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Die Vienna Das Gustav Mahler Quartett Vienna Classics 2 Die Vienna Classics Daniel Froschauer, Solovioline:

Jul 15, 2020

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  • Das Gustav Mahler Quartett

    Vienna Classics

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    Die Vienna Classics Daniel Froschauer, Solovioline: Geb. in Wien, Violinstudium an der Juilliard School, New York, bei Dorothy Delay und Masao Kawasaki, beim Aspen Music Festival (Meisterkurs Pinchas Zukerman), sowie in Wien bei Alfred Staar und Altenburger. Zahlreiche solistische Auftritte mit verschiedenen Orchestern in USA, Deutschland und Österreich. 1995 Primgeiger der Wiener Staatsoper bzw. der Wiener Philharmoniker. Internationale Konzerttätigkeit mit verschiedenen philharmonischen Kammermusikformationen. Bernhard Biberauer, 1. Violine , wurde 1964 in Kirchdorf bei Krems geboren. Ab 1974 Studium bei Alfred Staar. 1977 beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und 1980 beim „Dr. Karl Böhm Wettbewerb“ erste Preise. Seit 1984 Primgeiger im Orchester der Wiener Staatsoper, seit 1987 Mitglied der Wiener Philharmoniker. 1990 gründete er das Gustav Mahler Quartett. Wilfried Hedenborg, 1.Violine , wurde in Salzburg geboren, Studium bei Ruggiero Ricci am Mozarteum, 1996 Diplom mit Auszeichnung, danach Studien bei Werner Hink am Konservatorium Wien, Kurse bei T. Bradis und H. Krebbers. Preise bei Wettbewerben in Italien, in Deutschland und Polen, seit 2001 1. Geiger im Staatopernorchester Wien. Marian Leško, 2. Violine , wurde 1969 in der Slowakei geboren. Studium bei Bohumil Vrban und Antonin Moravec an der Universität für Musik in Prag, danach in Wien bei Franz Samohyl und Alfred Staar. Seit 1996 Mitglied im Orchester der Wiener Staatsoper bzw. der Wr. Philharmoniker. Seit 1998 ist er 2. Geiger des Gustav Mahler Quartetts. Johannes Kostner, 2.Violine , wurde Innsbruck geboren, erster Violinunterricht bei B. Lorenz-Themessl, ab 1988 Studium bei M. Frischenschlager in Wien, Diplom mit Auszeichnung, danach Studien bei A. Staar. Seit 1998 Mitglied des Wr. Staatsopernorchesters bzw. der Wiener Philharmoniker. Martin Lemberg, Viola, wurde in Wien geboren. Ab dem 6. Lebensjahr Violinunterricht, mit 14 Jahren Violastudium bei Prof. Karl Stierhof an der Musikhochschule, danach bei Hans Peter Ochsenhofer am Konservatorium Wien. 1991 Diplom mit Auszeichnung, 1989/90 Stimmführer an der Volksoper, seit 1990 Mitglied des Staatsopernorchesters bzw. der Wiener Philharmoniker.

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    Innokenti Grabko, Viola, wurde in St. Petersburg geboren, Studium in St. Petersburg bei A. Dogadin und V. Stopizschev, 1995 „Virtuose des Jahres 2000“ (Int.Wettbewerb in St. Petersburg), seit 1996 Studium in Wien bei Prof.Führlinger, seit September 2002 Mitglied des Wiener Staatsopernorchesters. Robert Nagy, Violoncello: Geb. 1966 in Ungarn, Studium bei Csaba Onczay und Miklós Perény an der Hochschule Franz Liszt in Budapest. Erste Preise beim Popper-Wettbewerb, Internationaler „Florian-Preis“ in Venedig. Solocellist im G. Mahler-Jugendorchester, 1989 Diplom mit Auszeichnung, anschließend Studien bei Prof. Herzer an der Wiener Musikhochschule. Ab 1990 Solocellist beim NÖ- Tonkünstlerorchester, seit 1992 Mitglied des Wiener Staatsopernorchesters bzw. der Wiener Philharmoniker. Wolfgang Härtel, Violoncello: Geb. 1975 in Graz, Studium bei Prof. Posch in Graz, nach der Matura Wechsel zu Prof. Herzer an die Musikhochschule Wien. Meisterkurse bei Philip Mueller und Harvey Shapiro. Solocellist an der Wiener Volksoper, seit 2000 Mitglied des Staatsopernorchesters bzw. der Wiener Philharmoniker. Michael Bladerer, Kontrabaß, wurde 1968 in Waidhofen/Ybbs geboren, Studium an der Musikhochschule Wien bei den Professoren Streicher und Posch, 1995 Diplom, Engagements an das Bruckner- Orchester Linz, zu den Wiener Symphonikern, an die Komische Oper Berlin und schließlich 1999 an die Wiener Staatsoper. Seit 2000 Solokontrabassist des Staatsopernorchesters. Stephan Natschläger, Oboe , wurde in Wien geboren, Studium zuerst bei Prof. Kautzky an Musikhochschule Wien, dann bei Alexander Öhlberger am Konservatorium, 1996 Diplom mit Auszeichnung, danach Studium bei Prof. Turetschek in Graz. Mitglied der Österreichisch-Ungarischen Haydnphilharmonie, der Wr. Kammer- philharmonie, des Wr. Hofburgorchesters und der Kammeroper. Theresia Melichar, Oboe , wurde in Schwechat geboren. Studium bei Helmut Mezera am Konservatorium Eisenstadt, seit 1998 an der Universität Wien bei Prof. Lienbacher. Mitglied des Jeunesse Orchesters, der Kammeroper und des Wr. Kammerorchesters. Robert Lorenz i, Horn, wurde in Wien geboren, studierte an der Musikhochschule bei Prof. Veleba, 1972 Engagement an die Wiener Staatsoper, Mitglied des Wiener Kammerorchesters und der Österreichisch-Ungarischen Haydn-Philharmonie. David Scarr, Horn, wurde in Südafrika geboren, Studium an der Universität Port Elizabeth in Kapstadt, Dozent für Blechbläser,

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    Orchestertätigkeit in Kapstadt, danach Dirigenten- und Hornstudium am Konservatorium Wien. Seit 1994 freiberuflich als Hornist und Dirigent tätig, Mitglied des Wr. Kammerorchesters, Ensemble Wr. Collage, Wr. Kammeroper. Dirigent an den Opernhäusern in Sydney, Kapstadt und Pretoria. Petra Zenker, Cembalo, wurde in Eggstätt, Bayern, geboren, nach Studien in Graz, Wien und Den Haag Konzertdiplom bei Kenneth Gilbert am Mozarteum Salzburg. Studien der Aufführungspraxis mit Nokolaus Harnoncourt, seit 1995 Cembalokorrepetitorin an der Musikuniversität Wien. Künstlerische Leiterin des Ensembles „Dialoge chordiale“. Michael Werba, Leitung, wurde 1955 als Sohn einer Wiener Musikerfamilie geboren. Studium an der Wiener Musikhochschule bei Prof. Karl Öhlberger, erstes Engagement bei den Wiener Symphonikern, seit 1977 Solofagottist der Wiener Philharmoniker. International intensive Konzerttätigkeit und mit verschiedenen Kammermusikensembles. Leiter einer Fagottklasse am Konservatorium der Stadt Wien. Künstlerischer Leiter des Philharmonia-Zyklus. Zum Programm

    Die Sinfonie in Es-Dur, KV 16, war W.A. Mozarts erstes Werk dieser Gattung. Er schrieb sie auf seiner ersten großen Reise, die die ganze Familie nach Paris und London führte. Nach dem erfolgreichen Aufenthalt in Wien 1762 war Leopold Mozart erfüllt von der Mission, die von Gott gegebene Begabung seiner Kinder der ganzen Welt vorzuführen. Und so plante er bald danach ein große Europareise, die Wolfgang und

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    Nannerl nicht nur die Gelegenheit geben sollte, sich zu produzieren, sondern auch andere gesellschaftliche und musikalische Welten kennen zu lernen. Dabei war Leopold der perfekte Reiseleiter, dem es überall gelang, die richtigen Bekanntschaften zu machen oder zu erneuern, um seine Kinder bestens zu präsentieren. Die Familie Mozart verließ also am 10. Juni 1763 Salzburg und reiste über München, Augsburg, Brüssel und viele andere Stationen nach Paris, wo sie am 19. November eintrafen. Überall wurden die Kinder begeistert aufgenommen und bewundert, das Programm und die Aufgaben, die sie zu bewältigen hatten waren aber enorm. So wurden sie in einer Frankfurter Konzertanzeige folgendermaßen angekündigt: „Diese allgemeine Bewunderung ist die Ursach, dass heute, den 30. August, aber gewiß das letzte Konzert sein wird, wobei das Mägdlein, welches im zwölften, und der Knab, der im siebten Jahr ist, nicht nur Konzerte auf dem Clavecin oder Flügel, und zwar ersteres die schwersten Stücke der großen Meister, spielen wird, sondern der Knab wird auch ein Konzert auf der Violine spielen, bei Sinfonien mit dem Klavier akkompagnieren, das Manual mit einem Tuch gänzlich verdecken; er wird ferner in der Entfernung alle Töne, die man einzeln oder in Akkorden auf dem Klavier oder auf allen nur denkbaren Instrumenten, Glocken, Gläser und Uhren usw. anzugeben imstande ist, genauest benennen. Letztlich wird er nicht nur auf dem Flügel, sondern auch auf einer Orgel aus allen, auch den schwersten Tönen, vom Kopf phantasieren.“ Man kann sich vorstellen, dass es für die Kinder sehr anstrengende Abende waren. Nun waren sie also in Paris, sie wohnten beim bayrischen Gesandten, der mit einer Salzburgerin verheiratet war, und fanden vor allem durch die Protektion von F.M. Grimm, dem Sekretär des Herzogs von Orléans, schnell Eingang in die höchsten Kreise. Grimm war ein auch musikalisch hochgebildeter Mann, der bedeutenden Einfluß auf das Kunstgeschehen hatte und in seiner „Correspondance littéraire, philosophique et critique“ begeistert über die Wunderkinder aus

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    Salzburg berichtete. Er organisierte das erste Konzert und bald waren die Kinder auch in Versailles bei König Ludwig XV. zu Gast. Vor allem für Wolfgang war aber auch wichtig, andere Darbietungen zu hören, saugte er doch begierig alle musikalischen Eindrücke in sich auf. Am meisten beeindruckte ihn J. Schobert, Kammervirtuose des Grafen Conti, ein genialer Vertreter des Sturm und Drang, dessen Musik von einer starken Empfindungssprache und einer Neigung zu ebenso starken Stimmungsgegensätzen geprägt war. Wolferl bekam aber auch jede Menge Notenmaterial geschenkt und konnte sich so intensiv mit den Kompositionen seiner großen Kollegen auseinandersetzen, aber auch von ihm erscheinen in Paris erstmals kleine Sonaten (KV 6-9) in Druck. Beglückt durch den Erfolg dieses Aufenthaltes verließ Familie Mozart schließlich am 10. April 1764 Paris und kam zwei Wochen später in London an. Dort entwickelte sich alles fast noch schneller als in Paris und schon am 27. April spielten die Kinder erstmals am Hof Georg III. Im Juni erkrankte Leopold Mozart an einer so schweren Halsentzündung, daß die Mozarts London verließen und sich bis Oktober in dem Vorort Chelsea niederließen. Dort füllte Wolfgang - unbeeinflusst vom Vater

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