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Studien zur länderbezogenen Konfliktanalyse · PDF fileStudien zur länderbezogenen Konfliktanalyse Usbekistan von Dr. Marie-Carin von Gumppenberg im Auftrag der...

Aug 25, 2019

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vunhan

  • Studien zur länderbezogenen Konfliktanalyse

    Usbekistan

    von

    Dr. Marie-Carin von Gumppenberg

    im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung

    Herbst 2002

    Die vorliegende Studie wurde bewußt von einem unabhängigen Gutachter/einer unabhängigen Gutachterin erstellt und entspricht nicht notwendigerweise der Meinung der Friedrich-Ebert-

    Stiftung.

  • Konfliktbezogene Wirkungsbeobachtung Uzbekistan 2

    Inhaltsverzeichnis

    Hinführung...................................................................................................................... 4

    Executive Summary ........................................................................................................... 5

    Zielsetzung ........................................................................................................................ 7

    Methodik ........................................................................................................................... 8

    Konfliktanalyse Uzbekistan...........................................................................................10

    1. Konfliktprofil............................................................................................................... 10

    2. Hintergrundinformationen zu Uzbekistan.................................................................... 11 2.1 Innenpolitische Entwicklung............................................................................................. 11 2.2 Außenpolitische Orientierung............................................................................................ 13

    3. Strukturelle Konfliktursachen und konfliktverschärfende Faktoren.............................. 15 3.1 Politik......................................................................................................................... 15 3.2 Wirtschaft .................................................................................................................... 16 3.3 Soziales........................................................................................................................ 19 3.4 Ökologie....................................................................................................................... 22 3.5 Politischer Islam ............................................................................................................ 26 3.6 Krisenregion Fergana-Tal ................................................................................................ 30

    3. Konflikt- und Friedensakteure ..................................................................................... 33 3.1 Nationale Akteure......................................................................................................... 33 3.2 Internationale Akteure.................................................................................................... 37

    4. Konfliktdynamiken ...................................................................................................... 41 4.1 Kurzfristige Konflikttendenzen.......................................................................................... 41 4.2 Anreize für eine Konflikteskalation ................................................................................... 41 4.3 Mögliche zukünftige Konfliktszenarien ............................................................................... 41

    International Response................................................................................................. 43

    1. Überblick über Maßnahmen internationaler Akteure.................................................... 43 1.1 Sektorspezifische Maßnahmen .......................................................................................... 43 1.2 Anti-Terror-Maßnahmen ................................................................................................ 49 1.3 Explizit konfliktpräventive Maßnahmen............................................................................ 51

    2. Problemorientierte Analyse der Geberaktivitäten ......................................................... 53

    Empfehlungen............................................................................................................... 56

    1. Konfliktprävention als Zielsetzung............................................................................... 56

    2. Sektorale Prioritäten..................................................................................................... 57 2.1 Förderung des politischen Dialogs ...................................................................................... 59 2.2 Abbau der Jugendarbeitslosigkeit....................................................................................... 60 2.3 Stärkung der Zivilgesellschaft ........................................................................................... 60 2.4 Stärkung der Menschenrechte............................................................................................ 61 2.5 Förderung von lokalen Frühwarn- und Konfliktmanagement-Kapazitäten ................................. 62

    Anhang ........................................................................................................................... 63

    Begriffe............................................................................................................................ 64

  • Konfliktbezogene Wirkungsbeobachtung Uzbekistan 3

    Abkürzungen ................................................................................................................... 65

    Literatur........................................................................................................................... 66

    Von der Autorin durchgeführte Interviews ...................................................................... 69

  • Konfliktbezogene Wirkungsbeobachtung Uzbekistan 4

    Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) Als politisches Vermächtnis des ersten demokratisch gewählten deutschen Reichspräsidenten 1925 ge- gründet, ist die FES der sozialen Demokratie verpflichtet mit der Zielsetzung, 1) die politische und gesell- schaftliche Bildung von Menschen aus allen Lebensbereichen im Geiste von Demokratie und Pluralismus zu fördern, 2) begabten jungen Menschen durch Stipendien Zugang zu Studium und Forschung zu ermög- lichen, 3) Zur internationalen Verständigung und Zusammenarbeit beizutragen Derzeit arbeiten 560 Mitar- beiter und Mitarbeiterinnen an der Weiterführung dieser Ziele. Die internationale Arbeit verbindet die FES mit Partnern in über hundert Ländern der Welt und wird im Wesentlichen durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und das Auswärtige Amt finanziert. Ziel der Projektakti- vitäten zur demokratischen und sozialen Gestaltung der Globalisierungsprozesse ist eine konstruktive, den Frieden fördernde Transformation von Konflikten in verschiedenen Phasen. Dabei ist die FES dem Prinzip der Nachhaltigkeit ebenso verpflichtet wie dem Do no harm-Ansatz, der den Schwerpunkt der Interaktion innerhalb der Zivilen Konfliktbearbeitung auf die Stärkung verbindender Kräfte und auf die lokalen Frie- denspotentiale legt. Zivile Konfliktbearbeitung umfaßt sämtliche vor, während, oder nach gewaltsam aus- getragenen Konflikten ansetzende Maßnahmen der gezielten Einflussnahme aus die Konfliktursachen, die Kontrahenten und ihre Dialogformen sowie zur gezielten Stärkung des friedlichen Potentials innerhalb der jeweiligen Gesellschaft(en) umfaßt. Kontakt: FES-Referat Entwicklungspolitik, Hiroshimastr. 17, 10785 Berlin - T.: 0049-30-26935-910 F.; 0049-30-26935-955

    Gruppe Friedensentwicklung (FriEnt) FriEnt wird von acht staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen und Netzwerken gebildet, die in Fri- Ent ihre Erfahrungen im Bereich der Krisenprävention und Konfliktbearbeitung austauschen. Das Wissen über erfolgreiche Möglichkeiten entwicklungspolitischen Handelns für Frieden soll damit vertieft und eine Chance zu engerer Koordination und Absprache zwischen den Mitgliedern der Arbeitsgruppe geschaffen werden. FriEnt wertet Informationen über Projekte und praxisrelevante Forschungsergebnisse aus, ent- wickelt methodische und konzeptionelle Ansätze weiter, fördert den Dialog zwischen den Mitgliedsorgani- sationen und den Kontakt mit anderen Einrichtungen entwicklungspolitischer Friedensarbeit. Die Gruppe entstand am 31. August 2001 auf Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zu- sammenarbeit und Entwicklung, des Evangelischen Entwicklungsdienstes, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, der Katholischen Zentralstelle für Entwick- lungshilfe/ Misereor, des Konsortiums Ziviler Friedensdienst und der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung. Die Friedrich-Naumann-Stiftung trat am 1.4.2003 als weitere Mitgliedsorganisation bei. Mitarbeit an dieser Studie: Armin Hasemann Kontakt: Gruppe Friedensentwicklung/FriEnt, c/o BMZ, Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn T.: 0049-228-535-3259 F: 0049-228-535-4259, [email protected]

  • Konfliktbezogene Wirkungsbeobachtung Uzbekistan 5

    Hinführung

    Executive Summary

    Konfliktprofil

    Uzbekistan befindet sich derzeit in der Phase des latenten Konfliktes. Diese Phase ist gekenn- zeichnet durch eine relativ niedrige Gewaltintensität. Mittel- bis langfristig kann es aller- dings zu einer Konflikteskalation kommen – und zwar aus folgenden Gründen: § Die bestehenden Defizite im good governance1-Bereich mindern die Handlungsfähigkeit

    des Staates im Umgang mit terroristischen und oppositionellen Gruppierungen, die die Stabilität Uz