Top Banner
Magazin für Destinations-Marketing in Südtirol Juli / August 2010 02 Die Welt in einer HanD Innovation & Digitalisierung. Und wo steht Südtirol? In caso di mancato recapito restituire al CPO di Bolzano - Bei nicht erfolgter Zustellung wird das Magazin an das OZP Bozen geliefert - Poste Italiane S.P.A. – Spedizione in A.B. – 70% NE/BZ, Tassa Pagata/Taxe Perçue
24
Welcome message from author
This document is posted to help you gain knowledge. Please leave a comment to let me know what you think about it! Share it to your friends and learn new things together.
Transcript
  • Magazin fr Destinations-Marketing in SdtirolJul i / August 20 1002

    Die Welt in einer HanDInnovation & Digitalisierung. Und wo steht Sdtirol?

    In c

    aso

    di m

    anca

    to r

    ecap

    ito

    rest

    itui

    re a

    l CPO

    di B

    olza

    no -

    Bei

    nic

    ht e

    rfol

    gter

    Zus

    tellu

    ng w

    ird

    das

    Mag

    azin

    an

    das

    OZP

    Boz

    en g

    elie

    fert

    - Po

    ste

    Ital

    iane

    S.P

    .A.

    Spe

    dizi

    one

    in A

    .B.

    70%

    NE/

    BZ,

    Tas

    sa P

    agat

    a/Ta

    xe P

    eru

    e

  • 25.074Downloads der Sdtirol iPhone App [in 6 Monaten]

    Im weltweiten Schnitt wird eine Applikation 22.000 Mal heruntergeladen: 5 Milliarden AppStore-Downloads bei 225.000 verfgbaren Applikationen [Stand Juni 2010]

  • 25.074 Faszination Zukunft Lieber als ber die Vergangenheit will ich ber die Zukunft nachdenken, in der ich zu leben gedenke; Friedrich Nietzsche htte es nicht treffender sagen knnen. M02 wagt mit dieser Ausgabe zum Megatrend Innovation einen Blick in die Zu-kunft, die schon begonnen hat. Schwerpunkt der Titelgeschichte gilt dabei der Digitalisierung: dem mobilen Internet, den Netzwerken, der Einbeziehung der Kunden. Kunden geben Bewertungen ab, steuern Informationen, Beschreibun-gen, Fotos oder Videos bei oder markieren Orte und Routen auf Karten und Satel-litenbildern. Das Resultat sind authentische Bewertungen und Erfahrungsberich-te, spontane und echte Fotos und Filme ebenso wie interaktive Karten. Apples iPhone ist ein groer Hardware-Erfolg. Aber im Zentrum dieses Erfolges stehen nicht ausschlielich technische Eigenschaften. Die eigentliche Faszination des Gerts machen die einfache Bedienbarkeit und die genialen kleinen Computer-programme aus, die sogenannten Apps. Diese Apps werden ber ihre Ursprungs-gerte hinauswachsen und die Welt bevlkern. Das mobile Internet hat durch diese Apps eine neue Dimension erhalten und auch Sdtirol hat sich diese Welt bereits zunutze gemacht. Der Megatrend Innovation besteht freilich nicht nur aus Apps und mobilem Internet. Wir haben bei Zukunftsforschern nachgefragt, mit Internetexperten gesprochen, innovative Projekte recherchiert und festgestellt: Auch Sdtirol hat die Voraussetzungen, sich dieser Kanle zu bedienen.

    i n h a lt

    4 Mailbox 5 Mastab MountainChaletObertreyen 6 Mittelpunkt DieWeltineinerHand14 Menschen DerStammhalter16 Marke MadeinSdtirolistbegehrt18 Marketing DichtenfrdenJabulani19 Mosaik ImVisierderMedien20 Miteinander DieMagiederMglichkeiten22 Marktplatz

    Christoph Engl, SMG-Direktor

    Meinung

    Jul i , August 20 10 | M 3

  • im Schnee wandern. Mtter, Vter, Tchter und Shne, denen Wissen zur Tradition der landwirtschaftlichen Pro-dukte weitergegeben wird. Fr die Kam-pagne in Italien wurden Szenen aus dem Sdtirol TV-Spot zu ausdrucksstarken Anzeigen gestaltet. www.smg.bz.it

    VAl GArDEnA ACtiVEDas individuelle Urlaubsprogramm

    Alle Anbieter unter einem Dach. Um das touristische Angebot in Grden mg-lichst vielen Gsten zugnglich zu ma-chen, wurde Val Gardena Active ins Le-

    ben gerufen: Anbieter von Bergwanderungen, Wildbe-obachtungen oder auch Kochkursen in den drei Ort-schaften St. Ulrich, St. Chris-tina und Wolkenstein haben sich zusammengeschlossen. Beherbergungsbetriebe kn-nen durch einen Mitglieds-

    beitrag das gesamte Angebot im Tal den Gsten kostenlos unterbreiten. Das Kon-zept ermglicht den Betrieben, ihren Kunden zustzliche Dienstleistungen anzubieten und somit einen Mehrwert zu erzielen. Die Val Gardena Active-Be-triebe haben die Mglichkeit die Gste online fr die Veranstaltungen einzu-schreiben. www.valgardena.it

    den in die regionalen Gegebenheiten des Alpenraums fr nachhaltige und in-novative Siedlungs- und Wohnkonzep-tionen stehen. Die Auswahl der Projekte entstand in einem mehrmonatigen Re-chercheprozess, bei dem im gesamten Alpenraum ber 200 geeignete Projek-te gefunden wurden. Das Ergebnis ist ein Bild von Wohnsttten, die das Woh-nen im Alpenraum auf eine besondere Art und Weise symbolisieren, unter-streicht kunstMeran-Direktorin Herta Torggler. Experten aus den Bereichen Architektur und Landschaft haben aus der Vielzahl der eingegangenen Projekte eine Vorauswahl getroffen, deren Essenz die dokumentierten 37 Projekte sind. www.kunstmeranoarte.org

    intEGriErtE KAMPAGnE 40 Mal Sdtirol im Print

    Corriere della Sera, Repubblica, La Stam-pa. Die Sommerkampagne in den italie-nischen Tageszeitungen hat, so wie die beiden TV-Spots, zwei Themen im Fo-kus: die landwirtschaftlichen Produkte und die Bewegung in der Landschaft. Die Anzeigekampagne verstrkt die TV-Kampagne, die das ganze Jahr ber im italienischen Fernsehen zu sehen ist, erklrt Greti Ladurner, Leiterin der Ab-teilung Marktmanagement der SMG. Durch den Einsatz derselben Motive in TV und bei den Anzeigen erzielen wir ei-nen hohen Wiedererkennungseffekt. Das Ergebnis ist eine weitreichende inte-grierte Kampagne zum Sommerauftakt wie es sie fr Sdtirol noch nie gab. Pa-raglider, die wie ein Vogelschwarm ber die Berglandschaft Sdtirol fliegen oder Menschen, die als Eisbren verkleidet

    SPrnASEn untErwEGSNaturdetektiv-Camp fr Kinder

    Von Fledermusen und Waldkrutern. Sdtirols Natur zum Schnuppern, Fh-len und Schmecken ist ein familien-freundliches Angebot der Familienho-tels Sdtirol. Die 25 Mitgliedsbetriebe setzen auf mehrere Aktionen, um das Thema Natur den Gastfamilien haut-nah zu vermitteln. Zum Beispiel durch das Naturdetektiv-Camp: Hier haben

    kleine und auch groe Gste die Mglichkeit mit fachkundigen Be-gleitern auf Entdek-kungsreise zu gehen und verschiedene The-men unter die Lupe zu nehmen. An drei Ta-gen pro Woche schlp-fen die Entdecker zu den Themen Wildnis

    und Wasser, Nacht-Aktiv sowie Ess-bare Natur in die Rolle der Naturdetek-tive. Experten und geschulte Kinderbe-treuer verraten, warum Fledermuse nir-gendwo anstoen, welche Waldkruter essbar sind, wie unterschiedlich sich Baumrinden anfhlen, wie Wasserinsek-ten unter der Lupe aussehen und woher die Milch kommt. Am Ende jeder Woche werden alle Nachwuchsforscher mit dem Naturdetektiv-Diplom ausgezeichnet. www.familienhotels.com

    wohn rAuM AlPEn kunstMeran Wanderausstellung

    Architektur unter die Lupe genommen. Noch bis zum 12. September 2010 zeigt kunstMeran in Zusammenarbeit mit der Stiftung der Architektenkammer die Ausstellung Wohn Raum Alpen. Im Zentrum stehen Projekte, die eingebun-

    Aus einem Guss: Die Anzeigen-Kampagne in italien mit Motiven aus dem tV-Spot

    Ein labor mitten im wald: Kinder erleben beim Detektiv-Camp die Faszination natur

    (jm)

    4 M | Jul i , August 20 10

    Mailbox

  • historischeVolumenentkerntundmitmodernerHaustechnikausgestattet.AnschlieendkehrtendierestauriertenDeckenundWandverkleidungenwiederanihrenPlatzzuruck.DerBauernhofverfugtubereinengroenWohnraummitglasfrontundoffenemKamin,einealteBauernstubemitOfen,BiosaunamitRelaxraum,Hightech-Kuche,dreischlafzimmermiteigenemBad,sat-tVundsoundsystem,terrasseundgarten.FurzehnPersonen,tage-oderwochenweisebuchbar.www.chaletobertreyen.com

    Das 300 Jahrealte,denkmalgeschutzteBauernhauswurdeineinstilvollesMountainChaletumgebaut,ohnedietraditiondesHauseszubrechen.imZugedersanierungsarbeitenwurdedas

    Bauherr. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Peterschifferegger,BruneckArchitekten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . bergundtalgmbH,BruneckStandort . . . . . . . . . . . .Michlreisspeikboden-sandintaufers,1400mnetto-wohnflche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 187,27 mErffnung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Juni2009

    objekt:MountainChaletObertreyenS t E C K B r i E F

    Jul i , August 20 10 | M 5

    Mastab

  • infunfJahrenwirddasmobileinternetdenstationrenWeb-ZugangaufdemPCuberholen.Derwahretreiberdestrends:DigitalittkostetdieNutzerwenigbisgarnichts.

    DiE wElt in EinEr hAnD

    Text:Maria Cristina De Paoli Illustration: Julia Pfaller undLukas Nagler

    Mittelpunkt

    6 M | Jul i , August 20 10

  • navi umhngen, Kopfhrer aufsetzen und los gehts. Wer den Schlosspark Sanssouci in Potsdam besucht, braucht weder einen umstndlichen Lageplan noch eine Dame, die ihn vom Ehrenhof zur groen Fontne begleitet und dabei energisch mit Schirm oder Fhnchen fuchtelt. Denn: In Sanssouci werden die Gste ber Satellit, sprich ber einen GPS-gesteuerten Taschencomputer von einer Sehenswrdigkeit zur anderen ge-lotst. Auf dem Bildschirm erscheint ein Lageplan, der sich der Laufrichtung an-

    passt. Ein Fadenkreuz zeigt die jeweilige Position an. Verlaufen gibt es nicht. An jeder Station startet automatisch die Au-diosequenz im Kopfhrer. Wer die Kaffeehaus-Taste drckt, kann eine Pause machen.

    Was die Potsdamer seit einigen Jah-ren vorexerzieren, hat mittlerweile auch in anderen Stdten Schule gemacht. Wer Wien erkunden, die Mnchner Biergr-ten testen oder das Berliner Festival of Lights erleben will, sollte sich dazu ei-nen digitalen Pfadfinder besorgen.

    Jul i , August 20 10 | M 7

  • Touch-Oberflche, einen brillanten Bild-schirm oder schnelle, drahtlose 3G- und Wi-Fi-Verbindungen, sondern vor allem ein phnomenales Innenleben. Allen voran die so genannten Applikationen, virtuelle Fenster auf eine wirkliche Welt. Im Apple-Store gibt es mittlerweile 225.000 verschiedene Apps, die man zum Teil sogar kostenlos herunterladen kann, sagt Marco Pappalardo. Die Palet-te reiche von Spielereien wie einer Was-serwaage ber Zugfahrplne und Tele-fonverzeichnissen bis hin zu Reise- fhrern, Nachrichtendiensten und aller- lei Firmenportalen. Smtliche Guides von Lonely Planet sind ebenso dabei wie die tgliche Ausgabe der New York Times. Shazam nennt sich die Applikation, die den Song erkennt, der gerade im Radio luft. Mit RTL Pole Position steht man direkt an der Formel-1-Rennstecke. Wh-rend es mit Shopper mglich ist, den per-fekten Einkaufszettel zu schreiben.

    lokalisierung als Mehrwert

    Smartphones knnen aber noch vieles mehr: Sie erfassen die Position, und das ist ein enormer Mehrwert, sagt Pappalar-do. Denn die Ortung ermglicht nicht nur, dass ich jederzeit genau wei, wo ich

    stehe, oder dass ich mein Auto im Parkhaus problemlos wieder finde, sondern auch, dass ich In-halte gezielt abrufen kann. Das heit: Wenn ich in Bozen bin, wird mir mein Handy die Se-henswrdigkeiten, Restaurants und Veranstaltungen in der Lan-deshauptstadt auflisten. Und das spart Zeit. Stundenlanges Suchen und Surfen sei ber das Handy nicht erwnscht. Das Verhalten der Verbraucher n-dert sich grundlegend, je nach dem, ob sie zu Hause vor dem Bildschirm sitzen oder mit ih-rem Mobiltelefon unterwegs sind. Deshalb gibt es auch fr je-des Thema eine eigene Applika-tion. Das vereinfacht den Usern den Zugriff.

    Apropos User: Die neuen Mobiltelefone sind nicht zuletzt auch am kometenhaften Auf-stieg so genannter Social-Net-works beteiligt. Die stndige

    Die Gerte heien iGuide, cruso oder Merian Scout Navigator. Sie legen maxi-mal 200 Gramm auf die Waage, knnen entweder fr wenige Euro ausgeliehen oder fr viel Geld gekauft werden, sind handlicher als jeder handelsbliche Rei-sefhrer, kinderleicht in der Bedienung, GPS-gesteuert und in ihren Hightech-Ver-sionen sogar imstande, mageschnei-derte Routen zusammenzustellen.

    Wie geschaffen fr individuelle Tou-ren sind heute aber auch und vor allem die so genannten Smartphones. Darin liegt die Chance des modernen Touris-mus ebenso wie die groe Zukunft einer zunehmend digitalisierten Welt. In fnf Jahren wird das mobile Internet den sta-tionren Web-Zugang berholen, pro-phezeit der US-amerikanische Internet-Guru Jakob Nielsen. Eine These, die auch im jngsten Report von Morgan Stanley bernommen und mit Zahlen unterlegt wird. Laut den New Yorker Marktforschern gibt es derzeit, und zwar weltweit, 1400 Millionen Menschen, die sich via Computer und weitere 1000 Mil-lionen, die sich ber das Handy regelm-ig ins Netz einklinken. Bis 2015 soll sich das Verhltnis allerdings ndern. Denn dann wird die Zahl der Mobile-Users die 2000-Millionen-Grenze ber-

    schreiten, jene der Desk-Top-Surfer die 1600-Millionen-Marke allerdings nur knapp erreichen.

    Mobile Datennutzung

    Die ra der mobilen Datennutzung ist angebrochen und wird epochale Vern-derungen mit sich bringen. In der Ge-sellschaft ebenso wie in der Wirtschaft, sagt Sinfonet-Direktor Marco Pappalar-do und holt sein iPhone aus der Tasche. 85 Millionen Mal ist das zum Kultobjekt avancierte Smartphone bereits ber den Ladentisch gegangen. Und die globale Hysterie rund um den Marktauftritt des groen Bruders iPad lsst vermuten, dass auch das neue Kind aus dem Hause Apple zum Erfolg bestimmt ist. Mit dem iPhone haben die genialen Kpfe im ka-lifornischen Cupertino nicht nur die Konkurrenz weit hinter sich gelassen, sondern auch die Marktregeln neu ge-schrieben, wie der deutsche Trend- und Zukunftsforscher Andreas Steinle betont (siehe Interview). Und es gengen ein paar Streicheleinheiten bzw. wenige Fingertipps, um zu begreifen, was er da-mit meint. Denn das smarte, leicht be-dienbare Handy mit dem ansprechen-den Design besitzt nicht nur eine Multi-

    Christk indlMrkteals appl ikat ion

    9600Beherbergungsbetriebe,1600Restaurants,Veranstaltungen,einaktuellerschneeberichtimWinter,Wandertippsundsehenswurdigkeitenimsommer:Dassinddiewichtigsteninhaltederneuensudtirol-Applikation,dieseitNovember2009imAppstorezufindenist.Bisherwurdesiebereits25.000Malheruntergeladen,sagtsinfonet-DirektorMarcoPappalardo.Absom-merwirddasselbeProduktauchbeiAndroider-hltlichsein.DieFirmasinfonetarbeitetder-weilandreiweiterenProjekten.NochheuersollendieheimischenChristkindlmrktealsApplikationerscheinen.hnlichesgiltfursmtlichesudtirolertrekking-touren.DasBe-sonderedabeiwirdeineArtvirtuellerstempelsein,derimmerdannaufgedrucktwird,wennderHandybesitzersamtseinemgertdasgip-felkreuzerreichthat.geplantistzudemeineApplikationfurdiegehobenegastronomiemitallenbewertetenBetrieben.

    8 M | Jul i , August 20 10

    Mittelpunkt

  • nicht mehr aus dem Fhrer, sondern aus seinem Mobilphone holt, Modefreaks mit dem Handy auf Schnppchenjagd gehen oder Angestellte sich die Zehner-karte fr den morgendlichen Kaffee aufs Smartphone laden lassen. Letzteres mag zwar recht futuristisch klingen, wird von Starbucks aber bereits angeboten. Zeitgleich zu den Konsumenten wird, und darber sind sich Trendforscher ei-nig, knftig auch das Marketing die digi-tale Welt im Allgemeinen und Apps im Besonderen entdecken. Denn mit ihnen wird Werbung on Demand erst richtig mglich. Wer sich ein Marken-Icon als App installiert, der macht das freiwillig. Er ist es, der ber die Applikationen den Zugang zu Mrkten und Marken sucht, und nicht umgekehrt.Fr das, was wir heute an Bahnbrechen-dem beobachten knnen, gibt es viele Grnde, sagt Michael Konitzer von der Mnchner Internetagentur Ray Sono. Drei seien allerdings ausschlaggebend. Erstens verdoppeln sich die Speicher-pltze fr digitale Informationen alle eineinhalb Jahre. Zweitens ist heute dank hoher Investitionen die bermitt-lung von groen Datenmengen weitge-hend unproblematisch geworden. Drit-tens haben wir gelernt, dass Digitalitt wenig bis nichts kosten kann. Und das ist ein echter Treiber.

    Erreichbarkeit ist in der Welt von Face-book, Twitter oder MySpace ausschlag-gebend, besttigt Marco Pappalardo. Welche Tragweite das Phnomen der Communitys in Zukunft haben wird, ist an diversen Entwicklungen bereits heu-te ablesbar. Man denke nur, dass eine groe Marke wie Ferrero in ihrer Wer-bung fr Nutella nicht mehr auf die eige-ne Homepage verweist, sondern nur die Adresse der Fangemeinde anfhrt.

    Apple hat die Marschrichtung vorge-geben. Nun ziehen auch alle anderen

    nach. Angefhrt wird die Aufholjagd auf Steve Jobs und seine pfel von Konkur-renten wie Android, Nokia oder RIM. Um so wichtiger wird es, dass sich auch alle anderen Branchen der neuen Ent-wicklungen bewusst werden, so Pappa-lardo. Wer nicht auf der Reservebank sitzen bleiben will, msse das digitale Spiel mitspielen. Er msse knftig ber-all dort prsent sein, wo die Konsumen-ten ihn gerade suchen. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich selbst der Durchschnittsgast den Restauranttipp

    Fre ie soFtware iM tourisMus

    MitteMrzhabendertisinnovationparkundPeerinternetsolutionsmixarepr-sentiert.EineFreiesoftware,dieinsudtirolfursudtirolentwickeltwurde,umBerg-wanderern,MountainbikernundskitourengehernmehrinfosuberdaslandzugebenundzwarinEchtzeitundgPs-gestutzt.Dochwiebenutztmandasmitmixareaus-gerustetesmartphone?ManrichtetseinHandywieeinenFotoapparataufdieland-schaft.DasProgrammblendetuberdemKamerabildzustzlicheinformationenein,dieausdeminternetgeladenwerden.sokannderBenutzerbeispielsweiseuberdenBergendieNamendereinzelnengipfellesen,aberauchjenevonseen,Ortschaftenundschlssern.bermixareknnenauchinfoszuHotels,Restaurantsundge-schftenangezeigtwerden.VorerstfunktioniertmixarenuraufsmartphonesmitdemBetriebssystemAndroid.lautAngabenvonPeerinternetsolutionsistesabernureineFragederZeitbzw.derNachfrage,bisdieFree-software-CommunitydasbertragenvonmixareauchaufiPhonesoderNokia-Handysermglicht.http://download.peer.biz/mixare

    ob restauranttipp oder Preisvergleich: informationen mssen fr den Kunden immer dann abrufbar sein, wenn er sie gerade bentigt

    (mdp)

    Jul i , August 20 10 | M 9

  • Mediennutzungsverhalten

    Vomsichzurucklehnenundkonsumieren,uberden2.0Modus,indemmanselberaktivwird,uberdieimmersionindievirtuelleWelt.Beim4.0Modus,demWebofthings,kommunizierenElementeuntereinander,undschlielichWeb5.0:dasinternetistuberallverfugbar,informationensindallerortsundjederzeitabrufbar,mitunterameigenenKrper.

    100100

    00100100

    100

    00100100

    10010010

    0

    00100100

    10010010

    0100100

    00100100

    10010010

    01001001

    00

    01001001

    00100100

    10010010

    0

    01001001

    00100100

    1001001

    01001001

    00100100

    1

    01001001

    001

    01001

    0010010010

    00100100100100

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    10010010010010010

    10010010010010010

    00100100100100100

    100100100100100

    00100100100

    01001001

    10010

    001001

    00100100100

    001001001001001

    010010010010010010

    0100100100100100100

    1001001001001001001

    1001001001001001001

    0010010010010010010

    0010010010010010010

    0010010010010010

    0100100100100

    100100100

    01001

    00100100100100

    00100100100100

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    10010010010010010

    10010010010010010

    10010010010010010

    10010010010010010

    00100100100100100

    00100100100100100

    100100100100100

    100100100100100

    00100100100

    00100100100

    01001001

    01001001

    00100100100

    001001001001001

    001001001001001

    010010010010010010

    010010010010010010

    00100100100100

    00100100100100

    00100100100100

    00100100100100

    010010010010010010

    0100100100100100100

    0100100100100100100

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    1001001001001001001

    1001001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    1001001001001001001

    1001001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    01001001001001001

    0010010010010010010

    0010010010010010010

    10010010010010010

    10010010010010010

    10010010010010010

    10010010010010010

    0010010010010010010

    0010010010010010010

    10010010010010010

    10010010010010010

    10010010010010010

    10010010010010010

    0010010010010010

    0010010010010010

    00100100100100100

    00100100100100100

    00100100100100100

    00100100100100100

    0100100100100

    0100100100100

    100100100100100

    100100100100100

    100100100100100

    100100100100100

    100100100

    100100100

    00100100100

    00100100100

    00100100100

    00100100100

    01001

    01001001

    01001001

    . . .TEMPORARY.. . . . .PERMANENT.. . . . . IMPLANTED.. .

    Internet Web 2.0 Web 3d Outernet Brain computer interface

    Tv Ugc/ videos Cinematic games Augmented reality Total immersion

    Outdoor Interactive ooh Holo entertainment Outdoor inworld Augmented vision

    E-mail Instant messaging 3d chat Hyperlocality Telepathy

    Search Crowdsourcing Smart search Geospatial web Neuro web interfaces

    Radio Podcast Holo tv & gaming Connected space 5ense immersion

    Social networks Virtual worlds Augmented googles Claytronics

    Wiki Smart av exploration Ai agents Artificial brain

    Virals Mmorpg Ultra local networks Real world avatars

    Social commerce Virtual shopping Cloud computing Neurobots

    Auctions Smart advertising Voice processing Natural language process.

    Widgets Console Wearable technology Neuro enhancement

    Gaming Mobile community Eyechip

    Gesture control Tactile interface

    Face recognition

    Fullbody prosthesis

    Object recognition

    Voiceless communication

    Shy tech

    Brainwave control

    Human 2.0

    Print Weblog Semantic web Print plus Active contact lense

    Quelle:www.trendone.de|Juni2010

    und Konsumenten schaffen die neuen Technologien, allen voran die Smart-phones. Damit sind die Verbraucher nicht nur jederzeit fr die Welt erreich-bar, sondern knnen sich auch immer und berall die Welt auf den Bildschirm holen. Um zu kommunizieren, sich zu informieren, um zu kaufen und zu ver-gleichen oder sich zu beschweren. Auf der Strecke bleiben jene Betriebe, die sich der neuen Realitt verschlieen, die kei-ne Kritik zulassen, den Kontakt meiden und vor allem nicht dort prsent sind, wo das Spiel gerade gespielt wird. (mdp)

    Die Kunden sind am Zug.innovationenentstehendurchquerdenken,mit-denken,weiterdenken.DurchdieneuentechnologienistderKundeeinmitbestimmendesgliediminno-vationsprozess.AufderstreckebleibenFirmen,diesichdieserRealittverschlieen.

    wenn ich die Menschen gefragt htte, was sie wollen, htten sie gesagt schnellere Pferde. Heute mssen wir ber Henry Fords Zitat lcheln. Die Aussage ist den-noch beispielhaft fr eine allzu mensch-liche Haltung: Fords Zeitgenossen konn-ten sich ein Automobil kaum vorstellen, sehnten sich aber nach mehr Tempo. Das sei heute nicht anders, erklrt der deut-sche Trend- und Zukunftsforscher An-dreas Steinle. Die Menschen knnen nicht immer beschreiben, was sie wollen. Sie sind aber sehr wohl imstande, ihre Be-drfnisse zu formulieren. Man muss ih-

    nen nur zuhren. Und zwar genauer als noch vor wenigen Jahren. Denn: Die Zei-ten, in denen sich die Konsumenten zu einem Produkt erziehen lieen, sind vor-bei. Heute werden neue Formen der Kun-denintegration gefordert, es wird von ge-lebter Kundenorientierung, Open In-novation oder Co-Creation gepredigt. Konzerne wie Procter & Gamble oder Nestl scheinen die Lektion begriffen zu haben. Immerhin kommt das Gros ihrer Innovationen bereits von ihrer Klientel. Die Voraussetzungen fr ein engeres Zu-sammenwachsen zwischen Produzenten

    1 0 M | Jul i , August 20 10

    Mittelpunkt

  • Bunte Vgel braucht es auch. interviewmittrend-undZukunfts-forscherAndreassteinle,geschftsfuhrerdesZukunftsinstitutsinKelkheim.

    herr Steinle, zu-nchst eine grund-stzliche Frage. was ist eigentlich eine innovation? Andreas Steinle: Aus wissenschaft-licher Sicht ist all das eine Innova-tion, was sich vom Gewohnten diffe-renziert. Aus der Perspektive des Marktes ist Inno-vation hingegen etwas Neues, das funktioniert und

    vom Markt auch akzeptiert wird egal ob es sich um ein Produkt, einen Pro-zess oder eine Dienstleistung handelt. Doch nicht jede Innovation hat dieselbe Tragweite. Und so unterscheidet man zwischen inkrementellen Innovationen, die nur eine Weiterentwicklung darstel-len, und so genannten radikalen Inno-vationen, die die Systematik durchbre-chen. Ein neuer Joghurt-Geschmack kann innovativ sein, wird aber nur be-grenzt wahrgenommen. Mit seinem iPhone hat Apple hingegen die Markt-regeln neu geschrieben.

    und was ist innovation nicht? Eine Idee allein ist noch lange keine Innovation. Es gibt tausende Innovatio-nen, die ein Flop sind, weil sie keiner braucht oder will. Etwas Neues zu schaf-fen nur um des Neuen willen, macht keinen Sinn. Oft ist es sogar innovativer, etwas wegzulassen. Denken wir wieder an Apple, dessen gesamte Produktpalet-te auf einem Tisch Platz finden knnte, whrend man bei anderen Firmen gan-ze Hallen anmieten msste, um das Sortiment unterzubringen.

    welchen Stellenwert haben innovationen in einer krisenerschtterten wirtschaft?Innovationen sind der einzige Wettbe-werbsvorteil der entwickelten, westli-chen Industrielnder gegenber Niedrig-

    lohnlndern. Wir werden niemals billi-ger sein knnen als die Konkurrenz im Osten. Deshalb mssen wir umso schneller agieren. Frher konnte man sich noch mit dem Argument der Quali-tt hervorheben. Heute ist das nicht mehr mglich, weil Qualitt berall entstehen kann. Und so wird die Inno-vation zum eigentlichen Sauerstoff unserer Wirtschaft.

    wie und wo entsteht innovation?berall dort, wo verschiedene Welten und Perspektiven aufeinander treffen, wo der Biologe mit dem Chemiker oder der Controller mit dem Marketingma-nager spricht.

    Aber auch dort, wo sich der unternehmer mit seinen Kunden konfrontiert. immer-hin kommen heute allein bei Procter & Gamble bereits 50% aller innovationen von auen, sprich von den Verbrauchern.Das ist ein Riesenthema. Die Frage ist: Wie knnen sich Unternehmen ffnen, um vom Wissen ihrer Kunden, aber auch vom Know-how der Lieferanten und von den Erfahrungen der Beleg-schaft bzw. ihrer Familien zu profitie-ren, wie es beispielsweise bei IBM der Fall ist? Jeder kann im Prinzip als Im-pulsgeber dienen. Es bedarf allerdings einer gewissen Systematik, um diese Inputs auch zu ntzen. Zudem gibt es einige Tricks und Knigge. So ist es fr einen Betrieb ausschlaggebend, dass nicht alle Mitarbeiter aus der Branche kommen. Ein paar bunte Vgel braucht es auch. Ebenso wie einen Blick ber den Tellerrand.

    wie viel Geld und Zeit muss ein kleines bzw. mittelstndisches unternehmen in in-novation investieren?Einem Chemiekonzern bleibt nichts an-deres brig, als Millionen in die For-schung zu stecken, um konkurrenzfhig zu bleiben. Ein Hotel mit 100 Betten braucht das nicht. Innovation ist aller-dings keine Frage des Geldes und der Gre, sondern eine Frage des richtigen

    Timings und vor allem ein Frage der Kultur. Denn egal ob gro oder klein: der Innovationsprozess ist immer beim Management angesiedelt. Bei IBM sind das wohl ber 100 Menschen. In einem Familienbetrieb ist es der Chef hchst-persnlich, der die Innovation zu sei-nem Aufgabenbereich erklren muss. Er muss aber auch offen sein und seinen Angestellten die notwendige Freiheit ge-whren. Nur ein Beispiel: Bei Google drfen die Mitarbeiter bis zu 15 Prozent ihrer Arbeitszeit nutzen, um eigenen Ideen und Projekten nachzugehen.

    und welche rolle wird die Digitalisierung knftig im innovationsprozess einnehmen? Das Internet hat die Kosten fr die Zu-sammenarbeit massiv gesenkt. Das lsst verschiedene Formen kollektiver Intelligenz entstehen. Es gibt bereits viele Firmen, die diese Mglichkeiten nutzen und beispielsweise an die Mit-glieder ihrer Fangruppe auf Facebook appellieren, wenn sie neue Produkte entwickeln wollen.

    A n d r e A s s t e i n l e

    Dipl.-Kommunikationswirtundgeschfts-fuhrerdesZukunftsinstitutsinKelkheim/Frankfurt.ErverantwortetdortdenCon-sulting-BereichdesunternehmensundbetreutnationalewieinternationaleKundeninstrategie-undinnovations-prozessen.DasZukunftsinstitutwurde1998gegrundetundhatdietrend-undZukunftsforschunginDeutschlandvonAnfanganmageblichgeprgt.HeutegiltdasinstitutinbeidenBereichenalseinerdereinflussreichstenthink-tankseuropaweit.trendforschungistdieAna-lyse,DokumentationundErklrungvonVernderungsprozesseninWirtschaft,gesellschaftundtechnologie.BeiderZukunftsforschunggehtesprimrumdieDarstellungundErfassungmglicherZukunfte.

    (mdp)

    Jul i , August 20 10 | M 1 1

  • energetisch Selbst erzeugen, was verbraucht wird

    DasDrei-sterneBoutique-Hotelstadt-halleinWienweisteineNull-Energie-Bilanzauf.Dasbedeutet,dassinnerhalbeinesJahresgleichvielEnergiemitgrundwasserwrmepumpe,Photovolta-ikanlage,solaranlageunddreiWindr-dernerzeugt,wieverbrauchtwird.DaskomplettneurenovierteHotelvonEi-gentumerinMichaelaReittererverfugtuber81Zimmer,davonbefindensich38ZimmerimneuerffnetenPassivhaus.www.hotelstadthalle.at

    GrozgigEin Dorf als hotel

    DasDorfsantostefanodisessanioindenAbruzzenwareintypischerFallvonschrittweiserAbwanderungbisderin-dustriellensohnDanieleKihlgrenausMailanddieHlftedergebudeankauf-teunddasDorfzumHotelsextantiomachte.32Zimmerverstreutubermeh-reregebude,liebevollrestauriert,ein-fach,authentisch.KihlgrensetzteeinNeubauverbotdurch.EsgibteinRezep-tionsgebude,Arbeitspltzeundzufrie-denegste,dieesschtzen,dasshiereinkulturellesProjektentstand.DieideedesHotel-Resortswurdemitdiesemal-bergodiffusosehrinnovativumgesetzt.www.sextantio.it

    Vernetztes land.NeunvonzehnsudtirolerkommenbereitsubereinensogenanntenBreitband-ZuganginsNetz.BesondersamWachsenistderzeitimlanddieinternet-telefonie.

    Schnelles internet ist mit mehreren Tech-nologien erhltlich: Neben der klassi-schen ADSL-Verbindung, die die Tele-fonleitung nutzt, gibt es den Zugang ber Glasfaser, Funk oder Satellit. Mit insgesamt drei groen Ausschreibun-gen hat das Land Sdtirol in den vergan-genen Jahren den Ausbau des heimi-schen Breitband-Netzes vorangetrieben. 2008 und 2009 wurde vor allem an der Funklsung gearbeitet. Die Arbeitsge-meinschaft Broadband 44+ hat diese Technologie in insgesamt 65 Gemein-den eingesetzt, die vom ADSL-Netz nicht erreicht werden. 5000 neue Firmen und Familien wurden so mit Breitband-Inter-net versorgt. Das Angebot soll knftig aber noch verbessert werden u. a. durch den Ausbau des landeseigenen Glasfa-ser-Netzes und die ADSL-Fhigkeit wei-terer Telefonzentralen von Telecom Ita-lia. Im Schlepptau der Breitband-Tech-nologien hat die kostengnstige Internet-Telefonie (VoIP) in Sdtirol gro-e Verbreitung gefunden. Dass VoIP immer beliebter wird, zeigen unsere jngsten Verkaufszahlen, erklrt Peter Nagler, Direktor von Raiffeisen OnLine (ROL), Sdtirols kundenstrkstem Inter-

    net- und Anwendungsdienstleister. 2009 hat sich die Zahl unserer VoIP-Kunden praktisch verdoppelt.

    Digitales tV

    Am 28. Oktober 2009 hat mit der Umstel-lung in Bozen die digitale ra des Fern-sehens in Sdtirol begonnen. Am 11. November schaffte mit dem Eisacktal auch der letzte Bezirk den Sprung in das neue Zeitalter. Mittlerweile besitzen 98 Prozent der Sdtiroler Haushalte ein di-gitales Fernsehgert. Das heit: Alle die vorher analoges terrestrisches Fernse-hen gesehen haben, sind auf das digitale DVB-t umgestiegen. Die Rundfunkan-stalt Sdtirol (RAS) hat insgesamt 226 Sendeanlagen digitalisiert und damit ei-nen Versorgungsgrad von 99,6 Prozent der Sdtiroler Bevlkerung erreicht. Im Groraum Bozen knnen ber 155 digi-tale Fernsehprogramme terrestrisch ber DVB-t empfangen werden. Rund 50 Prozent der Haushalte besitzen ein Fern-sehgert mit groem Bildschirm (grer als 30 Zoll), also etwa jeder zweite Haus-halt. 40 Prozent der Haushalte besitzt ein Zweitgert.

    Blick ber den Tellerrand

    Verbunden durch Funk: in den vergangenen zwei Jahren wurden 5.000 Firmen und haushalte in

    Sdtirol mit Breitband-internet versorgt

    (mdp)

    1 2 M | Jul i , August 20 10

    Mittelpunkt

  • KomfortabelApartements mit hotelservice

    DieFalkensteinerResidencesedel:weisssindeinarchitektonischesHighlightindenKrntnerAlpen.gestaltetvomstararchitek-tenMatteothunsinddiebeidenApart-mentturmederFormvontannenzapfennachempfundenundgeschicktindieNaturdesKatschbergsintegriert.64ApartmentsinvierunterschiedlichengrenbietensogenanntesserviciertesWohnen.DieBe-sitzervonedel:weiss-Apartmentserwer-benmitdemKaufauchAnrechtaufeineReihevonservicesimangrenzendenFal-kensteinerHotelCristallovomfeinenRestaurantbiszurReinigung,vonWellness&sPAbiszurKinderbetreuung.www.edelweiss-residences.com

    FrischBeste und teuerste Sandwiches

    PretAManger(kurzPret)isteinebriti-schesandwich-Kette,derenRestaurantsimFast-Food-Bereichanzusiedelnsind.Dasunternehmenwurde1986inlondonge-grundet,2001erwarbMcDonald's33%derAnteile.DieKettewirbtdamit,dassalleBestandteiledersandwichesohnejeglicheZusatzstoffeundfrischsind.Allesandwi-cheswerdenamtagdesVerkaufsineinerKucheinoderinderNhejedeseinzelnengeschfteszubereitet.AlleProdukte,dieamEndedestagesnichtverkauftwordensind,werdenabgeholtundanBedurftigeverteilt.DiePreisesindimVergleichzuanderensandwichhndlernrelativhoch.www.pret.com

    HandlichMobile reisefhrer

    Derzeitgibtesbereits42CityguidesvonMarcoPoloalsApps.AberauchdielonelyPlanettravelguidessindalsApplikationer-hltlich.undderApp-AblegerderCommu-nitytripwolf,dersichauchausContentvonMairDumontspeist,istsogarkostenloser-hltlich.Beeindruckendistweiters,dassder

    indenusAsehrpopulreservicefurRei-sendeAAA,tripleA,vergleichbarinseinerArtmitdemADAC,alleseineMitgliederser-vices(Abschleppdienst,Reisefuhrer,Hotels,etc.)bereitsmobilverfugbargemachthat.Wennselbstsotraditionsreicheunterneh-menihreservicesindigitaleApplikationenubersetzen,zeugtdasvoneinemumwl-zendentrend.

    Clever Das Kollektiv als Verkufer

    indenusAnutzenmittlerweilegroeundkleineMarkendiesozialenNetzwerke,umstarkherabgesetzteWaregewinnbringendzuverkaufen.DasPrinzipisteinfach:Deru-erstattraktivePreisnachlasskannnurge-whrtwerden,wenneinevorherdefinierteAnzahlvonMenschendasAngebotinAn-spruchnimmt.DieFolge:interessierteKu-ferinformierenmittelsFacebook,twitter,sMsoderE-Mailihrumfeld,umindenge-nussdesRabatteszukommen.Furdasun-ternehmengibteskeinRisiko:FindensichnichtgenugendKufer,kommtdieAktionnichtzustande.

    FuturistischParadigmenwechsel im Medienbereich

    DieneuesteErfindungvonApple,dasiPad,eineArtinternetzugangvonderCouchaus,lsstvielePrintmedienbeiderinformations-vermittlungineineneueRichtunggehen.geradeMagazinen,dievonBilderstrecken

    undgutaufbereiteteninhaltenleben,kn-nendankderdigitalenAnwendungerst-malsaufgroenbrillantenBildschirmeninhalteindreidimensionalerFormbieten.undzwarzugunstigerenPreisenalsamKiosk.AktuellesBeispielausdenusAistdasMagazinWired.www.youtube.com Suche: "wired magazine on iPad"

    ntzlichErweiterte realitt im mobilen internet

    layaristeineApplikationausderAndroid-WeltundgehrtindieKategorieErwei-terteRealitt(AugmentedReality).DieseAnwendungenverbindenPositionsinfor-mationenausdemHandymitDatenausdeminternet.DasErgebniswirdaufdemBildschirmsichtbar.Beispiel:MansiehteinHaus,daszumVerkaufansteht.Mitlayarhatmandieinfosubergre,PreisundMaklerfirmagleichbeiderHand.www.layar.com

    (bp)

    Jul i , August 20 10 | M 1 3

  • Menschen

    Stefan rubner vor seinem lieblings-material: Es lebt, es atmet, es arbeitet

    1 4 M | Jul i , August 20 10

  • Er sieht nicht aus wie jemand, der in un-beobachteten Momenten Bume um-armt. Stefan Rubner, Prsident der Rub-ner Holding, trgt einen hellen Anzug und auf Hochglanz polierte Schuhe. Was ihn aber nicht daran hindert, es sich mangels eines Stuhls auch mal auf ei-nem Baumstamm gemtlich zu machen. Einem Baumstamm, der zusammen mit Dutzenden anderen auf dem Werkshof der Rubner Haus AG in Kiens darauf war-tet, ein Dachbalken zu werden. Oder ein Fensterrahmen. Denn das ist Stefan Rubners Berufung: Bume umzuholzen. Fr ihn ist es der Stoff, aus dem Huser sind. Die Rubner Haus AG ist nur eines von insgesamt 28 Unternehmen, denen der 38-Jhrige vorsteht, aber sie ist den-noch der Dreh- und Angelpunkt des Fa-

    Der Stammhalter.stefanRubner,ChefderRubnerHolding,wolltezunchsttierarztwerden.DochimJahr2004konnteernichtanders,alsdieVerantwortungubernehmen.PortrteinesMannes,derHolzliebtunderkannthat,wieessichgutwohnenlsst.

    Text:Kristina Deppe Foto:Max Lautenschlger

    milienimperiums. Gegrndet wurde es 1926 von Stefan Rubners Grovater Jo-sef, als dieser in Kiens ein Sgewerk er-ffnete. Auch heute noch geht es bei Rubner im Groen und Ganzen um Holzverarbeitung: von der sdlichsten Niederlassung, der Holzbau Sud im ita-lienischen Calitri (Region Kampanien) bis hinauf in den Norden, nach Magde-burg, wo die Leimbinder-Fabrik Nord-lam sitzt. Hier in Kiens im Pustertal, wer-den Holzhuser und Klimahaustren hergestellt. Mittlerweile kann man auch sagen: Klimahuser.

    Denn die jngeren Entwrfe, darun-ter auch das von Stararchitekt Matteo Thun konzipierte Einfamilienhaus Heidis, entsprechen alle den strengen Sdtiroler Standards in Sachen Energie-effizienz. Ein Aspekt, den Stefan Rubner wichtig findet. Denn auch wenn das Fl-len von Bumen Teil seines Geschfts ist, liegt ihm die Natur, der Wald sehr am Herzen. Wenn ich im Wald spazie-ren gehe, dann versetzt mich das sofort in die Kindheit zurck. Auch wenn es ihm unter der Woche manchmal schwer-falle, in den Stmmen tatschlich die lebenden Organismen zu sehen und nicht nur den Werkstoff. Den Wald als Lebensraum betritt er dann am Wo-chenende um aufzutanken, durchzu-atmen. Mir wird jetzt erst bewusst, wie viel mir mein Vater und meine Onkel mitgegeben haben. Als junger Mann wollte er, der in Rosenheim Holzwirt-schaft studierte, eigentlich Tierarzt wer-den. Vielleicht auch Archologe. Aber wie in so vielen Familienbetrieben galt auch bei Rubners: Der Apfel fllt nicht weit vom Stamm. Flei, Demut, Hinga-be, seien die Eigenschaften, die seine

    holz in der htt n

    HolzhatdieFhigkeit,WasserdampfausderluftindenPorenaufzunehmen,dortzuspeichernundwiederabzuge-ben,wenndielufttrockenerwird.Da-mitdieserEffekteintritt,darfdasHolznurmitlasurenbehandeltwerden,diediePorennichtverschlieen.DannsorgteskontinuierlichfureinangenehmesRaumklima.DieKlimaHausAgenturinBozenpruftundzertifiziertHuserinsudtirolaufihrenEnergiebedarfhin.DenniedrigstenEnergieverbrauchhateinKlimaHausgold:Weilesunter10KilowattstundenproQuadratmeterWohnflcheundJahrverbraucht(ent-sprichteinemliterverbrauchtemHeiz-l),wirdesauch1-liter-Hausgenannt.

    Vorgnger ausgezeichnet htten. Als 2004 alle drei Grnder der Rubner AG innerhalb von neun Monaten verstar-ben, wurden die Familientugenden auch von ihm und seinen Cousins gefor-dert. Da hat das Wort Familie fr mich noch einmal eine andere Bedeutung be-kommen wir haben es tatschlich ge-schafft, alles zusammenzuhalten. Mehr als das: Die Mitarbeiter scheinen sich nicht nur dem Unternehmen, son-dern auch der Familie zugehrig zu fh-len. Zumindest sprechen alle mit der gleichen Begeisterung vom Werkstoff Holz. Etwa 450 Rubner-Huser baut die Firma pro Jahr. Ein paar davon sind im-mer auch Huser fr Mitarbeiter.

    Dass in italien im Sommer Menschen in ihren berhitzten Betonhusern litten, schien bis in die 80er Jahre kaum einer zu merken. Erst dann erlebten holzhuser eine renaissance.

    Es lebt, es atmet, es arbeitet, versucht Stefan Rubner das Besondere seines Lieblingsmaterials zu erklren. Das Holz reguliert das Raumklima, macht es im Haus behaglich. Seit wir Menschen Bume fllen knnen, haben wir auch mit Holz gebaut. Die Faszination bleibt. Verwurzelung, Stabilitt, die Fhigkeit nachzugeben und trotzdem immer nach oben zu streben das ist schon bewun-dernswert. Stefan Rubner klopft sich eine Holzflocke von der Hose, und man ist sich nicht ganz sicher, ob er gerade nur an Bume denkt oder doch an die Menschen. Vielleicht ist das fr einen Rubner aber auch einfach dasselbe.

    Jul i , August 20 10 | M 1 5

  • Kleine Mengen: Der Groteil der Sdtiroler lebensmittel muss mit groem Aufwand verarbeitet werden. Beispiel Milchwirtschaft: Durchschnittlich hat ein Bauernhof nicht mehr als zehn Khe. Die Milch wird aus allen landesteilen binnen 24 Stunden in den Milchhfen verarbeitet.

    Marke

    Der heimische Markt ist fr die Sdtiroler Lebensmittelprodukte zwar keine gmahnte Wiesn, aber trotzdem: Sdti-rols Gastwirte haben ein hohes Qualitts-bewusstsein bei den Lebensmitteln, die sie im Betrieb verwenden, und beziehen deshalb hufig Sdtiroler Produkte. Dies geht aus einer Studie der Handelskam-mer Bozen hervor, welche die Bedeutung der Sdtiroler Lebensmittelprodukte in der heimischen Gastronomie analysiert hat. Im Herbst 2009 wurden im Rahmen einer reprsentativen Stichprobe 277 Sdtiroler Gastronomiebetriebe persn-lich befragt. In der Erhebung wurde zum einen die Einschtzung der Gastronomie-betriebe zur Verwendung von Sdtiroler Produkten mit kontrolliertem Qualitts- und Herkunftszeichen erhoben und zum zweiten der Marktanteil dieser Produkte ermittelt.

    Dass Sdtiroler Gastbetriebe bevor-zugt Lebensmittelprodukte verwenden, die aus Sdtirol kommen, heit aller-dings noch nicht, dass dies Sdtiroler Produkte mit dem Label Qualitt Sdti-

    rol & Co sind. Vielmehr lsst die Studie den Schluss zu, dass die Gastwirte nicht vordergrndig und bewusst zwischen Produkten mit oder ohne kontrolliertem Qualitts- und Herkunftszeichen unter-scheiden (siehe nchste Seite).

    Kleine Kreislufe und kontrollierte Qualitt

    Trotzdem: 20 Prozent der Gastwirte sind berzeugt, dass Produkte mit kontrollier-tem Qualitts- und Herkunftszeichen besser sind, als Produkte ohne dieses Zei-chen. Dieses Vertrauen in Produkte mit Marke zeigt sich insbesondere bei den Milchprodukten. Denn laut Gastwirte sind neun von zehn der verwendeten Milchprodukte mit dem Label Qualitt Sdtirol versehen. Dies mag zunchst nicht berraschen, denn besonders im Bereich von Milch, Joghurt, Kse, etc. ist der Anteil an Produkten mit Qualitt Sdtirol sehr hoch. Andererseits aber ist gerade im Bereich der Milchprodukte die Konkurrenz aus den Nachbarregionen

    Made in Sdtirol ist begehrt.Erstmalsgibteinestudiegewissheitda-ruber,dassdieheimischengastronomiebetriebeoftundgernelebensmittelaussudtirolbeziehen.DochdieBereitschaftdeshalbmehrzubezahlen,istderzeitnichtgegeben.

    gro. Es greift also auch eine Art von Loyalitt der Unternehmen gegenber den Sdtiroler Herstellern und der Um-stand, dass es sich bei Milch um ein soge-nanntes Commodity-Produkt handelt, welches keine nennenswerten Preisun-terschiede je nach Produzent aufweist. Die Studie zeigt aber auch: Die Preissensi-bilitt bei den Unternehmern ist gro. 60 Prozent der Gastwirte sagen, sie wren bereit maximal zehn Prozent mehr fr die Produkte mit Marke zu zahlen. Die Gast-wirte schtzen die Qualitt, aber sie ver-gleichen sie mit den Produkten anderer Hersteller sowohl in punkto Qualitt wie auch in punkto Preis.

    Kontrollierte Qualitt, die hher ist als es der Standard vorsieht, und begrenz-te Quantitten, dafr kleinstrukturierte Betriebe: Das fhrt zu keinem Billigpro-dukt, sondern zu einem Qualittspro-dukt. Die Herausforderung fr die Beher-bergungsbetriebe ist es, dies aktiv an ihre Kunden, an die Gste, zu kommunizie-ren. Denn diese wissen das Made in Sd-tirol besonders zu schtzen. (mb)

    1 6 M | Jul i , August 20 10

  • Sdtiroler Produkte mit kontrolliertem Qualitts- oder herkunftszeichen

    Qualitt und herkunft

    1 | Qualitt Sdtirol 2005wurdedasQualittszeichenQualittsudtiroleingefuhrt.DiesesZeichenstehtfurgeprufteQualittbeilandwirtschaftlichenProduktenundlebensmitteln.EsburgtfurdieHerkunftaussudtirolundfureineQualitt,diehherist,alsesdergesetzlichestandardvorsieht.unabhngigeundzertifizierteKon-trollstellenprufendieEinhaltungderQualittsvorschriften.insge-samtgehreninsudtirolzurzeitneunProduktgruppenzudenQuali-ttsnahrungsmitteln,wiezumBeispielMilchprodukteundBrot.2 | g.g.A und g.u. geschutztegeographischeAngabestehtfurProdukte,beidenenzumindesteinederHerstellungsstufenErzeu-

    gung,VerarbeitungoderHerstellungineinembestimmtenHer-kunftsgebietstattfindet,wiezumBeispielbeimsudtirolerspeck.Die"geschutzteursprungsbezeichnung"besagt,dassErzeugung,VerarbeitungundHerstellungineinembestimmtengeographischengebietnacheinemanerkanntenundfestgelegtenVerfahrenerfol-genmussen,wiezumBeispielbeimstilfserKse.3 | Produkte mit dem logo roter hahn DieMarkeRoterHahnisteingutesiegelfurhochwertige,veredelteProdukte,dievonsud-tirolerBauernhfenstammen.somussendieRohproduktezu75%vomeigenenBauernhofstammen,dierestlichen25%knnenvonanderensudtirolerBauernhfenkommen.inhaberderMarkeRoterHahnistdersudtirolerBauernbund.Qu

    elle:W

    iFOWirtsch

    aftsforsch

    ungs

    institutderH

    ande

    lska

    mmerBoz

    en,e

    igen

    eErhe

    bung

    hufig 50%

    manchmal40%

    nie10%

    unwichtig

    weniger wichtig

    sehr wichtig

    Mndlich 94%

    Frhstcksbuffet 37 %

    Speisekarte 31 %

    Homepage 21 %

    Hausprospekt 19 %

    Eingangsbereich 6%

    Verwendung von Sdtiroler Produkten mit kontrolliertem Qualitts- oder

    Herkunftszeichen in der Gastronomie

    1

    Gutes Preis- Leistungsverhltnis

    1% 6% 93%

    Ganzjhrige Verfgbarkeit

    24% 44% 32%

    Mglichst alles von einem Lieferanten

    34% 40% 26%

    3

    Kommunikation an den Gast

    Wichtigkeit bei Lebensmitteln

    2

    Jul i , August 20 10 | M 1 7

  • deutsche Mannschaft in Sdtirol trai-niert und der grte Jabulani in Sdtirol

    zwei Kilometer vom Trai-ningsplatz entfernt - sei-nen Stand hat. 85 Prozent der Fans waren Sdtiroler, sechs Prozent posteten aus Deutschland, fnf Pro-zent aus sterreich und

    der Rest aus anderen Nationen. Fast 70 Prozent waren im Alten zwischen 18 und 44 Jahren und mehrheitlich waren es Mnner. Das Gewinnspiel regte die Fans an, in die Rolle eines Werbetexters zu schlpfen und eine passende Headline zum Ball zu formulieren. In einer Woche wurden 238 Headlines eingereicht, mit Sprchen wie: Weil die Ballsaison gera-de erst beginnt! Der Jabulani im Skulp-turengarten bleibt Sdtirol noch wh-rend der Dauer der WM erhalten.

    Am Anfang war die Kugel, die auf dem Weg aus dem Bozner Talkessel ins beretsch unbersehbar ins Auge funkelt. Dann, kurz bevor die deutsche Nationalmann-schaft ihr Quartier in Eppan bezog, kam die Idee mit dem Kleid fr den sthlernen Globus: Das Kunstwerk des Rittner Knst-lers Franz Messner, die Kugel, sollte der grte WM-Ball und somit WM-Botschaf-ter werden. Pnktlich zum Eintreffen der deutschen Fuball-Elf war das markante-ste Symbol aus dem Skulpturen-Park von Karl Nicolussi-Leck in ein neues Kleid ge-hllt - mit ber 200 Quadratmeter Spezi-al-Folie bedruckt, im Design des diesjh-rigen WM-Balls, dem Jabulani.

    Ein Gru nach Sdafrika, ein Gru an das deutsche Team, aber auch die Chan-ce, das Motiv im weltweiten Netz zirkulie-ren zu lassen. Denn der Ball mit acht Me-tern Durchmesser ist eingebettet in die

    schnsten Seiten Sdtirols: zwischen Ap-felbumen, Weinreben, Porphyrplatten und schneebedeckten Bergen. So wurde,whrend der Kugel das Kleid verpasst wurde, eine Fanseite auf Facebook installiert. Im Rahmen ei-nes Gewinnspiels gab es die Mg-lichkeit, tglich ein DFB-Trikot mit smtlichen Unterschriften der Spie-ler zu gewinnen.

    Gefllt mir: Fan werden auf Facebook

    Schon bald zeigte sich: Die Aktivierung funktionierte insbesondere nach innen, also in Sdtirol. Binnen zehn Tagen ge-nerierte die Fanseite knapp 1300 Fans. Besonders die Sdtiroler wollten durch einen Klick auf den Button Gefllt mir zeigen, dass sie es gut fanden, dass die

    Dichten fr den Jabulani.ViralesMarketingmadeinsudtirol.OderwiederweltgrteWM-BallseinenPlatzandersonnezwischenFrangartundFacebookgenossenhat.

    (mb)

    Weil die Ballsaison gerade erst beginnt!

    Der grte wM-Ball steht in Sdtirol: Die Slogans dazu stammen aus der Feder von Sdtiroler Facebook-Fans

    Marketing

    1 8 M | Jul i , August 20 10

  • Deutschland: GEo Special Die AlpenThemen-Magazin.6-seitigeReportageuberdensudtirolerMusikerHerbertPixner.starkeBildervomVorreitereinerneuengenerationvonAlpenmusikernumrahmendiegeschichte.AusgabeApril/Mai2010

    Schweiz: weltwocheBeilageStildesWochenmaga-zins.DerAutorbegibtsichaufeinekulinarischeRundreiseuberdiePsseundindietlersud-tirols.Aufzweiseitenberichteteruberdiealpin-mediterranenKstlichkeitenderRegion.AusgabeApril/Mai2010

    Grobritannien: Financial timesOnline-AusgabederTageszeitung.inderRubrikEssen&trinkenwirduberdasgenusslandsudtirolberich-tet:vondersternekuchebishinzubodenstndigengerichtenunddenedlentropfenvondersudseitederAlpen.ErschienenJuni2010www.ft.com

    italien:Case &CountryMagazinzumThemaEinrichtenundWohnenaufdemLand.6seitenzursarnerlatscheundihrer

    VerwendunginderKuchedesHotelsBadschr-gauimsarntal.RezepteundFotosdergerichteanimierenzumNachkochen.AusgabeMai2010

    Belgien:GenietenDasMagazinfrGenieer.

    ineiner7-seitigenReportagezumthemagolfeninden

    AlpenwerdendiegolfpltzevonKastelruth,Passeierund

    PetersbergmitAdressenzumgenieenvorgestellt.

    AusgabeMai2010

    im Visier der Medien.geschichtenubersudtirolauerhalbsudtirols:vonAlpenmusikern,sternekchen,latschenkiefernundgolfbllen.

    Jul i , August 20 10 | M 1 9

    Mosaik

  • 1DertrendforscherNilsMullerwirfteinenBlickinsJahr20212 sMg-MitarbeiterinAntoniettaDesantisfuhrtdurchdenAbend3 sMg-DirektorChristophEnglbeleuchtetdasthemaEinfachheit 4 sMg-PrsidentReinholdMarsoner&landesratHansBergererffnendasForum2010 5 FranzgrafPfeil-AnsitzKrnzel,Antoniolampis-AbteilungsdirektoritalienischeKultur,letiziaRagaglia-DirektorinMuseion 6 MarioVigan-PrsidentdessudtirolerWerbefachverbandestarget,DadoDuzzi-PrsidentdesVerkehrsamtesBozen,FranzJ.Mitterrutzner-geschftsfuhrerAdverperformanceBozen7HelmutHuber-HgV-Vizeprsident,KlemensKaserer-Prsident

    kompliziert ist, unverstndlich, anstren-gend in der Handhabung: Kunden haben es satt, sich in einer immer komplexer gewordenen Welt mit Problemen herum-zuschlagen. Man sehnt sich nach Din-gen, die in ihrer Einfachheit bestechen und intuitiv zu bedienen sind.

    Die hauptveranstaltung der Sdtirol Marketing Gesellschaft (SMG) ist eine Plattform fr zukunftsweisende The-men: Dieses Jahr war es das Spannungs-feld zwischen neuen Technologien und dem Kundenwunsch nach einfachen Lsungen.

    Gastreferent Nils Mller katapultierte die Besucher mit seinem multimedialen Vortrag unter dem Titel Die Magie der Mglichkeiten in eine Zeitreise in das Jahr 2021. Der Trendforscher aus Ham-burg verwandelte die Bhne in einen Schauplatz der nahen Zukunft und pr-sentierte unter anderem neue Nutzungs-mglichkeiten von Internet und Techno-logien. Der Mensch wird immer die Kon-trolle ber die Technik ausben. Aber sie

    wird weiter steigen und sich zunehmend in unsere Umwelt integrieren, so, dass wir sie kaum mehr wahrnehmen.

    Von der Selbstverstndlichkeit der Technologie im Leben der Menschen in den Industriestaaten ging es nahtlos auf das Thema Die Zukunft ist einfach ber, welches Christoph Engl, der Direk-tor der SMG, aufrollte. Laut Engl wird knftig das Prinzip der Einfachheit fr den Erfolg eines Produktes entschei-dend sein: Ntzlich ist fr den Kunden, wenn aus komplexen Systemen intelli-gent reduzierte Lsungen entstehen, so die Kernsaussage.

    In Richtung Zukunft wandte sich das SMG Forum 2010: Die Zukunft wird ein-fach, im wahrsten Sinne des Wortes. Was

    Die Magie der Mglichkeiten.Rund600gsteausdertourismus-,lebensmittel-undDienstleistungsbranchesowieAgenturenundMarketinginteressierteversammeltensicham10.Juni2010beimsMgForumimBoznerWaltherhaus.

    Gedankenspiel

    lassensieunsanihrerideevonEinfach-heitteilhabenundubermittelnsieunsihreVorschlge.Diespannendstengedankenwerdenaufwww.smg.bz.itverffentlicht.Anmeldung:einfachheit@suedtirol.info

    (mb/jm)

    2 0 M | Jul i , August 20 10

    Miteinander

    321

  • MarketinggesellschaftMeran,Othmarthaler-tappeinerAg 8 FriederBlickle-Fotograf,HansJ.Kienzl-sudtirolerBauernbund/RoterHahn9silviaRottensteiner-MarketinggesellschaftMeran,thomassteger-sentres.com

    Jul i , August 20 10 | M 2 1

    4

    5

    7 8 9

    6

  • Schauplatz Mailand:DersudtiroltV-spoterhltinnerhalbwenigerMonateeineweitereAus-zeichnung.imteatroNazionaleinMailandwurdedergrandPrixdellaPubblicitverliehen,einerderrenommiertestenAuszeichnungenderWerbebrancheinitalien.DersudtiroltV-spotgewinntinderKategorieKleinesBudget(lowbudget).DiesezeichnettV-spotsaus,dietrotzgeringergeldmitteldieMarkenstrategieerfolgreichumsetzen.

    Mailand, i tal ien

    2 2 M | Jul i , August 20 10

    Marktplatz

  • Sdtirol Marketing K.A.G., Pfarrplatz 11, i-39100 Bozen

    Verantwortlich fr den inhalt:ReinholdMarsoner|redaktion:MartinBertagnolli,MariaC.DePaoli,JasminMath,BarbaraPruggerKoordination:Ruthtorggler| layout:lukasNagler| Design-Konzept: ArneKluge|infografik: lukasNagler|illustration: JuliaPfaller,lukasNagler|Fotografie:FriederBlickle,AlexFilz,Maxlautenschlger,OliverOppitz,shutterstock|Druck:KaroDruckKg,Pillhof25,39010Frangart|ZurAbbestellungdieseskostenlosenMagazinsgenugteineE-MailmitgenauerAdressangabeanm@suedtirol.infoEintragungbeimlandesgerichtBozenNr.7/2005vom9.Mai2005

    innovation

    distinguishes

    between a leader

    and a follower.

    Steve Jobs, Grnder von Apple inc.

    Innovation

    unterscheidetdistinguishes

    unterscheidetdistinguishes

    zwischen einem Leader

    und einem Mitlufer.

  • 23.07.2010

    TechnologyDayInnovation zum Anbeien

    Lebensmittel entwickeln, verarbeiten, verpacken

    Mit Referenten von:Danone, Dr. Schr & Loacker

    www.tis.bz.it

    technologyday 2010 smg 210x280.indd 1 18.06.2010 13:16:32