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Lehrerunterlage zum Schülerwettbewerb „Ideenflug“ sowie zur Projektarbeit im Unterricht und in Arbeitsgemeinschaften Thema: Luft- und Raumfahrt für alle Bundesländer für alle weiterführenden Schulformen für die Klassen 5 bis 12 (Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 18 Jahren) für projektorientierten Unterricht und für die Arbeit in AGs www.eads-ideenflug.de
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„Ideenflug“ sowie zur Projektarbeit im Unterricht und in ... · Projektarbeit im Unterricht und in Arbeitsgemeinschaften Thema: Luft- und Raumfahrt ... Energie zurückgewonnen

Sep 17, 2018

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lequynh
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  • Lehrerunterlage zum Schlerwettbewerb Ideenflug sowie zur Projektarbeit im Unterricht und in Arbeitsgemeinschaften

    Thema: Luft- und Raumfahrt

    fr alle Bundeslnderfr alle weiterfhrenden Schulformenfr die Klassen 5 bis 12 (Schlerinnen und Schler zwischen 12 und 18 Jahren)fr projektorientierten Unterricht und fr die Arbeit in AGs

    www.eads-ideenflug.de

  • 1. Worum geht es in dieser Lehrerunterlage? ........2. Der Schlerwettbewerb Ideenflug2.1 Was Sie wissen mssen: Die Infos zum Wettbewerb ...........................................2.2 Bewertungskriterien und Jurymitglieder ....................2.3 Was eine Teilnahme Ihren Schlerinnen und Schlern bringt ..............................2.4 Warum auch Ihre Schule profitiert ..............................2.5 Ausgezeichnete Wettbewerbsbeitrge der vergangenen Jahre ......................................................2.6 Themenwelten des Wettbewerbs in Bezug auf den Lehrplan ..........................................

    bersicht: Projektarbeit und ihre Bestandteile ........

    3. Projektorientiertes Arbeiten in Unterricht und Arbeitsgemeinschaft

    3.1 Was verstehen wir unter projektorientiertem Arbeiten? ......................................3.2 Warum projektorientiertes Arbeiten? Zu erreichende Schlerkompetenzen ........................3.3 Die Rolle der Lehrerin und des Lehrers ......................3.4 Der Anfang von Projektarbeit: Die Idee ......................3.5 Arbeitstechniken in projektorientierter Schlerarbeit .................................................................3.6 Wie dokumentieren Schlerinnen und Schler die Ergebnisse? ............................................................

    Der Schlerwettbewerb im Internet .............................

    Impressum, Bildnachweise ............................................

    Inhaltsverzeichnis

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  • Ausgangspunkt dieser Lehrerunterlage ist das faszinie-rende Thema Luft- und Raumfahrt. Wir stellen Ihnen den EADS-Schlerwettbewerb Ideenflug vor und zeigen Mglichkeiten auf, mit Ihren Schlerinnen und Schlern daran teilzunehmen. Die vorgestellten Umsetzungsideen sind sowohl im Rahmen von projektorientiertem Unterricht als auch im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften realisierbar. Entsprechend des Grundgedankens des Wettbewerbs ist diese Lehrerunterlage auf die Frderung von Teamarbeit und Erfindergeist ausgelegt.

    Der thematische Schwerpunkt liegt auf technischen und na-turwissenschaftlichen Inhalten sowie Informatik. Unterlagen und Wettbewerb sind jedoch fcherbergreifend angelegt. Wir wollen damit die gewinnbringende Verbindung verschie-dener Wissensgebiete untersttzen.

    Diese Lehrerunterlage ist fr alle weiterfhrenden Schulfor-men in allen Bundeslndern einsetzbar. Sie richtet sich an Schlerinnen und Schler der 6. bis 12. Klasse. Am Wett-bewerb haben in den vergangenen Jahren Schlerinnen und Schler verschiedener Schulformen teilgenommen und gewonnen. Unter ihnen waren Jungs und Mdchen von 12 bis 18 Jahren.

    Pdagogische Beratung fr die Unterlagen und fr den Wettbewerb erfolgt durch Lehrerinnen und Lehrer aus verschiedenen Bundeslndern, die inhaltliche Beratung durch Experten aus der Luft- und Raumfahrtbranche.

    1. Worum geht es in dieser Lehrerunterlage?

    3Lehrerunterlage Ideenflug

    Diese Lehrerun-terlage ist in zwei Teile geteilt: Im ersten erfahren Sie alles, was Sie und Ihre Schlerinnen und Schler ber den Ideenwettbe-werb wissen ms-sen. Im zweiten Teil sind konkrete Umsetzungsideen festgehalten.

    Weitere Informationen finden Sie auf

    www.eads-ideenflug.de

  • 2.2. Bewertungs-kriterien und JurymitgliederWer gewinnt, entscheidet eine Jury. In ihr sitzen Luft- und Raumfahrtexperten, aber auch Medienmacher und Lehrer. Bei der Bewertung kommt es der Jury vor allem auf zwei Sachen an: erstens auf besondere Ideen, die sich mit den verschiedensten Bereichen der Luft- und Raumfahrt auseinander setzen, zweitens sucht sie vor allem Projekte, bei denen Teamwork mageblich zum Erfolg beigetragen hat.

    2.1 Was Sie wissen mssen: Die Infos zum Wettbewerb

    Ideenflug ist ein Schlerwettbewerbvon EADS. Das Unternehmen ist Europas grter Luft- und Raumfahrt-konzern. Den Wettbewerb hat EADS vor drei Jahren ins Leben gerufen. Ziel des Wettbewerbs ist es, bei Schlerin-nen und Schlern Interesse an Technik, Informatik und Naturwissenschaften zu wecken sowie die Faszination der Luft- und Raumfahrt zu zeigen und Teamar-beit und Erfindergeist zu frdern. Der Wettbewerb ist interdisziplinr angelegt.

    Wer kann mitmachen?Mitmachen knnen alle Schlerin-nen und Schler zwischen 12 und 18 Jahren. Sie knnen sich als Teams von zwei bis fnf Teilnehmern bewerben. Auch die Bildung mehrerer Teams aus einer AG oder Klasse ist mglich.

    In diesem Wettbewerb geht es um zwei Dinge: Fliegen und Ideen!Die Frage ist also: Wie fliegen und rei-sen wir knftig am Himmel und im All? Die Jury freut sich auf Wettbewerbs-beitrge, die die Luft- und Raumfahrt umweltfreundlicher, effizienter, komfor-tabler, sicherer und schneller machen. Gefragt sind kleine und groe Ideen.

    Wie kann so ein Wettbewerbsbeitrag aussehen?Beitrge knnen Texte sein, Fotos, aber auch Videos, Audiodateien, Prsentati-onen und Grafiken. Modelle knnen per Post eingeschickt werden:

    EADS Deutschland GmbH Wettbewerb IdeenflugBettina Nerb81663 Mnchen

    Teilnahmebeitrge knnen Teams auf www.eads-ideenflug.de hochladen, wo auch Gewinnerbeitrge der vergange-nen Jahre zu finden sind.

    4 Lehrerunterlage Ideenflug

    2. Der Schlerwettbewerb Ideenflug

    Alle Informationen zum Ideenflug

    sowie die ausfhrlichen

    Teilnahme-bedingungen

    knnen Sie nachlesen auf

    eads-ideenflug.de

    Was gibt es zu gewinnen?Der Preis fr das erstplatzierte Team sind 3.000 Euro. Auerdem werden zwei Sonderpreise vergeben. Einer fr besondere Originalitt der Idee, ein zweiter fr die beste Prsentation/Vi-sualisierung. Beide Sonderpreise sind mit je 1.000 Euro dotiert. Die Preisgel-der sind fr die AG oder den Fachbe-reich der Schule, den Jugendclub oder Verein, aus der/dem das Gewinner-team kommt, bestimmt.

    Zudem besuchen junge EADS-Inge-nieure die Gewinnerteams und geben Ihnen in einem Workshop Einblicke in die Welt der Luft- und Raumfahrt.

    Auerdem erhalten die Mitglieder aller Gewinnerteams einen Erlebnispreis: Sie reisen zur Preisverleihung am 13. und 14. September 2012 auf die ILA Berlin Air Show in die Hauptstadt. Dort stellen sie einem Fachpublikum ihre Wettbe-werbsbeitrge vor. Fahrt, Hotel und eine besondere Messetour hinter die Kulissen von EADS sind inklusive.

    Jedes zum Wettbewerb angemeldete Team bekommt eine Auszeichnung in Form einer Urkunde.

    Wann ist Einsendeschluss?Am 15. Juli 2012.

  • 2.3 Was eine Teilnah-me Ihren Schlerinnen und Schlern bringt

    Der Ideenflug gibt Ihren Schlerinnen und Schlern die Mglichkeit, sich mit naturwissenschaftlichen und tech-nischen Themen selbstbestimmt zu beschftigen. Die Luft- und Raumfahrt fasziniert. Sie bildet einen sehr guten Rahmen fr diese fachlichen Auseinan-dersetzungen.

    Auerdem frdert die Teilnahme methodische und soziale Kompeten-zen. Schlerinnen und Schler, die an Wettbewerben teilnehmen, steigern ihre Leistung im Fachunterricht und entwickeln neue Fhigkeiten, was Kom-munikation, Motivation und (Selbst-)Prsentation angeht.

    Neben der Anerkennung, der Leis-tungssteigerung und dem Zuwachs an Sozialkompetenzen ist der Wettbewerb aber auf einen entscheidenden Punkt ausgerichtet: Er soll den Schlerinnen und Schlern Spa bereiten.

    Die Teilnahme an Wettbewerben wie dem Ideenflug untersttzt Sie darin, Ihre Schule zu einem lebendigen Lern-ort zu machen. Schlerinnen und Sch-ler, die an Wettbewerben teilnehmen, sind motiviert und tragen diese Impulse in ihren Fachunterricht hinein.

    Auch fr Eltern spielt Wettbewerbs-engagement eine immer grere Rolle bei der Auswahl der Schule fr ihre Kin-der. Die Teilnahme an Schlerwettbe-werben ist zum wichtigen Indikator fr die Attraktivitt und Profilschrfe einer Bildungseinrichtung geworden.

    5Lehrerunterlage Ideenflug

    Sie haben Fragen zum Ideenflug? Unser Wettbe-werbsbro hat die Antworten!

    Sie erreichen die Kollegen auf

    eads-ideenflug.de

    2.4 Warum auch Ihre Schule profitiert

    Ideen, Ideen, Ideen. Darum

    gehts. Und darauf schaut die Jury. Wie fliegen und

    reisen wir in Zukunft? Wie

    knnen wir das komfortabler,

    schneller, sicherer und umweltfreund-licher tun? Die Jury

    ist auf der Suche nach engagierten, kreativen Wettbe-

    werbsbeitrgen.

    Der Wettbewerb ist fr Schlerinnen und Schler gemacht, deshalb sollen sie auch im Mittelpunkt stehen. Das Ertfteln und Dokumentieren der Ideen soll Spa machen. Der Wettbewerb soll eigenstndiges Arbeiten frdern. Die Jury mchte Lehrer, Pdagogen und Erzieher auffordern, die Projektarbeit zu begleiten, den Schlerinnen und Sch-lern aber genug Freiraum zu geben, um eigene Entscheidungen zu treffen und um sich selbst einzubringen.

    Bewertet werden die eingereichten Ideen insbesondere nach:

    Ideenstrke. Die Luft- und Raumfahrt lebt von Innovationen. Und jede Inno-vation beginnt mit einer Idee. Deshalb sucht die Jury in erster Linie man kann es gar nicht oft genug sagen die besten Ideen.

    Kreativitt und Qualitt. Die Jury bewer-tet die inhaltliche Qualitt des Beitrags. Wie intensiv haben sich die Teammitglie-der mit dem gewhlten Teilbereich aus der Luft- und Raumfahrt beschftigt? Wie sind sie vorgegangen, welche Schls-se haben sie gezogen und zu welchem Ergebnis sind sie gekommen?

    Teamarbeit. Ideen sind Kopfarbeit. Aber eigentlich Kpfearbeit. Denn allein kommt man nicht weit. Zu vielschichtig sind technische Entwicklungen heute, als dass sie einer allein berblicken kann. Auf Teamarbeit kommt es an. Die Jury wrdigt deshalb erfolgreiche Zusammenarbeit im Team.

    Prsentation. Jede Idee muss ber-zeugen. Deshalb gehrt die Qualitt der Prsentation eben auch zu den wichtigen Kriterien fr die Bewertung der Jury. Dabei stellt sie sich die Frage: Hat sich das Team neuer, kreativer Formen in der Darstellung bedient? Denn nur wer seine Idee mit anderen teilen kann, wer es schafft, seine Idee verstndlich zu erklren und zu begeis-tern, wird erfolgreich sein.

    Die Kultusminis-terkonferenz hat Qualittskriterien fr Schlerwettbe-werbe aufgestellt. Der Ideenflug orientiert sich in jedem seiner Bestandteile kon-sequent an ihnen.

  • 6 Lehrerunterlage Ideenflug

    Idee: Hybrid-Helikopter

    Im schuleigenen Erfinderclub Quer-denker haben sich die beiden Schler Felix Fal aus der 6. Klasse und Michael Stamp aus der 9. Klasse einen Heli-kopter genauer angeschaut. In ihrer Idee beschreiben sie, wie aus dem Luftstrom, der von Rotorblttern nach unten ge-drckten wird, Energie zurckgewonnen werden kann. Diese Luftstrme werden in Schlitze oder ringfrmige Ausschnitte im Helikopterdach geleitet und in elek-trischen Strom umgewandelt. Die auf diesem Weg nutzbar gemachte Energie kann in Batterien gespeichert und zum Betrieb des Helikopters oder seiner Hilfssysteme eingesetzt werden. So wird Treibstoff gespart.

    Eingereicht im Projektjahr 2009/10 vom Team Hybrid-Helikopter Felix Fal und Michael Stamp vom Apian-Gym-nasium Ingolstadt.

    Idee: Flughafenmessnetz fr Partikel

    Wie kann man Flugzeuge in Zukunft zuverlssig vor gefhrdenden Parti-keln warnen und schtzen? Nach einer Bestandsaufnahme hat das Schlerteam vom Neuen Gymnasium Oldenburg mit-hilfe eigener Recherchen einen Vorschlag fr ein Flughafenmessnetz entwickelt. Dieses soll neben den zahlreichen me-teorologischen Messgren, die bisher schon ermittelt und ausgewertet werden, auch radioaktive Partikel und Feinstaub (der nach Vulkanausbrchen bereits zu Flugeinschrnkungen gefhrt hat) einbeziehen. Fr ihre Recherche haben die Schlerinnen und Schler eine eigene Messreihe gestartet und in einem Inter-view Fragen an einen Piloten gestellt. Eingereicht im Projektjahr 2010/11 vom Team Ideenflgler Hanna Gloystein, Charlotte Hedderich, Anna Hde-beck, Finn Ole Heinsohn und Alexey Terentyev vom Neuen Gymnasium Oldenburg.

    Idee: Essen per Handy

    Eat-Control-Plane soll den Flug fr Passagiere und Flugbegleiter ange-nehmer machen. Mit ihrer Idee wollen die Schler der Gesamtschule Hardt Mnchengladbach es mglich machen, dass Fluggste ihr Men per Mobil-telefon beim Bordpersonal bestellen knnen. Umsetzen wollen sie das mit universellen Anschlssen, die sich in den Rcklehnen der Vordersitze befin-den. Mit Hilfe einer Applikation knnen die Passagiere nutzerfreundlich ihr Wunschessen auswhlen.

    Eingereicht im Projektjahr 2010/11 von Benjamin Kenjar, Kevin Savarimuttu und Maurice Faulstich von der Gesamt-schule Hardt Mnchengladbach.

    2.5 Ausgezeichnete Wettbewerbsbeitrge der vergangenen Jahre

  • 7Lehrerunterlage Ideenflug

    Idee: Vom Golfball lernen

    Mit der Oberflche von auergewhnli-chen Flugobjekten haben sich Tobija-Esra Herrmann und Raphael Krauthann beschftigt: nmlich mit Golfbllen. Mit den typischen Golfballdellen knnen ihrer Idee zufolge auch Flugzeuge vom geringeren Luftwiderstand profitieren und strkeren Auftrieb bekommen. Also nicht eine mglichst glatte Auenhaut sondern die fr Golfblle typischen flachen Vertiefungen sollen helfen, den Energieverbrauch zu senken und Kerosin zu sparen. Ihre Idee haben die Schler an einem modifizierten Modellflugzeug im eigenen Windkanal getestet.

    Eingereicht im Projektjahr 2010/11 vom Team Tobija-Raphael Tobija-Esra Herrmann und Raphael Krauthann vom Apian-Gymnasium Ingolstadt.

    Idee: Fliegen mit drei umweltfreundlichen Antrieben

    Ein Flugzeug mit umweltfreundlichen Antrieben stellte das Team The Future-Airline der Realschule Bodenwerder vor. Ihr Flugzeug der Zukunft bewegt sich dank drei verschiedener An-triebssysteme: In erster Linie ist das Wasserstoff (er soll fr den krftigsten Antrieb sorgen), auerdem Luftdruck (der umgewandelt, gespeichert und wieder abgegeben wird) und schlie-lich solargetriebener Propeller. Dem Vorschlag des Teams zufolge soll auch Bremsenergie in Batterien gespeichert und genutzt werden. Fr ihre berle-gungen entwickelten die Schlerin und die Schler einen Prototypen.

    Eingereicht im Projektjahr 2010/11 vom Team The Future-Airline Ren Lnig, Robin Schler und Louisa Seidensticker von der Realschule Bodenwerder.

    Idee: Schwenkdsengleiter Pivot Jet Glider

    Wie viele schwenkbare Triebwerke sind wohl ntig, um in alle Richtungen man-vrieren zu knnen? Diese Frage stellten sich Julian Danzer und Daniel Rupp-Fernandes. Mit ihrem Wettbewerbsbei-trag gaben sie eine Antwort. Die Schler entwickelten den Schwenkdsengleiter Pivot Jet Glider, einen Senkrechtstar-ter mit vier schwenkbaren Triebwerken. Durch sie kann das Fluggert erstens senkrecht starten, zweitens in jede Rich-tung manvrieren. Nach den Vorstellun-gen des Teams bringt die Umsetzung ihrer Idee logistische Vorteile und eine Verringerung der Flugzeit mit sich. Denn langwieriges Umherrollen auf dem Flug-hafen wrde wegfallen.

    Eingereicht im Projektjahr 2009/10 vom Team Technic und Co Julian Danzer und Daniel Rupp-Fernandes vom Gymnasium Korntal-Mnchingen und vom Fanny-Laicht-Gymnasium in Stuttgart.

  • 8 Lehrerunterlage Ideenflug

    Der Idee des Wettbewerbs folgend sind hier die Ideenflug-Themenwelten mit Anknpfungspunkten zu Unterrichtsf-chern und Lehrplaninhalten der Klassen-stufen 6 bis 12 dargestellt.

    Die Bereiche der Luft- und Raumfahrt berhren neben den naturwissenschaft-lichen, technischen, mathematischen Fchern und Informatik eben auch den Sprachunterricht, Kunst, Sozialkunde und Gemeinschaftskunde. Darber hinaus zeigen wir, welche fcherber-greifenden Schlerkompetenzen der Wettbewerb frdert.

    2.6 Themenwelten des Wettbewerbs in Bezug auf den Lehrplan

    kologie und NachhaltigkeitUmweltschutz (Boden, Wasser, Luft, Klima)

    BiologieNachwachsende Rohstoffe

    Vgel (und andere Tiere) als Vorbild fr Fluggerte

    Teilgebiet BionikComputer nutzen Elemente und Strategien

    Daten und Informationen verarbeiten und interpretieren

    Datenstrukturen, Datenmodellierung und Datenbanken

    Informatik Grundlagen und Anwendung von

    ProgrammiersprachenComputergrafik und

    Bildbearbeitung

    AerodynamikLicht und seine Eigenschaften

    Eigenschaften und Bewegungen von Krpern

    Temperatur und Zustand von KrpernElektrische StromkreiseFliegen und Ballonfahren

    Mechanik der Flssigkeiten und GaseThermik

    Eigenschaften elektrischer Bauelemente

    Elektronik

    Physik Energieversorgung

    BewegungsgesetzeMechanische Schwingungen

    Kommunikation mit elektronischen Medien

    Akustik

    Fertigen und konstruieren technischer Objekte

    Technik Informationsbeschaffung und

    -austausch mit dem ComputerTransport und VerkehrNachrichten bertragen

    Signale nutzen

    PRIMRER FCHERBEzUG:

    FCHERBERGREIFENDE LEHRzIELE:

    Lernautonomiepraktische Erfahrung (Lebensweltbezug)zielgerichtete Planung

    Lernkompetenz Interdisziplinaritt

    (fcherbergreifendes Denken)BrainstormingWissen anwendenLernen lernen

    TeamworkDiskussion

    eigene Ziele formulieren und verfolgenagieren

    SozialkompetenzEntscheidungen treffen

    untereinander kommunizieren

  • 9Lehrerunterlage Ideenflug

    Computer nutzen Elemente und StrategienDaten und Informationen verarbeiten

    und interpretierenDatenstrukturen, Datenmodellierung

    und Datenbanken

    Informatik Grundlagen und Anwendung von

    ProgrammiersprachenComputergrafik und

    Bildbearbeitung

    AerodynamikLicht und seine Eigenschaften

    Eigenschaften und Bewegungen von Krpern

    Temperatur und Zustand von KrpernElektrische StromkreiseFliegen und Ballonfahren

    Mechanik der Flssigkeiten und GaseThermik

    Eigenschaften elektrischer Bauelemente

    Elektronik

    Physik Energieversorgung

    BewegungsgesetzeMechanische Schwingungen

    Kommunikation mit elektronischen Medien

    Akustik

    Fertigen und konstruieren technischer Objekte

    Technik Informationsbeschaffung und

    -austausch mit dem ComputerTransport und VerkehrNachrichten bertragen

    Signale nutzen

    Untersuchen und Umwandeln von Stoffen

    Metalle (von Aluminium bis zink) und Legierungen

    Kunststoffe und ihre AnwendungWasserstoff als Energietrger

    Chemische Reaktionen (energetisch betrachtet)

    Chemie Explosivstoffe, Brnde und Brandbekmpfung

    Erdl und Erdgas organische StoffgemischeAmorphes Material: Glas

    Lagebeziehungen geometrischer ObjekteMathematik im Alltag

    Zuordnungen in der Umwelt

    MathematikVernetzung: Darstellen von Daten

    TabellenkalkulationMastbe und ihre Anwendungen

    Funktionen und lineare GleichungssystemeProgrammierung mathematischer Algorithmen

    Gestalten von Krper und RaumIllustration

    KunstVorbild und Nachbild

    DesignDokumentation, optische Darstellung

    Prsentation

    Wirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland und in der globalisierten Welt

    SozialkundeGemeinschaftskunde

    WirtschaftslehreInternationale zusammenarbeitUnternehmen und Entscheidung

    Leben und Arbeiten in der Europischen UnionStrukturen und Akteure in der Arbeitswelt

    konomie und kologie

    Kommunikative FremdsprachenkompetenzSozialkompetenz und interkulturelle Kompetenz

    Anwendung der Sprache Fachbezogenes Vokabular

    Fremdsprachen Erwerb von Lernstrategien

    Selbststndiger Spracherwerb

    Lesen und Verstehen

    Deutsch Sprache thematisieren

    SprachfunktionenVerstndliches, erklrendes Schreiben

    Kommunizieren, Prsentieren

    SEKUNDRER FCHERBEzUG:PRIMRER FCHERBEzUG:

    handlungsorientiertes Arbeiten

    SelbstkompetenzSelbstorganisation und Selbstverantwortung

    freie Arbeit Interessensbezogenheit

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    hr u

    nter

    schi

    edlic

    h ge

    stal

    ten:

    In p

    roje

    ktor

    ient

    ierte

    m U

    nter

    richt

    k

    nnen

    bei

    spie

    lswei

    se d

    ie T

    eam

    s ko

    nkre

    t be

    r Auf

    gabe

    n un

    d Zi

    ele

    unte

    rrich

    tet w

    erde

    n. D

    as s

    oll

    nich

    t hei

    en,

    das

    s de

    n Te

    ams

    im D

    etai

    l vor

    gesc

    hrie

    ben

    wird

    , wie

    sie

    die

    se z

    u er

    flle

    n ha

    ben.

    Au

    f Arb

    eits

    blt

    tern

    kn

    nen

    Eckd

    aten

    form

    ulie

    rt se

    in. A

    nder

    s be

    i Arb

    eits

    gem

    eins

    chaf

    ten

    oder

    indi

    vidu

    elle

    r Beg

    leitu

    ng v

    on S

    chl

    erpr

    ojek

    ten.

    Da

    kann

    und

    sol

    lte d

    ie A

    ufga

    benfi

    ndu

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    de

    r Han

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    liege

    n. L

    ehre

    rinne

    n un

    d Le

    hrer

    kn

    nen

    helfe

    n, d

    as T

    hem

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    entu

    ell z

    u er

    wei

    tern

    ode

    r zu

    spez

    ifi zi

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    kn

    nen

    Impu

    lse

    gebe

    n be

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    Fin

    dung

    . Den

    Sch

    ler

    in-

    nen

    und

    Sch

    lern

    sol

    lte Z

    eit g

    egeb

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    erde

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    ie A

    ufga

    ben

    und

    Ziel

    e zu

    spr

    eche

    n.

    Es e

    mpfi

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    t sic

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    ie T

    eam

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    glei

    ten

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    die

    Aufg

    aben

    verte

    ilung

    inne

    rhal

    b de

    r Tea

    ms

    zu u

    nter

    stt

    zen.

    Die

    eige

    ntlic

    he P

    roje

    ktar

    beit

    fi nde

    t im

    Tea

    m s

    tatt.

    In d

    er Z

    eitp

    lanu

    ng s

    ollte

    das

    Abw

    eich

    en vo

    m

    eige

    ntlic

    hen

    Proj

    ektw

    eg e

    inge

    plan

    t sei

    n. L

    ehre

    rinne

    n un

    d Le

    hrer

    sol

    len

    in d

    iese

    m A

    bsch

    nitt:

    Fe

    edba

    ck g

    eben

    , Zw

    isch

    enst

    nde

    abs

    iche

    rn, r

    eagi

    eren

    . Die

    Sch

    lerin

    nen

    und

    Sch

    ler s

    olle

    n in

    die

    sem

    Abs

    chni

    tt:

    sel

    bst

    ndig

    arb

    eite

    n e

    igen

    e Zi

    ele

    form

    ulie

    ren

    und

    verfo

    lgen

    und

    Ent

    sche

    idun

    gen

    treff e

    n u

    nter

    eina

    nder

    kom

    mun

    izier

    en a

    gier

    en

    Das

    Dok

    umen

    tiere

    n de

    r Erg

    ebni

    sse

    geh

    rt zu

    m p

    roje

    ktor

    ient

    ierte

    n Ar

    beite

    n. W

    icht

    ig is

    t, da

    ss E

    rgeb

    niss

    e un

    d Te

    ilerg

    ebni

    sse

    fest

    geha

    lten

    wer

    den.

    Zum

    Bei

    spie

    l als

    :

    Tex

    tbei

    trge

    wie

    Ber

    icht

    e, B

    esch

    reib

    unge

    n, P

    roto

    kolle

    und

    Tab

    elle

    n B

    ilder

    wie

    Fot

    os, Z

    eich

    nung

    en, G

    rafi k

    en, P

    lne

    Aud

    iobe

    itrg

    e, V

    ideo

    beitr

    ge,

    Inte

    rnet

    seite

    n O

    bjek

    te w

    ie M

    odel

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    onst

    rukt

    ione

    n

    Es s

    ollte

    aus

    reic

    hend

    Zei

    t fr

    das

    Vor

    stel

    len

    der T

    eam

    erge

    bnis

    se e

    inge

    plan

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    den.

    So

    bek

    omm

    en d

    ie S

    chl

    erin

    nen

    und

    Sch

    ler a

    uch

    eine

    n

    berb

    lick

    ber

    das

    , was

    die

    an

    dere

    n Te

    ams

    erar

    beite

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    en. D

    ie V

    orst

    ellu

    ng u

    nd P

    rse

    ntat

    ion

    der e

    igen

    en

    Erge

    bnis

    se b

    ilden

    den

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    chlu

    ss d

    es P

    roje

    ktun

    terri

    chts

    .

    Alle

    Sch

    ler

    inne

    n un

    d Sc

    hle

    r ein

    es T

    eam

    s an

    der

    Erg

    ebni

    spr

    sent

    atio

    n be

    teilig

    en.

    Feed

    back

    geb

    en u

    nd F

    eedb

    ack

    der M

    itsch

    ler

    inne

    n un

    d -s

    chl

    er e

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    rder

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    as P

    roje

    kt

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    e au

    ch e

    iner

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    ntlic

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    ellt

    wer

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    wie

    bei

    spie

    lsw

    eise

    Leh

    rerk

    olle

    ginn

    en

    und

    -kol

    lege

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    nder

    en S

    chl

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    nen

    und

    Sch

    lern

    ode

    r Elte

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    eite

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    niss

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    r nic

    ht a

    m P

    roje

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    etei

    ligte

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    mac

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    Aus

    stel

    lung

    Bei

    trag

    in d

    er S

    chul

    zeitu

    ng o

    der i

    m S

    chul

    jahr

    buch

    Bei

    trag

    auf d

    er S

    chul

    hom

    epag

    e

    Kom

    mun

    ikat

    ions

    - und

    Inte

    rakt

    ions

    stru

    ktur

    Unt

    erric

    htsg

    espr

    ch/

    Sch

    ler-

    Lehr

    er-G

    espr

    ch

    Unt

    erric

    htsg

    espr

    ch/

    Sch

    ler-

    Lehr

    er-G

    espr

    ch

    Mod

    erat

    ion

    durc

    h Le

    hrer

    inne

    n un

    d Le

    hrer

    Unt

    erric

    htsg

    espr

    ch/

    Sch

    ler-

    Lehr

    er-G

    espr

    ch

    oder

    Gru

    ppen

    arbe

    it de

    rSc

    hle

    rinne

    n un

    d Sc

    hle

    r

    Gru

    ppen

    arbe

    it de

    r Sch

    ler

    inne

    n un

    d Sc

    hle

    r, B

    erat

    ung

    und

    Beg

    leitu

    ng

    durc

    h Le

    hrer

    inne

    n un

    d Le

    hrer

    Gru

    ppen

    arbe

    it de

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    ler

    inne

    n un

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    hle

    r, B

    erat

    ung

    und

    Beg

    leitu

    ng

    durc

    h Le

    hrer

    inne

    n un

    d Le

    hrer

    Sch

    lerr

    efer

    at (V

    ortr

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    Mod

    erat

    ion

    durc

    h Le

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    inne

    n un

    d Le

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    Schr

    itt in

    der

    Pr

    ojek

    tarb

    eit

    Einf

    hru

    ng

    Proj

    ekt-

    besc

    hrei

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    Team

    auft

    eilu

    ng

    Aufg

    aben

    fi ndu

    ng/

    Aufg

    aben

    vert

    eilu

    ng

    Team

    arbe

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    Dok

    umen

    tatio

    n de

    r Erg

    ebni

    sse

    Prs

    enta

    tion

    und

    Feed

    back

  • Proj

    ekto

    rient

    ierte

    s Ar

    beite

    n be

    inha

    ltet w

    ortw

    rtli

    ch d

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    ieru

    ng a

    m P

    roje

    kt.

    Desh

    alb

    knn

    en d

    ie h

    ier a

    ufge

    fhr

    ten

    Best

    andt

    eile

    nur

    ein

    Anh

    alts

    punk

    t sei

    n.

    Wie

    viel

    Rau

    m d

    ie e

    inze

    lnen

    Ele

    men

    te e

    inne

    hmen

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    gt v

    on d

    er Z

    usam

    men

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    ung

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    nd v

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    lter d

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    chl

    erin

    nen

    und

    Sch

    ler a

    b.

    be

    rsic

    ht:

    Proj

    ekta

    rbei

    t und

    ih

    re B

    esta

    ndte

    ileB

    esch

    reib

    ung

    Ziel

    ist e

    s, d

    en S

    chl

    erin

    nen

    und

    Sch

    lern

    ein

    en th

    emat

    isch

    en R

    ahm

    en z

    u ge

    ben,

    in

    dem

    sie

    sic

    h be

    weg

    en w

    erde

    n:

    be

    rblic

    k ve

    rsch

    aff e

    n. R

    elev

    anz

    des

    Them

    as u

    mre

    ien

    . T

    hem

    a ei

    nord

    nen:

    Was

    bed

    eute

    t das

    The

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    fr d

    ie S

    chl

    erin

    nen

    und

    Sch

    ler,

    fr d

    ie

    Re

    gion

    , fr

    Deu

    tsch

    land

    ? F

    r ihr

    kon

    kret

    es L

    eben

    , fr

    das

    Leb

    en ih

    rer F

    amilie

    ?

    Die

    Ein

    fhr

    ung

    soll

    die

    Sch

    lerin

    nen

    und

    Sch

    ler f

    r d

    as T

    hem

    a ff

    nen

    , des

    halb

    nic

    ht

    th

    emat

    isch

    be

    rfrac

    hten

    , noc

    h ni

    cht z

    u de

    tailli

    ert i

    ns T

    hem

    a ei

    nste

    igen

    , Fre

    ihei

    ten

    fr

    ei

    gene

    Sic

    htw

    eise

    n er

    halte

    n.

    Hie

    r geh

    t es

    nebe

    n de

    n In

    form

    atio

    nen

    zum

    Inha

    lt vo

    r alle

    m u

    m e

    ine

    ganz

    kon

    kret

    e O

    rient

    ieru

    ng, w

    as in

    der

    Pro

    jekt

    zeit

    pass

    iere

    n w

    ird. F

    olge

    nde

    Frag

    en m

    sse

    n si

    ch d

    ie

    Sch

    lerin

    nen

    und

    Sch

    ler n

    ach

    dies

    em B

    aust

    ein

    bean

    twor

    ten

    knn

    en:

    Was

    mac

    hen

    wir?

    Wie

    vie

    l Zei

    t gib

    t es

    wof

    r?

    Wan

    n is

    t Gru

    ppen

    arbe

    it/Pa

    use/

    ...?

    Was

    sin

    d un

    sere

    Zie

    le?

    Prin

    zipie

    ll ka

    nn d

    ie G

    rupp

    e ei

    nget

    eilt

    wer

    den

    nach

    : Int

    eres

    se, S

    ympa

    thie

    , Zuf

    all o

    der L

    eis-

    tung

    . Fr

    wel

    che

    Aufte

    ilung

    sic

    h Le

    hrer

    inne

    n un

    d Le

    hrer

    ent

    sche

    iden

    , hn

    gt v

    on d

    er A

    rt de

    s Pr

    ojek

    ts a

    b, a

    ber a

    uch

    von

    der Z

    usam

    men

    setz

    ung

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    . Je

    lte

    r Sch

    ler

    inne

    n un

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    hle

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    esto

    ehe

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    n m

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    nen

    die

    Team

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    ung

    ber

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    ktar

    beit

    im R

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    -AG

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    ei in

    divi

    duel

    ler S

    chl

    erbe

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    ein

    kann

    sic

    h se

    hr u

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    k

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    lswei

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    s ko

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    d Zi

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    unte

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    tet w

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    n. D

    as s

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    blt

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  • 12 Lehrerunterlage Ideenflug

    3. Projektorientiertes Arbeiten in Unterricht und Arbeitsgemeinschaft

    Der Erfolg von projektorientiertem Ar-beiten an der Schule hngt mageblich davon ab, wie die einzelnen Einheiten organisiert werden und wie die Lehrer-rolle an die besondere Lehrer-Schler-Situation angepasst wird.

    Projektorientiertes Arbeiten an der Schule kann in mehreren Formen stattfinden, zum einen im Rahmen von Unterrichtsstunden (als Projektunter-richt oder als Projekttag/Projektwoche), zum anderen als Arbeitsgemeinschaft oder als individuelle Betreuung ein-zelner Schlerinnen und Schler ber einen lngeren Zeitraum hinweg (zum Beispiel als Begleitung zu einer Wettbe-werbsteilnahme).

    Fachliche Kompetenzen vermitteln sich im Projektunterricht in neuem Kontext. Deshalb ist projektorientiertes Arbeiten fr Schlerinnen und Schler eine gute Chance, Befhigungen einzubringen, welche im herkmmlichen Unterricht vielleicht weniger Anwendung finden.

    Projektorientierte Arbeit braucht mehr Vorbereitung als herkmmlicher Unter-richt. Oft sind Kolleginnen und Kolle-gen oder andere Akteure beteiligt. Das Spektrum reicht vom Hausmeister bis zum Experten aus einem Unternehmen, der den Weg zur Schule finden muss. Dazu kommt der Einsatz verschiedener Materialien.

    Auch verlangt projektorientiertes Arbei-ten den berhmten Blick ber den Tel-lerrand. Oft sind es gerade interdiszip-linare Anstze, die neue Erkenntnisse befrdern. Dafr mssen Lehrerinnen und Lehrer verschiedener Fachbereiche einer Schule zusammen arbeiten.

    3.2 Warum projekt-orientiertes Arbeiten? zu erreichende Schlerkompetenzen

    Die methodische Kompetenz des selbstndigen Erkenntnisgewinns ist eine wesentliche Schlerkompetenz, die durch projektorientierten Unterricht gefrdert wird. Eine fokussierte Re-cherchekompetenz ist bei Schlerinnen und Schlern gefordert, auerdem der Umgang mit dem Computer.

    Jedoch sollten Lehrerinnen und Lehrer je nach Alter und Wissensstand entwe-der ein bestimmtes Medienangebot ab-stecken oder die Recherche mit Tipps untersttzen. Vor allem in den unteren Klassen sind Schlerinnen und Schler von einer zu groen Medienauswahl berfordert oder kennen schlicht nicht die entscheidenden Medien oder die Wege dahin.

    Mit Projektunterricht wird die Bef-higung zum selbstndigen Arbeiten gefrdert. Die Schlerinnen und Sch-ler lernen, in abgesteckten Bereichen selbst Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu bernehmen und sich dafr auch selbst Zeit einzutei-len. Entscheidend ist es, sowohl die Entscheidungs- als auch die Zeitspan-nen fr die Schlerinnen und Schler innerhalb des Projektes berschaubar zu gestalten und auch whrend dieser Phasen als Ansprechpartner und Im-pulsgeber zur Verfgung zu stehen.

    Projektunterricht/Projekttage/

    Projektwochen

    Projektarbeit in einer Arbeitsgemeinschaft

    Projektarbeit als individuelle

    Betreuung einzelnerSchlerinnenund Schler

    3.1 Was verstehen wir unter projektori-entiertem Arbeiten?

    YouTube-Videos gaben Jan-Phillip Gutz und Vincent Lissner 2009/10 den entscheidenden Impuls fr ihren Wettbewerbsbeitrag. Zu sehen waren Flugzeuge, die ber die Landebahn hinausrollten. Ihre Idee: geneigte Kies-betten unterschiedlicher Hhe.

    In den Praxis-Bausteinen auf den folgenden Seiten zeigen wir exemplarisch, wie Schlergruppen die beschriebenen Arbeitsschritte fr Ideenflug-Wett-bewerbsbeitrge einsetzten.

  • 3. Projektorientiertes Arbeiten in Unterricht und Arbeitsgemeinschaft

    13Lehrerunterlage Ideenflug

    Schlerinnen und Schler bentigen den Raum, selbst zu entscheiden. Lehrer und Lehrerinnen werden zum Projektleiter. Sie geben Impulse und untersttzen die Schlerinnen und Schler auf dem Weg zum Ziel. Die Intensitt der Betreuung whrend die-ser selbstndigen Abeitsphasen kann von Schlerteam zu Schlerteam sehr unterschiedlich sein.

    Auch die Fhigkeit zu prsentieren, also Ergebnisse und Informationen anderen vorzustellen, gehrt zu den methodi-schen Kompetenzen, die Schlerinnen und Schlern vermittelt werden sollen. Dabei ist es wichtig, dem Alter entspre-chende Formen zu finden.

    Durch selbstndiges Arbeiten sollen Schlerinnen und Schler lernen, sich selbst einzuschtzen. Dies geschieht in dem Mae, in dem man ihnen auf selbst verantwortete und selbst ein-geteilte Arbeitsphasen konstruktives Feedback gibt.

    Fr projektorientiertes Arbeiten empfiehlt sich Teamarbeit. Sie frdert die sozialen Schlsselkompetenzen: Kompromissbe-reitschaft, Kommunikationsfhigkeit und gegenseitige Wertschtzung.

    3.3 Allein machen oder allein gelassen? Rolle der Lehrerin, des Lehrers

    Welche Rolle sollten die Pdagoginnen und Pdagogen bei der Projektarbeit einnehmen? Ohne Zweifel werden die Lehrkrfte fr die Schlerinnen und Schler auch im Rahmen von

    projektorientiertem Arbeiten wichtige Bezugs- und Referenzpersonen sein. Deren Feedback ist wichtig, ihr Urteil hat Gewicht. Diese Rolle sollte genutzt werden, um Projektarbeit zu frdern.

    In die Bewertung sollte das Feedback anderer Schlerinnen und Schler einbezogen werden. Ganz konkret kann das zum Beispiel bedeuten, dass ein im Team als Kompromiss erzieltes Ergebnis von Lehrerinnen und Lehrern besonders gewrdigt wird und so als Vorbild fr andere Teams dient.

    Dennoch sollte stets die Leistung gewrdigt werden, nicht nur der reine Kompromiss. Innerhalb der Teams kann aufgezeigt werden, dass es verschie-dene Arten von Leistung gibt, die eben auch von verschiedenen Teamteilneh-mern eingebracht werden.

    Die Schlerinnen und Schler brauchen Raum fr Dialog untereinander. Dabei kann es auch mal lebendiger zugehen. Konflikte sollten zugelassen werden, jedoch sollten Lehrerinnen und Lehrer fr einvernehmliche Lsungen sorgen sowie fr fokussiertes und zielgerichte-tes Arbeiten. Sie sollten stets konstruk-tive Arbeit frdern.

    Entscheidend ist, dass Lob und Kritik von Lehrkrften stets die Zusammenar-beit frdert und nicht unntig einzelne Team-Teilnehmer heraushebt.

    Auerdem sollte Feedback Schlerin-nen und Schler stets ermutigen, eige-ne gemeinsame (Teil-)Entscheidungen zu treffen. Daher ist es wichtig, eben jene gemeinsamen Kompromisse und Gemeinschaftsleistungen zu frdern.

    Je strker Sch-lerkompetenzen

    ausgebildet sind, desto lnger

    knnen Zeiten fr selbstndiges

    Arbeiten sein.

    Im Rahmen von abgegrenzter Pro-jektarbeit verndert sich die Schler-Lehrer-Situation.

    Die Lehrerrolle beim projektorientierten Arbeiten an weiterfhrenden Schulen:

    Den Schlerinnen und Schlern sollte ein verlsslicher thematischer Rahmen gegeben werden. Eine gute Vorbereitung des Projektunterrichts z.B. hinsichtlich Rumen, Materialien und Zeitmanagement. Keine berorganisation. Ausreichend Raum fr Eigen- verantwortung der Schlerinnen und Schler einplanen. Bewusste Abgrenzung der Projektarbeit vom brigen Unterricht.

    Das Team von der Realschule Bodenwerder bei der Prsentation

    seines Beitrags beim Schlertag auf dem Deutschen Luft- und Raumfahrt-kongress 2011 in Bremen. Die Schler stellten ein Konzept-Fahrzeug mit drei

    umweltfreundlichen Antrieben vor.

  • 14 Lehrerunterlage Ideenflug

    3.4 Der Anfang von Projektarbeit: Die Idee

    Am Anfang steht die Idee. Um sie zu finden, knnen sich Schlerinnen und Schler verschiedener Techniken bedienen. Im von frontalen Lehrme-thoden geprgten Unterricht finden sie selten Anwendung. Deshalb ist es wichtig, diese Techniken den Sch-lerinnen und Schlern vorzustellen. In der Regel steht die Anwendung von Kreativtechniken am Anfang von Projektarbeit.

    BrainstormingEin erfolgreiches Brainstorming durch-zufhren ist einfach und schwierig zugleich: Die Regeln sind simpel. Es gibt nur zwei: 1. Jede Idee ist willkom-men, Ideen knnen aufgegriffen und weiterentwickelt werden. 2. Wertung und Beurteilung sind verboten. Die Einhaltung gerade der zweiten Regel ist in der Praxis nicht simpel. Schnell werden Kritik geuert, Einschrnkun-gen genannt. Klassischer Einwand: So ein Quatsch! Deshalb braucht es unter Schlerinnen und Schlern ein entspre-chendes Kommunikationsklima.

    Die Abwesenheit von unmittelbarer Kritik ist die wichtigste Voraussetzung fr ein erfolgreiches Brainstorming mit vielen Ideen. Dafr braucht es Uner-schrockenheit (beim Sprechenden) und Offenheit (beim Zuhrenden). Denn zu-nchst abwegige Vorschlge knnen zu wertvollen Projektanstzen wachsen.

    Wichtig ist ein Raum, der konzent-rierten Austausch ermglicht. Alle Ideen sollten whrenddessen notiert werden. Dafr braucht es Stift, Papier, unter umstnden Flipchart. Nach der Brainstormingphase mssen die Ideen noch sortiert, gewichtet und gefiltert werden.

    Regeln fr ein erfolgreiches

    Brainstorming:

    1. Jede Idee ist willkommen.

    2. Jede Kritik ist verboten.

    Das Gehirn nutzen, um ein Problem

    zu strmen: Brainstorming ist

    die Kurzform fr using the brain to storm a problem.

    MindmappingVisualisierung und Assoziation sind die entscheidenden Prinzipien bei der Kre-ativtechnik Mindmapping, sie spricht die kognitiven Fhigkeiten der Schle-rinnen und Schler an.

    Fr diese Kreativtechnik brauchen die Schlerinnen und Schler Papier und einen Stift (alternativ gibt es auch Com-puterprogramme). Wenn Mindmapping im Team gemacht wird, dann empfiehlt es sich, dass eine Schlerin oder ein Schler die Rolle des Flipchart-Mode-rators bernimmt und die gesammelten Schlagworte fr alle sichtbar auf ein mglichst groes Blatt Papier schreibt.

    Zu Beginn wird in der Mitte des Blattes das Thema geschrieben. Von ihm ab-gehend werden rundherum Hauptpunk-te notiert. Sie werden mit dicken Linien mit dem Thema in der Mitte verbunden. Es folgen Nebenaspekte und Details. So entsteht ein verzweigtes Netz, ver-gleichbar dem eines Baumes, mit sten und Zweigen. Jeder einzelne Punkt kann prinzipiell zum Ausgangspunkt neuer berlegungen werden. Es gibt keine Begrenzung fr Assoziationen.

    Die Ideen werden im Verlauf von Mindmapping sortiert gesammelt und im Prozess zu Sinneinheiten gruppiert dargestellt. Am Ende entsteht eine Mind-Map, im wahrsten Sinne des Wortes eine Gedanken-Karte.

    Thematische Zusammenhnge werden durch optische Nhe der Schlagworte und Verbindungslinien dargestellt.

    Auf dem Weg zur zndenden Idee: Regeln fr Sie und Ihre Schlerinnen und Schler:

    1. Mut zu Fehlern! Wer Angst vor Fehlern hat, ist nicht kreativ. Frdern Sie unbedarfte, spontane uerungen!2. Neues zulassen! Altbekanntes und Bewhrtes helfen selten auf dem Weg zu neuen Ideen.3. Bei der Ideenfindung gilt auch: Erst sagen, dann denken! Impulse mssen nicht bis zum Ende durchdacht sein.4. Quantitt vor Qualitt. Erstes Ziel: viel sammeln, erst im zweiten Schritt wird sortiert und gefiltert.5. Keine Kritik: Ideenfindung braucht Offenheit und Spielraum.6. Lehrer-Schler-Hierarchie ausblenden: bei Kreativtechniken sind alle gleich.

    Ein Brainstorming zu alternativen Antrieben stand am Anfang der

    Wettbewerbsidee der Schlergruppe vom Gymnasium Vegesack 2009/10. Im Ergebnis soll ihr Flugobjekt durch

    ein knstlich erzeugtes Magnetfeld beschleunigt werden.

  • 15Lehrerunterlage Ideenflug

    3.5 Arbeitstechniken in projektorientierter Schlerarbeit

    Projektorientiertes Arbeiten verlangt den Einsatz von Arbeitstechniken und Lehrmethoden. Hier sind vier exempla-risch vorgestellt und weitere genannt. Die Beispiele sind als solche gedacht und nicht abschlieend. Sie sollen die unterschiedlichen Anstze zeigen, aber auch die Gemeinsamkeiten: sie alle sind handlungsorientiert.

    ExperimentIm Rahmen von projektorientierten Arbeiten an der Schule kommen nicht Demonstrationsexperimente (Lehrer und Lehrerinnen zeigen im Frontal-unterricht) zur Anwendung, sondern Hypothesen-Prfexperimente (Schler und Schlerinnen berprfen selbst eigene Thesen). Das Experiment lsst sich klassisch dreiteilen: in Vorberei-tung, Durchfhrung und Auswertung.

    Beim Experimentieren sollen Schlerin-nen und Schler durch Selbstmachen neue Erkenntnisse oder Antworten auf die Frage Warum etwas so ist, wie wir es kennen suchen und finden. Sie sol-len probieren, untersuchen, erforschen. Dabei schulen sie ihre Beobachtungsga-be. Kognitive, emotionale und praxisori-entierte Handlungen treffen aufeinander.

    Experimente sind in besonderem Mae geeignet, selbst aufgestellte Thesen zu belegen oder zu widerlegen. Ziel sind nachvollziehbare, nachprfbare Ergebnisse. Deshalb ist methodisches Arbeiten wichtig.

    Die Vorbereitung des Experiments hat groe Auswirkungen auf das Ergebnis, dessen Gltigkeit und Nachvollziehbar-keit. Entscheidend ist es, die Versuchs-anordnung so auszugestalten, dass sie Konstanten von Variablen klar trennt. Im Zentrum der berlegungen steht die Fra-ge, was es zu untersuchen gilt. Weitere Fragen: Welche Messgerte, Hilfsmittel und Materialien werden gebraucht? Wie gestaltet sich der Ablauf? Welche Beob-achtungen werden erwartet?

    Collective-Notebook-MethodeDie Collective-Notebook-Methode ist auf einen lngeren Zeitraum angelegt. Das knnen mehrere Tage sein, aber auch Wochen. Zu Beginn bekommt jede Schlerin und jeder Schler ein Notizbuch.

    Es ist wichtig, dass alle Beteiligten glei-che Bcher bekommen, dass sie bei einem gemeinsamen Treffen ausgeteilt werden und dass ein Termin fr die Auswertung vereinbart wird. So knnen sie diese Kreativtechnik als gemeinsa-me Aufgabe empfinden.

    Die Notizbcher tragen die Schlerin-nen und Schler in der vereinbarten Zeit bei sich und schreiben Gedanken, Assoziationen und Ideen hinein. Bei einem gemeinsamen Treffen werden alle Ideensammlungen von den Schle-rinnen und Schlern zusammentragen und diskutiert.

    Die Technik hat den Vorteil, dass Sch-lerinnen und Schler ohne Zeitdruck, flexibel und individuell agieren knnen. Die Ideen werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung notiert. Nachteil: Vor allen bei lngerem Zeitrahmen verliert die Technik an Verbindlichkeit.

    Collective-Notebook-Methode

    Plus: flexibel, individuell,

    ohne StressMinus: Mangel an

    Verbindlichkeit

    Fr ihre Idee haben Philipp Bock und Jan Phillip Gutz aus Ingol-

    stadt von der Natur abgekuckt. Und zwar vom Weikopfseeadler

    und dessen Flgeln. Ihre Erfin-dung nennen sie Eaglewings.

    Sie soll beim Kerosinsparen helfen. Denn die besondere Stellung der vorgeschla-genen Eaglewings untersttzt zustzlich den Auftrieb

    des Flugzeugs. Auerdem soll sie helfen, die Auf-setzgeschwindigkeit bei der Landung zu verringern,

    sodass weniger Landestrecke bentigt wird.

    Das Team von der Realschule Plus in Traben-Trarbach stieg mit Skizzen in die Ideenfindung ein. Dabei leiteten sie Funktionswei-sen und Funktionsprinzipien fr

    ihr Flugobjekt ab. Das Shuttle soll Passagiere und Fracht zu ei-nem Hauptschiff befrdern, das im Weltall in Erdnhe

    stationiert ist. Spter haben sich die fnf Schlerin-nen und Schler mit Experimenten fr einzelne Bau-

    teile, Materialien und Antriebsformen entschieden.

  • 16 Lehrerunterlage Ideenflug

    Bei der Durchfhrung des Experiments kommt es darauf an, genau zu arbeiten und nach Plan vorzugehen. Die erzielten Ergebnisse, auch Teilergebnisse werden schriftlich (zum Beispiel in Tabellen), bildlich (zum Beispiel mit Foto und Video-Kamera) und mit geeigneten Instrumen-ten (zum Beispiel mit Waage, Messuhr oder Spektrometer) festgehalten.

    In der Auswertung muss die Frage, die dem Experiment zugrunde gelegen hat, beantwortet werden. Es ist jedoch nicht auszuschlieen, dass das Experiment die gewnschte Antwort nicht liefert oder vielleicht gar keine abschlieende Antwort zulsst. Auch das sollte klar formuliert in der Auswertung stehen, es ist kein Makel, sondern ein Merkmal projektorientierten Arbeitens (vgl. auch 3.6 Dokumentation der Ergebnisse).

    ErkundungErkundungen fhren Schlerinnen und Schler aus der Schule hinaus, in die Praxis und die (Arbeits-)wirklichkeit. Die Erkundung bedingt zunchst keine vor-gegebene Aufgabenstellung, die Sch-lerinnen und Schler agieren selbstn-dig, sowohl was die Organisation als auch die Durchfhrung der Erkundung angeht. Sie tun dies meist in Gruppen. So werden nicht nur fachliche, sondern auch soziale und methodische Kompe-tenzen geschult.

    Die Erkundung ist eine Methode, um Sachverhalte empirisch zu prfen. Dafr holen die Schlerinnen und Schler unmittelbar Informationen ein, sie treffen an ihnen unbekannten Orten auf Exper-

    ten, die authentisch, ungefiltert, direkt Auskunft geben knnen. Dies tun sie mit entdeckend-forschender Absicht.

    Es geht bei der Erkundung nicht dar-um, einen Ort passiv zu besichtigen, sondern darum ihn aktiv im besten Wortsinn zu erkunden. Ziel soll es sein, dass Schlerinnen und Schler Erkenntnis gewinnen, die sie doku-mentieren, analysieren und auswerten. Damit unterscheidet sich die Erkundung von der Besichtigung. Wie die anderen Methoden auch ist die Erkundung fr alle Klassenstufen an weiterfhrenden Schulen gut umsetzbar.

    FallstudienIn Fallstudien erarbeiten Schlerinnen und Schler eigenstndig Ergebnisse. Grundlage dafr ist die umfassende, nachvollziehbare Darstellung einer Aus-gangssituation oder einer Problemstel-lung. Die Darstellung des Falls provoziert Stellungnahmen, die von den Schlerin-nen und Schlern in Gruppen diskutiert werden. Auf der gemeinsamen Suche nach Lsungen wird ihnen Empathie ab-verlangt, die Befhigung sich in Beteiligte und Situationen hineinzuversetzen.

    Im Austausch untereinander entwi-ckeln die Schlerinnen und Schler Handlungsoptionen, die sie in weiteren Runden bewerten, besttigen oder ver-werfen. Sie mssen ihre Vorschlge be-grnden. Welche Konsequenzen ergeben sich aus den erarbeiteten berlegungen, welche Vorteile, welche Nachteile?

    Die handlungsorientierte Methode Fallstudie hilft, Ideenentwicklung von der Problemstellung aus zu sehen. Die Lsungsvorschlge der Schlerinnen und Schler werden immer wieder mit der Realitt abgeglichen.

    Sammlung: Arbeitstechniken und Lehrmethoden im Rahmen projektorientierten Arbeitens an der Schule:

    Partnerarbeit, E-Learning, Teamteaching, Gruppenarbeit, Fishbowl-Methode, Open Space, Entscheidungsfindung, Gruppenpuzzle, Egg-Race-Methode, Learning by Doing, selbstorganisiertes Lernen, Schlerfeedback, Lernen am Modell, Freiarbeit, Lsungszeitsprung, Gruppen-Experten-Rallye, kooperatives Lernen, Tagebuchmethode, offener Unterricht, Feedback, problembasiertes Lernen

    Eine Erkundung war die Grund-lage fr berlegungen des Teams

    vom Neuen Gymnasium Oldenburg 2010/11. Fr die Idee eines Partikel-

    messnetzes besichtigte es die Wetter-station am Flughafen

    Norderney.

    Ein Experiment brachte dem Astro-nomiekurs des Enrichment-Verbun-des Stormarn in Schleswig-Holstein Gewissheit: Sein Modell eines Rake-

    tenstarts per elektromagnetischem Feld funktionierte. Mit einem Video

    wurde das Experiment dokumentiert.

  • 17Lehrerunterlage Ideenflug

    det stets den Abschluss von erfolgrei-cher Projektarbeit, es ist die Grundlage fr die Prsentation in der ffentlichkeit (zum Beispiel gegenber Mitschlern, Lehrern, Eltern, Wettbewerbsjury, ...).

    Fr Pdagoginnen und Pdagogen ist es wichtig, diese Phase der Projektar-beit stets mitzudenken und gengend Zeit dafr einzuplanen. In der Kom-munikation mit den Schlerinnen und Schlern sollte sie von Beginn an eine wichtige Rolle spielen. Dabei ist zu empfehlen, die Projektarbeit so anzule-gen, dass die Dokumentation whrend der gesamten Projektzeit entsteht. Parallel sozusagen.

    Wie die Dokumentation der Projektar-beit aufgebaut ist, hngt zum einen vom Projekt ab, zum anderen vom Alter der Schlerinnen und Schler. In Umfang und Art der Aufbereitung gibt es keine verbindlichen Vorgaben. Dennoch sollte die Dokumentation nicht nur aus den Ergebnissen bestehen, sondern die Gesamtheit des Projekts widerspiegeln. Elemente der Dokumentation sollten sein:

    1. Informationen zum Projektteam und zur Arbeitsweise: Wer hat sich in welcher Form am Projekt beteiligt? Welches Alter haben die Schlerinnen und Schler? In welchem Zusammen-hang ist die Arbeit entstanden (Arbeits-gemeinschaft, Projektwoche, neben dem regulren Unterricht), wie viel Zeit stand den Schlerinnen und Schlern zur Verfgung?

    2. Inhaltsverzeichnis und Kurzfas-sung geben dem Leser einen ersten berblick. Beides sollte kurz, prgnant und bersichtlich sein.

    Die Dokumentation und die Vorstel-lung des Projekts gegenber einer ffentlichkeit gibt der Projektarbeit Ernsthaftigkeit und Sinn.

    3.6 Wie dokumentie-ren Schlerinnen und Schler die Ergebnisse?

    WerkstattarbeitIm Rahmen der Werkstattarbeit knnen Schlerinnen und Schler in Teams selbstndig in verschiedenen Lern-tempi und verschiedenen Schwie-rigkeitsstufen arbeiten. Die Aufgabe des Lehrers und der Lehrerin besteht hauptschlich darin, einen entspre-chenden Arbeitsraum (Werkstatt) mit Materialien und Arbeitsmitteln zur Verfgung zu stellen und der Arbeit mit einem Oberthema einen Rahmen zu geben. Die Arbeit in der Werkstatt kann auch fcherverbindend angelegt sein.

    In der Wahl der Mittel und der genauen Ausgestaltung des Themas sind die Schlerinnen und Schler frei. Sie arbei-ten selbstndig, das bezieht die Planung und das Formulieren von Zielen ein.

    Den Pdagoginnen und Pdagogen kommt eine begleitende, betreuende, reagierende Rolle zu. Es ist nicht aus-geschlossen, dass Schlerinnen und Schler gnzlich ohne Hilfe ihr Projekt bearbeiten. In dem Fall reduziert sich die Arbeit der Lehrer und Lehrerinnen auf die Bereitstellung des Rahmens und die Rckmeldung auf Ergebnisse.

    Zunchst ist es sinnvoll, fr die Werk-stattarbeit einen bestimmten Zeitraum einzuplanen, jedoch sollten Lehrerin-nen und Lehrer auf mehr oder weniger bentigte Zeit der Schlerinnen und Schler reagieren und die Werkstatt verlngern oder verkrzen.

    Diese Lehrmetho-de kann als Block,

    zum Beispiel als Projekttag oder auch parallel im

    Schuljahr, beispielsweise mit zwei oder drei flexiblen

    Wochenstunden umgesetzt werden.

    Das Dokumentieren der Ergebnisse ist elementarer Bestandteil von Projek-tarbeit. Das Verschriftlichen, Abbil-den und Darstellen der gewonnenen Erkenntnisse soll von den Schlerinnen und Schlern nicht als unangenehmes Anhngsel verstanden werden. Das Zu-sammenstellen der Dokumentation bil-

    Der Wettbewerbsbeitrag Conquista-dor, prsentiert vom Team von der Friedrich-List-Schule und der Carl-Benz-Schule in Mannheim, berzeugte durch seine grafischen Studien. Sie zeigen ein Fahrzeug, das sich durch seine besondere Ausgestaltung sowohl

    auf dem Boden als auch in der Luft fortbewegen kann. Diese Flexibilitt erreicht das Zweirad durch die vernderbare Stellung der Rder. So werden die Radfelgen zu Rotoren um-funktioniert und damit die Fhigkeiten von Hubschraubern und Zweirdern kombiniert.

  • 18 Lehrerunterlage Ideenflug

    3. These: Mit welcher Projektidee, mit welcher Forscherfrage, mit welcher Grundannahme sind die Schlerinnen und Schler in das Projekt gestartet? Welche Ergebniserwartung haben sie?

    4. Methoden und Vorgehensweise: Wie sieht die Versuchsanordnung aus, wie wollen die Schlerinnen und Sch-ler vorgehen? Mit welchen Methoden und Hilfsmitteln wollen sie arbeiten? An dieser Stelle sollten auch Hilfestellun-gen Dritter erwhnt werden.

    5. Ergebnisse. Sie sind das Kern-stck der Dokumentation. Die Punkte zuvor sollten logisch auf die Resultate hinfhren. Dabei sollten sie nicht als reine Datensammlung eingebracht, sondern auch bewertet und eingeord-net werden. Auch wenn Ergebnisse von der zu Beginn formulierten Ergeb-niserwartung abweichen, sollte das erwhnt werden. Schlerinnen und Schler sollten in dem Zusammenhang auch die Fragen beantworten: Welche Probleme traten whrend der Projek-tarbeit auf? Wie sind sie damit umge-gangen? Welche Erfahrungen haben sie gesammelt? Was fanden sie gut, was schlecht?

    6. Offene Fragen. Im Rahmen von projektorientiertem Arbeiten stoen Schlerinnen und Schler immer auch auf Fragen, die nicht beantwortet werden knnen. Entweder weil sie vom Kern des Projektes wegfhren oder weil sie mangels zeitlicher oder techni-scher Ressourcen nicht beantwortet werden knnen. Sie transparent in die Dokumentation einflieen zu lassen, ist Ausdruck wissenschaftlichen Arbei-tens. Offene Fragen knnen auch an die Ergebnisse anknpfen und so das Forschungsfeld erweitern.

    7. Quellenverzeichnis. Welche Un-terlagen haben die Schlerinnen und Schler verwendet? Nachvollziehbar und transparent sollen hier alle genutz-ten Quellen, ob Fachliteratur, Studien, Fotos, Grafiken oder Produkte anderer Urheber aufgefhrt werden.

    Ziel der Dokumentation soll es sein, nicht am Projekt Beteiligte konkret,przise, fachlich richtig und dabei kurz-weilig ber die Ergebnisse, die Umstn-de und den Verlauf der Projektarbeitzu informieren.

    Dabei muss die Dokumentation nicht zwingend buchstabenzentriert sein. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Dokumen-tation nie gnzlich ohne Buchstaben auskommt, also auch Dokumenta-tionen, in deren Mittelpunkt Fotos, Grafiken oder Videos stehen, sollten erklrende Texte beinhalten.

    Lehrerinnen und Lehrer sollten Sch-lerinnen und Schler ermutigen, ihre Prsentation multimedial aufzubereiten. Die Arbeit mit Medien gehrt in allen Schulformen und Altersklassen zu den zu vermittelten Schlerkompetenzen.

    Es gilt die Regel: Inhalt bestimmt Form. Whrend bei einer Bewegungsstudie ein Video hilfreich sein kann, frdert bei einer Konstruktionsstudie vielleicht ein selbst-gebautes Modell Erkenntnisgewinn.

    Hilfreich kann es auch sein, einzelne Etappen des Projektes (zum Beispiel ein Experiment) auf Fotos festzuhalten. Hilfreich ist es, wenn eine Schlerin oder ein Schler den Umgang mit dem Medium bereits beherrscht, zum Beispiel souvern mit der Videokamera umgehen kann.

    Was gehrt in die Dokumentation?

    1. Informationen zum Projektteam

    2. Inhaltsverzeichnis und Kurzfassung

    3. These4. Methoden

    und Vorgehen5. Ergebnisse

    6. Offene Fragen7. Quellen

    Aus welchen medialen Beitrgen knnen Dokumentationen bestehen?

    Textbeitrge wie Berichte, Beschreibungen, Protokolle und Tabellen ... Bilder wie Fotos, Zeichnungen, Grafiken, Plne ... Audiobeitrge wie Geruschstudien, Interviews ... Videobeitrge wie Bewegungsstudien ... Internetseiten als Projektdokumentation ... Objekte wie Modelle, Konstruktionen ...

    Mit einem Video dokumentierten Schler vom Erich-Kstner-Gymna-sium Laatzen 2009/10 ihr Projekt. In dem Clip zeigt und erklrt das gesam-te Team seinen Wettbewerbsbeitrag: einen fliegenden Planeten.

  • Der Schlerwettbewerb im Internetflug.deWettbewerb. Alles, was Sie zum Wett-bewerb wissen mssen, wie Teilnahme-bedingungen, Jury, Bewertungskriteri-en, Teilnahmeformular, finden Sie hier ausfhrlich aufgeschrieben. Sollten Sie noch Fragen haben, knnen Sie diese beim Ideenflug-Wettbewerbsbro loswerden.

    Lehrerunterlagen. Blttern Sie durch Lehrerunterlagen zum Projektunterricht an der Schule und zur Luft- und Raum-fahrt. Sie knnen die Unterlagen auch downloaden.

    Rckblicke und Einblick. In den beiden Rubriken bekommen Sie Informationen zur Geschichte und zur Ausbildung in der Luft- und Raumfahrt-branche, darber hinaus knnen Sie sich durch die Wettbewerbsbeitrge der vergangenen Jahre klicken.

    www.facebook.com/ideenflug: Auf der Ideenflug-Facebook-Seite bleiben Sie den gesamten Wettbewerb ber vom Start ber den Einsendeschluss und die Juryentscheidung bis zur Preis-verleihung auf dem Laufenden.

    www.eads-ideenflug.de

  • ImpressumDie Lehrerunterlage wird als Ergnzung zum bundesweiten Schlerwettbewerb Ideenflug von der EADS Deutschland GmbH fr das Schuljahr 2011/12 herausgegeben (Auflage: 27.000 Exemplare). Alle Informationen zum Wettbewerb und zu diesen Unterlagen auf www.eads-ideenflug.de

    Projektleitung: Bettina Nerb

    EADS Deutschland GmbHWilly-Messerschmitt-Strae85521 Ottobrunn / Deutschland

    Redaktionelle Umsetzung: jungvornweg Verlag fr Kinder- und Jugendkommunikation, Loschwitzer Strae 13, 01309 DresdenVerlagsleitung: Gunter LeinhossRedaktionsleitung: Jrg Flachowsky (V.i.S.d.P.)Gestaltung: Maik Wankmller (Art Director)

    Pdagogische Beratung: Dr. Oliver M. Reuter

    Druck: kuncke druck GmbH

    BildnachweiseEADS, sxc.hu / Macin Smolinski, Debbie Mous