebe in Noerdange und Bastogne sprechen fran-zsisch, whrend im Agri Cen-ter in Wemperhardt hauptsch-lich deutsch geredet wird. i80 bietet seinen Mitarbeitern den Vorteil, dass sie sofort in ih-rer Muttersprache damit zu-

    Schu

    lze

    Ising

  • 2014 | 25 | eilbote 17

    BRANCHE

    Fortsetzung Seite 18

    Wolff-Weyland

    Drei Betriebe unter einem Dach

    Hauptmarken sind New Holland, Case IH und Promodis

    Vor 125 Jahren legte Michel Wolff den Grundstein der Wolff-Wey-land-Gruppe im luxemburgischen Nrdingen (Noerdange). Der Ur-grovater des heutigen geschftsfhrenden Inhabers Ren Diederich baute damals landwirtschaftliche Gerte und verkaufte sie in der Re-gion.Aus kleinen Anfngen hat sich ein Unternehmen entwickelt, das be-reits vor 90 Jahren Landmaschinen von Amazone nach Luxemburg importierte. Seit 60 Jahren fhrt Wolff-Weyland Traktoren von New Holland ein und ist nach eigenen Angaben damit der zweitlteste New Holland Importeur in Europa.Unter dem Dach der Wolff-Weyland-Gruppe, die heute als Holding fungiert, agieren drei Landmaschinenfachbetriebe, die die CNH Mar-ken vertreten. Insgesamt beschftigt die Gruppe etwa 70 Mitarbeiter und realisierte 2013 einen Umsatz von 31 Millionen Euro.Am Stammsitz der Gruppe in Noerdange ist die Tochter Agri-Distribu-tion ansssig. Das Grundstck umfasst 2,5 Hektar, von denen 6.500 Quadratmetern berdacht sind. Professionell eingerichtete Werkstt-ten und acht Service-Wagen dienen der optimalen Kunden-Betreu-ung. Hauptmarke bei Traktoren ist New Holland, die Agri-Distribution erfolgreich in ganz Luxemburg vertreibt. Im Jahr 2013 wurden im Groherzogtum Luxemburg insgesamt 219 Traktoren neu zugelassen. 57 Stck davon, und damit mit Abstand die meisten, kamen aus dem Hause New Holland und wurden von Agri-Distribution verkauft.

    Seit 1990 betreibt das Unternehmen die Filiale Agri-Mcanique in dem belgischen Ort Bastogne an der Grenze zum GroherzogtumLuxemburg und ist Vertragshndler fr New Holland.2005 bernahm die Unternehmensgruppe mit dem Agri Center in Wemperhardt einen Landmaschinenfachbetrieb im Norden Luxem-burgs, der seither die Marke Case IH im Groherzogtum vertritt.Die Wolff-Weyland-Gruppe trat im Jahr 1990 als erstes nichtfranzsi-sches Mitglied dem Einkaufsverbund Promodis bei. Seither verkaufen die Betriebe der Gruppe ber den Verbund Maschinen und Gerte namhafter Hersteller wie Kuhn, Amazone, Avant, McHale sowieEigenmarken.

    Zwei starke Marken: Blick auf den Empfangstresen der Agri-Distribution in Noerdange.

    rechtkommen und daher leicht mit dem Programm arbei-ten knnen. Auch werden ver-schiedensprachige Daten wie Rechnungstexte, Kundeninfor-mationen oder Artikeldaten, die an verschiedenen Standorten in das System eingegeben wurden, problemlos verarbeitet.

    Produktivittserhhend wirkt sich der Datenaustausch ber die Schnittstellen (Interfaces) aus, z.B. beim Bestellen von Maschinen und Ersatzteilen oder bei der Garantieabwick-lung. Ren Diederich: Die

    Irium-Software bietet Schnitt-stellen zu unseren grten Lie-feranten wie CNH, Kuhn, Ama-zone und Weidemann. Dank der Interfaces gehen die Bestellun-gen jetzt fehlerfrei zum Herstel-ler und wir bekommen unsere Bestellung in korrekter Menge und in der vereinbarten Zeit.

    Auch fr den Handelsver-bund Promodis, der neben den Traktorenherstellern der zweite Hauptlieferant der Gruppe ist, sind weitere Schnittstellen integ-riert, ber die beispielsweise Er-satzteile oder Zubehr geordert

    werden. Speziell fr die Wolff-Weyland-Gruppe hat Irium auch erstmals in einem Pilotprojekt eine Schnittstelle zu Promodis fr die Integration von Liefer-scheinen und Rechnungen ge-schaffen. Jetzt mssen die Lie-feranten die Lieferscheine nicht mehr in Papierform erstellen, sondern knnen sie digital und damit komfortabel, sicher und zeitsparend bermitteln, be-schreibt Jrme Morel die Vor-teile.

    Interface frKardex System

    Unabhngig von der Einfh-rung des neuen DMS hatte das Luxemburger Unternehmen be-reits ein Jahr zuvor seine kom-plette Hardware ausgetauscht und war auf das Cloud-System gewechselt. Seither be nden sich die Server nicht mehr im Unternehmen, sondern werden extern in einem Data-Center ge-hostet. Jrme Morel: Auf dem Cloud-Server ist die dem System zugrunde liegende relationale Datenbank abgelegt, die eine Zentralisierung der Informati-onen ermglicht, welche zwi-schen den verschiedenen Ein-heiten ausgetauscht werden.

    Vorteil: Seit der Modernisie-rung der Hardware-Landschaft im vergangenen Jahr arbeiten die Wolff-Weyland-Mitarbeiter an Thin clients. Denn alle be-ntigten Applikationen werden ber den Cloud-Server ausge-fhrt, so dass an den einzelnen Arbeitspltzen keine vollwer-tigen und wartungsintensiven PCs mehr erforderlich sind.

    berdies spielt i80 als Wa-renwirtschaftssystem eine wich-tige Rolle im Unternehmen, wie Laurent Diederich betont, denn alle Arbeitsvorgnge, wie zum Beispiel Werkstattauftrge und der Verkauf von Teilen an der Theke oder in der Werkstatt, basieren komplett darauf. Das gilt auch fr die ET-Lagerung, denn i80 bietet eine Schnittstel-le fr unser automatisiertes Kar-dex Teilelager.

    Zudem ist jetzt auch die bis dato zeitraubende und oft feh-lerbehaftete zweite Erfassung von Daten im Intranet des Her-stellers bei der Ersatzteilbe-stellung hinfllig. Die Daten mssen jetzt nur noch einmal eingegeben werden. Bei 200 bis 300 Positionen sparen wir jetzt sicher die Arbeitszeit eines

    Schu

    lze

    Ising

    Die Promodis Ausstellungshalle der Wolff-Weyland-Tochter Agri-Distribut

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