Top Banner

Click here to load reader

DIPLOMARBEIT / DIPLOMA · PDF file Wien, 2016 / Vienna, 2016 Studienkennzahl lt. Studienblatt / degree programme code as it appears on the student record sheet: A 190 333 347 ... Gegensatz

Jun 19, 2020

ReportDownload

Documents

others

  • DIPLOMARBEIT / DIPLOMA THESIS

    Titel der Diplomarbeit / Title of the Diploma Thesis

    „Mehrsprachige Lernende im Französischunterricht“

    verfasst von / submitted by

    Sabrina Berger

    angestrebter akademischer Grad / in partial fulfilment of the requirements for the degree of

    Magistra der Philosophie (Mag. phil.)

    Wien, 2016 / Vienna, 2016

    Studienkennzahl lt. Studienblatt / degree programme code as it appears on the student record sheet:

    A 190 333 347

    Studienrichtung lt. Studienblatt / degree programme as it appears on the student record sheet:

    Lehramtsstudium UniStG UF Deutsch UniStG UF Französisch UniStG

    Betreut von / Supervisor:

    Univ.-Prof. Mag. Dr. Eva Vetter

  • Meinen Lieben

  • Unsere Mehrsprachigkeit ist der sprachliche Spielraum unserer geistigen Freiheit.

    Mario Wandruszka (1911-2004)

  •    

  • Inhaltsverzeichnis

    1. Einleitung .................................................................................................................................... 1 1.1 Relevanz und Forschungsinteresse ........................................................................................ 1 1.2 Forschungsfrage und Vorgehensweise ................................................................................... 2

    2. Theoretischer Teil ....................................................................................................................... 3 2.1 Mehrsprachigkeit ................................................................................................................... 3

    2.1.1 Heteroglossie ................................................................................................................ 10 2.1.2 Spracherwerb ................................................................................................................ 11

    2.2 Sprachenpolitik .................................................................................................................... 13 2.2.1 Sprachenpolitik in der Europäischen Union ................................................................. 15

    2.2.1.1 Zum Prestige der Sprachen ................................................................................... 17 2.2.2 Sprachenpolitik in Österreich ....................................................................................... 18

    2.2.2.1 Lehrplan ................................................................................................................ 20 2.2.2.2 Die Rolle der Muttersprache ................................................................................. 21 2.2.2.3 Muttersprachenunterricht in Österreich ................................................................ 23

    2.3 Bereits durchgeführte Studien in diesem Bereich ................................................................ 24

    3. Empirischer Teil ....................................................................................................................... 30 3.1 Forschungsdesign ................................................................................................................. 30 3.2 Methodisches Design ........................................................................................................... 31

    3.2.1 Qualitative Forschung ................................................................................................... 31 3.2.2 Ethnographie ................................................................................................................. 32 3.2.3 Datenanalyse ................................................................................................................. 40

    4. Ergebnisse und Diskussion ...................................................................................................... 41 4.1 Rahmenbedingungen: Teilnehmer/-innen und schulisches Umfeld .................................... 41 4.2 Mehrsprachigkeit im Unterricht ........................................................................................... 43

    4.2.1 Kategorie: Unterrichtssprache ...................................................................................... 44 4.2.2 Kategorie: Rückgriff auf Englisch ................................................................................ 46 4.2.3 Kategorie: Rückgriff auf Latein ................................................................................... 50 4.2.4 Kategorie: Rückgriff auf die L1 der Schüler/-innen ..................................................... 51

    4.3 Analyse einzelner Aspekte ................................................................................................... 52 4.3.1 Verwendung von Dialekt .............................................................................................. 52 4.3.2 Zweitfächer der Lehrerinnen ........................................................................................ 54

    4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse des empirischen Teils ................................................... 56

    5. Resümee und Ausblick ............................................................................................................. 58

    6. Résumé en français ................................................................................................................... 61

    7. Bibliographie ............................................................................................................................. 72

  • 8. Anhang ....................................................................................................................................... 76 8.1 Abbildungsverzeichnis ......................................................................................................... 76 8.2 Abkürzungsverzeichnis ........................................................................................................ 77 8.3 Beobachtungsbogen ............................................................................................................. 78 8.4 Zusammenfassung ................................................................................................................ 79 8.5 Abstract ................................................................................................................................ 79 8.6 Curriculum Vitae .................................................................................................................. 80 8.7 Dankesworte ......................................................................................................................... 81  

         

               

  •   1

    1. Einleitung

    1.1 Relevanz und Forschungsinteresse Sprache zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben eines jeden Lebewesens. Wir

    Menschen lernen, Gesprochenes zu verstehen und selbst zu sprechen, wobei der

    Spracherwerb bereits vor der Geburt beginnt und während der ersten Lebensjahre in

    mehrere Phasen unterteilt ist (vgl. Haid 2012, S. 3-8). Viele Kinder werden schon früh

    mit der „lebensweltlichen Mehrsprachigkeit“ (de Cillia 2013, S. 6) ihres Umfelds

    konfrontiert und wachsen so mehrsprachig auf. Werden die Kinder dann eingeschult, wird

    ihre Mehrsprachigkeit oft zwangsweise reduziert, da in den österreichischen Schulen

    Deutsch als Unterrichtssprache gehandhabt wird und manche Schulen sogar versuchen,

    die in den Pausen gesprochene Sprache zu reglementieren. Eine große Rolle spielt hierbei

    auch das Prestige mancher Sprachen wie zum Beispiel Englisch oder Französisch, die im

    Gegensatz zu Türkisch oder den BKS-Sprachen Bosnisch, Kroatisch und Serbisch gerne

    auch im Schulalltag gesehen bzw. gehört werden. Den Schüler/-innen wird so weis

    gemacht, dass manche Sprachen weniger wert sind als andere und im Extremfall wird

    ihnen sogar eingebläut, dass ihre Sprache schlecht wäre und sie sich dafür schämen

    sollten. Im Gegenteil wäre es aber gut zu versuchen, Mehrsprachigkeit Einzug in die

    Klassenzimmer zu gewähren. Schüler/-innen sollten sich mit ihrer L1 nicht zurückhalten

    müssen, sondern die Mehrsprachigkeit eines jeden einzelnen sollte als wertvolle

    Bereicherung für die Klassengemeinschaft gesehen werden. Die Schüler/-innen lernen auf

    diese Weise einzelne Äußerungen in anderen Sprachen kennen und können negative

    Vorurteile gegenüber anderen Sprachen abbauen. Jede/r lernt so also etwas dazu. Genau

    dies ist es, worauf die Verfasserin mit der vorliegenden Arbeit abzielt: Sie möchte

    untersuchen, inwiefern Mehrsprachigkeit Einzug in die österreichischen Klassenzimmer

    gewährt und wie damit umgegangen wird. Die Arbeit kann natürlich nicht auf alle

    Sprachen und alle österreichischen Schulen eingehen, aber die beobachteten Situationen

    sollen Beispiele für das Hereinlassen von anderen Sprachen in den Unterricht sein und als

    Impuls für Lehrer/-innen dienen, die vielleicht selbst vor der Frage stehen, ob und wie sie

    die Mehrsprachigkeit ihrer Schüler/-innen in den Unterricht integrieren wollen und

    können. Natürlich wurde diese Arbeit aber vor allem im eigenen Interesse der Verfasserin

    verfasst, da sie als Französisch- und Deutschlehrerin bestimmt oft mit der

Welcome message from author
This document is posted to help you gain knowledge. Please leave a comment to let me know what you think about it! Share it to your friends and learn new things together.